251

Wie ist ein alliebender Gott mit der Hölle vereinbar?

Danke für diese nachvollziehbare Frage. Ich denke, wir sollten zunächst definieren, was Christen unter „der Hölle“ verstehen. Im Kern ist die Hölle im christlichen Verständnis ein Ort, an dem Gott nicht ist – und damit auch keine Liebe, keine Hoffnung, keine Gerechtigkeit etc.

Wie ist dieser Ort nun mit einem alliebenden Gott vereinbar. Die Antwort ist einfach: gar nicht. Das Problem ist nur, dass Gott noch viel mehr als „nur“ alliebend ist. Gott ist per Definition das größte vorstellbare Wesen – in jeder Hinsicht natürlich. Das heißt: Gott ist nicht nur die maximale Liebe, sondern z.B. auch die maximale Gerechtigkeit.

Wenn wir dies bedenken, können wir uns nun auch folgende Frage stellen. Nämlich nicht nur: „Wie kann ein liebender Gott Menschen in die Hölle schicken?“, sondern auch:

Wie kann ein vollkommen gerechter Gott Menschen in den Himmel lassen?

Sie sehen Gottes „Dilemma“ gewiss. Seine Gerechtigkeit erlaubt es (selbst und gerade) Gott nicht, Menschen in den Himmel „durchzuwinken“.

Christen sagen aber: Gott hat dieses Dilemma gelöst, indem er selbst in Jesus Mensch wurde und am Kreuz für uns starb, damit unsere Sünden auf ihm liegen und wir frei von Verfehlungen sind. Das Kreuz ist somit der Ort, an dem sich Gottes Liebe und Gottes Gerechtigkeit treffen. Und wer dieses Angebot der Vergebung und Gnade annehmen möchte, der ist herzlich eingeladen, dies zu tun.

 

 

Dieser Blog-Beitrag von Stephan Lange erschien zuerst auf mitdenkend.de . Lies hier den Original-Artikel "251".

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