Generation Beziehungsunfähig?

Ist die Generation Y beziehungsunfähig?
Welt online schreibt darüber, dass junge Menschen nicht mehr wissen, wie eine Beziehung geführt werden soll.
Sie zitieren auf einer Havard-Studie:
Große Zahlen von Teenagern und jungen Erwachsenen sind unvorbereitet für sorgende, dauerhafte romantische Beziehungen und haben Angst, sich darauf einzulassen.
Welt online kommentiert das folgendermaßen:
Dies lässt sich mit dem Alltag von jungen Menschen heutzutage vergleichen. Große Auswahl, aber wer sich für etwas entscheidet, riskiert die bessere Option auszulassen. Gar nicht erst einlassen scheint da konsequenter. Beispiel Dating-Apps. Wer sich dort tummelt, wischt schon mal gern in die Tausende. Oder behauptet es zumindest. Von „einlassen“ kann dabei keine Rede sein.
Das, was die Wissenschaftler als „dauerhafte romantische Beziehung“ bezeichnen, ist dabei nicht wirklich vorgesehen. Im Gegenteil. Dating läuft oft genug wie Schuhe bestellen: Man ist sich nicht so sicher, bestellt zur Not einfach mal alle und im Zweifel gehen sie dann auch alle wieder zurück.

Was nach fröhlichem Ungebundensein klingt, ist aber ein ziemlicher Beziehungs-Verhinderer, wie der Paartherapeut Christoph Uhl erklärt:
„Eine von Nähe, Vertrautheit, Verbindlichkeit getragene Beziehung passt da nicht rein, ist schlicht zu riskant und wird als zu arbeitsintensiv gefürchtet. Unsere Eltern und Großeltern haben noch etwas anderes erlebt, können uns nicht wirklich Tipps geben.“
[…]
Ganze 70 Prozent der 18- bis 25-Jährigen hatte dort [Anm. in der Studie] angegeben, sich von den Eltern mehr Unterstützung und mehr Informationen zum Thema Liebe und Beziehung zu wünschen.

Was kann gegen diese Beziehungsunfähigkeit getan werden?
Von meiner christlichen Prägung her schauend, möchte ich folgende Thesen aufstellen:
1. Wir brauchen biblische Werte, wie Verbindlichkeit und Treue.
2. Liebe ist wertvoll. Zerbrochene Beziehungen schaffen Narben.
3. Wir brauchen die Einstellung lebenslang, eine monogame Beziehung führen zu wollen.
4. Liebe braucht eine seelische und körperliche Intimität.
5. Intimität braucht Sicherheit und Verbindlichkeit. Deswegen TRAUT euch! (Sex braucht die Verbindlichkeit der Ehe).
5. Das Ziel einer Beziehung soll eine Ehe sein.
6. Für immer und ewig: Wenn die Liebe „kaputt geht“ repariert sie, belebt sie wieder.
7. Eine Ehe (das Ziel einer Beziehung) ist immer Arbeit! Redet über alles und das offen und ohne falsche Scham.

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Dieser Blog-Beitrag von Johannes Traichel erschien zuerst auf EVANGELIKALE THEOLOGIE . Lies hier den Original-Artikel "Generation Beziehungsunfähig?".

About Johannes Traichel

Johannes Traichel. Autor und Betreiber von „Evangelikale Theologie“. Ich blicke hier privat auf Themen der Theologie und Gesellschaft, von meiner evangelikalen Brille aus. Aktuell arbeite ich als Prediger der C-Punkt FeG Glauchau. Dazu schließe ich noch einen MTh-Studium am Martin-Bucer Seminar in Chemnitz ab. Ich liebe meine Traumfrau und sie liebt mich. Ich mag Reisen, Kaffee, Theologie, Bücher und Sport. Theologisch interessiere ich mich für alle möglichen und unmöglichen Themen und diskutiert diese auch gerne. Zu dem bin ich noch auf Twitter unterwegs.

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