Christliche Vollkommenheit ist für Wiedergeborene möglich und wichtig!

Disputszene_Luther

Persönliches Wort von Herbert Masuch zum Beitrag: Wohin gehst Du, lutherische Kirche?  von Dr. Malte Detje pro

Lieber Bruder,
es ist großartig, dass wir auf dieser Blog-Plattform erfrischend konträr über zentrale Glaubensfragen diskutieren können. Wie Sie gehöre ich zur Ev.-Lutherischen Kirche und verstehe mich als bekehrter bzw. wiedergeborener Christ.
In Ihrem Blog-Beitrag las ich die mutige Passage:
„Nach lutherischer Auffassung findet sich die authentischste Beschreibung des christlichen Lebens im 7. Kapitel des Römerbriefes. Das christliche Leben eilt eben nicht von Sieg zu Sieg, sondern sagt mit Paulus: Was ich nicht tun will, das tue ich und was ich tun will, das tu ich nicht, ich elender Mensch!
Das ist die authentische Beschreibung des christlichen Lebens. So nüchtern und doch so ehrlich… Für uns Lutheraner ist dieses Evangelium nicht nur der Startpunkt in ein christliches Leben, es ist das christliche Leben“.
Wie ich daraus ableite, vertreten wir beide ein verschiedenes, ja gegensätzliches Verständnis unseres Christseins. Sie erkennen in Römer 7 „ die authentische Beschreibung des christlichen Lebens“ und schlussfolgern: „Es eilt nicht von Sieg zu Sieg, sondern…“ (siehe oben).  Ich hingegen sehe und vertrete eine „authentische Beschreibung“ meines Christseins erst in den Aussagen von Römer 8. Dort bezeugt Paulus im Blick auf erlebte Misshandlungen u.a. in Vers 37: „in dem allem überwinden wir weit“.
Somit stoßen bei uns biblisch theologische Lehraussagen konträr aufeinander. Welche von beiden ist nun kompetent und soll gelten?
Darüber offiziell zu disputieren  – wie z. B. Luther mit Johannes Eck – bietet sich auf unserer Lehr-Plattform geradezu an.
Als Antwort auf Ihre relativ pessimistische Definitions-These zur Nachfolge Jesu lautet meine konträre
Disputierthese:
Christliche Vollkommenheit ist für Wiedergeborene möglich und wichtig!

Für die obligatorische Thesenbegründung nenne ich folgende Disputier-Argumente:

Als Luther-Fan und Verfasser des Buches: „Lebens-Reformation – Dynamik im weltweiten Protestantismus“ muss ich Ihrer „authentischen“ Definition  des christlichen Lebens widersprechen. Meines Erachtens ist diese negative Sicht der Nachfolge Jesu a) weder vom biblischen Gesamtzeugnis her belegbar, noch b) als „lutherisch“ vertretbar, noch c) vom Lebens-Zeugnis unzähliger Christen her kirchengeschichtlich gerechtfertigt.

Zu a) „biblisch nicht belegbar“, hierfür einige Bibelzitate:
Jesus sagt: Mt 5,48 „Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist“. ferner: Mt 19,21; Paulus betont: 2 Kor 13,9 „… Wir beten auch dafür, dass ihr vollkommen werdet“.
ferner: Kol 1,28Jakobus argumentiert Jak 1,4:  „…damit ihr vollkommen und unversehrt seid“

Zu b) als „lutherisch“ nicht vertretbar, hierfür nun relevante Lutherzitate:

In meinem Buch „Lebens-Reformation – Dynamik im Protestantismus“ stelle ich (ab Seite 16) durch Lutherzitate klar, dass eine negative Definition des Christseins nicht als „lutherisch“ vertretbar ist.
Hier eine Zitatauswahl:

O, es ist ein lebendig, tätig, mächtiges Ding um den Glauben, dass es unmöglich ist, dass er nicht ohne Unterlass sollte Gutes wirken. Er fragt auch nicht, ob gute Werke zu tun sind, sondern ehe man fragt, hat er sie getan und ist immer im Tun. Wer aber nicht solche Werke tut, tappt und sieht um sich nach dem Glauben und guten Werken und weiß weder, was Glaube oder gute Werke sind, wäscht und schwatzt doch viele Worte vom Glauben und guten Werken.

Glaube ist eine lebendige, verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade… Und solche Zuversicht und Erkenntnis göttlicher Gnade macht fröhlich, trotzig und lustig gegen Gott und alle Kreaturen: Daher der Mensch ohne Zwang willig wird, jedermann Gutes zu tun, jedermann zu dienen, allerlei zu leiden, Gott zu Liebe und Lob, also dass es unmöglich ist, Werk vom Glauben zu scheiden, ja so unmöglich, als Brennen und Leuchten mag vom Feuer geschieden werden… ii

Und dieser Glaube bringt ganz rasch mit sich Liebe, Friede, Freude und Hoffnung. Denn wer Gott vertraut,

dem gibt dieser sofort seinen Heiligen Geist, wie St. Paul zu den Galatern sagt: Ihr habt den Geist

nicht empfangen aus euren guten Werken, sondern weil ihr dem Wort Gottes geglaubt habt. ii

So natürlich der Baum Früchte trägt, so natürlich folgen dem Glauben gute Werke… Es ist die Summe des

Evangeliums, dass unmöglich sei, dass der sollt lieben, der nicht glaubt und wiederum, dass der glauben

sollt, der nicht liebt. Der Glaube ist niemals ohne gute Werke. Denn wie ein Kind, das geboren ist, nicht

ohne Bewegung sein kann, so auch ein Wiedergeborener, der tut mit Freuden gute Werke. iv

Die Liebe ist das Lieblichste und Edelste. Denn sie ist aus Gott und ist das Zeugnis und die Frucht der

geistlichen Geburt in uns. – Mit diesem Zeichen beweisen wir, dass Gott in uns ist.v

Wenn der Glaube wahr ist, und wenn man wahrhaftig Kind ist, dann wird der Geist nicht fehlen. Wenn

aber der Geist zugegen ist, wird er die Liebe ausgießen(Rö 5,5) und jenen ganzen Zusammenhang der Tugenden auslösen, den Paulus (1 Kor 13,4 ff.) der Liebe zueignet: Die Liebe ist langmütig und freundlich usf.

Wenn daher der Apostel vom rechtfertigenden Glauben spricht, dann spricht er von dem Glauben, der durch die Liebe tätig ist.

Dass Martin Luther primär die Lebens-Reformation und nicht die Kirchen-Reformation anstrebte, beweist sein kaum bekanntes „Klagelied“ über opponierende Protestanten. Ich zitiere ebenfalls aus obigem Buch ab Seite 19:

„Lebens-Reformation fordert heraus

…Unter den protestantischen Pfarrern entstand eine opponierende Richtung, deren Anhänger zwar Vergebungsgnade, nicht aber eine Änderung des Lebensstils predigen wollten. Luther nannte sie gelegentlich

„meine Antinomer“, d.h. Gegner der Gebote Gottes. Er hatte es schwer, sich gegen diese Art Protestanten

durchzusetzen und den Trend zur billigen Gnadenpredigt in der jungen Kirche zu stoppen. Das folgende Zitat zeigt, dass der Kampf um die Lebens-Reformation schon zu Luthers Zeit entbrannte:
Meine Antinomer predigen sehr fein und mit rechtem Ernst von der Gnade Christi, von der Vergebung der

Sünden. Aber dies consequens (= das, was daraus folgt) fliehen sie wie der Teufel, dass sie nämlich den

Leuten sagen sollten vom dritten Artikel der Heiligung, das ist vom neuen Leben in Christo. Denn sie meinen,

man solle die Leute nicht erschrecken noch betrüben, sondern immer tröstlich predigen von der Gnade

und Vergebung der Sünden…

Man solle beileibe ja meiden diese Worte: Hörest du, du willst ein Christ sein und gleichwohl ein Hurenjäger, volle Sau, hoffärtig, geizig, Wucherer, neidisch, rachgierig, boshaft bleiben?…Sondern so sagen sie: Hörest du, bist du ein Ehebrecher, ein Hurer, ein Geizhals oder sonst ein Sünder, glaubest du nur, so bist du selig, darfst dich vor dem Gesetz nicht fürchten, Christus hat alles erfüllet

Sie sind wohl feine Osterprediger, aber schändliche Pfingstprediger, denn sie predigen nichts von der

Heiligung des Heiligen Geistes, sondern allein von der Erlösung Christi. Dabei hat Christus [uns] Erlösung von Sünden und Tod erworben, dass uns der Heilige Geist soll zu neuen Menschen machen aus

dem alten Adam. Denn Christus hat uns nicht allein gratiam, die Gnade, sondern auch donum, die Gabe des Heiligen Geistes, verdienet, dass wir nicht allein Vergebung der Sünden, sondern auch Aufhören von

den Sünden hätten…

Aber unsere Antinomer sehen nicht, dass sie Christum predigen ohn und wider den Heiligen Geist, weil

sie die Leute wollen lassen in ihrem alten Wesen bleiben und gleichwohl selig sprechen. Doch die Konsequenz des Evangeliums will das, dass ein Christ soll den Heiligen Geist haben und ein neu Leben führen

oder wissen, dass er keinen Christum habe.

 

Leider hat sich die Einstellung der Antinomer im Protestantismus immer stärker durchsetzen können. Luthers

Ringen um die Lebensreformation wurde im Luthertum fast vergessen. Erhalten blieb uns ein Luther als Zeuge der Rechtfertigung allein durch den Glauben. Jedoch Luthers Lehre „von der Heiligung des Heiligen Geistes“, der Lebensreformation also, hat man größtenteils überhört.

Die wenigen „Pfingstprediger“ der jungen Kirche wurden verkannt und z. T. unterdrückt. Die „Gnadenprediger“ dagegen erstarkten und bescherten dem Luthertum eine überzogene Orthodoxie. Jetzt verstummte der Ruf zum Glaubensgehorsam nahezu völlig und wurde erst im Pietismus wieder entdeckt. (aktuelle Ergänzung: Wo man diesen verkennt, konnten und können die Protestanten „in ihrem alten Wesen bleiben“ und wurden/werden – scheinbar laut Luther – „gleichwohl selig gesprochen“).

  1. Meines Wissens wurde diese gravierende Problematik im Reformations-Gedenkjahr nirgendwo thematisiert.

Begründung c): kirchengeschichtlich nicht gerechtfertigt,
hierfür verweise ich auf authentische Lebenszeugnisse unzähliger Christen:

Durch das Lebenszeugnis unzähliger Christen weltweit lässt sich die positive Definition entschiedenen Christseins kirchengeschichtlich beweisen. Das habe ich in meinem Buch: „Sie waren Weltüberwinder“ an diversen Beispielen aus dem weltweiten erwecklichen Protestantismus dokumentiert. Aktuell wird diese Tatsache durch die Blutzeugen der heutigen, geschichtlich stärksten Christenverfolgung markant unterstrichen.
Aus Platzgründen möchte ich hier auf Beispielzitate aus meiner biographischen Beweisführung verzichten. Schauen Sie bitte selber hinein und lassen Sie sich davon überzeugen. Vielleicht fallen Ihnen sogar Christen aus Ihrem Umfeld ein, die ihr Christsein in Gottes Kraft im Alltag authentisch leben.
Empfehlend hinweisen möchte ich hier auf das starke Lebens-Zeugnis im Bekehrungsbericht des Bildzeitung-Redakteurs Daniel Böcking: Ein bisschen Glauben gibt es nicht  (Wie Gott mein Leben umkrempelte).

Soweit mein Disput-Statement. Ich bin gespannt auf Ihre Anti-These und auf weitere Resonanz aus unserer Blogger-Szene www.biblipedia.de !

  1. Gelegentliche Vermutungen, meine Glaubenssicht sei perfektionistisch, möchte ich mit dem Werbetext (Bild-Klick) zum Buchtitel „Wir sind Weltmeister!“ entkräften. Bei dieser Haltung wäre jedes geistliche Wachstum blockiert!

Dieser Blog-Beitrag von Herbert Masuch erschien zuerst auf Christus-Portal-Blog . Lies hier den Original-Artikel "Christliche Vollkommenheit ist für Wiedergeborene möglich und wichtig!".

About Herbert Masuch

HERBERT MASUCH wurde 1929 in Ostpreußen geboren. Nach den Zusammenbruch des Dritten Reich erlebte er eine bewusste Umkehr zu Jesus Christus. Von 1954 bis 1958 studierte er am Theologischen Seminar St. Chrischona in der Schweiz. Es folgte ein mehrjähriger Dienst in der Essener Stadtmission. 1963 wechselte er als Evangelist in die Deutsche Zeltmission. Etwa dreißig Jahre lang war Masuch im In- und Ausland als Rufer zu Gott unterwegs. Auch durch die Mitarbeit beim Evangeliums-Rundfunk, die Veröffentlichung mehrerer Bücher und als Liedautor war er bemüht, die Frohe Nachricht von Jesus, dem Retter der Welt, zu bezeugen. Seit 1964 sind Masuch’s glücklich verheiratet und haben drei Kinder. Ehefrau Gretel war mit ihrem Mann viele Jahre missionarisch unterwegs. Heute wendet sich der ehemalige Evangelist überwiegend an Christen. Er bietet Hilfen an, die befreiende Botschaft „Christus in euch“ erstmals oder neu zu entdecken und zu verwirklichen. Diesem Anliegen dient auch seine dreibändige Buchreihe Lebensreformation (1994), die zugleich eine geschichtliche Analyse des jahrzehntelangen charismatischen Konfliktesherdes bietet.

17 thoughts on “Christliche Vollkommenheit ist für Wiedergeborene möglich und wichtig!

  1. Das Paulus-Wort „Was ich will, das tue ich nicht, und was ich nicht tue, das tue ich“ zeigt lediglich die Situation des „natürlichen/fleischlichen Menschen“ die Gebote zu erfüllen. Das ist die Ausgangslage. Nun tritt bei einem Wiedergeborenen eine neue Ursache in Erscheinung, durch die er nun in die Lage versetzt wird ALLES zu können: „Ich vermag alles, durch den, der mich mächtig macht.“ Phil. 4,13. DAS allein ist christliches Leben!
    Siehe dazu auch meinen Beitrag: https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/09/08/seid-vollkommen/

  2. Entschiedenes Christsein gibt es mehr oder weniger überall. Z. B. nennt sich die Volksmission entschiedener Christen ja auch entschieden und will damit den Unterschied zwischen den Taufscheinchristen und den eigenen Mitgliedern ausdrücken, die sich bekehrt haben. Aber eine Bekehrung ist von der christlichen Vollkommenheit oder besser gesagt zur annähernden Vollkommenheit noch weit weg. Diese erreichen nur wenige Christen und das hat Gründe. Der Hauptgrund ist der, daß sich die wenigsten voll und ganz und bedingunglos Christus hingeben. Zudem braucht die Heiligung Zeit, bei einem mehr, beim anderen weniger. Tersteegen z.B. der es hier sehr weit gebracht hat, weist etwa auf die Stelle in Luk.11, 34 oder auch eine ähnliche Stelle bei Matthäus hin, wo von einfältigem Auge die Rede ist und das Auge kein Schalk mehr ist. Das erst ist die Voraussetzung für einen guten Anfang zur Verwandlung in Christo wie Paulus es formuliert. Ich hatte ja hier bei einem anderen Thema auf den evangelischen Gottesmann Johannes Gommel hingewiesen, der eine grosse Fülle des Lebens mit Jesus erreicht hatte und der lt. Beschreibung von Zeitgenossen ein neuer Mensch durch und durch geworden ist. Ein alter Mann, den ich vor rund zwanzig Jahren kennenlernte, hat bei einem Besuch mitgeteilt, daß seine Großmutter den Johannes Gommel noch kannte, und ihm von Gommel erzählte, wie sein Gesicht beim Gebet leuchtete und genau das ist auch ein Kennzeichen so gottnaher Menschen, die die Bibel in der Offenbarung z.B. Überwinder nennt, jene also wie es dort heisst, die sich mit Frauen nicht befleckt haben und die ein neues Lied singen können. Gommel sagt z.B. man müsste ernsthaft und mit Gewalt beten wie es etwa auch in den Evangelien heisst, wo steht, man solle das Himmelreich mit Gewalt an sich reißen. Im Evangelium ist die Rede von Seligkeit und himmlischer Freude und genau diese haben etliche Christen hier auf der Erde immer wieder in einer solchen Fülle erlebt, weit über das Normalmaß hinaus. Im Himmel ist diese Freude noch grösser und andauernder.

    http://www.gottliebtuns.com/doc/Johannes%20Gommel%20-%20Lebendiges%20Wasser.pdf
    In dem Link zeigt uns Gommel, was nötig wäre, um die Heiligung voranzutreiben. Da genügt es nicht, ein großer und bekannter Prediger zu sein, der von vielen geschätzt wird und viel für Gottes Reich getan hat.
    Wer nicht ganz so beschränkt ist wie der Bibelbund, der wird auch bei Katholiken solche Menschen entdecken können.

  3. Im Falle dieses Artikels ebenso wie des genannten Buches zeigt sich, wie sinnvoll ein wenig historische und sprachliche Bildung ist. Die Darstellung der Epochen nach Luther ist absolut defizitär, verfälschend und besteht aus bloßem Hörensagen. Nicht umsonst werden keine Quellen für die dargestellte Sichtweise genannt. Auf jeden Fall ist das Propaganda, die einfach ohne nachzudenken ein paar Allgemeinplätze von irgendwelchen Leuten übernimmt. Dass die genannten Pietisten alle anderen in den schwärzesten Farben malen, hat eben rhetorische Gründe: sie wollen ja begründen, warum es ihre Reformen braucht. Ob diese Rhetorik tatsachengemäß ist, ist damit eben genau nicht erwiesen, sondern muss bezweifelt werden. Noch dazu, wenn man keinen der kritisierten selbst zu Wort kommen lässt bzw einige, die man zitiert, ja selbst ganz normale „Orthodoxe“ sind (Nikolai, Arndt).

  4. Nun noch zu den biblischen „Belegen“: hier zeigt sich, wie gut es ist, wenn man lernt, Kontexte zu beachten. Geht es doch bei allen aufgeführten Zitaten darum, durch den Glauben vollkommen zu werden. In Schwachheit vollkommen zu werden. Gerade die Jakobusstelle zeigt doch, dass der Glaube Grundlage ist, aus dem die Werke folgen. So lehrte es Luther, und so lehrte es auch die lutherische Kirche vor den Pietisten. Und die Stelle zeigt auch, dass es eben immer ein Kampf bleibt, wie das Dr Detje geschrieben hat.

  5. Authentisches Chrissein nach Röm 8:
    Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. 24 Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? 25 Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.

    Nach Röm 9:

    Denn er spricht zu Mose (2. Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« 16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.

    Die Heiden, die nicht der Gerechtigkeit nachjagten, haben Gerechtigkeit erlangt, nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. 31 Israel aber, das dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, hat das Gesetz nicht erreicht. 32 Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus Glauben suchte, sondern als komme sie aus Werken.

    Nach Röm 10:
    Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. 4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

    Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht; und wer mit dem Munde bekennt, wird selig.

    Und nun nocheinmal: der Glaube ist der Grund und Anfang, nicht die Werke. Die Werke folgen dem Glauben nach. Die Heiligung folgt auf den Glauben. Und sie geschieht unter den zitierten Bedingungen. Ihr ganzer Aufsatz ist also Blödsinn. Zumindest aus lutherischer und biblischer Sicht.

  6. Den Luther würde ich bei so einem Thema niemals zitieren. Wer das tut, kennt von Luther nur die eine Seite. Den antisemitischen Luther kennt man wohl nicht, der u.a. geschrieben hat, die Juden sollen die Buchstaben lesen, die aus dem Hintern der Schweine herauskommen, der die Synagogen niederbrennen lassen wollte. usw. usw. , was dann die Nazis, die sich auf Luther beriefen getan haben. Vor kurzem war eine ganze kurze Diskussion mit Michael Diener, der ja bei den Evangelikalen bekannt ist, der hat wenigstens eingeräumt, daß Luther auch sehr üble Seiten hatte. Ein Heiliger war Luther nie und nimmer.
    Es gibt übrigens auch Kirchengeschichtsbücher, da kann man über Luther eine Menge nachlesen, er hat ja selber sehr viel geschrieben. Luther lehrte auch einen Willkürgott und einen Gott, der gut und böse gleichzeitig sei. Das passt ja hinten und vorne nicht.

    Aber insgesamt zu so einer Diskussion: Man kann nicht Bibelsätze einfach 1 : 1 nehmen und dann meinen, man hätte eine rechte Antwort zum Thema Vollkommenheit, das ist ganz einfach Steinbruchexegese. Die Bibel ist kein Lesebuch und eröffnet sich nicht ohne Weiteres jedem, der lesen kann. Übrigens gehört zur Vollkommenheit auch die Verklärung und zwar schon während des Erdenlebens und noch einiges andere mehr.

    1. WTF. Egal, welches Thema, Hauptsache man erwähnt, dass Luther antisemitisch war. Hoffe, die erwähnen dass bei Kant auch immer, oder bei wem auch immer, der damals lebte. Waren damals nämlich fast alle.
      Natürlich ist diese sinnlose Zitat-Anreihung des Autoren dieses Beitrages absurd und entspricht nicht wirklich Luthers Theologie, aber was Sie machen, ist auch nicht besser.

  7. Denn weil die bloße Predigt des Gesetzes ohne Christum [ohne daß Christus das Gesetz in seine Hand nimmt] entweder vermessene Leute macht, die sich dafürhalten, daß sie das Gesetz mit äußerlichen Werken erfüllen können, oder [Leute, die] ganz und gar in Verzweiflung geraten, so nimmt Christus das Gesetz in seine Hände und legt dasselbe geistlich aus, Matth. 5; Röm. 7 und 1, und offenbart also seinen Zorn vom Himmel herab über alle Sünder, wie groß derselbe sei, dadurch sie in das Gesetz gewiesen werden und aus demselben erst recht lernen ihre Sünde erkennen, welche Erkenntnis Moses nimmermehr aus ihnen hätte erzwingen können. Denn wie der Apostel zeugt, 2 Kor. 3, da gleich Moses gelesen wird, so bleibt doch immer die „Decke“, so er vor sein Angesicht hing, unaufgedeckt, daß sie das Gesetz geistlich, und wie große Dinge es von uns erfordert, und weil wir solches nicht halten noch erfüllen können, wie tief es uns verfluche und verdamme, nicht erkennen. „Wenn sie sich aber zum Hern bekehrt haben, alsdann wird solche Decke abgetan“, 2 Kor. 3.

    Darum muß der Geist Christi nicht allein trösten, sondern auch durch das Amt des Gesetzes „strafen die Welt um die Sünde“ und also im neün Testament tun, wie der prophet sagt, opus alienum, ut faciat opus proprium, das ist, er muß: „ein fremd Amt“ verrichten (welches ist strafen), bis er komme zu seinem eignen Werk, das ist, trösten und von der Gnade predigen, darum er denn uns durch Christum erworben und gesandt und der Ursache auch der Tröster genennet [genannt] wird; inmaßen [wie dies] D. Luther in der Auslegung des Evangelii Dom. 5. nach Trinitatis mit nachfolgenden Worten erklärt hat:
    „Es ist alles des Gesetzes Predigt, was da von unsern Sünden und Gottes Zorn predigt, es geschehe, wie oder wann es wolle. Wiederum ist das Evangelium eine solche Predigt, die nichts anderes denn Gnade und Vergebung in Christo zeigt und gibt; wiewohl es wahr und recht ist, daß die Apostel und Prediger des Evangelii (wie auch Christus selbst getan hat) die Predigt des Gesetzes bestätigen und anfangen bei denen, die noch nicht ihre Sünde erkennen noch vor Gottes Zorn erschrocken sind, wie er Joh. 16 sagt: ‘Der Heilige Geist wird die Welt strafen um die Sünde, darum das sie nicht an mich glauben.’ Ja, was ist für eine ernstlichere, schrecklichere Anzeigung und Predigt Gottes Zorns über die Sünde denn eben das Leiden und Sterben Christi, seines Sohnes? Aber solange dieses alles Gottes Zorn predigt und den Menschen schreckt, so ist es noch nicht des Evangelii noch Christi eigene Predigt, sondern Moses und das Gesetz über die Unbußfertigen. Denn das Evangelium und Christus ist je nicht geordnet und gegeben zu schrecken noch zu verdammen, sondern die, so erschreckt und blöde sind, zu trösten und aufzurichten.“ 13] Und abermals: „Christus spricht Joh. 16: ‘Der Heilige Geist wird die Welt strafen um die Sünde’; welches mag nicht geschehen ohne durch’s Gesetzes Erklärung.“ (Tom. 2, Ienens., foI. 455.)
    Demnach, und auf daß beide Lehren, des Gesetzes und Evangelii, nicht ineinandergemengt und vermischt [werden], und der einen zugeschrieben werde, was der andern zugehört, dadurch dann leichtlich der [das] Verdienst und die Guttaten Christi verdunkelt und das Evangelium wiederum zu einer Gesetzeslehre gemacht, wie im Papsttum geschehen, und also die Christen des rechten Trosts beraubt, den sie im Evangelio wider das Schrecken des Gesetzes haben, und dem Papsttum wiederum die Tür in der Kirche Gottes aufgetan werde: so muß mit allem Fleiß der wahre, eigentliche Unterschied zwischen dem Gesetz und Evangelio getrieben und erhalten, und was zur Konfusion inter legem et evangelium (das ist, dadurch die beiden Lehren, Gesetz und Evangelium, verwirrt und in eine Lehre gemengt) Ursache geben möchte, fleißig verhütet werden. Ist derhalben gefährlich und unrecht, das man aus dem Evangelio, wenn es eigentlich also genennet, wie es vom Gesetz unterschieden wird, eine Buß= oder Strafpredigt machen wolle. Denn sonst, wenn es ingemein verstanden wird von der ganzen Lehre, so sagt auch die Apologia etliche Male, das Evangelium sei eine Predigt von der Buße und Vergebung der Sünden. Es zeigt aber daneben die Apologia auch das an, daß Evangelium eigentlich sei die Verheißung der Vergebung der Sünden und der Rechtfertigung durch Christum, das Gesetz aber sei ein Wort, das die Sünde straft und verdammt.

  8. 1. Nachdem das Gesetz Gottes nicht allein dazu nützt, daß dadurch äußerliche Zucht und Ehrbarkeit wider die wilden, ungehorsamen Leute erhalten, 2. desgleichen, daß durch solches die Menschen zur Erkenntnis ihrer Sünden gebracht, 3. sondern auch, wenn sie durch den Geist Gottes neugeboren, zu dem Hern bekehrt und also ihnen die Decke Moss aufgedeckt, [daß sie] in dem Gesetz leben und wandeln: hat sich über diesen dritten und letzten [Ge]Brauch des Gesetzes ein Zwiespalt etlicher wenig Theologen zugetragen, 2] da der eine Teil gelehrt und gehalten, daß die Wiedergebornen den neün Gehorsam, oder in welchen guten Werken sie wandeln sollen, nicht aus dem Gesetz lernen, noch daraus dieselbe Lehre zu treiben sei, weil sie durch den Sohn Gottes freigemacht, seines Geistes Tempel [ge]worden und also frei, gleichwie die Sonne ohne einigen Trieb für sich selbst [von selbst] ihren ordentlichen Lauf vollbringt, also auch sie für sich selbst, aus Eingeben und Trieb des Heiligen Geistes, tun, was Gott von ihnen erfordert. 3] Dagegen hat der andere Teil gelehrt: obwohl die Rechtgläubigen wahrhaftig durch den Geist Gottes getrieben werden und also nach dem inwendigen Menschen aus einem freien Geist den Willen Gottes tun, so gebrauche doch eben der Heilige Geist das geschriebene Gesetz bei ihnen zur Lehre, dadurch auch die Rechtgläubigen lernen, Gott nicht nach ihren eigenen Gedanken, sondern nach seinem geschriebenen Gesetz und Wort zu dienen, welches eine gewisse Regel und Richtschnur sei eines gottseligen Lebens und Wandels, nach dem ewigen und unwandelbaren Willen Gottes anzurichten.
    Zur Erklärung und endlichen Hinlegung [endgültigen Beilegung] dieses Zwiespalts glauben, lehren und bekennen wir einhellig, daß, obwohl die rechtgläubigen und wahrhaftig zu Gott bekehrten und gerechtfertigten Christen vom Fluch des Gesetzes erledigt und freigemacht sind, daß sie sich doch im Gesetz des Hern täglich üben sollen; wie geschrieben steht Ps. 1 und 119: „Wohl dem, der Lust zum Gesetz des Hern hat und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht.“ Denn das Gesetz ist ein Spiegel, in welchem der Wille Gottes, und was ihm gefälIig, eigentlich abgemalt ist, das man den Gläubigen stets vorhalten und bei ihnen ohne Unterlaß fleißig treiben soll.
    Und zwar, wenn die gläubigen und auserwählten Kinder Gottes durch den einwohnenden Geist in diesem Leben vollkömmlich verneürt würden, also daß sie in ihrer Natur und allen derselben Kräften ganz und gar der Sünden ledig wären, bedürften sie keines Gesetzes und also auch keines Treibers, sondern sie täten für sich selbst [von selbst] und ganz freiwillig ohne alle Lehre, Vermahnung, Anhalten oder Treiben des Gesetzes, was sie nach Gottes Willen zu tun schuldig sind, gleichwie die Sonne, der Mond und das ganze himmlische Gestirn seinen ordentlichen Lauf ohne Vermahnung, ohne Anhalten, Treiben, Zwang oder Nötigung für sich selbst unverhindert hat, nach der Ordnung Gottes, die ihnen Gott einmal gegeben hat, ja, wie die lieben Engel einen ganz freiwilligen Gehorsam leisten.

    Nachdem aber die Gläubigen in diesem Leben nicht vollkömmlich, ganz und gar, compIetive vel consummative, verneürt werden; denn obwohl ihre Sünde durch den vollkommenen Gehorsam Christi bedeckt [ist], daß sie den Gläubigen zur Verdammnis nicht zugerechnet wird, auch durch den Heiligen Geist die Abtötung des alten Adams und die Verneurung im Geist ihres Gemüts angefangen [ist] so hängt ihnen doch noch immer der alte Adam in ihrer Natur und allen desselben innerlichen und äußerlichen Kräften an; 8] davon der Apostel geschrieben Röm. 7: „Ich weiß, das in mir, das ist, in meinem Fleisch, wohnet nichts Gutes.“ Und abermals: „Ich weiß nicht, was ich tü; denn ich tü nicht, was ich will, sondern das ich hasse, das tü ich.“ Item: „Ich sehe ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstrebet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz.“ Item: „Das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch; dieselbigen sind widereinander, daß ihr nicht tut, was ihr wollet.“

    Darum so bedürfen in diesem Leben die rechtgläubigen, auserwählten und wiedergebornen Kinder Gottes von wegen solcher Gelüste des Fleisches nicht allein des Gesetzes täglicher Lehre und Vermahnung, Warnung und Dräuung, sondern auch oftermals der Strafen, damit sie aufgemuntert [werden] und dem Geist Gottes folgen, wie geschrieben steht Ps. 119: „Es ist mir gut, Her, daß du mich demütigest, auf daß ich deine Rechte lerne.“ Und abermals, 1 Kor. 9: „Ich betäube meinen Leib und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde.“ Und abermals, Hebr. 12: „Seid ihr ohne Züchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig worden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder,“ wie D. Luther solches mit mehr Worten in der Kirchenpostille, im Sommerteil, über die Epistel am 19. Sonntag nach Trinitatis ausführlich erklärt hat.

  9. So ist auch die Lehre des Gesetzes in und bei den guten Werken der Gläubigen darum vonnöten: denn sonst kann ihm [kann sich] der Mensch gar leicht einbilden, daß sein Werk und Leben ganz rein und vollkommen sei. Aber das Gesetz Gottes schreibt den Gläubigen die guten Werke also vor, das es zugleich wie in einem Spiegel zeigt und weist, das sie in uns in diesem Leben noch unvollkommen und unrein seien, daß wir mit dem lieben Paulo sagen müssen: „Wenn ich mir gleich nichts bewußt bin, so bin ich darum nicht gerechtfertiget.“ Also, da Paulus die Neugebornen zu guten Werken vermahnt, hält er ihnen ausdrücklich vor die zehn Gebote, Röm. 13; und daß seine guten Werke unvollkommen und unrein seien, erkennt er aus dem Gesetz, Röm. 7; und David spricht Ps. 119: viam mandatorum tuorum cucurri, „ich wandle auf dem Wege deiner Gebote“; aber „gehe mit deinem Knecht nicht ins Gericht, denn sonst wird kein Lebendiger vor dir gerecht sein“, Ps. 143.

  10. Man kann sich doch zurecht fragen und das erst recht bei diesem Thema, warum man sich sich überhaupt mit Luther herumschlagen soll. Luther ist vor beinahe 500 Jahren gestorben, Jesus aber lebt. Luther war alles andere als ein Heiliger. Da der Threadersteller ihn fast so darstellte, habe ich die obigen Fakten über Luther erwähnt, aus keinem anderen Grund also. Andere Personen, die sich näher mit Luther befasst haben, wissen das freilich schon.

    Wer sich mit dem Thema Heiligung und Vollkommenheit befassen will, der sollte diejenigen befragen, die diese in großer Näherung erreicht haben und nicht andere. Die können am ehesten Antworten geben und etliche habe ich hier auch genannt.

  11. Ach kommen Sie. Sie wissen doch, dass der Schreiber des Beitrags Luther erwähnt, weil er ihn gegen die Lutherische Kirche ausspielen will, in bester pietistischer Propaganda-Übung. Nicht, weil er ein Vorbild sei, sondern um zu zeigen, wie verkommen die Kirche sei.

    Allerdings kann man Luther natürlich genauso wie jeden anderen Christen zu seiner Sicht zu Vollkommenheit fragen, denn wenn man nur einseitig fragt (wie Sie vorschlagen), wird man nur einseitige Antworten erhalten. Man muss dann aber die Leute auch genau anschauen und nicht Halbwahrheiten verbreiten, wie der Autor tut.

  12. Das Problem aller Volkskirchen ist ja das sie notwendig oberflächlich sein müssen, da sie ja nur eine EINLADUNG zum Glauben als solche aussprechen können. Wer den Glauben annimmt, und in ihm wachsen will, kann deshalb naturgemäß in ihnen keine Nahrung finden. So erklärt sich ja auch die Entstehung des Pietismus. Heute aber haben selbst Freikirchen das gleiche Problem. Es geht in der Hauptsache immer nur Einladung zum Glauben und um Glaubensappelle. Man vergleiche eine solche Struktur mit einer Schule, Da erfolgt die Aufforderung die Schule zu besuchen. Da man aber immer neue Schüler hinzukommen., entscheidet man sich nur das ABC zu lehren…
    Zum Glück ist man da klüger als alle Kirchenverantwortlichen. Da weiß man, dass mehrere Klassen nötig sind, um zur Reife zu kommen.

    1. A) es stimmt nicht, dass es keine vertiefenden Angebote in Kirchen gibt.
      B) Glaube ist auch kein Schulstoff, den ich mit einer jährlichen Wissensprüfung abhake, um zur nächsten Stufe zu gelangen.

      1. Es kommt darauf an, dass den Leuten klar gemacht wird, dass Glaube zur Reife führen muss. Dann müssten Menschen da sein, die Menschen auf diesem Weg begleiten können, da sie vorangegangen sind.
        Glaube ist aber auch eine Art Schulstoff. Denn es gibt innere Gesetzmäßigkeiten, die gelehrt werden können. Glaube fußt auf einem Weltbild, das konträr zum herrschenden materialistischen Weltbild ist. Da könnte einiges gelehrt werden, wie der Kosmos und der Mensch aus dem Geist entstanden sind. Man könnte die Stationen nach dem Tod, die die Seele durchmacht, aufzeigen. Also, es gäbe viel zu tun…
        https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/02/13/zweierlei-christen/

        1. Ihr gnostisches Wollen wird von Kirchen zurecht nicht realisiert. Zu allen anderen Dingen – lernen über und im Glauben – gibt es überall Möglichkeiten und Angebote. Die sind vielleicht im einzelnen nicht immer perfekt, aber grundsätzlich existent.

          1. Ja, das ist die übliche Masche, derer, die nichts zu bieten haben: Andere als Gnostiker zu diffamieren. Dabei ist nicht nur das A.T., sondern auch das N.T. voll mit Stellen, die uns zur Erkenntnis auffordern.
            Kein Wunder, dass sich die Menschen von den Kirchen abwenden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.