Reinhard, bist Du eigentlich Christ oder Kulturkämpfer? Antwort an Arne Bachmann von Emergent Deutschland


Lieber Arne, in Deinem letzten Kommentar schreibst Du, ich würde Gift und Galle triefen, aber als Reaktionär dazu verurteilt sein, aufs Intimste mit dem verbunden zu bleiben von dem ich mich abgrenze. Du hast leider einen wesentlichen Punkt noch nicht verstanden:
Ich bin kein Reaktionär, der schon immer ein konservatives Weltbild hatte, ich bin wie Du ein Progressiver gewesen und habe mich als kulturell Progressiver und gleichzeitig theologisch Konservativer wieder in meiner konservativen Heimat niedergelassen.

Nun will ich Euch alle, die Ihr im Exil in Progressivien lebt aus einer Haltung einer vor Kraft kaum laufen könnenden Lebenserfahrung auch wieder in dieses schöne evangelikale Auenland zurückholen. Ich will zusammen mit Euch in Evangelikalien eine Kommune von Ex-Progressiven aufbauen, denn obwohl wir theologisch-konservativ sind, werden wir kulturell progressiv bleiben [Dr. Gerrit Hohage -> https://goo.gl/BG8Wdj] … ich bin also Renegat und Verführer nicht Reaktionär und Hater 🙂

So nun haben wir nur noch ultra-wenig Zeit für mein Lieblingshobby den Kulturkampf. Auf den Punkt gebracht: Ich bin Kulturkämpfer UND Kulturversöhner gleichzeitig.
Kulturkampf: Mein Kulturkampf ist nicht der Kampf von Rechts gegen Links, sondern der der antitotalitären Mitte [wäre eigentlich potentielles FDP-Mitglied, wenn die weniger queer wären] gegen rechte Querfront/Identitäre Bewegung einerseits und linken Kulturmarxismus andererseits. Ich stehe dabei [bitte festhalten!] einerseits in einer moderaten ANTIDEUTSCHEN, antitotalitären Tradition und andererseits ist mein politisches Vorbild Andrew Breitbart. Mein christliches Credo in diesem Kulturkampf der Mitte stammt übrigens von Timothy Keller: Christen sind weder links noch rechts [https://goo.gl/wxdo7P].
Kulturversöhner: Ich sehe mich als Wanderer zwischen den Welten um die beiden aktuell extrem auseinanderdriftenden Metakulturen [https://goo.gl/z2auNJ] der urbanen kosmopolitischen Eliten einerseits (Hyperkultur) und den identitär-kommunitaristischen Gemeinschaften (Kulturessentialisten) andererseits. In diesem Rahmen mußt Du Dir das Projekt hessendisko vorstellen, das ist eine subversiv-popkonservative Party-Reihe mit Indie-Dancefloor, die ich 2014/2015 mit meinem Bruder Alexander in das ultralinke hyperkulturelle Berlin-Friedrichshain eingepflanzt habe und mit der wir unserer Zeit wieder mal so geschätzte 5 Jahre voraus waren [https://www.facebook.com/hessendisko/ schau Dir unbedingt den Flyer zu „Macht Kinder statt Tinder“ an .. ist echt lustig 🙂 ]
So Kulturkampf-Posting fertig!
Liebe Grüße Reinhard

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Dieser Blog-Beitrag von Reinhard Jarka erschien zuerst auf OrthodoxPop.de . Lies hier den Original-Artikel "Reinhard, bist Du eigentlich Christ oder Kulturkämpfer? Antwort an Arne Bachmann von Emergent Deutschland".

About Reinhard Jarka

Reinhard Jarka, * 1963, Arzt & postprogressiver PopKonservativer, wiederverheiratet, fünf Kinder, Blogger & Indie-DJ, Pop-Journalist, Content-Manager, ehemaliger Chefredakteur HOS multimedica (Bertelsmann/Springer) Kindheit und Jugend im nordhessischen Pietismus, dann 15 Jahre postevangelikaler Skeptiker, Wiedereinstieg als Charismatiker mit anschließender Ernüchterung durch Reformierte Theologie (New Reformed: Piper, Driscoll, Keller), 2012 erstmals Teilnahme am "Evangelium 21"-Kongress in Hamburg. Aktuell Mitglied EKD-Gemeinde Brück bei Pfarrer Helmut Kautz und Besuch der LKG Werder. Seit 2017 Mitglied beim "Netzwerk für Bibel und Bekenntnis"

3 thoughts on “Reinhard, bist Du eigentlich Christ oder Kulturkämpfer? Antwort an Arne Bachmann von Emergent Deutschland

  1. Hallo Reinhard Jarka,
    Man wagt ja kaum einen Kommentar zu schreiben. Muss ich das hier alles verstehen um Mitspracherecht zunhaben? Ich bin nur ein einfacher, schnöder Christ, dem die Wahrheit der Bibel und wie sie verkündigt und auch gelebt wird, sehr am Herzen liegt. Und ich habe bei weitem nicht so viel vorzuweisen, mein grösstes Plus ist, das ich Jesus Christus von ganzem Herzen liebe, (klingt im Vergleich zu ihrem Brief schon fast ein bischen dumm). Die Politikerelite muss zurückrudern damit sie vom Volk wieder verstanden wird.
    Und die Kirchen? hoffentlich steigern die sich nicht noch weiter in ihren intellektuellen Sprachgebrauch hinein. Dann gibts die nächsten Abgehängten.
    Lesen sie doch mal, Francis Schaefer z.B. Wie sollen wir denn leben? dieser Mann zählte zu den bedeutensten christlichen Apologeten des 20. Jahrhunderts. Er war Gründer des Schweizer
    Studienzentrum L, Abri (Zuflucht) er und seine Frau Edith halfen unzählbar vielen Menschen, ihren Glauben zu festigen sowie intellektuell verantwortbar und kulturrelevant zu bezeugen .
    Er wurde auch bezeichnet als ein ,Missionar der Intellektuellen“
    Trotz seines hohen Intellekt konnte er zu jedem in verständlicher Sprache reden.

  2. Hallo Lilli,
    Sie haben doch alles richtig gemacht! Gleich reagieren und sich nicht einschüchtern lassen. Witzigerweise habe ich es bei Arne Bachmann ganz genauso gemacht. Der Ausgangspunkt meines Online-Dialogs mit ihm war nämlich, dass ich mich darüber beschwert hatte, dass er immer so unglaublich hochgestochen und intellektuell schreibt.

    Francis Schaeffer ist auch mein großes Vorbild. Ich vermute mal, dass er zusammen mit C.S. Lewis bei den Biblipedia-Bloggern der beliebteste Autor ist.
    In der Anlage folgt einer meiner Lieblingstexte von seiner Schülerinnen Nancy Pearcy, die in ihrem Buch Total Truth ganz wunderbar sein Verhältnis zu zeitgenössischer Kultur als Zugang zu einer Generation den Verlorenen beschreibt.
    Liebe Grüße Reinhard

    >>Our first response to the great works of human culture—whether in art or technology or economic productivity—should be to celebrate them as reflections of God’s own creativity. And even when we analyze where they go wrong, it should be in a spirit of love. Today on religious radio or in ministry fund-raising letters, it is common for Christian activists to attack Hollywood or television or rap music in tones of aggrieved anger, berating their immoral content or mocking the pretensions of postmodern political correctness. But Schaeffer would have none of that. Even when raising serious criticisms, he expressed a burning compassion for people caught in the trap of false and harmful world-views. When describing the pessimism and nihilism expressed in so many movies, paintings, and popular songs, he demonstrated profound empathy for those actually living in such despair. These works of art “are the expression of men who are struggling with their appalling lostness,” he wrote. “Dare we laugh at such things? Dare we feel superior when we view their tortured expressions in their art?” The men and women who produce these things “are dying while they live; yet where is our compassion for them?”<<

    Pearcey, Nancy. Total Truth (Study Guide Edition – Trade Paperback): Liberating Christianity from Its Cultural Captivity (p. 57). Crossway. Kindle Edition.

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