Gehorsam #1 – Jesus Herr nennen

Wir nennen Jesus Herr. Sehr oft sogar. Im Gebet am Morgen, im Gebet am Abend und im Gebet während des Tages. Die mutigen unter uns bekennen ihn als Herrn auch vor anderen Menschen.
Wir greifen diese Bezeichnung aus der Bibel auf, denn auch die erste Gemeinde nannte Jesus Herr. Petrus proklamiert vor den Juden Jerusalems: „Ihn (Jesus) hat Gott zum Herrn, als auch zum Christus gemacht“. (Apg 2,36)

Doch welche Qualifikation ist dafür notwendig? Darf ich Jesus einfach so Herr nennen? Nein, mitnichten!
Jesus möchte nicht von jedem Herr genannt werden. Viele von denen, welche ihn so nennen, kennt er noch nicht einmal. (Mt 7,21-23)

„Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr!, und tut nicht, was ich sage?“ – Lukas 6,46

Wer Jesus als Herrn bekennt, ist verpflichtet so zu leben wie er es verlangt: Von der Sünde abzustehen und sich dem Willen des Herrn zu verpflichten. Kurz gesagt: Gehorsam leisten.
Wer in seinem Herzen die volle Entschiedenheit hat, das zu tun was Jesus Christus sagt und es dann auch tut, dessen Herr ist in Wahrheit Jesus Christus.
Wer das nicht will, sollte ihn nicht Herr nennen. Egal wie fromm du erscheinen magst. Egal welchen Ruf du geniesst in deiner Gemeinde oder Denomination. Egal wie gut du die Bibel kennst und wie lange du „schon dabei bist“. Ohne Gehorsam gegenüber dem Worten Gottes ist der Christ nur eines: Ein Heuchler. Ein Schauspieler. Einer der etwas darstellt und vorgibt was er nicht ist.
Wenn das dich betrifft dann tu dir selbst einen Gefallen. Tu allen Menschen in deiner Familie und deiner Gemeinde einen Gefallen. Doch vor allem tu Gott und dir selbst einen Gefallen: Nenne Jesus nicht Herr.

In dieser Reihe werde ich in kommenden Beiträgen die Bedeutung und den Wert von (Glaubens-)Gehorsam weiter beleuchten.

4 thoughts on “Gehorsam #1 – Jesus Herr nennen

  1. Hallo, lieber David,
    für Deinen Klartext-Beitrag herzlichen Dank. Ergänzend fiel mir folgendes Jesuswort dazu ein:
    Lk 17,10 „So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren“.
    Was den Glaubens-Gehorsam und die „Treue im Kleinen“ betrifft, werden – und wollen – wir bis ins hohe Alter Lernende bleiben. Diesen Aspekt habe ich mir in meinem letzten Blog-Beitrag ebenfalls „vom Herzen“ geschrieben.
    „Christus für uns – in uns – und durch uns!“: Diese Glaubens- und Lebensakzente lassen keinen Spielraum für Selbstruhm und eitle Ehre. Nebenbei bleiben wir geistlich und geistig fit.
    Shalom, Herbert

  2. Die Gemeinde bleibt bis auf weiteres geschlossen, da die Schauspieler ihre Pflicht nicht erfüllt haben, und den Gehorsam verweigert haben. Die Gemeindeleitung ist betroffen über die zahlreichen Kündigungen, und sieht sich nun gezwungen, Herrenlose Selbstdarsteller einzuladen. Auch wurde angekündigt, in den eigenen Reihen für mehr tranzparenz zu sorgen, und falls nötig,Entlassungen vorzubereiten. Familie, Freunde und Bekannte wurden vorab informiert.
    ……Jesus, zu Dir darf ich so kommen wie ich bin, Du hast gesagt das jeder kommen darf……

    1. Hallo liebe Lilli,
      danke das du dir Zeit genommen hast meinen Artikel zu kommentieren.
      Ich bin mir nicht sicher ob ich deinen Kommentar richtig verstanden habe: Meinst du ich stelle Bedingungen für die Liebe Gottes? Verstehst du den Text so, dass wir in der Gemeinde einander beurteilen und kontrollieren müssen?
      Bitte starte nochmal einen versuch (ohne Ironie). Das macht es mir dann leichter zu erklären was ich meine.

      Lieb Grüße,
      David

  3. Hallo David,
    Natürlich kenne ich auch die Bibelstellen das, nicht jeder, der Jesus, Herr nennt, auch in den Himmel kommt, doch Ungehorsam usw. steckt doch in uns allen, wir sind auf dem Weg echt zu werden.
    Die Darstellung deines Textes, klingt hart ein wenig unbarmherzig, für die, die vielleicht noch nicht so fest im Sattel sitzen, könnten an ihrer Unvollkommenheit scheitern, wenn Erwartungen hochgesteckt werden.
    ,in der Gemeinde einander beurteilen und kontrollieren müssen“? bloß nicht, davon gibt es genug, aber Liebe und Verständnis für alle unterschiedlichen Lebenswege, das ist auch ein ringen mit sich selbst, den anderen mit den Augen Gottes zu sehen. Am Ende wird man sehen, wie Jesus den Menschen sieht.

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