Monday Humor: $prachENDm8ung

An der Kirchlichen Hochschule Neulandia am Rheinfall wurde kürzlich das Projekt “$prachENDm8ung” gestartet. Prof. Dr. Sybelio Chamo erklärte dazu, dass die Sprache nun lange genug dekonstruiert worden sei, und es deshalb einer neuen, gewaltfreien Sprache bedürfe. Zu Beginn des Projekts würde in den neuen Kursen mit Würfeln gearbeitet, welche durch Zufall völlig neue Worte herstellen würden. Mit der Zeit wolle man allerdings maschinell arbeiten. Schließlich müsse ja jedem Begriff in jedem Satz ein neues Wort zugeordnet werden.

In einem zweiten Schritt soll auch alle Logik abgeschafft werden, denn Logik sei immer ein Teil der männlich dominierten weißen Oberschicht gewesen, welche sie missbrauchte, um den Rest der Menschheit zu unterdrücken Statt auf Logik soll in Zukunft alles auf von der Logik auf die Lagadogik umgestellt werden. Statt logischen Schaltkreisen soll es auch in Computern nur noch Zufallsschaltungen geben, die von den Computern je nach Lust und Laune interpretiert und umgesetzt werden könnten. Endziel des Ganzen sei das ehrgeizige Projekt der vollständigen Abschaffung aller Sprache, weil Sprache immer nur trenne, und dafür sei die totale Annahme aller Menschen durch alle Menschen im Schweigen zu finden.

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Dieser Blog-Beitrag von Jonas Erne erschien zuerst auf Jonas Erne - Der Blog . Lies hier den Original-Artikel "Monday Humor: $prachENDm8ung".

About Jonas Erne

Ich bin Ehemann, Vater, Theologe, Gemeindereferent, Vielleser. Auf meinem Blog geht es um Gelesenes, aber auch um die Auseinandersetzung mit Fragen des täglichen Lebens, mit der Kultur und der Bibel. Hin und wieder gibt es auch kreative Texte wie Gedichte, kurze Geschichten und mehr.

10 thoughts on “Monday Humor: $prachENDm8ung

  1. Die Sprachendmachtung ist schon im gange, das Ziel aber ist nicht Schweigen, sondern; Unordnung, Chaos, Verwirrung, das Wort (Wort Gottes) soll zerstört werden.

  2. Es ist überall zu erkennen, neuestes Beispiel, die Rettung der Kinder aus der Höhle in Thailand, ein Reporter teilte in den Nachrichten mit, das die Kinder gerettet sind, ….die Gebete wurden erhört…… meine Frage wäre, –welche Gebete, zu welchem Gott?– wenn man diesem Gedanken mal nachgeht, ergibt sich daraus, –egal welcher Gott–. Da wo keine Klarheit herrscht um welchen Gott es sich handelt, wird es unpersönlich, jeder kann zu seinem Gott beten, jede Religion wird legitim.
    Es werden immer mehr Glaubensworte in die öffentliche Sprache eingeschleust, die jeder entgegennehmen kann, ohne an einen persönlichen Gott zu glauben.

  3. In dem Bericht von Jonas geht es ja um eine gewaltfreie Sprache, und die Abschaffung aller Sprachen, weil Sprache immer nur trenne, und die Annahme aller Menschen wäre im Schweigen zu finden.
    Also schweigen kann nicht erzwungen werden, aber die Macht der Sprache läßt sich brechen. Wie können die großen Religionen miteinander bestehen? wenn sie doch unterschiedliche Wege aufzeigen, –sie müssen eine gemeinsame Sprache finden– deshalb wird das Wort Gottes anpassungsfähig umgewandelt, die Kraft wird verleugnet, so kann sogar Jeder einen Glauben für sich verbuchen, ohne einen Gott zu haben. Die Sprachentmachtung erlaubt, jeder Glaube ist gleichberechtigt.
    Ob es dem Reporter bewußt ist, weiß ich nicht, aber man weiß auch nicht, was einem Donald Trump alles bewußt ist, trotzdem hat er die Welt schon gewaltig verändert, (im denken und handeln von Völkern).

    1. Ich verstehe nicht, wem du hier was vorwirfst… Also allein der Reporter. Was soll ihm denn bewusst sein? „Gebete wurden erhört“, stiftet das Chaos? Entmachtet das Sprache?
      Klar, er kann den Kommentar auch lassen. Aber scheinbar ist das eine Reaktion darauf, dass Menschen auf unterschiedliche Weisen gebetet haben, weil sie auf ein gutes Ende einer schlimmen Situation gehofft haben.

      1. —Ich verstehe nicht, wem du hier was vorwirfst….
        vorwerfen? ..steht da irgendwo, das ich jemandem etwas vorwerfe?… du setzt Worte neu zusammen, sodaß sie einen anderen, neuen Sinn ergeben, das wird heute auch ganz gern gemacht.
        Etwas hinzusetzen od. hinwegnehmen, verändert den Verlauf der Sprachentwicklung.
        Entfernt man das T aus deinem Namen, –bleibt Sprachlosigkeit– die sorgt für verwirrung… ..od. Gebete, ohne einen persönlichen Gott…. führen ins Nichts, und wo nichts ist, entsteht Chaos

        1. Na gut, es klang für mich wie ein Vorwurf, wie du von Sprachentmachtung und der Zerstörung von Gottes Wort gesprochen hast und den Reporter als Beispiel angebracht hast.
          Aber ist ja auch egal.
          P.S.: ich hoffe die Änderung meines Namens sorgt nicht für Chaos

          1. @-
            war vielleicht auch nicht gerade ein überzeugendes Beispiel, aber guter Tip von dir , der Klang kommt noch hinzu, die Mißverstände in Politik Kirche und Gesellschaft werden immer größer, nicht nur im Internet, auch im realen Leben. Wo den Menschen die Werte abhanden gekommen sind, zerstören sie , was sie eigentlich lieben, z.B. kann sich Jeder eine Meinung zusammenstellen ohne sie zu begründen, od. sagen was er will ,ohne für etwas zur Rechenschaft gezogen zu werden,(Meinungsfreiheit), und das ist extrem ausbaufähig.
            Warum ist das so? …weil Worte ohne Werte, nichts mehr zu sagen haben…
            …weil Worte ohne Werte, mangel an Liebe aufweisen…
            …weil Worte ohne Werte, zu Waffen werden…
            …weil Worte ohne Werte, keinen Sinn ergeben…
            Worte brauchen Orientierung, Jesus ist das Wort Gottes und in IHM ist das Leben, ohne Ihn steuert alles in eine Sinnlosigkeit hinein.
            P.S. ..Namensveränderung: bevor das Chaos ausbricht, weil die Verwirrung sich auflößt, wurde eine Neuerscheinung von bedrohlichem Ausmaß beobachtet, was sich als Sprachreduzierung zu erkennen gab.

  4. Wenn der Reporter nicht glaubt, juckt es den nicht zu welchem Gott gebetet wird und dann können wir es ihm auch nicht vorwerfen, wenn er das nicht erwähnt
    Die Frage ist eher, welche Sprache verwenden wir Christen und da kann dieser humoristische Beitrag dazu helfen, selbst darüber nachzudenken, ob wir uns mit unserer Redeweise an das Wort Gottes halten z.B. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

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