HERR, höre mein Gebet!

Gebet ist eine geheimnisvolle Sache, oder? Ich studiere gerade Psalm 102 und komme nicht weiter, als bis zu Vers 2:

HERR, höre mein Gebet
und lass mein Schreien zu dir kommen!

Psalm 102,2 (Luther 1984)

Folgende Gedanken gehen mir durch den Kopf:

Gebet ist kein Selbstgespräch. Ich bete nicht um meiner selbst willen. Natürlich verändert mich das Gebet, aber beten heißt zu Gott reden! 

Es ist etwas ganz anderes zu beten um gebetet zu haben oder zu beten um vom allmächtigen Gott gehört zu werden!

Spurgeon schreibt meisterlich:

„Wer von Herzen betet, gibt sich nicht damit zufrieden, zu beten um des Betens willen, das ist, um wieder einmal dieser Pflicht genügt zu haben, sondern begehrt wirklich des großen Gottes Ohr und Herz zu erreichen.“

www.evangeliums.net/psalmenauslegung/psalm_102.html

Es ist mir aufgefallen, dass es diese Bitte häufig in den Psalmen gibt: 

  • HERR, höre meine Worte, merke auf mein Reden! Vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott; denn ich will zu dir beten. (Psalm 5,2-3)
  • HERR, höre die gerechte Sache, merk auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen, die nicht trügen. (Psalm 17,1)
  • Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Tempel. (Psalm 28,2)
  • Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen; denn ich bin ein Gast bei dir, ein Fremdling wie alle meine Väter. (Psalm 39,13)
  • Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen. (Psalm 55,2)
  • Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! (Psalm 61,2)
  • HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! SELA. (Psalm 84,9)
  • HERR, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen! (Psalm 102,2)
  • Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! (Psalm 130,2)

Das wundert mich! Ich stehe offensichtlich in der Gefahr, anzunehmen, dass Gott mein Gebet so oder so hört. In gewisser Hinsicht tut er das ja: Natürlich nimmt Gott alle Gebete wahr, weil er allgegenwärtig ist und ihm nichts entgeht. Aber offensichtlich will der Psalmist mehr!

Worum bittet der Psalmist dann indirekt mit dieser Bitte?

Bittet er damit um Gnade? Weil er weiß, dass er keinen Anspruch hat und ihn viele Sünden von Gott trennen? 

Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, so dass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Verschuldung; eure Lippen reden Falsches, eure Zunge spricht Bosheit.

Jesaja 59,1-3

Oder will er das Gefühl bekommen, dass Gott tatsächlich gehört hat? So verstanden, wäre der indirekte Wunsch ein innerlicher Friede.

Am Wahrscheinlichsten will der Beter über das Hören Gottes zum Erhören kommen. Dafür sprechen auch die nachfolgenden Worte. Das heißt er bittet Gott indirekt schon in diesen Worten um Antwort und Hilfe. Er kennt Gott. Wenn er meine Worte hört, wird er sich erbarmen und eingreifen!

Oder was meint ihr? Betet ihr auch so und was meint ihr damit? Schreibt mir einen Kommentar! Ich bin gespannt.

Das Lied „Herr, hör mein Gebet“ gibt es in Feiert Jesus! 2 Nr. 178 

Herr, hör mein Gebet! Herr, hör mein Gebet! Sei mir nah! Schweige nicht!
Herr, hör mein Gebet! Herr, hör mein Gebet! Komm und mache es Licht!

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Dieser Blog-Beitrag von Viktor Janke erschien zuerst auf lgvgh . Lies hier den Original-Artikel "HERR, höre mein Gebet!".

About Viktor Janke

*1984 / **1997 / 2004 Abitur / 2008 Theologiestudium-Abschluss & Beginn als Hauptamtlicher in der Gemeindearbeit / 2009 Ehemann / 2014 & 2016 Vater

25 thoughts on “HERR, höre mein Gebet!

  1. Mir faellt auf, dass die angefuehrten Gebete sich ausschliesslich an den Herrn Jesus Christus richten, waehrend Jesus uns gelehrt hat in seinem Namen unsere Gebete an den Vater zu richten. Meisstens bete ich das Vaterunser oder anders-gesagt dessen Inhalt. Ich bitte auch den Herrn Jesus, aber meisstens ohne Ihn Herrn zu nennen, mir Gebete zu schenken, was er auch tut. Diese Gebete sind dann auch bestimmt diejenigen die er gerne hoert, d.h. sind in seinem Willen und somit auch im Willen des Vaters, denn es handelt sich immer was ich in der Bibel wiederfinde..

  2. Da es bei Gott kein Ansehen der Person gibt (Eph. 6,9), sind ausschließlich objektive Gründe für die Erhörung eines Gebetes maßgebend. Diese gilt es, will man ein befriedigenderes Gebetsleben erlangen, zu erforschen. Dazu muss man nicht nur die Bibel bemühen, sondern kann auch die Berichte von erhörten und nicht erhörten Gebeten nutzen.
    Mir sind auch Fälle von Atheisten bekannt, die übernatürliche Hilfe in Notzeiten erfuhren – ohne ein bewusstes Gebet, während viele Gebete von sogenannten Gläubigen (oder auch wirklichen) unerhört blieben.

  3. Es ist die Gnade und Güte Gottes die noch über allen Menschen steht, ob Atheist od. Christ, ob gläubig od. ungläubig, wenn jemand ohne zu bitten und zu beten Gottes Hilfe und Eingreifen erlebt, hat das mit ,,Glauben“ erstmal nichts zu tun, aber es sollte zum ,,danken“ führen.
    Zu den Gebeten der Gläubigen sagt Jesus: –Und alles was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubet, werdet ihr’s empfangen. Mt 21. 22 —
    Oder, — Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf das der Vater verherrlicht werde in dem Sohne. Joh 14. 13
    Hier ist erkennbar, Gebete müssen im Einklang mit Jesus sein, also nicht, hilf mir eine Millionen im Lotto zu gewinnen, sondern, wie kann ich die Ehre Gottes vermehren. Oder wie Jesus betete: nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille, Vater.

    1. Das „Gebet des Glaubens“ (Jak. 5,15) kennen Sie offenbar nicht! Bei den meisten Gebeten liegt der Schwerpunkt auf das Glaubenkönnen: „Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“ ( Mk 11,24) Am Mangel des Glaubens scheitern die meisten Gebete.

  4. Manfred Reichelt, wenn sie die Unterstellungen weglassen, können wir wie zwei Erwachsene Menschen reden, OK?
    Mt 21. 22, steht doch: ,,wenn ihr glaubet“

    1. M.R. hat den Text in Jak 5,15 nur oberflächlich analysiert und daher nicht verstanden. „Und das Gebet des Glaubens wird dem Schwerkranken helfen / schützen / retten (im körperlichen Sinn / im geistlichen Sinn) / heilen / gut tun / von den Folgen der Sünde erretten „, es ist keine 1:1 – Übersetzungen möglich, sondern lediglich interpretierende / annähernde Übersetzungen. Ein Blick in eine passende Studienbibel vermittelt, wo das Wort (in welchem Sinne) noch überall verwendet wird.
      Und damit ist dann klar: ein gutes Glaubens- und Gebetsleben ist kein Garant dafür, dass ich von einer Krankheit geheilt werde. Aber ich werde definitiv von Gott hindurchgetragen, wie es auch immer ausgehen mag.
      Ansonsten darf man sich auch an Paulus erinnern, der trotz dreimaligen Gebetes seinen Stachel im Fleisch nicht los wurde. Es liegt sicherlich nicht am mangelnden Glauben oder Gebet des Paulus, sondern dass Gott andere gute Pläne mit uns vorhat.

      1. Mir ist schon klar, dass Sie alles auf die Erfahrungen reduzieren wollen, die ein „Christ“ heute infolge seines Unglaubens macht, anstatt sich nach wirksamen Glauben auszustrecken.
        Christliches Geschwätz nützt niemandem, sondern nur Glaubenserfahrungen!
        Man kann sich nicht zu einem (Be-)lehrer aufschwingen, wenn man nicht dazu berufen ist.
        Halten Sie sich lieber an das, was ich schreibe, anstatt an ihre Fabeleien:
        manfredreichelt.wordpress.com/2016/01/11/wahrer-glaube/

        1. Mit etwas Lesekompetenz kann man leicht nachvollziehen, dass ich zunächst vom biblischen Befund ausgegangen bin (1. Absatz). Danach vom biblischen Befund und persönlicher Erfahrungen (2. Absatz). Und der letzte Absatz geht vom biblischen Befund aus.
          Ich werde mich sicherlich nicht an die Auswürfe von jemanden halten, der eben nicht vom biblischen Befund ausgeht / ausgehen kann, die Schrift verdreht und sich ständig selbst erhöht.

          1. Es wäre dem Thema angemessener, Sie würden etwas von Ihren Gebetserfahrungen berichten, denn um die geht es hier.
            Die Bibel missbrauchen, um über die Bibel zu schwatzen, konnten und können die Pharisäer hervorragend. Aber wirkliche Glaubenszeugnisse konnten und können sie nicht geben.

            Außerdem merken Sie nicht, dass der Einzige, der hier sich erhöht, Sie sind. Ich wurde erhöht!

          2. Sie sind ein echtes Schätzchen. Der erste Vorwurf lautet „… dass Sie alles auf die Erfahrungen reduzieren wollen … „, und der danach „… angemessener, Sie würden etwas von Ihren Gebetserfahrungen berichten …“
            Solange, wie Sie sich ständig selbst widersprechen, stelle ich (mal wieder) die Kommunikation hier mit Ihnen ein.

  5. ….Worum bittet der Psalmist dann indirekt mit dieser Bitte?….
    Der Psalmist betet und bittet im Glauben, und legt sein Anliegen vor Gott.
    Du bist mein Gott, ich mache mich abhängig von Dir, hilf mir nach Deiner Barmherzigkeit. Er überläßt sich Gott und demütigt sich, und vertraut darauf das Gott eingreifen wird.
    Auch weiß der Beter daß er mit seiner Not jetzt nicht mehr alleine ist, und überlässt es Gott, wie ER handeln wird.
    Er fordert nicht und bedrängt Gott nicht, er bittet im Glauben.

  6. —Ich stehe offensichtlich in der Gefahr, anzunehmen, das Gott mein Gebet so oder so hört—
    Gott will, dass der Beter einen persönlichen Kontakt zu Ihm herstellt, ER sucht im Beter vertrauen und glauben, das ist die Ebene der Begegnung.
    Mir fällt noch auf, dass die Psalmbeter sich auf die Begegnung mit Gott vorbereiten, (Herr höre, merke, vernimm), … mein König und mein Gott, drückt die Ehrfurcht aus, und macht die unterschiedlichen Positionen deutlich, der Beter erkennt seine Abhängigkeit und die Allmacht Gottes.

  7. Evelyn, stimmt!

    Jesus lehrt auschließlich, zu Gott zu beten und nicht zu ihm!

    Und er lehrt, sich um die Anderen zu kümmern, so wie er es selbst getan hat!

    Wie viele Christen in unserem satten Kulturkreis können den Hals nicht voll genug kriegen!?

  8. Luk 24, 50 Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. 51 Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. 52 Sie aber BETETEN ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude 53 und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

    Vielleicht einfach mal von den Jüngern lernen und zu Jesus beten?

    Joh 1, 1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. … 14 Und das Wort ward Fleisch … (Gott = Wort = Fleisc = Jesus). … 18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt. (Johannes behauptet hier tatsächlich, dass Jesus Gott ist!)

    Also Jesus ist (unser) Gott. Zu ihm dürfen wir, wie die Jünger bei Himmelfahrt auch, beten.

  9. Jazzico, du schreibst:—Wie viele Christen in unserem satten Kulturkreis können den Hals nicht voll genug kriegen!?—
    Ich weiß nicht warum dieses Thema dich immer wieder so bewegt.
    Wichtig ist doch das jeder sich selbst einbringt wie und wo er kann, urteilen wird Gott darüber, dann hilft es dir od. mir nicht was andere versäumt haben, dann wird es darum gehen wie man selbst damit umgegangen ist, was Gott einem an Fähigkeiten, Möglichkeiten, Geld, Gaben usw. anvertraut hat.
    Mit dem Finger auf Andere zu zeigen gehört nicht zu unseren Aufgaben.
    Und die ,,Miliarden Ungläubigen“ die du ja im Blick hast bringt das auch nicht weiter. Also: Ärmel hochgekrempelt und LOS!!

  10. Stephan, meine Erklärung bleibt richtig!

    Im übrigen hatte προσκυνησαντες genauso wie heute mehrere Bedeutungen, so wie man heute seine Geliebte auch „anbetet“.

    Leider ist etymologisch durch Luther so dermassen viel vor die Wand gefahren worden, dass es einen graust! Ich bin sicher, daß sein griechisch bzw. hebräisch-Niveau eher nur A2 war statt C2. Hunderte von z.T. extrem bedeutungsvollen Feinheiten fielen dabei unter den Tisch. Trotzdem hat Luther auch hervorragendes in vielen Punkten geleistet!

    Jesus sagt an einer Stelle zu jemandem: „Was nennst du mich gut? Nur Gott allein ist gut:“
    Ich bewerte das nicht weiter, aber du solltest dich besser selbst kundig machen.
    Im Grunde sollte niemand meinen, die Bibeltexte richtig auslegen zu können, ohne den Grundtext exakt zu studieren. Z.B. mit guten und wiederum keinesfalls dogmatischen Interlinearübersetzungen. Die ursprüngliche Etymologie ist entscheidend.

    Lilli…..seufz

    Leider sprechen viele das nach, was weitere Sprachenstümper letztlich bei anderen Dogmaten abschreiben…..ist halt bequemer….. Z.B. wurden bei vielen Neuübersetzungen die Formulierungen Luthers „zur Sicherheit“ übernommen, um nicht unangenehm, ich sage lieber angenehm, aufzufallen.

    Johannes behauptet gar nichts. Er benutzt gängige Analogien und Metaphern.

    Deine Gleichheitszeichen sind z.T. falsche Darstellungen. unabhängig von der Gottesthematik. Diferenziert kan man hier auch genauso sagen, dass es besser hier und da kein Gleichheitszeichen im arithmetischen Sinne sein sollte, sondern eine vergleichende analoge Bedeutung hat.

    Da müsste man jetzt noch zur Genauigkeit bzw. Bedeutungshaftigkeit des Trinitätsdogmas usw usw usw kommen.

    Ich habe mal aus anderen Gründen untersucht, ob Jesus sich selbst als Gott hat anbeten lassen. Befund: Null. Im Gegenteil, er hat ausschließlich dazu aufgerufen, zum Gott Abrahams und Jakobs zu beten….. Aber Gott wird auch niemanden verdammen, der Jesus anbetet…..oder gar Maria als Fürbitterin „mißbraucht“. Das ist alles für mich „dogmatischer wichtigtuerischer Müll“.
    Ein paar hundert Jahre gabs nur lateinische Bibeln und Messen. Meinst du, die kleinen Leute, denen man was vorgemacht hat und sie es nicht besser wußten, kämen deshalb in die Hölle? Gott ist kein Erbsenzähler.

    1. Da es noch weitere biblische Befunde gibt, wie z.B. das Lamm, das würdig ist, auf dem (Gottes-)Thron zu sitzen (Offenbarungen), oder selbst im AT im Ps 95 zu Jesus gebetet wird, dem Hort des Heils (V1), dem alles zu Füssen gelegt ist (V4 und Offenbarungen), und damit sind wir in V6 bei Jesus.
      Da niemand den Vater gesehen hat außer der Sohn (Aussage im NT, oder im AT ist Gott in einer Wolke verborgen vorbeigezogen, weil niemand den Anblick ertragen könnte), wer war wohl der Gott, der mit Adam und Eva gesprochen hat, oder der Engel des Herrn bei Abraham? oder die Rauch- bzw. Feuersäule, die vor Israel her zog? Antwort: Jesus. Er ist der Gott Abrahams uns Isaaks und Jacobs. Und durch derartige Analysen nähert man sich auch immer mehr der Trinitätsdefinition.
      Jesus ist Gott. Und wenn dann gilt: Nur Gott ist gut, dann ist auch Jesus gut. Ich arbeite zwar ungern mit induktiven Beweisen, aber hier gebietet schon die Logik diese Annahme.
      Aber bei Deiner Weigerung, zu Jesus zu beten, und der Aufforderung an Evangelikalien, mehr zu tun, könntest Du bestimmt eine Heimat bei den Zeugen Jehovas finden. Immerhin beten die nicht zu Jesus, zeigen aber einen bemerkenswerten Einsatz auf allen relevanteren Bahnhöfen beim Verteilen ihrer Traktate, da könnte sich die evangelische Welt tatsächlich mal eine Scheibe vom Einsatzwillen her abschneiden.

  11. Lilli, viele wissen gar nicht, wo und für was sie die Ärmel hochkrempeln sollten. Es sind ja alle allein aus Gnade gerettet 😉

    Die Hauptaufgabe bleibt also: 24 Stunden am Tag die Ärmel hochkrempeln ………minus Nachtruhe, Lobpreis, Gemeindehaus saubermahcen, Gebet, Kaffeetrinken. Jesusstyle leben, also den ganzen Tag Party und easy living ????? usw usw usw…

    Und vor allem alle Hecken und Zäune im Dorf platt machen…… damit den Verlorenen des ganzen Dorfes auch noch der letzte Halt wegbricht……

    😉

  12. Jazzico, …Die Hauptaufgabe bleibt also: 24 Stunden am Tag die Ärmel hochkrempeln …….minus Nachtruhe, Lobpreis, Gemeindehaus saubermachen, Gebet, Kaffeetrinken. Jesusstyle leben, also den ganzen Tag Party und easy living????? usw. usw. usw.
    Ja, wir sind schon reich beschenkte Leute, aber, vielleicht kommt da noch was, wir leben ja jetzt im ,,Digitalen Zeitalter 4.0″ …die neuen Roboter laufen schon vom Band, die können locker 24 Stunden durchmachen ohne Nachtruhe usw.
    Da kommt noch was auf dich zu, Millionen für die Milliarden 😉
    Jetzt zu ….Lilli seufz…. wußtest du das viele von den Jüngern, die Jesus damals in seine Nachfolge rief ….gebildete und UNGEBILDETE Leute waren?
    Das ist doch mal ne richtig gute Nachricht, bei Jesus ist nicht nur der Intelekt von bedeutung, nein Jesus sieht in unser Herz, ER ist ein Arbeitgeber für alle die Ihn lieben, und wie du weißt haben wir alle viel zu tun! Also: seufzen? Nix da.

  13. Stephan, du verstehst die hohe Kunst, jeden von mir zitierten Bibelvers mit allen anderen Bibelversen, Teilbibelversen oder gar einzelnen Worten aus der ganzen Bibel zu widerlegen.

    Ebenso die Kunst, jeden deiner selbst zitierten Bibelverse mit allen anderen Bibelversen, Teilbibelversen oder gar einzelnen Worten aus der ganzen Bibel zu untermauern.

    Das zeugt von besonderer Bibelkenntnis und von besonderem
    Wort-Verständnis.

    Über meine mit meinem Verstand und Geist betrachteten und gelesenen Bibelstellen und daraus resultierenden Prüfungen oder Auslegungen will ich gar nicht erst reden……Wieso habe ich auch da noch weniger eine Chance?
    Mal ehrlich!

    Grüßle

    1. Jazzico, nun weiß ich nicht, soll ich Deinen Beitrag als Lob für vermeintlich gute Bibelkenntnis oder Kritik für Besserwisserei annehmen. Vielleicht erörtern wir das also nicht, und ich gehe mal mehr darauf ein, wie ich mit der Bibel arbeite.

      Ich versuche, die roten Fäden zu finden. Beispiele:
      Gott entfaltet seinen Heilsplan immer mehr, vom ersten Stellvertreteropfer für die Bekleidung durch Felle bei Adam und Eva bis hin zum Sühneopfer durch Christus.
      Christus selbst taucht immer wieder im AT auf, mal als Melchisedek, mal als Engel des Herrn, …,
      Gottes Plan für Ehe, Familie, Sexualität usw. finde ich im AT wie im NT immer wieder. Bei Adam und Eva ruft er Adam in die Verantwortung (obwohl der sich nicht als erster hat verführen lassen), Hierarchien finden sich bei Abrahmen und „oikos“ und letztverantwortung beim zuständigen Patriarchen finden sich immer wieder und münden bei Paulus in dem einen Satz, dass er eine Frau nicht die Leitung / Lehre gestatte.
      Usw. Usf.

      Dann gibt es Dinge und Themen, die ich mir aus Interesse anlese, z.B. das „beliebte“ Thema Trinität. Von zig Leuten als wahre Lehre behauptet, von anderen als menschliches Konstrukt abgetan. Und da gibt es genug Literatur für beide Blickwinkel. Und da habe ich beide Seiten durchgearbeitet. Ergebnis: ich halte die Trinitäslehre für richtig, auch wenn ich sie Dir aus dem Kopf nicht mehr herleiten könnte. Sie ist geprüft, abgehakt, und so ein bischen was ist zu ihrer Verteidigung bei mir hängen geblieben.
      Dementsprechend gibt es auch mehr als die 3-4 bislang von mir erwähnten Bibelstellen, die belegen, dass Jesus Gott ist. An der Frage hatte ich vor bald 20 Jahren selbst zu knabbern, und letztendlich habe ich Bücher dazu gesucht, es gemacht wie die Beröer, die Argumente für und wieder anhand der Schrift geprüft. Und im Endeffekt halte ich da den Luther hinsichtlich der Übersetzung für theologisch korrekt – es ist klar, dass jeder Übersetzer seine theologischen Übersetzungen irgendwie mit einbringt, und darum schaue ich neben Luther bei strittigen Themen auch bei Schlachter nach oder in den Worterklärungen. Bislang habe ich aber weder bei Luther (vor 2017!) noch bei Schlachter gravierende Probleme ausfindig machen können.

      Und dann gibt es noch die Themen, die ich nicht für heilsentscheidend halte, z.B. ob die Entrückung vor oder nach der großen Trübsal ist. Da man aber beim Nachgehen dieser Frage viel über Prophetie und deren Auslegung lernen kann, macht die Analyse der Frage Spaß, wenn ich das mal so sagen darf.

      Womit ich nichts anfangen kann, sind offensichtliche, aber nachdrücklich verteidigte Irrlehren. So ist die Bibel weder ein Sozialevangelium noch wird irgendein Christ hinterher anhand von mit-bewirkten Bekehrungen besser oder schlechter im Gericht dastehen. Errettung ist digital. Spannend ist die Frage, ob man die Errettung wieder verlieren kann (ich äußere mal ein vorsichtiges „Ja“, auch wenn es ebenso Hinweise auf ein „Nein“ gibt).

    1. Von mir aus nenn es Trinität. Heilsentscheid ist die Frage, ob Jesus Gott ist. Es ist nicht ganz unwichtig, an „welchen“ Jesus ich glaube.

      Leider habe ich jetzt meine letzte Hauskreisarbeit nicht hier. Nimm Dir mal den Schächer am Kreuz vor, es sind nur wenige Verse, und hole heraus, an was dieser Sünder geglaubt hat und was er getan hat:
      – er glaubt an Jesus als Retter, und damit spricht er ihm auch die Göttlichkeit zu
      – er hat ihn um Errettung gebeten (das ist fast wie Gebet)
      – er hat ihn öffentlich als seinen Herrn bekannt
      – er hat seine eigenen Sünden bekannt und festgestellt, dass er dafür den Tod verdient hat
      – er hat seinen Nächsten aufgrund dessen Unglaubens zurecht gewiesen
      – er hatte Heilsgewißheit
      – … (ich bin so auf ca. 8 – 9 Punkte gekommen, die paar Verse sind recht ergiebig)

      Du findest also alles, was das Leben eines Christen ausmacht bis hin zur Erkenntnis, dass Sakramente wie Taufe und Abendmahl nicht heilsentscheidend sind (gleichermaßen aber zumindest ein Gehorsamsakt des Christen sind, sofern er dazu noch in der Lage ist, das steht aber wieder an anderer Stelle). Aber was Dich am meisten interessieren dürfte: der Mann hat nicht eine gute Tat vollbracht und ist doch errettet.

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