Glaubensvorbilder I: John Harper – Das „Seelen-Rettungsboot“ der Titanic

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Am 14. April 1912 um 23:40 Uhr streift das „unsinkbare“ Schiff Titanic im Atlantischen Ozean einen Eisberg. Gegen 02:20 Uhr geschah das, was kaum einer für möglich gehalten hatte: die Titanic wird vom eiskalten Meer verschluckt und findet ihr Grab auf dem Meeresgrund.

Vielen ist diese Tragödie wahrscheinlich – spätestens nach dem gleichnamigen Hollywoodstreifen – bekannt. Während in dem Film jedoch eine „Romanze“ mit Ehebruch im Mittelpunkt steht, ist eine andere Geschichte der Menschheit jedoch weitestgehend unbekannt. Und diese Geschichte ist wirklich eine Liebesgeschichte. Sie handelt von der Liebe eines Mannes zu seinem Gott und zu verlorenen Seelen. Es ist die Geschichte des britischen Predigers John Harper, welcher bis zu seinem letzten Atemzug das Evangelium auf dem sinkenden Schiff bis hinein ins eiskalte Wasser verkündigte. Es wird gesagt, dass er während des Untergangs folgenden Satz gerufen haben soll:

Lasst die Frauen, Kinder und Unerretteten in die Rettungsboote. (S. 23)

Kindheit, Bekehrung und theologische Schule

Rückblick: Am 29. Mai 1872 erblickte John Harper in Houston, welches in der schottischen Provinz Renfrewshire (südwestlich von Glasgow) liegt, das Licht der Welt. Im Jahre 1886 bekehrte er sich während einer Evangelistionveranstaltung (diese wurde von Walter B. Sloan und Archibald Orr Ewing, welche später bei der China-Inland-Mission Hudson Taylors dienten, abgehalten) zu seinem Herrn Jesus Christus. (S. 11) Er wuchs in einer gottesfürchtigen Familie auf, sodass ihm von Kindesbeinen an das Gebet und Lesen im Wort Gottes gelehrt wurde. In der besagten Evangelisationsveranstaltung ging der gesäte Same schließlich auf. (S. 13) Dabei war es vor allem sein Vater, welcher ihm zu einem großen Vorbild im Glauben wurde. Dieser war ein Puritaner, welcher seinen Herrn Jesus und das Wort Gottes liebte und ein Anhänger der Lehre C. H. Spurgeons war. (S. 77) John Harper besuchte niemals eine Universität. Seine Schule war das Wort Gottes, welches er eifrig studierte und an dessen Lehren und Anweisungen er sich hielt. (S. 14f) John Climie schreibt:

Er war ein heller Kopf. Dies wurde im Laufe der Jahre immer deutlicher, und er studierte eifrig theologische Bücher. Als Junge hatte er viel von dem übernommen, was als Calvinismus bekannt ist, doch war er offen für jede Lehrmeinung, die von der Bibel gestützt wurde. Er glaubte sowohl an die Souveränität Gottes als auch die Verantwortung des Menschen und bewahrte diese zwei Seiten in seinem Herzen, weil er davon überzeugt war, dass sie sich auf das Wort Gottes gründeten. (S. 14)

Harper beschäftigte sich intensiv mit den Puritanern und der Erweckungsgeschichte. (S. 97) Die Erkenntnisse, welche er aus diesen Studien zog, zeigten sich ganz praktisch in seinem Leben. Er predigte sehr häufig an den Straßenecken und verkündigte den Menschen die lebensrettende Botschaft von Jesus Christus. (S. 16) Es gibt viele Lebenszeugnisse, die eindrücklich von der vollmächtigen Verkündigung Harpers zeugen. Er kannte seinen Gott, weil er täglich viele Stunden im Gebet und Wort Gottes verbrachte.

Gemeindearbeit, Familie und Glaubensleben

Seine erste Dienststelle hatte Harper bei der Baptist Pioneer Mission. Hier diente er als Evangelist in Govan (Vorort von Glasgow). (S. 17) Etwa 1 1/2 Jahre später gründete er mit 24 anderen Gläubigen am 05. September 1897 die Gemeinde Paisley Road Baptist Church (heute: Harper Memorial Baptist Church) in Glasgow, welche einen schnellen Gemeindezuwachs erfuhr. (S. 18) 13 Jahre später umfasste die Gemeinde fast 500 Mitglieder. Zu diesem Zeitpunkt verließ Harper die Gemeinde, um eine Pastorenstelle an der Walworth-Road-Church in London anzutreten. Hier durfte er jedoch nur ca. 1 1/2 Jahre dienen, da er am 15. April 1912 beim Untergang der Titanic heimging. Aber auch in diesem kurzen Zeitraum erlebte die Gemeinde eine Zeit des Wachstums. (S. 19f) Im November 1911 bis Januar 1912 wurde er von der Moody-Church (gegründet und später umbenannt nach dem großen Prediger D. L. Moody) in Chicago eingeladen, um dort als Evangelist zu dienen. Er nahm diese Einladung an und erhielt nach seiner Rückkehr nach London eine erneute Einladung für April, welche er ebenfalls annahm und ihn dazu führte, ein Reiseticket für die Titanic zu buchen. (S. 20) Die christliche Zeitschrift The Life of Faith schrieb in einem Artikel über das Wirken Harpers bei seinem ersten Besuch in Chicago:

Seine Gottesdienste waren so reich gesegnet, dass der Aufenthalt auf drei Monate verlängert wurde. Die Moody-Church erlebte eine der wundervollsten Erweckungen in ihrer Geschichte. […] (S. 86)

Was zeichnete Harpers Verkündigung und Glaubensleben aus? Wie bereits erwähnt war er ein Mann des Gebets. Der Evangelist Logan sagte über ihn:

Er hatte eine große Liebe zum Gebet. Wie wohl nur wenige Männer wusste er, dass wahre Kraft nur aus der Gemeinschaft mit Gott kommt. Wenn man mit ihm betete, dauerte das nicht die üblichen zehn oder fünfzehn Minuten. Für die Errettung sterbender Seelen rang er stundenlang mit Gott im Gebet. O, hätten wir doch nur viel mehr solcher Beter! (S. 35)

Harper rang im Gebet um verlorene Seelen und setzte sich vor allem für die ein, welche in der Gesellschaft verpönt waren, wie bspw. Trinker, Spieler oder Preisboxer. (S. 35) Johns Bruder George Harper beschreibt sein Gebetsleben wie folgt:

Mein geliebter Bruder war ein Mann des Gebets. […] Immer wieder habe ich mit meinem geliebten Bruder gebetet und kann bezeugen, wie ernsthaft, aber auch mit welch aufgewühlten Gefühlen er Gott für eine untergehende Welt anflehte. So verwundert es kaum, dass unter seinem Dienst harte Herzen zerbrachen und eigenwillige Sünder sich ihrem Schöpfer unterwarfen. (S. 79f)

Und auch andere Weggefährten Harpers beschreiben sein Gebetsleben sehr eindrucksvoll. So z.B. Pastor John Dick:

[…] Es war nicht ungewöhnlich, dass er am Samstagabend nicht zu Bett ging. Stattdessen betete er für Menschen und bat Gott um die Kraft, zu seiner Ehre zu predigen. Seine große Liebe zu den Menschen ließ ihn buchstäblich inmitten des Volkes leben. (S. 95)

Und Pastor Hugh Gunn schreibt:

Unser lieber Bruder, Mr. Harper, hatte sich Gott ganz ausgeliefert. […] Er hatte kein Hobby und suchte keine andere Erholung, als allein seine Freude in Gott zu vertiefen. […] Er war ein Mann von großem Ernst, der von seiner Gotteserkenntnis bestimmt wurde. Die Kraft der zukünftigen Welt schien ihn stets anzutreiben. […] Er war ein Mann des Gebets. Die Gebetszeiten mit ihm werde ich nie vergessen. Für ihn war es nichts Ungewöhnliches, ganze Nächte allein im Gebet zu verbringen. Er ging buchstäblich aus der Gegenwart Gottes zu seinen Nächsten. Seine Predigten waren von seinem Gebetsleben geprägt. Man spürte ihm darin seine Gebetsanliegen ab, Gottes Volk zu erbauen und zu heiligen und Sünder zum Kreuz zu führen. (S. 97f)

In seinem Verkündigungsdienst stand vor allem die Botschaft vom Kreuz und die Errettung von Seelen im Zentrum. (S. 88+98) Die Bibel war für ihn ohne jeden Zweifel das Wort Gottes. Pastor Hugh Gunn schreibt:

Er war dem Wort Gottes treu. Er begab sich nie auf den zweifelhaften Pfad der Bibelkritik. Für ihn war die Bibel Gottes Wort. Gegenüber den modernen Methoden des christlichen Dienstes war er äußerst intolerant. In seinen Augen grenzte es an Gotteslästerung, Sündern auf dem Weg zur Hölle Unterhaltung und Zerstreuung anzubieten anstelle des herrlichen Evangeliums, dass allein Errettung bringt. Seine eigene Arbeit war ein lebendiges Beispiel dafür, was allein das Wort vom Kreuz erreichen kann. (S. 98f)

W. R. Andrew beschreibt noch einmal zusammenfassend die 3 Hauptthemen Harpers:

Erstens das Kreuz Christi, zweitens Gottes wunderbare Gnade für die Menschen, und drittens die baldige Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. (S. 105)

Er fährt fort:

Privat war Mr. Harper in Chicago heiter und fröhlich, und obwohl er manchmal krank war und große Schmerzen hatte, die durch seine Überarbeitung noch verstärkt wurden, rühmte er sich seiner Schwachheit, da durch sie die Kraft Christi an ihm sichtbar wurde. (S. 106)

Harpers Leben war geprägt von Leiden. Sein Bruder George berichtet, dass ihm ganz besonders diejenigen das Herz brachen, welche vom Glauben abfällig wurden. (S. 80) Welch ein Zeugnis für seine Menschenliebe und sein Bewusstsein um die Ewigkeit. Besonders schmerzvoll war für ihn auch der Verlust seiner Ehefrau Annie Anfang des Jahres 1906. Die Beiden lernten sich bei der gemeinsamen Missionsarbeit kennen. Ihre Ehe dauerte nur knapp 2 Jahre an. Wenige Tage vor ihrem Tod brachte Annie Harper die kleine Nana zur Welt. (S. 81) Es ist ein Zeugnis für die wunderbare Gnade Gottes, dass Nana, trotz des Verlustes ihrer Mutter kurz nach ihrer Geburt und ihres Vaters im Alter von 6 Jahren, ihr Leben ganz in den Dienst ihres Herrn Jesus Christus stellte. (S. 27) Für John war der Verlust seiner geliebten Frau sehr schmerzhaft, aber er fand Trost in Christus. Sein Bruder schreibt:

Der Kelch war bitter, doch welcher Kelch könnte bitterer sein, als jener, den unser Herr getrunken hat, nachdem er betete: „Nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.“ Diese Haltung war auch Johns Vorbild. (S. 82)

Evangelist bis zum letzten Atemzug

Am 10. August 1912 bestieg John Harper schließlich in Southampton die Titanic, von welcher er nicht mehr lebend herunterkommen sollte. (S. 7) Ihm wird kurz vor seinem Tod durchaus bewusst gewesen sein, wie schrecklich das Ertrinken ist, denn er ist diesem Tod schon dreimal zuvor in seinem Leben begegnet. Mit zweieinhalb Jahren fiel Harper beim Spielen in einen Brunnen, aus welchem ihn seine Mutter gerade noch rechtzeitig retten konnte. Im Alter von 26 Jahren gerieten sein Bruder George und er, als sie im Meer wateten, in eine heftige Strömung. Beinahe hätten sie sich nicht mehr rechtzeitig ans Ufer retten können (John konnte nicht schwimmen), doch Gott bewahrte sie vor einem frühen Tod. Und im Alter von 32 Jahren befand er sich, während einer Reise nach Palästina, auf einem Schiff, welches leck schlug und somit unterging. John Harper hatte den sicheren Tod bereits vor Augen, konnte aber letztendlich doch noch gerettet werden. (S. 74) Er sagte später über diese Begebenheit:

Die Angst vor dem Tod hat mich nicht einen Moment beunruhigt. Ich glaubte, ein plötzlicher Tod führt sofort in die Herrlichkeit. Aber da gab es ein kleines mutterloses Mädchen in Glasgow, und ich dachte, hätte ich sie doch vor der Abreise nur in die Obhut meines lieben Bruders George gegeben. (S. 75)

Etwa 8 Jahre später trat dieser Fall ein: seine Tochter Nana wurde Vollwaise. Harper war sich vollkommen im Klaren, dass er die Titanic nach der Kollision nicht mehr lebend verlassen sollte bzw. wollte. Er hätte als einziges noch lebendes Elternteil seiner Tochter durchaus das Vorrecht gehabt, eines der Rettungsboote zu besteigen, lehnte dies aber ab. Auch seine Rettungsweste gab er einem anderen Passagier (S. 23). Harper war bereit seinem Herrn gegenüberzutreten und noch viele Seele mitzunehmen. Dennoch muss ihm der Schritt, seine Tochter allein zu lassen, sehr schwer gefallen sein. Er übergab sie seiner Nichte Jessie, welche mit an Bord war und so etwas wie eine Ersatzmutter für Nana war. (S. 21) Eindrücklich berichtet sie von den letzten Stunden ihres Onkels auf der Titanic:

Etwa um Mitternacht kam Mr. Harper, der Pastor John Harper, zu meiner Kabine und sagte mir, dass das Schiff einen Eisberg gerammt habe. […] Er nahm Nana, seine Tochter, auf den Arm und brachte sie hinauf aufs Deck. […] Es gab keine Gelegenheit zum Abschied, und tatsächlich: Sogar dann realisierten wir nicht die Gefahr, da uns wieder und wieder versichert wurde, das Schiff könne nicht sinken, und die Olympic [das Schwesterschiff der Titanic, das sich aber hunderte Seemeilen entfernt kurz vor New York befand] träfe jede Minute bei uns ein. […] Der letzte Tag den wir auf der Titanic verbracht hatten, war der Sonntag. Mr. Harper hatte mich gebeten, bei unserer morgendlichen Familienandacht das Kapitel vorzulesen und später hatten wir den Sonntagsmorgengottesdienst besucht. Der Tag war so ruhig und angenehm, und als Nana und ich um etwa 18 Uhr Mr. Harper suchten, um zum Abendessen zu gehen, fanden wir ihn, wie er ernsthaft mit einem jungen Engländer sprach, den er zu Christus zu führen versuchte. Bevor wir uns an jenem Abend zur Ruhe legten, gingen wir noch an Deck und sahen noch einen Schimmer vom Abendrot im Westen. Ich erinnere mich, wie Mr. Harper sagte: „Es wird ein herrlicher Morgen werden.“ Dann gingen wir in unsere Kabinen. Er las noch aus der Bibel und betete und dann verließ er uns.

John Harper sollte recht behalten, der Morgen war herrlich, denn er ging in die Herrlichkeit seines himmlischen Vaters ein.

Doch bis zum Schluss verkündigte er, dass allein im Namen Jesus Christus Rettung zu finden ist. Der letzte Bekehrte Harpers (möglicherweise der Kohlenschlepper George Henry Cavell) begegnete John Harper im eisigen Wasser des Atlantiks:

Harper, der im Wasser selbst mit dem Tod rang, rief: „Ist ihre Seele errettet?“ Cavell antwortete: „Nein.“ Harper rief ihm zu, was Paulus in Apostelgeschichte 16,31 dem zu Tode geängstigten Kerkermeister gesagt hatte: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden.“ Bevor Cavell antworten konnte, verschwand er wieder in der Dunkelheit. Kurz darauf brachten die Wellen die beiden Männer wieder in Hörweite. Noch einmal fragte Harper: „Ist ihre Seele jetzt errettet?“ Erneut kam die Antwort: „Nein.“ Harper wiederholte Apostelgeschichte 16,31: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden.“ Harper entglitt der Gegenstand, an dem er sich festhielt, und er sank in sein eisiges Grab. George Henry Cavell, den Harper evangelisiert hatte, vertraute sein Leben Jesus Christus an. Er gelangte dann noch auf Rettungsboot 15 und wurde von der Carpathia gerettet. (S. 45f)

Er sagte ein wenig später:

Kurz nachdem Harper untergegangen war, dort allein in der Nacht und mit zwei Meilen Wasser unter mir, kam ich zum Glauben. Ich bin John Harpers letzter Bekehrter. (S. 46)

Bekehrungsgeschichten

Viele Menschen fanden durch den Dienst Harpers zum Glauben an Jesus Christus. Zum Schluss sollen noch ein paar dieser Menschen zu Wort kommen. P. C. M. besuchte am 10. August 1902 erstmalig die Gemeinde Harpers und berichtet:

[…] Aber dann kam die Predigt über den Text: „Wer sich mit Asche einlässt, ist betrogen, sein Herz hat ihn irregeführt“ (Jesaja 44,20). Jedes Wort saß, und ich sah mich von meinen Sünden überführt. Mir wurde auf der Stelle klar, dass ich errettet werden musste. Die Ernsthaftigkeit und glühende Leidenschaft des Predigers fesselte mich. Ich hatte noch nie jemanden so kraftvoll und inbrünstig predigen gehört. […] Dann fragte Harper, wer Jesus Christus als seinen persönlichen Herrn und Erlöser annehmen wollte. Ich wusste, ich war ein Sünder. Ich wusste, ich brauchte Christus. Ich kannte die Bibel gut genug, um zu wissen, dass ich mich bekehren musste, um in das Reich der Himmel zu kommen. An diesem unvergesslichen 10. August quälte mich meine Seele vor Gott, und ich war reif zur Errettung. An jenem Abend entschied sich die Frage nach dem Heil meiner Seele, indem ich Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser annahm. Niemand sprach mit mir. Niemand betete mit mir. Alles fand zwischen mir und meinen Herrn statt, und es war wunderbar real. […] (S. 110f)

J. C., ein ehemaliger Alkoholiker, schreibt über seinen Besuch der Baptistengemeinde am 01. November 1903:

[…] Niemand sprach mit mir. Mir wurde aus der Bibel klar, dass ich Christus brauchte, und nahm ihn als meinen Herrn und Erlöser an. Nachdem ich jetzt schon achteinhalb Jahre ohne Alkohol lebe, kann ich sagen, dass Gottes Wort wirklich war ist […]. Heute bin ich Mitarbeiter in der Gemeinde. O, was für eine Gnade, die einen armen Trinker, einen Whiskyverkäufer und unverbesserlichen Sünder, wie ich es war, zu einem Sohn Gottes und einem Kind seiner Liebe gemacht hat! Alles in meinem geistlichen leben verdanke ich dem Einfluss und der Belehrung von Mr. Harper, der mich die Dinge Gottes lehrte und dessen Leben mich inspirierte. […] (S. 116)

Es gäbe noch viele weitere Geschichten zu erzählen.

John Harper war ein einfacher Mann, ein schwaches Gefäß, welches sich von seinem Schöpfer gebrauchen ließ. Seine Lebensgeschichte zeigt uns eindrücklich, dass es nicht die große Show ist, durch welche Menschen zu Christus finden, sondern durch die klare Verkündigung des Wortes Gottes mit dem Kreuz im Zentrum:

„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft.“ (1. Korinther 1,18)

Außerdem zeigt uns das Leben Harpers, wie enorm wichtig das Gebet ist und das es für einen lebendigen Nachfolger unerlässlich ist. Mich hat es in jedem Fall befeuert, intensiver für die Verlorenen, die Verkündigung, die Heiligung usw. zu beten. John Harper zeigt uns sehr deutlich, dass das Leben endlich und jede Menschenseele von unschätzbaren Wert ist. Bis zu seinem letzten Atemzug dachte er nur an seinen Herrn Jesus Christus und an seinen Nächsten, dem er die Dringlichkeit der Errettung durch Jesus vor Augen malte. Mögen wir wieder stärker in Perspektive Ewigkeit leben und uns nicht auf unserer Errettung ausruhen.

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Alle Zitate und Informationen zu John Harper habe ich folgendem Buch entnommen:

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Adams, Moody: Der letzte Held der Titanic. John Harper – die Geschichte des Passagiers und Predigers. Betanien Verlag: Augustdorf, 4. Aufl., 2017. (Hier käuflich zu erwerben: www.cbuch.de/adams-der-letzte-held-der-titanic.html)

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About Thomas Richter

Ich bin 28 Jahre alt und glücklich mit Jana verheiratet. Ich bin Theologe, bin fasziniert und überführt von dem Wort Gottes und ich liebe es Lobpreis zu machen. Ich gehe in die Netzwerkgemeinde in Dresden.

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