Eine Viertelstunde über Kolosser 1.9-10

Auf unserer Gemeinde-Bibelstunde wurde ich gebeten fünfzehn Minuten über Kol. 1.9-10 nachzudenken:

Der Abschnitt ist natürlich in ein grandioses Gebet von Paulus eingebetet! Wie so oft verknüpft er Lehre, Ethik und Gebet in eine kaum zu entwirrende Einheit. Triumphierend wird die Überlegenheit Christi verkündigt, so wie im ganzen Kolosserbrief. Doch zunächst fiel mir die Wachstumsspirale auf, um die Paulus betet; Eines führe zum Nächsten: Erkenntnis des Willen Gottes –> Würdiges Leben vor dem Herrn –> Frucht bringen in jedem Werk –> Wachsen in der Erkenntnis.

Was bei der Erkenntnis anfängt, führt durch eine veränderte Praxis zu einer neuen Erkenntnis. Für einen Dualismus zwischen Theorie und Praxis bleibt da kein Raum. Auch bleibt wenig Platz für eine Mystifizierung des Bekerungserlebnisses als Ziel für Heiligung.

Im zweiten Teil der Predigt konzentriere ich mich darauf, was diese Wachstumsspirale unterbrechen kann. Ich denke, wenn das Wort Gottes nicht erst ins Herz dringt, und so Erkenntnis unterbunden wird, dann gibt es im Leben des Menschen auch nichts, was Frucht bringen kann. Neben Eisegese, Gleichgültigkeit gibt es weiteres Fehlverhalten gegenüber dem Wort Gottes: Man fixiert sich auf einige vertraute Autoritäten, liest den Text für den Anderen etc… Echte Erkenntnis Gottes bleibt da fern. Insgesamt war ich so angetan von dem Text, dass ich die vorgegeben 15 Minuten leicht überzogen habe:

Dieser Blog-Beitrag von Sergej Pauli erschien zuerst auf Glauben und Denken . Lies hier den Original-Artikel "Eine Viertelstunde über Kolosser 1.9-10".

Über Sergej Pauli

Hallo, ich bin Sergej Pauli, Jahrgang 1989 und wohne in Königsfeld im Schwarzwald. Ich bin Ingenieur, verheiratet, habe vier Kinder. Diesen Blog möchte ich nutzen, um über das Wort Gottes und seine durchdringende Wirkung bis in unsere Zeit zu schreiben. Hast du bestimmte Fragen oder Anliegen, dann scheue dich nicht, mich zu kontaktieren. Hast du bestimmte Fragen oder Anliegen, dann scheue dich nicht, mich zu kontaktieren.

31 thoughts on “Eine Viertelstunde über Kolosser 1.9-10

  1. Wenn man sich uns Christen so anschaut, ist es um die Erkenntnis nicht weit her. Dabei ist sie so dringend nötig:
    https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/02/13/zweierlei-christen/

    Schon im A.T. heißt es: Jes 5,13 „Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis.“
    Hos. 4,6″Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, dass du mir nicht mehr als Priester dienst.“
    – Wie viele sind deshalb heute nur proforma im Dienst, da Gott sie längst wegen ihre Untauglichkeit verworfen hat? Und wo finden wir echte Diener?

      1. Danke für deinen Kommentar. Zwischen den Zeilen erahne ich den Vorwurf von Exklusivitätsansprüchen meinerseits. Nichts läge mir ferner. Wenn ich mich dessen schuldig mache, danke ich für einen Hinweis

  2. Herr Reichelt kann denken und auslegen, wie er will.

    Aber er ARBEITET!

    Sosthenes, du bist lediglich ein Kritiker ohne eigenes Programm und zerstörst mit einem Satz afterredend, woran andere sich mit Mühe und Herzblut abarbeiten, ohne so vollkommen zu sein wie du von dir meinst.

    Du hast nicht mal jemals hier mit wenigstens zwei Bibelversen versucht zu argumentieren. Nicht mal das.

    Sergej, es ist leicht, irgendwelche irgendwoher geholte Bibelverse zu selektieren, passend zu dem was man bereits eh schon denkt und dann hier z.B. (mir hier nicht einleuchtend) als Meinung zu präsentieren.

    Der Meinungen gibt es viele im „bunten“ Evangelikalismus.

    Man kann thematisch arbeiten. Aber dazu muß man vorher eher jahrelang SYSTEMATISCH gearbeitet haben.

    Solch eine systematische Arbeit ist z.B., den Römerbrief völlig durchzuarbeiten, ihn zu erforschen, fast auswendig zu kennen (Paulus konnte die Torah auswendig hersagen) und auszulegen. Und dann noch dazu im Angesicht der restlichen Bibel, die man zumindest ansatzweise genauso bearbeitet haben muß.

    Das ist Theo-Logie. „Theo-Logisch“ kommt von Logos.

    Wer nicht in der Lage ist, eine Bearbeitung wenigstens eines Briefes oder eines Evangeliums im ganzen zu durchdringen und eine zusammenfassende Auslegung dafür herzubringen, unabhängig von den Arbeiten vorheriger aktiver Theologen, der kann praktisch gar keinen heiligen Geist haben. Er zitiert und schreibt von vorherigen Arbeiten einfach nur ab. Ein 10-jähriges Kind kann auch die Bibel abschreiben, Bibelverse und die Bibel insgesamt. Hinterher weiß es NICHTS über den Inhalt.

    Hier schafft man es kaum, mehr als zwei Bibelverse abzuschreiben und meint dann, der Heilige Geist wäre zufrieden.

    Ich glaube, der Heilige Geist schaut da schamvoll und traurig weg.

    https://thgk.de/start.htm

    Hier sieht man, daß sich etwas im evangelikalen Spektrum tut.
    Ein Glaubenskurs für Laien und andere, die kompetente Laien werden wollen………….

    Eine Gebetserhörung.

    Biblipedia, You are my Brother and Sister.

    🙂

    1. Danke Jazzico, dass ist sicherlich mal ein Kommentar, mit dem ich was anfangen kann. Jedoch würde ich dich darin korregieren, dass ich eben selbst beim besten Einsatz kaum dieser gewünschte Experte werden kann…Außerdem, wie sehr ich jeden echten Schriftgelehrten schätze, muss ich mir immer klar machen, dass ich auch als „Laie“ mich zur Bibel äußern darf und sogar muss, z.B. gegenüber meinen Kindern, meinen Freunden, im Web etc…oder? Von THGK höre ich zum ersten Mal

  3. „Sergej, es ist leicht, irgendwelche irgendwoher geholte Bibelverse zu selektieren, passend zu dem was man bereits eh schon denkt …“

    Ja, siehe den anderen Thread, wo ich Dir das gerade aufgezeigt habe. Man muss auch bereit sein, seine bisherigen falschen oder weltlich geprägten Standpunkte aufzugeben und zu korrigieren – das ist ggf. ein durchaus längerer Prozess. Die Frau von Herrn Lot blickte auf das zurück, was sie aufgeben mußte, was vielleicht sogar mit viel Liebe und Arbeit aufgebaut worden ist, und erstarrte zur Salzsäule. Das sollte Dir nicht passieren!

    Bei Sergej habe ich bislang den Eindruck, dass er die „roten Fäden“, die die Bibel durchziehen, verinnerlicht hat und die notwendigen Auslegungsgrundsätze berücksichtigt.

    „Arbeiten“ heißt nicht, dass man hinterher richtig liegt oder gar Bonuspunkte bekommt, weil der gute Wille zählt. Jeder in den Evangelien erwähnte Schriftgelehrte hat wohl mehr Arbeit investiert als wir hier alle zusammen – und trotzdem ergehen Jesu Weherufe genau an diese Gruppe.

    1. „Man muss auch bereit sein, seine bisherigen falschen oder weltlich geprägten Standpunkte aufzugeben und zu korrigieren“

      bisherig
      falsch
      weltlich geprägt
      aufgeben
      korrigieren
      !

      Wie mache ich das als Christ?

        1. Völlig korrekt, dem Menschen ist das nicht möglich, nicht umsonst sagt die Schrift, dass das Herz nur durch Gnade fest werden kann (Gal. 13,9)
          Sprich der Mensch kann sich selbst nicht verändern.

          1. Ehrlich, wenn es um Gottes Wort geht, who cares for Calvin, oder? Aber einen gnädigen Gott, wer sucht den so einen heute noch? Zur Zeit Noahs gab es außer seiner Familie niemaden…Hatte Calvin da recht?

          2. Gott hat das Recht, zu tun, was er will.

            Das Theodizee-Problem kann kein Mensch lösen.
            Ich werde Gott beim Weltgericht darauf ansprechen.
            Er wird es mir erklären.

            Gott lässt auch ALLE Bekehrten alt und schwach sterben.

            „Sprich der Mensch kann sich selbst nicht verändern.“

            Doch, kann und muß er.

            Er soll wachsen, sich mühen, täglich in der Schrift forschen, der Liebe nacheifern, lieben, den Witwen und Waisen und psychisch Kranken beistehen und und und…
            mit SEINER GANZEN Kraft, mit SEINEM GANZEN Verstand und mit SEINEM GANZEN Herzen und mit SEINER GANZEN SEELE (Psyche) ….:

  4. —Gott hat das Recht, zu tun, was er will.—
    Ja das Recht hat ER, und doch bezieht ER die Menschen mit ein…..und will nicht das tun was ER will, sondern will das der Mensch zu Ihm zurückfindet, am Kreuz hat Gott zum Ausdruck gebracht, was ER will…..die Rettung des Sünders.

    —Ich werde Gott beim Weltgericht darauf ansprechen.—
    Er wird es mir erklären.—

    Ich glaube nicht, das dann noch die Zeit für Erklärungen ist. Denn dann wird Gott handeln. Erklärt hat ER schon seit über 2000 Jahren.
    Wer dann noch Fragen hat hat Ihn nicht verstanden, (verstehen wollen)

    —Sprich der Mensch kann sich selbst nicht verändern.—
    —Doch, kann und muß er.—

    Ja, wenn er das Heil in Christus angenommen hat, und erkannt hat das er aus sich selbst nichts dazu beitragen kann, dann kan und muss er mit SEINER GANZEN Kraft, mit SEINEM GANZEN Verstand und mit SEINEM GANZEN Herzen und mit SEINER GANZEN SEELE ……Gott dienen.

    Vorher plagt er sich nur ab, etwas zu tun, um Gott herauszufordern, und will Gott zeigen …sieh her …ich kann und ich will und ich werde es schaffen…..
    Und beim Weltgericht wirst du mir erklären….warum es nicht gereicht hat!!

    So in etwa….Jazzico?

    1. Wenn ein Christ „ewig“ lang wartet, daß ihm Gott hilft und dabei Däumchen dreht, dann hat er etwas nicht verstanden.

      Der Samariter war kein gläubiger Jude.

      Er hat einfach nur menschlich gehandelt. Er hat als Geschöpf Gottes nach Gottes ihm verliehenen Gaben gehandelt.

      Den hat Jesus als Vorbild hingestellt.

      Lukas 10, 25 Und siehe, ein Gesetzeslehrer stand auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?
      26 Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
      27 Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.
      28 Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. HANDELE DANACH und du wirst LEBEN!

      Mit frommem Gebet allein ist NICHTS getan.

      1. In der Geschichte steht der Samariter für Jesus, und der, der Boden liegt, für den Menschen / jeden Menschen.
        Genau lesen (V36): wer unter diesen dreien, meinst du, ist der Nächste dem geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Um die Frage nach dem Nächsten zu beantworten, muss die Perspektive des am Boden liegenden eingenommen werden, und eben nicht die Perspektive des Samariters.

        Lk 10, 25-37 ist wirklich klasse: fast jeder Mensch, der das liest, identifiziert sich mit dem Samariter (hey, der handelt ja genau so gut und selbstlos wie ich) und sieht den Text nicht: Ja, Gott lieben wie in V27 wollen noch alle, aber den wirklich Nächsten erkennen (V29), und das ist Jesus, und sich von ihm erretten zu lassen (V37), das fällt wieder schwer.

          1. Schlichtweg aus dem Text. Aus dem genauen Wortlaut. Daraus, wer spricht. Und wer mit wem spricht (Gesetzeslehrer mit Jesus) und welches Verständnis vorausgesetzt werden kann.

            V25: Frage: Wie erreiche ich das ewige Leben?
            V26-V28: Erstes Gebot, den Nächsten lieben
            V29: Frage: wer ist der Nächste?
            V30-35: Einschub (den kann man toll auslegen), Jesus schildert eine Begebenheit
            V36-V37: der Nächste ist der Erretter (der Samariter)
            V37: Dann handle genau danach. Liebe Gott (1. Gebot) und Deinen Erretter / Erlöser, dann bist Du errettet = Antwort auf V25 (und V29).

            Hier in kurz die Auslegung von V30-35:
            V30: Ein Mann = Ursprache Adam = Mensch / jeder Mensch
            Jerusalem: da war man nach jüdischem Glauben Gott am nächsten, da dort der Tempel stand (mit dem Allerheiligsten usw.)
            hinab nach Jericho: auch heute der tiefste Punkt = Weg zur Hölle
            Räuber = Sünde; die zogen ihn aus: der Mensch ist so nackt wie Adam nach dem Sündenfall und kann daher nicht mehr nach Jerusalem zurück = Gott nicht mehr unter die Augen treten
            V31: Priester = das Gesetz
            V32: Propheten / die zum Dienst am Haus des Herrn bestellten können auch nicht erretten (nur mahnen)
            V33: Samariter = Jesus, der nach Ansicht der Juden einen falschen Glauben lehrte, jemand, von dem absolut kein Heil zu erwarten ist
            V34: Öl: mit Öl werden Könige gesalbt, Tempelgeräte geheiligt, …, Wein siehe Blut Jesu
            Herberge: der Nachfolger Christi hat hier keine bleibende Heimstatt
            V35: der Herbergsvater (die Leiter der Gemeinden) wird von Jesus für seinen Dienst gerüstet und es wird ihm vergolten

            Also: Jesus hat nicht den Samariter als Vorbild hingestellt, sondern verdeutlicht, dass jeder Mensch durch die Sünde beschädigt ist und bestenfalls ganz nach unten (Jericho) gehen wird.

          2. „V37: Dann handle genau danach. Liebe Gott (1. Gebot) und Deinen Erretter / Erlöser, dann bist Du errettet = Antwort auf V25 (und V29).“

            Das ist die altbekannte ca. 200 Jahre alte evangelikal-konservativ-bequeme Lehre.

            Ohne die Gebote zwei bis 10 zu erfüllen, geht deine Gleichung nicht auf.

            Jesus hat bekanntermaßen alle 10 Gebote zusammengefasst.

            Er sagt nie und nirgends, daß ausschließlich nur noch Gebot Eins zu ERFÜLLEN sei.

            Deine Bibelversakrobatik dient zur Festigung deiner in sich geschlossenen Zirkelschlußakrobatik.

            In sich selbt durchaus ein logisch stimmiges System. 🙁

            50 Jahre meines Lebens habe ich mit dieser
            „Theo-in-sich-logie vergeudet.

          3. Ich glaube an Gott durch den auferstandenen vor-bildlichen Christus und ich will ihm nachfolgen.

            Der HERR segne mich und behüte mich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über mich und gebe mir seinen Frieden.…
            (Nach 4.Mose 6,24-26)

            Wenn ihr so für mich in Vollmacht gebetet hättet, dann müßte ich schon so denken wie ihr.

            Also muß ich selbst so für mich beten.

            Und überhaupt, was ist auch diesbezüglich mit folgenden Worten Jesu an seine evangelikal-konservativen Nach-Folger?

            Joh 14,
            12 Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die
            ich tue, auch tun; ja er wird sogar NOCH GRÖßERE Dinge tun. Denn ich gehe zum Vater,
            13 und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich
            tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart
            wird.
            14 Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet, werde ich es tun.«
            15 »Wenn ihr mich liebt, werdet ihr MEINE GEBOT-E HALTEN 16 Und der Vater wird euch ´an meiner Stelle` einen anderen Helfer
            geben, der für immer bei euch sein wird; ich werde ihn darum
            bitten.
            17 Er wird euch den Geist der Wahrheit geben, den die Welt nicht
            bekommen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
            18 Ich werde euch nicht als hilflose Waisen zurücklassen; ich
            komme zu euch.
            19 Nur noch kurze Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr
            aber werdet mich sehen, und weil ich lebe, werdet auch ihr leben.
            20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und dass ihr in mir seid und ich in euch bin.
            21 WER SICH AN MEINE GEBOT-E HÄLT UND SIE BEFOLGT, der liebt mich WIRK-LICH. Und wer mich liebt, den wird mein Vater lieben; und auch ich werde ihn lieben und mich ihm zu erkennen geben.«

            Also der Gebot-1-Kreisel kommt hier nicht vor.

            Ich seh‘ da noch fast nix bei den Konservativen, die ja die Ekklesia sind.

            Seufz …. 🙁

            ???

          4. Die Juden haben 613 Gesetze, besser gesagt Weisungen, die die 10 Gebote bezüglich ihrer praktischen Umsetzung auf „Humanismus“, (sprich menschliches Wohlergehen besonders der Unterprivilegierten in der Gemeinschaft, sprich Gesellschaft) in allen Facetten flankieren sollen.

            Jesus hat gesagt, daß kein Jota davon außer Kraft gesetzt ist.

            Was nun?

            Fakt ist, daß der Konservatismus nicht im Traum an sowas denkt.

            Sie haben ihr eines Gesetz, das 1. Gebot nach Stepan dem Biblipedianer und alle Spatzen sind gefangen. Der ewigen Hölle ein Schnippchen geschlagen.

            Die Evangelikalen haben den ausgeprägtesten Lobpreis- und Partygemeinschaftsgeist. Ganz Hip. Das it unbestreitbar.

            Den Rest müssen erwachsene Christen machen.
            😉

          5. Es ist nicht meine Lehre. Es ist das, was Jesus selbst sagte. Es ist das, was auch in Joh 3,16 steht: wer an ihn glaubt, der ist errettet.

            Es ist nicht erst seit 200 Jahren die Auslegung zum Samariter. Du findest mittelalterliche Kirchenfenster aus dem 13. Jahrhundert, die in einer Szene Jesus als denjenigen zeigen, der die Menschheit aus dem Garten Eden vertreibt, und in der nächsten Szene auf dem gleichen Fenster als genau den barmherzigen Samariter, der den Menschen wieder zurück bringt. Die Fehlauslegungen kamen später im Rahmen einer mehr und mehr verweltlichten Kirche.
            Das „tue Gutes“ und die Fehlauslegungen zu Lk10 sind deutlich jüngeren Datums, auch von Leuten, die wie Du alles besser wissen wollen und die Auslegungen ihrer Vorgängergenerationen verworfen haben und sich ein eigenes Evangelium gebastelt haben.

            Allgemein zu Deiner Lesekompetenz: ich habe nirgendwo gesagt, dass nur noch das 1. Gebot gilt. Jesus lehrt hier ganz deutlich: 1. Gebot plus den Erlöser lieben.

            Und dann erst geht es an anderen Stellen weiter: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. (Mt 25,40). Die guten Werke kommen daraus, dass ich im Nächsten ein Geschöpf Gottes, im Idealfall sogar einen Bruder sehe, in dem Jesus „Wohnung genommen hat“ (Joh 14,23).
            Und damit gilt dann Gal 5,14; Jak 2,8; Mt 22,39 (Schade, schon wieder ein Jesuswort); Mt 19,21 (Gebote halten und Gutes tun reicht eben nicht aus; der Jüngling muss sein Herz an Jesus hängen); Röm 13,9; …

            Erst kommt der Glaube an Gott und an Jesus. Aus diesem Glauben heraus erwachsen Werke / Heiligung. Diese Werke sind nicht im Sinne von „Gesetzeswerken“, sondern z.B. barmherzige Taten = „Werke des Glaubens“.
            Paulus spricht in Röm 3,20 von Gesetzeswerken, die kein Fleisch erretten. Jakobus spricht von Werken des Glaubens, die aus dem Glauben kommen. Gute Taten alleine aber retten auch nicht, da diese bei einem Ungläubigem aus dem Fleisch heraus geboren werden.
            Und daher gibt es eine „zeitliche Abfolge“: Jesus lieben wie mich selbst ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die nachfolgenden Taten aus dem Glauben und Heiligen Geist heraus stattfinden. Diese Taten tragen aber nicht zu meiner Errettung bei. Sie mögen dazu beitragen, dass mein Glaube lebendig bleibt und wächst, sie mögen mir im Preisgericht sogar Bonuspunkte verleihen.
            Die Werke sind Folge des Glaubens – bei wem die Werke fehlen, der mag sich fragen, wie es um seinen Glauben bestellt ist, ob er nicht den Laozidäern ähnelt (Off 3,15-16).

            Zum Abschluss folgende Bemerkung: Du hast geschrieben „Der Samariter war kein gläubiger Jude. Er hat einfach nur menschlich gehandelt. Er hat als Geschöpf Gottes nach Gottes ihm verliehenen Gaben gehandelt.“ Diesen Deinen Lese- und Interpretationsfehler habe ich Dir aufgezeigt, damit auch die daraus gezogenen Fehlschlüsse, und dann folgt wieder Deine typische Abwehrreaktion mit Formulierungen wie „Bibelversakrobatik“. Das ist echt ein super Zug von Dir, zeigt das doch auf, wessen Geistes Kind Du bist. Erfülle Du nur weiterhin die Gebote 2-10, vergiss dabei nicht die Sabbatruhe und stelle die Heizung aus, weil da eine Flamme drin entzündet werden könnte (2. Mos 35,3). Und solltest Du an dem Sabbat arbeiten, lies den Vers davor. Und bedenke, dass der Sabbat am Freitag um 18:00 Uhr anfängt (nein, ich kann Dir nicht sagen, welche Zeitzone gilt).
            Gal 3,10 wird Dir eine Motivationshilfe sein, Röm 10,4 dagegen nicht. Gal 5,4: ignoriere es weiterhin, ebenso Apg 2,38.

        1. „Es ist nicht meine Lehre. Es ist das, was Jesus selbst sagte. Es ist das, was auch in Joh 3,16 steht: wer an ihn glaubt, der ist errettet.“

          Das ist genauso naiv, wie zu sagen: Wer heiratet oder eine Arbeit hat ist glücklich und frei, als gäbe es keine Gebote und keine Weisungen.

          1. Und wieder: nicht darauf eingegangen und reflektiert, wo Dir Deine Fehlauslegungen und Irrtümer aufgezeigt werden, und jetzt zur Krönung stimmen auch die Worte Jesu nicht mehr. Calvin, Luther, die „Evangelikalen“, die haben ja Deiner Ansicht nach auch überall daneben gelegen.
            Hier wirst Du Bestätigung finden: https://m.youtube.com/watch?v=onLvKDolKYk

          2. 1. lese einfach nach Joh. 3.16 weiter……
            V20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.

            Da du auch Böses tust, kommst du auch in die Hölle!

            Nein, natürlich nicht, denn es wäre dummes hirnloses Bibelverspingpong.

            Schau dir deine Kommentare an……

            2. .“…wo Dir Deine Fehlauslegungen und Irrtümer aufgezeigt werden…..“

            In Entscheidendem konntest du mich (noch?) nicht überzeugen.
            🙁

  5. —Er hat einfach nur menschlich gehandelt. Er hat als Geschöpf Gottes nach Gottes ihm verliehenen Gaben gehandelt.—

    Dann wäre aber das Gleichnis von Jesus überflüssig gewesen.
    Jesus sprach keine verliehenen Gaben an, sondern machte auf genau das Gegenteil aufmerksam…..was dem Menschen nämlich nicht in den Sinn kommt,….auch seinen ungeliebten ,,Nächsten“ zu helfen, Jesus vertiefte dadurch die Menschen/Nächstenliebe.
    Und wenn du es ,,heute“ als eine bereits vollzogene Tatsache darstellst (Er hat einfach nur menschlich gehandelt) dann hat sich dieses Gleichnis von vor über 2000 Jahren wohl doch bei den Menschen tief eingeprägt…..ist aber immer noch so aktuel/akut wie damals, also noch immer keine Selbstverständlichkeit. Damit will ich sagen…..es gehört noch immer nicht zur Natur des Menschen, sondern muss in der Nachfolge Jesu eingeübt werden.

    —Den hat Jesus als Vorbild hingestellt.—

    Nicht wie es war, sondern wie es sein soll.
    Jesus hat ihn also nicht als Vorbild hingestellt, denn ER sprach nicht ,,so habt ihr es getan….ER sagte: So SOLLT ihr es tun!

    —Manchmal muss ein Christ aber lange warten, das ihm Gott hilft……
    Es ist ein Irrtum, als könnte ich etwas beschleunigen, so ich mich denn in Aktion bringe. Der Handelnde ist ja Gott, nicht mein Akionismus
    —Mit frommen Gebet allein ist NICHTS getan—

    Aber ohne frommes Gebet wird man schnell zum Akteur seiner eigenen Kräfte, (Kräftemessen mit Gott?) (ein Akteur ist der Urheber einer Handlung 😉 ).

    1. Jeder Mensch, absolut JEDER je gelebte Mensch hat das Gesetz Gottes in seinem Herzen. Gott hat ihn geschaffen.

      Jesus hat das am Beispiel des eher ungläubigen Samariters deutlich gemacht, der ein Herz hatte und nicht wie viele Gläubige nur fromm daher geredet hat, was Jesus bei den „frommen“ Lehrern oft angeprangert hat, sondern der Samariter hat GEHANDELT. Jesus hat also sinngemäß gesagt: „Schaut euch den „Ungläubigen“ an und nehmt ihn euch als Vorbild.

      Es gab damals bis heute auch geknechtete, kranke, schwache, arme „an den Hecken“ lebende Gläubige, die wurden auch oft nicht gut behandelt, auch denen hat Gott Erbarmen und Segen zugesprochen.

      1. Der Samariter in Lk 10 steht für Jesus, s.o. Samariter waren aus Sicht der Juden diejenigen, die eine falsche Religion betrieben. Sie glaubten zwar auch an Gott, beteten aber nicht im Tempel an usw..
        Da aus Sicht der Schriftgelehrten Jesus eine falsche Religion verkündete, wurde auch er Samariter genannt (tja, trotz einer anderen Ahnentafel). Ein Samariter war nicht etwa ungläubig, das ist eine Fehlinformation.

    2. Ein Christ ist keine fremdgesteuerte Puppe, die auf „etwas“ warten müsste, sondern das Leben ist immer aktiv. Der Mensch handelt immer so, wie er es persönlich für sinnvoll findet. Gebet oder besser Meditation (auf Gott hören) hat lediglich den Zweck den besseren Sinn zu finden, als ihm dem Menschen durch seinen Egoismus nahe liegt.
      Gott greift nicht ein und handelt anstelle des Menschen!
      https://manfredreichelt.wordpress.com/2019/07/10/ideale-muessen-verwirklicht-werden/

    3. Manfred, ich verstehe deine Auslegung auf deiner Webseite weitestgehend….aber ich bleibe auch weiterhin den Biblizisten gern ein Biblizist 🙂

      Die Begründung zu meinem vorherigen Kommentar:

      Röm 2
      13 Denn vor Gott sind nicht die gerecht, die (nur) HÖREN, was das Gesetz sagt; FÜR GERECHT ERKLÄREN wird Gott vielmehr die, die TUN, was das Gesetz sagt.
      14 Wenn nun Menschen, die nicht zum jüdischen Volk gehören (praktisch Ungläubige) und mit dem Gesetz Gottes daher nicht in Berührung gekommen sind, von sich aus so handeln, wie es das Gesetz fordert, dann ist dieses Gesetz, auch wenn sie es nicht kennen, offensichtlich ein Teil von ihnen selbst.
      15 Ihr Verhalten beweist, dass das, was das Gesetz fordert, ihnen ins Herz geschrieben ist. Das zeigt sich auch im Urteil ihres Gewissens und am Widerstreit von Anklagen und Rechtfertigungen in ihren Gedanken.

      16 Der Tag des Gerichts wird das alles bestätigen, der Tag, an dem Gott durch Jesus Christus auch über die verborgensten Dinge im Leben der (aller) Menschen sein Urteil sprechen wird. So lehrt es das Evangelium, das mir anvertraut ist.

      Mit Vers 16 wird klar und deutlich, daß auch solche Ungläubige beim Weltgericht entsprechend vorteilig behandelt werden.

      Die Schwarz-Weiß-Mär, wie sie auch C.S. Lewis mit seiner „Großen Scheidung“ in die Welt gebracht hat, kann man schnell vergessen.

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