Neu ab dem 2. September: Zeit des Umbruchs

Kaum ein Thema hat mich in den vergangenen 2 Jahren so beschäftigt wie das Phänomen der sogenannten “Postevangelikalen”. Unter anderem war ich zu Gast im “Hossa-Talk”. Der AiGG-Artikel über die Worthaus-Mediathek (“Worthaus – Universitätstheologie für Evangelikale”) ist bis heute der mit Abstand am weitesten verbreitete Artikel dieses Blogs. Und in idea Spektrum durfte ich mit einem der Hauptreferenten von Worthaus Prof. Thorsten Dietz sogar ein sehr freundliches “Streitgespräch” führen. Das Thema hat offensichtlich bei vielen Christen in unserem Land einen Nerv getroffen. Der SCM-Verlag hat mich deshalb im vergangenen Herbst gebeten, dazu ein Buch zu schreiben, das nun am 2. September erscheinen wird.

Unter zeitdesumbruchs.aigg.de gibt es schon jetzt jede Menge Informationen zum Buch: Das komplette Inhaltsverzeichnis, 2 Leseproben, Stimmen zum Buch und eine erste Rezension.

Die Homepage zum Buch “Zeit des Umbruchs”

Das Buch ist weit mehr als nur eine Situationsanalyse oder eine Beschreibung der postevangelikalen bzw. progressiven Bewegung. Es geht auch um Grundsätzliches wie zum Beispiel:

  • Wie viel Vielfalt ist gesund für die Kirche Jesu? Bei welchen Lehrdifferenzen geht es wirklich ans Eingemachte?
  • Sind Debatten um theologische Themen hilfreich oder bringen sie am Ende doch nur Streit und Spaltung?
  • Wie finden wir in eine Ausgewogenheit zwischen Enge und Beliebigkeit?
  • Und was können wir tun, damit die Umbrüche unserer Zeit nicht in Abbrüche sondern in Aufbrüche münden?

Die ersten Rückmeldungen zum Buch waren für mich mehr als ermutigend. So schrieb z.B. Dr. Peter Gloor, der ehemalige Leiter von Chrischona Schweiz: „Das Buch ist Pflichtlektüre für alle theologisch interessierten Laien und auch für alle Hauptamtlichen. Die Symbiose von empathischer Wahrnehmung gegensätzlicher Standpunkte und biblisch fundierter Beweisführung ist gut gelungen.“ (hier geht es zur kompletten Rezension) Ulrich Parzany, der Gründer und Leiter des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, schrieb mir: „Dieses Buch verdient volle Aufmerksamkeit. Ich hoffe, dass dieses Buch eine Debatte auslöst, auf die ich seit Gründung des Netzwerks Bibel und Bekenntnis vergeblich gewartet habe.“ Auch der Autor und Kolumnist Jürgen Mette hat das Buch bereits gelesen und meint anerkennend: „Hier schreibt ein Mann, der den behaglichen Streichelzoo einer denkmüden Gesellschaft verlässt und keine Angst vor der freien Wildbahn einer theologisch-mündigen Gesprächskultur hat.“ Und Ulrich Eggers, der 1. Vorsitzende von Willow Deutschland und Geschäftsführer SCM-Verlagsgruppe schreibt im SCM-Katalog: “Ein ehrlicher, beherzter und leidenschaftlicher Versuch, zwischen den Fronten gemeinsames Land zu entdecken und nach der Gültigkeit der Bibel für heute zu fragen. Ein Ruf zu gelebter Jesusnachfolge.”

Das Buch kann ab dem 2. September hier bestellt werden: www.scm-shop.de/zeit-des-umbruchs.html

Ich freue mich schon jetzt auf weitere Rückmeldungen sowie auf spannende Debatten zu diesem wichtigen Thema.

Dieser Blog-Beitrag von Markus Till erschien zuerst auf aufatmen in Gottes Gegenwart . Lies hier den Original-Artikel "Neu ab dem 2. September: Zeit des Umbruchs".

Über Dr. Markus Till

Evangelisch landeskirchlicher Autor, Blogger und Lobpreismusiker mit pietistischen Wurzeln und charismatischer Prägung

39 thoughts on “Neu ab dem 2. September: Zeit des Umbruchs

  1. Ich begrüße das Buch – herzlichen Glückwunsch dazu! – (habe die Probekapitel hier und bei scm gelesen) und hoffe, dass es zu einer kräftigen Debatte kommt. Auch hier auf Biblipedia.
    Die Ursachen für das Auseinanderdriften, wenn wir es einmal so nennen wollen, liegen ja sehr tief. Das bedeutet widerum, dass der Glaube allgemein sehr oberflächlich geworden ist. Aber um in die Tiefe kommen zu können, wo allein die Konflikte gelöst werden können, ist es erst einmal notwendig alle Argumente zu hören um so die Ungereimtheiten überhaupt erkennen zu können. Dann erst kann das rechte Gebet (ich spreche lieber von Meditation, da das Gebet selbst den Beigeschmack des Oberflächlichen bekommen hat) erfolgen, da man konkretere Vorstellungen hat.

  2. Jazzico,
    Kannst du das bitte mal für mich rechnen,….
    Wieviel Kirchenvater kommt dann auf ….sagen wir mal,… 100 Menschen, von 3 Milliarden?
    Danke!

  3. Hallo Herr Till,
    mit Interesse habe ich die Infos zu Ihrem Buch und die Kommentare von Hanniel Strebel und Jürgen Mette dazu.
    Für mich ist dabei folgendes offen geblieben:
    Was verstehen Sie unter evangelikal ?
    Der Begriff ist nicht geschützt und es bezeichnen sich Menschen durch das Auseinanderdiffundierens des Glaubens als evangelikal, die z.B. auf der einen Seite Polyamorie in Ordnung finden oder bereits von der großen Ökumene gesprochen wird und auf der andere Seite an 7 Tage Schöpfung mit je 24 Stunden je 60 Minuten glauben.
    Sollte es nicht eine Klarstellung geben, was dieser Begriff umfasst oder wollen wir hier auf Dauer im Vagen bleiben? Wenn das NT davor warnt, einen anderen Christus zu verkündigen, meine ich dass wir das innerhalb der evangelikalen Bewegung bereits tun. Da ruft das Wort Gottes zu einer klaren Trennung auf.
    So wichtig Ihre Anregungen sind ist das nicht eigentlich das Wichtigste, dass wir wirklich bei der biblischen Botschaft bleiben und klar ist was dazugehört und was nicht?

    1. Genau darum geht es ja (u.a.) in dem Buch: Herauszuarbeiten, wo absolute „Knackpunktthemen“ sind, die aus evangelikaler Sicht unaufgebbar sind, weil sie den innersten Kern unseres Glaubens und des Evangeliums ausmachen bzw. weil sie die Basis dafür sind (die Bibel als unfehlbares Gotteswort).

      1. Müsste aber diese Definition nicht so sein, dass sie auf den imaginären Bierdeckel passt? Es sollen ja viele verstehen und an viele vermittelt werden können.

        1. Die Idee mit dem Bierdeckel ist gut – niemand müßte mehr Theologie studieren, die Bibel lesen, sondern nur genau das, was auf dem Bierdeckel steht, glauben.
          Keine Diskussionen mehr um freie Gnadenwahl, kann man seine Errettung verlieren, Allversöhnung, …, alle Streitthemen weggefegt und durch einfach zu merkende Dogmen ersetzt 🙂

          Mit dem Bierdeckel wird es nichts. Selbst das apostolische Glaubensbekenntnis ist nur eine Grobzusammenfassung des Glaubens, bei dem nicht alle möglichen Streitthemen enthalten sind.
          Selbst ein Heidelberger Katechismus war schon ein kleines Büchlein.

          Ein Buch kann die Themen anreißen, wird aber nie die Fülle der Bibel erreichen, sondern sollte auf sie hinweisen und das Nachvollziehen der „Knackpunkte“ im (Selbst-)Studium unterstützen.

          1. Wir wollen den Glauben an andere vermitteln und der Glaube soll „angeblich“ so einfach sein dass Kinder glauben können. Dann muß auch für die Definition der Rechtgläubigkeit oder damit was Evangelikale sind ein Bierdeckel reichen:-). Das spricht doch nicht gegen ein Theologiestudium, da wir die Umsetzung des Glaubens ja auch noch brauchen. Aber wenn wir den Glauben bezeugen sollen muß doch dafür eine einfache Definition ausreichend sein. Schau doch mal wieviel jeweils allein schon in Joh. 1,12 oder 3,16 von wichtigen Glaubensinhalten drinsteht: z.B. es gibt ein Verlorensein, Glaube allein reicht aus, wir werden Gottes Kinder, wenn wir glauben usw.
            Ich glaube, dass der Widersacher es uns alles so schwierig macht und ich sag es mal ironisch: Wir brauchen 100 Seelsorgekurse um Seelsorge machen zu können. Dann hört sich alles sehr wichtig an und man braucht Spezialisten und dann machen nicht mehr viele Seelsorge sondern nur ganz wenige. Ich denke auch, dass die Gefahr ist und das will ich explizit nicht auf Herrn Till beziehen, dass wir auch die wichtigen Lehrinhalte sehr kompliziert machen oder man Spezialist sein muß um sich dazu äussern zu können. Damit können wir uns auch richtig toll aus der Verantwortung schleichen und ecken so auch nirgends an.

  4. @ Matze 1. September 2019 um 15:57 Uhr
    …ist schon was dran, an dem was Matze sagt.
    Immer komplizierter. Abitur für die Bibelschule / theologische Hochschule / Theologiestudium, die zukünftigen Leiter sollen alt-hebräisch, alt-griechisch können, ein Seemann müsste regelrecht umschulen, nachdem er per Abendkurs das Abi nachgemacht hat.
    „Du sollst mein Jünger sein“ heisst dann – „pauken“.
    Ich erinnere mich daran, wie schwer die FTH-Schüler in Gießen immer über Griechisch und Hebräisch gestöhnt haben – nun können sie es und lehren es. Nun, nachdem man den ganzen Aufwand betrieben hat, soll man da möglichst einfach reden, womöglich die Sprache des Volkes?
    Nein, man bewegt sich im Mittelstand (Gemeinden mit Lehrern, Sozialpädagogen, Akademikern noch und nöcher)….
    Klar muss man einem Professor Zimmer, um ihm auf Augenhöhe zu begegnen vielleicht ebenso kommen, wie er auftritt. Aber generell halte ich auch die Bierdeckel-Idee für nachdenkenswert. „Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden“, auf die Rückseite, „wer nicht glaubt (glauben will) wird verdammt werden.“

  5. Ja wer blickt eigentlich noch durch?……ich glaube manch einer wendet sich davon ab, weil er erst mal ein (privates) Studium betreiben muss um ,,zu verstehen“…..Frage: Wo ist die Liebe? Wo ist die Führung des Heiligen Geistes? Wo ist Jesus? der Anfänger und Vollender des Glaubens…..

    Wer nicht glauben will …. wird verdammt werden.“
    Ist auch Quatsch…. wer kennt sich denn aus? In den Herzen der anderen? ob sie glauben wollen…und wann…
    Heute fehlt überall die ,,Menschen-Liebe“….danach wird gesucht, nach Wahrheit und Echtheit, nach Beständigkeit und Glaubhaftigkeit….

    Ja, ja….die schöne neue Welt, …klug muss es sein…..schön klingen…..ansprechend UND vielversprechend….
    Dann, ja dann, darf man Jesus nachfolgen…. wenn man alles verstanden hat…und vor allem, dann macht man’s richtig,… nun … dann braucht man auch nicht mehr auf sein Herz achten…. dann reicht der Kopf…. und der braucht wieder einen ….der es noch besser weiß,…. noch besser versteht…. und MACHT SICH ABHÄNGIG von Lehren, Lehrmeistern, Besserwissern …..ich habe oft gehört das Leute Gottes Stimme nicht hören,….Tja, können sie auch nicht mehr,…bei so einem Stimmen-Andrang….muss ja verarbeitet werden,…..zum hören braucht man ,,STILLE“ und ein Herz, das in der Liebe Gottes weilt,….und Gott in ihm.

    Vielleicht überlässt man es Jesus wieder ,,wie“ ER die Menschen rettet, die der Vater Ihm gibt/gegeben hat.
    Ich muss sagen,….früher wenn ich (ein paar, habe ich schon geschafft) kluge Bücher gelesen habe,….verstanden hab ich’s wohl…. heute will ich nicht mehr lesen,…und verstehen will ich es auch nicht mehr,…..denn mir ist der Zugang zum Herzen Gottes wertvoller geworden, da muss ich auch nicht lange nachdenken, weil der Lebensstrom von ganz alleine durch mein Herz fließt! Und kostenlos ist er auch noch….

    Was gehört auf den Bierdeckel, vorne?… ,,Kommt her zu mir alle“ und hinten…. ,,die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ gezeichnet …Jesus Christus. Fände ich schöner.
    Sorry, Rolf, Sorry Markus Till, ….. Alles ist gut“ 😉

  6. Wenn es denn unbedingt der Bierdeckel sein muss … 😉 Ich meine es wäre auf biblipedia gewesen (oder war es Spurgeon ?), wo ich eine Auslegung zum Schächer am Kreuz gelesen habe. Ein paar Wortwechsel mit Jesus, und er bekommt das Paradies zugesprochen.
    Wenn man den Text analysiert, finden wir:
    – Reue / Buße über die Sünden
    – Jesus als Herrn und Erretter annehmen
    – Jesus öffentlich bekennen als Erlöser
    – Jesus vertrauen (und ihn für den Rest des Lebens vor Augen haben)
    – ….

    Trotzdem kommen wir nicht umhin, in weiterführenden Betrachtungen mögliche Streitpunkte, die ich beispielhaft oben genannt habe, zu klären. Es reicht nicht „ein“ Jesus (selbstgebastelt), sondern der Jesus, wie er in der Bibel bezeugt wird.

  7. Manfred Reichelt,
    Nein, kein sorgenfreies glückliches Leben,…. nicht hier auf der Erde…. das ist die Lüge vom Wohlstands-Evangelium….
    Lesen sie mal den Psalm 73

  8. Nix da, Blödsinn
    Noch mal lesen!!

    Kleiner Hinweis…..Psalm 73 kannte schon die Frommen und nicht Frommen, in den letzten Tausenden Jahren hat sich nichts geändert.

  9. @Manfred Reichelt,
    Worum ging es ihnen…..?
    Richtig…um ein sorgenfreies glückliches Leben, wenn man Christus annimmt,….

    Hiob hatte es nicht,….Abraham hatte es nicht,….
    Mose verzichtete darauf….. weil er lieber mit seinem Volk Ungemach leiden wollte, als den vergänglichen Genuß der Sünde zu haben,
    26) und achtete die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er sah hin auf die Belohnung. Hebräer 11.26

    Sie müßten es doch wissen,….

    1) Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
    2) Dasselbe war im Anfang bei Gott.
    3) Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Johannes-Evangelium,…1.1-3
    Das sollten sie also auch nochmal lesen, da lassen sich Verbindungen knüpfen, zum 73.Psalm

    Wenn sie also ein sorgenfreies glückliches Leben haben, dann rate ich zu einer dringenden Überprüfung zum Stand der Dinge. 😉

    1. Was verspricht mir das Evangelium, das NT, ins seiner Gesamtheit? Not, Verfolgung, sich aufgrund des Glaubens auflösende Familien, usw.. Jesus sagt: Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Und dieses Schwert geht durch Familien und Sozialstrukturen, zwischen mir und der Welt. Ich bin isoliert von der Welt (und ihren Sünden), allerdings in Gemeinschaft mit der Gemeinde Jesu.

      Der Psalm 73 sagt nichts anderes:
      In V2-V12 geht es um die Gottlosen, die ein vermeintlich tolles, sorgenfreies Leben genießen.
      In V13-V14 wird das irdische, wenig angenehme Leben eines Gotteskindes beschrieben.
      Ab V15-V20 und V27 sehen wir das Gericht, dass über die Gottlosen kommen wird, wenngleich wohl überwiegend erst, wenn es darum geht, wo der Gottlose die Ewigkeit verbringen wird.
      Ab V21 geht es um die Treue zu Gott und in V24 um die Ewigkeit für diejenigen, die für gerecht befunden werden (Christen werden durch Jesus gerecht).
      Ab V25 geht es darum, dass wir an Gott genug haben, dass er unsere Freude, die einzig wahre Freude ist, die mehr Wert ist als alle irdischen Güter. Hier insbesondere V28.
      In V27 haben wir das Gegenteil der Erlösung, die Verdammnis der Gottlosen, und entsprechend in V28 das Gegenteil, die Erlösung – ja genau, in einem „vorchristlichen“ Psalm. Denn auch die Erlösung kennt das AT. Selbst das Wort „Erlösung“ finden wir im AT, im Hebräischen ist das Wort jedoch nur dann ohne Rechtschreibfehler in der Tora zu finden, wenn es um die „perfekte“ Erlösung, als um die Errettung für die Ewigkeit durch den Messias geht (es ist toll, wie Gott über die Schrift und sein Wort wacht). Und auch die Glaubensväter, die durch Glauben gerecht geworden sind und beispielhaft im Hebr.-Brief aufgeführt werden, sind erlöst. Nicht umsonst lies Joseph seine Gebeine aus Ägypten mitführen, denn er wollte bei der Auferstehung in der Nähe der mit ihm Erlösten sein. Er hatte Heilsgewißheit.

      AT, hier Psalm 73, und NT verkündigen die selbe Botschaft. Der Ps73 gilt für uns (als Gottes Volk für den Himmel) ebenso wie damals für Israel, wobei wir anhand der Geschichte Israels sehen, dass der Tod der Gottlosen durchaus auch, pädagogisch lehrreich und bildlich anschaulich, die Gottlosen oft genug zu Lebzeiten traf und zur Auslöschung ganzer Völker führte. Damit wir als Christen kapieren, wohin ein Leben ohne Jesus als Herrn führt.

      Wenn Jesus sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken.“, dann gilt das für die Menschen, die eingesehen haben, dass sie, so wie sie sind, nicht vor Gott bestehen würden und sich selbst nicht gerecht machen können, die sich als diejenigen des V27 in Ps 73 identifizieren. Der Aufruf gilt für die Menschen, die darüber Seelennot leiden, und dann in Jesus ihren Retter erkennen dürfen, der stellvertretend ihre Schuld trägt und sie durch sein Blut gerecht vor Gott macht.
      Wenn Jesus weiterhin sagt, dass die ganze Schrift von ihm zeugt, dann gilt das auch und insbesondere für Psalm 73 in Verbindung mit „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken.“ Bei Ihm ist Trost zu finden. Er ist der „Gott der HERR“, der in V28 erwähnt wird, der meine Freude ist. Der Ps73 kündet von Jesus!

      Es bedarf manchmal einer Debora, um den Barak zu leiten – einige werden es verstehen, einer nicht.

    2. Da Sie den besten aller christlichen Blogs nicht lesen, darf ich Ihnen wenigstens
      Mt. 6,25- 34 und 1. Petr. 5,7 – „Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.“ – empfehlen? Oder das neue Buch von John Ortberg, das, soweit ich es aus dieser Rezension ersehen kann (https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2019/08/28/das-grosse-experiment/) zumindest in die richtige Richtung geht?

  10. Wow……Stephan
    Ich hätte es nicht besser erklären können,….ne Quatsch

    Aber, der Psalm 73 begleitet mich seit drei Jahrzehnten, ich kenne kein sorgenfreies Leben, und Gott nimmt immer wieder Anlauf, um diese Worte des Psalm 73 in meine Seele einzumeißeln,…. heute wiedermal sah ich draußen im Sonnenlicht, in den vielen Gaststätten die im Sommer ihre Stühle und Tische rausstellen, (ich wohne mitten in der Stadt), wie gut es den Leuten geht, sie lachen und freuen sich…. das ist bei mir gerade nicht angesagt, …. ich muss mich gerade wieder mal an Psalm 73 klammern, …….
    ,,Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hälst mich bei meiner rechten Hand.“
    ,,Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“

    Und dann seh ich die fröhlichen Gesichter,…. und es tut weh, wenn man gerade nicht auf der Sonnenseite steht.
    Wenn ich nur dich habe,….frage ich nicht nach Himmel und Erde“
    Ja, kann man das? Es ist gar nicht einfach,… es bohrt sich in die Seele,… dieser ewige Kampf….. ich war jedesmal froh, wenn ich es wieder geschafft hatte, alles loszulassen was Gott fordert,…. und dachte jedesmal,…jetzt ist aber alles geschafft, jetzt ist genug,…. denkste,… ich glaube Gott hat irgendwo eine Liste was alles noch abgearbeitet werden muss, ich bin froh das ich die nicht kenne, ….meine Aufgabe ist es, IHM alles zu überlassen.

    Kommt her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seit,…. ich wußte gar nicht daß das in Verbindung steht mit Psalm 73,
    Du hast es wunderbar erklärt, eine Wohltat für meine Seele, dafür danke ich dir besonders.
    Ich bin echt froh das ich Brüder kenne die kluge Bücher gelesen haben, und auch verstehen, sogar anderen dadurch zum Segen werden.

    1. „Kommt her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seit,…. ich wußte gar nicht daß das in Verbindung steht mit Psalm 73,“

      Die Verbindung war mir bis gestern auch noch nicht so bewußt – aber dann stachen mir die hier von diversern Leuten zitierten Verse in die Augen. Jesus lehrt nichts im Widerspruch zu den Schriften des AT, aber er „entfaltet“ Gottes Wort für uns, macht es klarer. Und schließt damit auch den Ps73 auf.
      Ich habe es selbst noch nicht in der Gesamtheit gelesen, aber vielleicht wäre Spurgeons „Die Schatzkammer Davids“ etwas für Dich, das ist seine über 20 Jahre erstellte Auslegung über die einzelnen Psalmen unter Einbeziehung vieler anderer Ausleger. Die 4000 Seiten sind auch im Internet kostenfrei downloadbar, aber davon interessiert ja zunächst nur ein einzelner Psalm, das sollte vom Textumfang daher überschaubar sein.

  11. Naja, Manfred Reichelt….
    Da steht aber wieder nichts von einem sorgenfreien und glücklichen Leben, in den von ihnen angegebenen Versen, …1.Petrus 5.6 und Mt.6.25-34

    Für mich heißt das, das wir Sorgen haben werden,…..sie aber nicht mit uns allein herumtragen sollen.

    ,,Darum sage ich euch: Sorget nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet……Mt.6.25a

    Jesus spricht von Essen und Trinken und das ganze alltägliche Leben, und dessen Hunger in uns, das wir alle unsere weltlichen Bedürfnisse stillen wollen.
    ER meint hier auch das was Psalm 73 zum Ausdruck bringt…..
    ,,Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?“ Mt.6.31

    Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürft. Mt.6.32

    Vertrauen, Manfred Reichelt, es geht um Vertrauen, ….sich nicht mit den weltlichen Dingen beschäftigen, und die Erfüllung darin finden wollen, (Glück, und ein sorgenfreies Leben) sondern sich mit dem zufriedengeben, wie es Gott einem jeden zugedacht hat. Dann ist man auch frei, wenn das streben nach Glückseligkeit nicht der treibende Motor ist.
    Frei, für Gottes Reich, wenn meine Last und Sorge auf Seinen Schultern liegen, ….denn für diesen Glaubenskampf auf dieser Erde braucht man alle seine Kräfte um zu bestehen,….
    Petrus sagt es doch…Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht welchen er verschlinge. Petr.5.8b
    Da kann man natürlich nicht wiederstehen wenn, man nach einem sorgenfreien Leben ausschau hält.

    Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Mt.6.33
    Da haben wir genug zu bewältigen, und es fordert den ganzen Menschen heraus,…deshalb…. weg mit dem ganzen unnötigen Ballast, ….Jesus trägt für mich, und ER sorgt für mich. Ich will Jesus nachfolgen, und nicht sorgenfrei werden, ….jetzt dürfen sie mal Psalm 23 lesen,…und sich freuen, wenn Jesus sie zum frischen Wasser führen will. ,,Vorchristlich“….. ,,Der Gute Hirte“

  12. @Stephan
    Danke für deinen Hinweis, es ist sicher eine Bereicherung, ich werde es gerne lesen, damit ich auch mal erfahre wie man soviel wissen findet. 😉

    Doch der Herr hat schon mehr als 4000 Seiten in mein Herz geschrieben,…
    Am schmerzhaftensten war/ist dieser Psalm 73
    Ich glaub in diesem Leben hab ich schon alles verloren, was man nur verlieren kann,… Liebe Glück Gesundheit Kraft….. es ist der letzte Auftakt, das beste wird mit Feuer geschrieben,… Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde…. Danke Vater, Danke Jesus, schreibe, schreibe, schreibe weiter mit Feuer in mein Herz hinein.

  13. So, Stephan, da hast du was angestellt….
    Die Schatzkammern Davids,…. ob ich es schaffe das alles (4000) Seiten, bis zum offiziellen beginn der Ewigkeit durchzuarbeiten… na, da hab ich schon meine Zweifel, aber angefangen hab ich jetzt damit …Psalm 73..

    In seiner Auslegung (Spurgeon) von Vers 21. sagt er:
    —Der heilige Dichter schaut hier abermals auf seinen inneren Kampf zurück und erteilt sich selbst eine Rüge wegen seiner Torheit. Seine Seelenpein war äußerst heftig gewesen usw.—

    Ich sehe es anders,… der Psalmist sah in dem Moment die Auswegslosigkeit der menschlichen Verlorenheit auf beiden Seiten, der menschlichen Anstrengung nach Glück, sich in Sorglosigkeit zufrieden geben, …oder sich der Verlorenheit zu ergeben in Selbstmitleid. Sein Seele erkennt zwei Wege die vor ihm liegen, ,,glücklich werden oder Selbstmitleid“ oder die Hoffnung auf den Erlöser.

    22) — Da war ich wie ein Narr. Wiewohl er ein Heiliger Gottes war, hatte er doch gehandelt, als ob er einer der Toren wäre, welche Gott verabscheut. Hatte er diese sogar beneidet? usw.—

    Nein, er hat nicht gehandelt, er hat es zugelassen, seine tiefste Verlorenheit zu ertragen (zu sehen) weil er die Hoffnung hatte das er nicht sich selbst davon befreien kann, sondern auf den Erlöser wartet. Es vollzieht sich hier die Trennung (der Abstand) vom alten sündigen Wesen…. hin unter den Willen Gottes. Diese Prozesse müssen eigentlich alle Christen durchleben…
    Nein, er hat sie nicht beneidet, er sah… das es ihm nicht besser ging als denen…und erkannte das auch er ein Sünder war, gleich wie sie, ..auch hier der Blick auf die Notwendigkeit eines Retters.
    Den Schmerz den Spurgeon beschreibt ist die Tennung vom natürlichen Wesen, wieder zurück in die Gegenwart Gottes.
    Das Schwert das die Seele trennt… denn der Mensch will festhalten was er hat… und muss doch loslassen, um zu bekommen, was er eigentlich nicht will ….nämlich ein anderer, ein neuer Mensch werden, das geht nur unter Schmerzen. und jetzt kommt das kleine Wörtchen ,,Dennoch“ ins Spiel.

    Es ist kein Neid, sondern der Kontrast ,,das es den anderen so gut geht“ der meine Not dadurch noch hervorhebt.
    Dennoch ….ich bin mir meiner Verlorenheit bewußt.
    Dennoch, ich könnte mir Erleichterung verschaffen, wenn ich meinerseits die Zügel in der Beziehung zu Gott lockere, und mich aus der schweren Situation herauslöse, damit würde ich mich aber auch dem Willen Gottes entziehen….
    Und der Psalmist erkennt das sein Wesen, …das Wesen eines von Natur gottlosen ist, und frei ist in seinem Willen…..
    Dennoch….er muß wählen (der Kampf der sündigen Natur) von zwei Wegen….sich entziehen oder sich zu beugen….tiefes Vertrauen (Glauben) aufzubringen, auf einen Allmächtigen Gott, der keine Fehler macht.
    Einen tieferen Blick auf die eigene Verlorenheit gibt es nicht…. es ist das Kapitulieren des eingesetzten und vollstreckenden Urteils des Schöpfers… die Rückgabe des in Schuld und Verderben geratenen Sünders, …das Anerkennen des Schuldspruchs Gottes… das warten auf ,,Erlösung“
    Im A.T. wartete man auf den Retter (Messias).
    Im N.T. warten wir auf die letzte Erlösung, des alten Wesens…. im Himmlischen Jerusalem.
    Es ist gut, ohne murren die dunklen Täler zu durchwandern, um zu begreifen was Jesus für uns getan hat, denn da wo es uns noch nicht berührt hat, kennen wir den Erlöser nur vom hören sagen…. denn das eigene gottlose Wesen, kann der Mensch nicht aushalten, ohne einen Erlöser und Retter.
    Und die Verlorenheit des Sünders ist nicht die Sünde die er begeht…. sondern die absolute Gottesferne und ein abgeschnittener Weg der nach Hause führen… könnte…
    Am Kreuz erreichte diese Trennung ihren Tiefpunkt.
    Nach der Auferstehung war der Weg offen…. festgeklammert auf den Rücken von Jesus, festgehalten von Seiner Hand…. geliebt vom Vater…nimmt ER uns mit nach Hause.
    Dann ist der Zusammenhang mit ,,kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid…. die Erkenntnis der tiefsten Verlorenheit aus der man sich selbst nicht heraus retten kann, auch nicht wenn man es so hält wie der gottlose Sünder. Die Erkenntnis über Sorglosigkeit und eigene Verlorenheit hinaus, das man einen Retter braucht.
    Da kommt man an einen Punkt wo man sich entweder von Gott abhängig macht, oder sich seinem Willen entzieht.
    Der Psalmist distanziert sich vom Weg der vermeintlichen Sorglosigkeit (Glück) und dem Blick auf sich selbst, seine eigene Verlorenheit zu bemittleiden und sich darin zu ergötzen…
    Er entschied sich für den dritten Weg…..Dennoch….. weg von aussen, weg von innen….ausgerichtet auf den Retter und Erlöser.

    1. Deine Auslegung gefällt mir auch 🙂 Ich würde jetzt die Auslegung von V21 und V22 weder bei Dir noch bei Spurgeon auf die Goldwaage legen, denn egal, wie die Ausgangssituation ist, wo der Schmerz herkommt, gilt für uns V23: Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hälst mich bei meiner rechten Hand.
      Welch eine große Zusage – Jesus hält mich. Die Verheißungen finden wir alle ab V23.

      „Im A.T. wartete man auf den Retter (Messias).
      Im N.T. warten wir auf die letzte Erlösung, des alten Wesens…. im Himmlischen Jerusalem.“
      Hier würde ich nochmals einhaken wollen, weil ich das noch ein wenig weiter sehe:
      Die Menschen des AT warten auf den Messias.
      Die Menschen nach dem NT warten dagegen schon auf die Wiederkunft des Messias. Erlöst und erkauft sind wir jetzt schon (der Erretter hat sein Erlösungswerk schon vollbracht, der alte Mensch in uns ist schon mit Jesus mitgekreuzigt, und wir dürfen jetzt schon auf die Wiederauferstehung warten), wenngleich wir noch nicht zur Perfektion verwandelt worden sind.
      Es fehlt uns lediglich die Hochzeit der Brautgemeinde mit Jesus.

      Viele liebe Grüße
      Stephan

  14. Danke, Stephan, du machst mir Mut, du siehst in mir keinen hoffnungslosen Fall 🤣 ….. also, ich denke noch, die Ausgangslage ist nicht egal…. weil es viele Ausgangslagen gibt, (geben muss) auf dem Weg der ,,Heiligung“ und jede kennzeichnet ein ganz eigenes widergöttliches Wesen in uns, wir sind ,,leider“ Gott gegenüber nicht wohlgesonnen, es gibt in uns nichts gutes was Gott gefallen könnte,….hass, neid, zorn, missgunst, misstrauen, und vieles mehr liegt in unserem Blick zu Gott hin. Der alte Mensch ist schlechter als wir glauben, …..ziehet an den neuen Menschen…… doch erst müssen wir die schmutzigen Klamotten ablegen.
    So, jetzt die Goldwaage, da hast du auch wieder Recht,… jeder der in schweren Situationen steckt, kämpft und kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil jeder Mensch einzigartig in seiner Beziehung zu/mit Gott lebt.

    Für uns gilt, dennoch bleibe ich stehts an dir….
    Also was ich sagen wollte ist,….eben genau dieser Kampf findet in uns statt….Dennoch…. nicht ein ,na gut, dann bleib ich mal dabei, …nein, jedes ,,Dennoch“ ist hart erkämpft.

    —Erlöst und erkauft sind wir schon jetzt, und wir warten auf die Wiederkunft des Messias…— ja ich verstehe Stephan, ich meinte es auch so wie Paulus,…
    ,,Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?“
    So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleische dem Gesetz der Sünde. Römer 7.24,25b—

    Paulus war vollkommen errettet, aber er sehnte sich nach der Vollkommenheit des ,,ganzen Menschen“ …weil er wußte die fleischliche Natur steht dem noch im Wege, er litt unter der alten Natur, weil er Jesus liebte.
    Nun, genau das, ist dieser innere Kampf…zu diesem einen Wort hin zu kommen, ,,Dennoch“

    Hebräer,…,,So hat er, wiewohl er Gottes Sohn war, doch an dem was er litt, Gehorsam gelernt. 5.Vers 8

    Da sollten wir es uns nicht zu leicht machen, als könnten wir Ihm jetzt hinterherspazieren, …. es wird immer viel über das alte Wesen, und den neuen Menschen gesprochen, aber die Auswirkungen wie diese Veränderung stattfindet, …die hört man nicht so gerne.

    Dir auch ganz liebe Grüsse Stephan

    1. „Da sollten wir es uns nicht zu leicht machen, als könnten wir Ihm jetzt hinterherspazieren, ….“

      Ein Spaziergang ist uns nicht versprochen, und der Feind lauert an jeder Ecke, wie er uns zu Fall bringen kann.
      Aber solange wie wir uns an Jesus halten …, da haben wir ja noch den Ps23, 4: Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

  15. Das Chaos besteht fort.

    Traurig, traurig…..

    https://siegfriedzimmer.de/antwort-auf-einen-kritiker/

    Andere Realitäten.

    Ich habe das Buch von Markus Till zur Hälfte gelesen. Es ermüdet mich, weiter zu lesen trotz aller herzensguter Absichten von Markus Till.

    Ich frage mich, wo bleiben die Taten, die größer sind als die Taten Jesu, die Gott seinen Leuten am Ende seines irdischen Lebens prophezeit hat?

    Seit der Chicagoerklärung geschehen Spaltungen über Spaltungen im evangelikalen „Lager“.

    Ist das von Gott erwünscht?

    Wacht alle auf und vergesst den Mief in eueren Tempeln!

    1. Wo die großen Taten bleiben. Aus der Schrift kann genauso gesehen werden, dass es flasche Wunder geben wird, die nicht auf Jesus verweisen und es eine kleine Schar ist, die sich nicht von Irrlehrern beeinflussen lässt. Die vielen Spaltungen in der Gemeinde Jesu geschehen nicht wegen der Chiagoer Erklärung und hat es schon immer gegeben. Man kann genauso sagen, dass die Spaltungen sich verstärken seit die moderne Theologie so massiv in den evangelikalen Bereich eindringt. Es ist eben die Frage was ist Ursache und was ist Wirkung?
      und zu Zimmer: Ich kann und mag nicht alles lesen, aber Zimmer wird nicht nur von Till kritisiert sondern auch von vielen anderen. Dass vieles was er sagt, fragwürdig ist theologisch und viel mehr noch im Stil wie er mit anderen umgeht ist aus meiner Sicht eindeutig. Warum es zudem jetzt zu einem Text von 2017 öffentlich reagiert in dem Monat bevor das Buch von Till erscheint muß zumindest erwähnt und vielleicht auch hinterfragt werden

    2. „Ich frage mich, wo bleiben die Taten, die größer sind als die Taten Jesu, die Gott seinen Leuten am Ende seines irdischen Lebens prophezeit hat?“ – Tja Joh. 14,12 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.“ wird eben einfach ignoriert. Vielleicht niemand fragt sich da, ob Jesus unter „Glauben“ etwas ganz anderes verstand als wir. Vielleicht denken wir ja, wir seien Gläubige und sind es überhaupt nicht? – Vielleicht sind wir nur Schriftgelehrte und Pharisäer, deren Gelehrsamkeit und Gerechtigkeit eben nicht zu Glaubenswerken führen? – Praktisch zu glauben, d.h. zu Vertrauen, dass etwas mit und durch uns geschieht, fällt uns unheimlich schwer.
      Dagegen ist es ein Leichtes zu Predigen und Bibelstunde zu halten…
      Aber was wir brauchen ist Erkenntnis der Wahrheit, die man nur durch gelebten Glauben, durch Heiligung erlangt.
      https://manfredreichelt.wordpress.com/2018/07/14/uebung-macht-den-meister/

    3. Gottesdienst heute, Lesung und Predigt über Mk 7,31-37, die Heilung eines Taubstummen, der nach der Heilung durch Jesus verständlich (!) sprach.
      Die Predigt hatte eine andere Zielgruppe, aber mir ging es so durch den Kopf, dass selbst heute Taube im schriftlichen Ausdruck oftmals ein riesen Problem haben. Wer nicht hören kann, kann nicht sprechen, kann nicht mal gut in Schriftlichen formulieren (es mag bei jüngeren Menschen bei besserer Förderungen mittlerweile anders sein, ich kenne nur ältere taube Menschen). Hier heilt Jesus.

      Und nun setzen wir das mal um: der heutige Mensch, der Gottlose, kann Gott nicht hören und ihn daher nicht preisen, auch nicht von ihm erzählen. Wer Gott nicht hört und trotzdem von ihm redet, erzeugt Gebrabbel.

      Wenn ein Mensch, in der Trennung von Gott lebend, auf einmal hörend wird und aus den Klauen des Satans befreit, und anschließend verständig, durch den Heiligen Geist erfüllt, Jesus als Herrn bekennen kann, dann ist das immer noch ein Wunder. Der natürliche Mensch dient Satan, würde gar nichts von Gott verstehen, wenn nicht Gott selbst ihm die Ohren öffnet.

      Jesus selbst predigte in Vollmacht. Wenn wir als Gottes Werkzeug Gottes Wort weitergeben und Menschen zum Glauben kommen, dann ist das jedesmal ein Wunder. Wenn durch die Predigten eines Spurgeons auch mehr als 100 Jahre nach ihm Menschen zum Glauben kommen, mehrere tausende dürften es sein (wenn ich mich recht entsinne, hat er zu Lebzeiten eine kleine Gemeinde gehabt, die durch seinen Dienst auf ca. 5000 Mitglieder angewachsen ist), dann hat Spurgeon wahrscheinlich mehr Menschen zum Glauben gebracht als Jesus zu den Zeiten, da er auf der Erde wandelte.

      Mt 11, 15: Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

      1. @ Stephan. Sie wollen nur Ihren Unglauben rechtfertigen. Jesus geht es nicht um eine numerische Bekehrung zu einer christl. Ideologie sondern um das konkrete Heil- , Neuwerden des Menschen. Deshalb ist er gekommen, die „Werke des Teufels zu zerstören“(Joh. 3,8). Diese sind das Böse im Menschen, die Krankheiten und den Tod.
        Aber heute ist es selbst bei Christen nicht mehr Christus, der ihre Krankheiten besiegt, sondern die Medizin. Ganz normaler Unglaube in der Christenheit, an der niemand Anstoß nimmt. Gar nicht zu denken, dass man darüber Buße tun würde.
        https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/06/23/koennen-aerzte-suenden-vergeben/

        1. Ging es jetzt nur darum, mal wieder einen Link zu setzen, und muss daher Wortverdreherei gespielt werden?
          J. meinte, es fehlen die „größeren“ Wundertaten, ich liste ihm die größeren Taten auf, wobei ich leider nicht umhin komme, auch mal numerisch zu argumentieren, damit es ihm einleuchtet (tut es wohl nicht, siehe seinen letzten Kommentar), wohlwissend, dass die von David angeordnete Volkszählung nicht die Größe von Davids Volk, sondern von Gottes Volk ergab, und dementsprechend geahndet worden ist. Das ist ein Grund, warum ich normalerweise mit Hausnummern sehr zurückhaltend bin.
          Für mich ist eine Bekehrung nicht eine Zählzahl, sondern Menschen, die nicht mehr unter den Fittichen Satans stehen.

  16. Ich halte Markus Till für einen bestrebten und gutmütigen Christen und zugleich für einen religiös-fanatischen Eiferer.

    Beispiel Sühnopfer.:

    Till folgt Anselm von Canterbury. Der sagt: Der zürnende Gott braucht ein Opfer.

    Die Bibel jedoch sagt: Die Menschen brauchen das Sühnopfer Jesu, nicht aber Gott.

    Denkt drüber nach.

    Ich danke Jesus.

    Selbst die katholische Kirche hat sich letzterem angenähert.

    Die zwei % fundamentalistischen Christen hinken dem nicht mal nach.
    Sie verketzern das.

    Gott segne uns alle.

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