Mission – Viel mehr als “Zeigen, was wir lieben”

Mit „Mission Zukunft“ haben Ulrich Eggers und Michael Diener einen Sammelband vorgelegt, der es in sich hat. Man muss schon hoch vernetzt sein, um so viele bekannte christliche Leiter unterschiedlichster Couleur zwischen zwei Buchdeckeln zu versammeln. Aber gerade diese Zusammenschau ist es, die dieses Buch besonders spannungsvoll und spannend macht.

Bei mir hat das Buch sowohl Begeisterung als auch Verzweiflung ausgelöst. Begeisterung, weil man hier ermutigende Belege dafür findet, dass ein missionarischer Aufbruch möglich ist – auch mitten im säkularisierten Europa des 21. Jahrhunderts. Verzweiflung, weil zugleich transparent wird, wie weit Teile der Kirche von diesem Aufbruch entfernt zu sein scheinen.

Die Perspektive der Praktiker

Besonders deutlich wird das, wenn man das Buch aus Sicht der Praktiker liest. Das können Leute sein, die aktuell einen missionarischen Aufbruch erleben. Genauso interessant ist die Perspektive derer, die zahlreiche Initiativen überblicken und gut beobachten können, was „funktioniert“ und was nicht. Auffällig ist, was alle diese Leute gleichermaßen betonen: Entscheidend und grundlegend für einen missionarischen Aufbruch sind nicht Methoden. Entscheidend sind die geistlichen Grundlagen. Entscheidend ist vor allem die praktisch gelebte, vom Heiligen Geist gewirkte Jesusnachfolge, die sich gründet im Gebet und in Gottes Wort:

„Missionarischer Aufbruch … braucht Jesus-Zentriertheit und die Liebe zu Gott in allem.“ (Ansgar Hörsting, S.50)

„Die Vitalität meiner eigenen Jesusbeziehung ist zentral für die missionarische Bewegung in meinem Umfeld. … Auf diesem Weg werden Gebet, Wort Gottes und intensive Gemeinschaft mit anderen Christen eine große Rolle spielen.“ (Ekkehart Vetter, S.80)

„Missionarische Aufbrüche in der Kirche kommen durch christuszentrierte und geisterfüllte Bewegungen zustande.“ (Andreas „Boppi“ Boppart, S.211)

„Ich träume davon, dass Gemeinden Orte werden, die Menschen helfen, zu einer persönlichen intimen Gottesbeziehung zu kommen, denn ich bin überzeugt, dass aus Intimität (mit Gott) Identität (in Gott) und aus Identität schließlich geistliche Autorität (aus Gott) erwächst.“ (Patrick Knittelfelder, S.300)

Besonders bemerkenswert war für mich der Text von Bernhard Meuser, der das katholische „Mission Manifest“ mit vorangetrieben hat. Er zählt auf, was er als Katholik gerne von evangelikalen Christen lernen möchte: „Sie leben, denken, beten aus der Heiligen Schrift. Sie stellen Jesus in die Mitte, … nehmen ihn wirklich als Herrn in ihr Leben. Sie beten laut, gemeinsam und konkret. Sie lassen sich vom Heiligen Geist führen. Sie sind missionarisch, … sie haben echtes Interesse daran, dass jeder Jesus kennenlernt. Sie entscheiden sich für Jesus.“ (S.179) Da geht mir das Herz auf. Und doch hat mich das auch ein wenig peinlich berührt. Denn ich habe mich gefragt: Sind wir da wirklich noch Vorbild? Leben wir das tatsächlich noch voller selbstverständlicher Überzeugung? Oder gehen uns nicht gerade diese klassischen evangelikalen „Kernkompetenzen“ zunehmend verloren?

Gibt es absichtslose Mission?

Dass es Ulrich Eggers und Michael Diener gelungen ist, auch einige führende Persönlichkeiten der evangelischen Kirche für ein Statement zum Thema Mission zu gewinnen, ist erfreulich. Allerdings fällt schon Michael Diener auf: Es ist „wohl nicht ganz zufällig, dass sich alle Beiträge aus der Leitung der EKD mit … ethischen Haltungen der Mission beschäftigen.“ (S.17) Entsprechend sind diese Beiträge stark mit der Abwehr eines aus ihrer Sicht übergriffigen Missionsverständnisses beschäftigt. So schreibt zum Beispiel Heinrich Bedford-Strohm: „Mission, wie ich sie verstehe, ist nicht der strategische Versuch, Menschen zu einem bestimmten Bekenntnis zu veranlassen.“ (S.72) Gleich mehrfach wird ein Satz des Theologen Fulbert Steffensky zitiert: „Mission ist die gewaltlose, ressentimentlose und absichtslose Werbung für die Schönheit eines Lebenskonzeptes. Mission heißt zeigen, was man liebt.“ (S.18) Die letzten Worte dieses Zitats haben es sogar in leicht abgewandelter Form in den Untertitel des Buchs geschafft.

Ich musste bei diesem Zitat an die Missionsreisen von Paulus denken. War Paulus denn „absichtslos“ unterwegs? Wollte er in erster Linie einfach mal die Welt bereisen? Sicher nicht. Absichtslose Mission gibt es nicht. Mission ist auch bei weitem nicht nur „Zeigen, was man liebt“, wie man es bei einem guten Wein oder einem spannenden Kinofilm macht. Selbstverständlich wünschen sich Missionare, dass in den Herzen der Zuhörer ein christliches Bekenntnis wächst, schließlich gilt: Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ (Römer 10,9) Johannes Reimer schreibt deshalb zurecht: „Gemeindeaufbau setzt intentionale Verkündigung des Evangeliums und damit die Hinführung des Menschen zur Entscheidung für den Glauben voraus.“ (S.192) Auch Michael Herbst setzt auf „Veranstaltungen, die absichtsvoll evangelisieren“. (S.136) Und Bernhard Meuser hält fest: „Die Kirche muss wieder wollen, dass Menschen ihr Leben durch eine klare Entscheidung Jesus Christus übergeben.“ (S. 176)

Was bedeutet eigentlich „Mission“?

Gleich zu Beginn des Buchs stellt Michael Diener eine wichtige Frage: „Wie belastbar ist das gemeinsame Fundament in Sachen Mission und Evangelisation? Füllen wir zentrale Begriffe mit gleichen oder zumindest ähnlichen Inhalten oder handelt es sich nur um eine „Äquivokation“, werden dieselben Wörter für letztlich nicht Vereinbares verwendet? Ist das immer noch zu beobachtende und zu spürende „Fremdeln“ vieler Menschen in den Volkskirchen, wenn Worte wie „Mission“ oder „Evangelisation“ fallen, wirklich nur dem nicht zu leugnenden Missbrauch auf diesem Gebiet zu verdanken oder verbirgt sich dahinter eine gänzlich andere theologische Einschätzung?“ (S.13) Leider wird diese Frage im Buch nie direkt beantwortet. Aber wer die verschiedenen Texte nebeneinander stellt kommt zwangsläufig zu einem eindeutigen Ergebnis: Leider werden zentrale Begriffe tatsächlich immer wieder unterschiedlich gefüllt. Und oft sind nicht einmal mehr die Begriffe dieselben.

Das merkt man schon daran, dass in einigen Beiträgen Begriffe wie Sünde, Umkehr, Rettung oder Verlorenheit schlicht nicht vorkommen. Auch die Lehre vom stellvertretenden Sühneopfer vermisse ich, wenn Heinrich Bedford-Strohm zum Beispiel schreibt: Der gekreuzigte Gott mache „zutiefst gewiss, dass Gott gerade im Leiden nicht fern, sondern ganz nah ist.“ (S.74) Und ich habe mich gefragt: Würde zu den Bildern von Mission, die da gezeichnet werden, die weltweit verbreiteten „4 geistlichen Gesetze“ (neuerdings auch unter „The Four“ bekannt) zur Erklärung des Kerns des Evangeliums noch passen? In deren Mittelpunkt steht ja die Lehre, dass die Sünde uns Menschen von Gott trennt und dass nur der stellvertretende Kreuzestod Jesu diese Trennung überwinden kann. Diese Mitte des Evangeliums konnte ich in einigen Texten leider nicht entdecken. Ansgar Hörsting sieht genau darin eine Hauptursache für mangelnde missionarische Dynamik: Es ist „ein Hemmnis für Mission, wenn diese zentrale Botschaft vergessen, verändert oder aus der Mitte verdrängt wird. Die mangelnde Klarheit in der Verkündigung zum Sühnopfer Jesu ist ein trauriges Beispiel dafür. Menschen, die die Liebe Gottes nur allgemein und nicht in dieser zugespitzten Form verstehen, werden nicht im Namen Jesu missionarisch sein.“ (S.49)[1]

Warum missionieren wir überhaupt?

Eine weitere wichtige Frage ist: Warum missionieren wir eigentlich? Geht es darum, unsere Mitgliederzahlen zu verbessern? Oder wollen wir die Gesellschaft und die Lebensumstände unserer Mitmenschen ein wenig besser machen? Wenn Gott ohnehin bei allen Menschen ist, wenn er am Ende alle rettet und wenn er uns auch durch andere Religionen begegnet, wie es z.B. die rheinische Kirche in Ihrem Beschluss zum Verzicht auf Mission unter Muslimen meint, dann ist die Frage nach dem Antrieb für missionarische Aktivitäten gar nicht so leicht zu beantworten. Das hat Folgen. Ansgar Hörsting sagt deutlich: „Ich kenne keine (!) missionarisch wirksame Gemeinde, in der es nicht Leute gibt, die klar auf dem Schirm haben: Ohne Jesus Christus sind Menschen verloren. … Wo keine Dringlichkeit empfunden wird, wird missionarisches Wirken schwach.“ (S.52, das Ausrufezeichen habe ich eingefügt). Noch deutlicher wird Steffen Beck: „Es reicht nicht, wenn wir hören, dass „Menschen ohne Jesus verloren“ sind. … Unser Herz muss betroffen sein. Wenn dies nicht der Fall ist, werden wir auch das Herz der anderen nicht erreichen.“ (S.259) Wenn das stimmt, dann muss uns nicht verwundern, warum im Umfeld der von liberaler Theologie geprägten Großkirchen die missionarische Dynamik weitgehend eingeschlafen ist, wie Alexander Garth in seiner Analyse der zahlreichen missionarischen Initiativen in Berlin feststellt: „Es fällt auf, dass die wenigsten innovativen missionarischen Projekte aus dem Bereich der Großkirchen kommen … obgleich sie über immense Ressourcen an Finanzen und Manpower verfügt.“ (S.292)

Die Frage nach der missionarischen Dynamik einer Gemeinschaft hat somit ganz eindeutig viel mit ihrer Theologie und ihrem Umgang mit der Bibel zu tun. Das bestätigt auch Lothar Krauss in seinem äußerst ermutigenden Bericht über den missionarischen Aufbruch in Gifhorn: „Mit der Bibel intensiv zu leben entfacht in uns eine missionarische Dynamik und einen kraftvollen Glauben! Wenn wir unser Vertrauen in Gottes Wort schwächen lassen oder sogar verlieren, verlieren wir auch die missionarische Dynamik!“ (S.319) Alexander Garth sagt es noch grundsätzlicher: „Erfolgreiche missionarische Arbeit braucht eine konservative Theologie, weil nur diese das hohe Commitment ihrer Gemeindemitglieder zu generieren vermag, das nötig ist, damit die Dynamik für eine wachsende Gemeinde entsteht.“ (S.292)

Leerstelle theologische Ausbildung: Der große Elefant im Raum?

Das führt mich zu einer Frage, die mir beim Lesen immer dringender wurde: Wenn die geistlichen und theologischen Grundlagen so entscheidend sind, warum hat sich dann kein einziger Autor mit der Rolle der theologischen Ausbildung für die missionarische Dynamik der Kirche beschäftigt? Schließlich werden dort die geistlichen Grundlagen gelegt und die theologischen Weichen der zukünftigen Gemeindeleiter gestellt. Manchmal war ich mir aber auch bei evangelikalen Autoren nicht ganz sicher, inwieweit sie die Bedeutung dieser theologischen Weichenstellungen auf dem Schirm haben. So schreibt zum Beispiel Andreas Boppart: Es geht … nicht um das Ausdiskutieren von theologischen Unterschieden, um dann ein Konsens-Papier zu unterschreiben, sondern um eine tiefe ehrliche Herzensverbindung von geisterfüllten und christuszentrierten Nachfolgerinnen und Nachfolgern – eine Einheit der Herzen, des Geistes.“ (S.215) Bis vor etwa 2 Jahren hätte ich diesen Satz begeistert unterschrieben. Aber inzwischen habe ich zu viel gesehen, das mir zeigt: Theology matters – Theologie macht einen Unterschied. Ich habe zu oft erlebt, wie schnell die theologische Pluralisierung von den Randfragen zu den Kernfragen vordringt und wie das am Ende dazu führt, dass sich der missionarische Eifer in Sprachlosigkeit verwandelt, wie Steffen Kern bemerkt: „Selbst in den zentralsten Glaubens- und Lebensfragen werden viele unsicher. Was früher manchmal so klar schien, scheint auf einmal zwischen den Fingern zu zerrinnen. Die Kirchen und Gemeinden, die Haltungen und Positionen werden pluraler, Orientierung zu finden immer schwieriger. Darum verfallen wir über Frömmigkeitsgrenzen hinweg ins Schweigen.“ (S.225)

Ja, Andreas Boppart hat recht: Einheit ist viel mehr als theologischer Konsens. Wir brauchen eine geistgewirkte Herzenseinheit in Christus. Aber wer ist dieser Christus? Und was ist seine Botschaft? Das sind theologische Fragen, die wir klären müssen. Deshalb funktioniert Einheit auf Dauer nicht ohne theologischen Konsens zumindest in den zentralen Knackpunktthemen des Glaubens, wie ich sie z.B. in Kapitel 5 von „Zeit des Umbruchs“ beschrieben habe. Es gibt gute Gründe dafür, dass wir von geistlichen Leitern eine gründliche theologische Ausbildung erwarten. Aber diese Ausbildung muss einem Bibelverständnis folgen, in der das Sola Scriptura gilt, in der also nicht die menschliche Vernunft zum Richter über richtig und falsch in der Bibel gemacht wird und in der die Schrift nicht ins sachkritische Zwielicht gerät. Denn sonst wird weiterhin gelten, was Alexander Garth beklagt: „Westliche Theologien sind klug, aber sie paralysieren Gemeindewachstum und Mission, wie unzählige Studien der globalen Gemeindewachstumsbewegung zeigen.“ (S.286)

Warum wird diese wichtige Frage nach der Rolle der theologischen Ausbildung an keiner Stelle in „Mission Zukunft“ aufgegriffen? Ist sie vielleicht der große Elefant im Raum, den zwar alle sehen, den aber niemand anspricht, um niemand zu provozieren? Beim Nachdenken über diese Frage fiel mir auf, dass ein großer Name in diesem Buch fehlt: Ulrich Parzany. Seit Jahrzehnten war und ist er eine zentrale und prägende Figur im Bereich Mission und Evangelisation im deutschsprachigen Raum. Warum wird seine Stimme hier nicht gehört? Hat das womöglich auch damit zu tun, dass er einer der wenigen ist, der diesen Elefant offen anspricht?[2] Das wäre traurig. Denn das Buch „Mission Zukunft“ bestärkt mich einmal mehr darin: Ohne eine theologische Erneuerung werden auch alle sonstigen Reformbemühungen der Kirche unter Sand im Getriebe leiden.

Mission is possible!

Trotz dieser Leerstelle kann ich „Mission Zukunft“ nur herzlich weiter empfehlen. Allein schon die äußerst ermutigenden und inspirierenden Kapitel von Ekkehart Vetter, Alexander Garth, Patrick Knittelfelder und Lothar Krauss sind die Anschaffung des Buchs mehr als wert. Hier wird deutlich: Mission is possible! Unser Problem ist nicht die Säkularisierung oder Pluralisierung. Unser Problem ist auch nicht der „harte Boden“ in unserem Land sondern – wenn schon – der harte Boden in unserem eigenen Herzen. Wo wir uns von Gottes Geist und Gottes Wort zu Jesus ziehen lassen, da kann ein missionarischer Aufbruch gar nicht ausbleiben. Denn es liegt Jesus nun einmal sehr auf dem Herzen, dass jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt“ (1.Tim.2,4) – in unseren Familien, in unseren Gemeinden, in unseren Städten und Dörfern, in unserem Land, überall auf der Welt. Klaus Douglass schreibt: Mission ist nicht eine Funktion der Kirche, sondern Kirche ist eine Funktion der Mission Jesu.“ (S.194) Genauso ist es. Ohne Mission hört Kirche auf, Kirche zu sein.


Das Buch „Mission Zukunft – Zeigen was wir lieben: Impulse für eine Kirche mit Vision“ (Herausgeber Michael Diener und Ulrich Eggers) ist im Dezember 2018 bei SCM R. Brockhaus erschienen und kann zum Preis von 19,99 € hier bestellt werden.

Weitere inspirierende Zitate aus „Mission Zukunft“:

Über die zentrale Bedeutung der grundlegenden geistlichen Disziplinen Gebet und Lesen in Gottes Wort:

„Ich sehe keinen anderen Weg zur Freude als den alten und immer neuen des Hörens auf die Schrift, der wechselseitigen Ermutigung und des erwartungsoffenen Gebets.“ (Hans-Herrmann Pompe, S. 34)

„In unseren Erklärungen sagen wir viel Richtiges: … „Darum ist es für jeden Christen und jede Christin unverzichtbar, Gottes Wort zu verkünden und seinen/ihren Glauben in der Welt zu bezeugen.“ Gut gebrüllt Löwe, aber die Rechnung wurde ohne den Wirt erstellt, nämlich ohne uns, die Christen, deren Innenleben, deren Herz einer dringenden geistlichen Erneuerung bedarf. … Auf diesem Weg werden Gebet, Wort Gottes und intensive Gemeinschaft mit anderen Christen eine große Rolle spielen.“ (Ekkehart Vetter, S.82/83)

„Natürlich sind die Fragen nach dem Musikstil, der Sprache, der Kleidung auf der Bühne und so weiter nicht unwichtig. Aber es ist ein Fehler, zu denken, dass Veränderung in diesen Punkten eine Gemeinde verwandelt. Diese Themen ändern sich als Folge von Überzeugungen! Unsere Überzeugungen gewannen wir aus dem Studium der Bibel und wir bewegten sie im Gebet. Ohne Überzeugungen bleiben wir zu sehr an den Äußerlichkeiten hängen, die nicht unwichtig sind, aber eben auch nicht entscheidend.“ (Lothar Krauss, S.315)

Jesus muss unbedingt die Mitte sein:

„Menschen werden spüren, ob wir Gott lieben, ob wir begeistert sind von ihm und ob wir etwas mit ihm zu tun haben. Mir sagte mal ein Pastor einer sehr missionarischen Gemeinde, sie würden zuerst Jesus zentrierte Gottesdienste und nur in zweiter Linie besucherfreundliche Gottesdienste feiern. …  Missionarischer Aufbruch … braucht Jesus-Zentriertheit und die Liebe zu Gott in allem. …  Gerade der deutsche missionarische Aufbruch braucht diese Dimension, weil wir (wie in der gesamten westlichen Welt) sehr menschenzentriert denken, leben und oft auch glauben.“ (Ansgar Hörsting; S. 50)

„Wenn die evangelische Landeskirche nicht den Mut hat, Christus wieder stärker ins Zentrum zu rücken und Profil zu zeigen, wird sie aufgrund ihrer Farblosigkeit in die Unbedeutsamkeit weggleiten.“ (Andreas „Boppi“ Boppart, S. 214)

„Mission braucht … Mut zur Konzentration auf das Wesentliche. Wir reden von Jesus. … Von seinen Wundern. Von seinen Worten. Von seinem Kreuz und seiner Auferstehung.“ (S. 226 Steffen Kern)

 „Die Kirche ist ein Jesus-zu-den-Leuten-Bringen. Jesus ist ihr Lebensinhalt, sie hat keinen anderen. Wo sie doch um andere Inhalt kreist -etwa um sich selbst -, da wird sie zur abgeschmackten Travestie.“ (Bernhard Meuser, S. 175)

Über die Bedeutung von Gemeinschaft und Kleingruppen:

„Ich würde allen, die sich nach einem missionarischen Aufbruch sehnen, dringend raten, einen Kern zu sammeln, der brennt, ohne die weitere Gemeinde aus dem Blick zu verlieren.“ (Lothar Krauss, S.321)

 „Ohne die Bildung kleiner, tragfähiger Gemeinschaften läuft ein Großteil unserer missionarischen Bemühungen ins Leere.“ (Klaus Douglass, S. 207)

Über den Segen von Vielfalt:

„Es muss in der Gesellschaft um Gottes willen eine größere Vielzahl unterschiedlicher christlicher Kirchen, Gemeinden, missionarischer Projekte, diakonischer Initiativen geben, die nebeneinander und miteinander den Ruf von Christus „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ verbreiten.“ (S. 289 Alexander Garth)

Über die Notwendigkeit von Fleiß und Hingabe:

„Kein missionarischer Aufbruch geschieht ohne engagierte, fleißige und dienende Menschen. Gottes Methode sind Leute, die sich selbst verleugnen und hingeben.“ (Lothar Krauss, S.321)

Über die Bedeutung von Bibel und Bekenntnis:

„Bei aller konfessionellen und missionarischen Offenheit ist es zugleich wichtig, einen Maßstab zu haben, der für alle verbindlich ist. Das sind für uns die Bibel und ihre sinnstiftenden und Orientierung gebenden Anweisungen für ein gelingendes und von Gott gesegnetes Leben. Darüber hinaus sind für uns neben den altkirchlichen und reformatorischen Bekenntnissen die Basis der Evangelischen Allianz und die Lausanner Verpflichtung von 1974 richtungsweisend. … Wir vertrauen der Bibel als Gottes Wort, als Quelle aller Erkenntnis, wie Gott ist, was er für uns getan hat und was er von uns erwartet.“ (Elke Werner, S.340)


[1] Der Streit um die „Absichtslosigkeit“ von Mission war auch ein zentrales Thema bei der Tagung „Welche Zukunft hat Mission?“ im November 2019 in Berlin, bei der viele Autoren dieses Buchs ihre Thesen mündlich vortragen durften. Dabei wurde deutlich, dass die „theologischen Überzeugungen ein Streitfall bleiben“, wie Karsten Huhn in seiner Reportage in idea-Spektrum berichtet.

[2] Bekannt wurde besonders sein Satz: „Die Bibelkritik ist der Krebsschaden der Kirche.“ In Ulrich Parzany : Was nun, Kirche? Ein großes Schiff in Gefahr, Holzgerlingen 2017, S. 49.

Dieser Blog-Beitrag von Markus Till erschien zuerst auf aufatmen in Gottes Gegenwart . Lies hier den Original-Artikel "Mission – Viel mehr als “Zeigen, was wir lieben”".

Über Dr. Markus Till

Evangelisch landeskirchlicher Autor, Blogger und Lobpreismusiker mit pietistischen Wurzeln und charismatischer Prägung

41 thoughts on “Mission – Viel mehr als “Zeigen, was wir lieben”

  1. Die Aufgabe für Christen ist gegenwärtig NICHT zu missionieren/evangelisieren, da innerhalb derer, die mit Ernst Christ sein wollen, viel zu wenig Substanz vorhanden ist.
    Heute ist vielmehr das Gebot der Stunde die Heiligung, ohne die, NIEMAND den Herrn schauen wird und die durch Vertiefung des Glaubenslebens (Vom Kopf- ins Herz und mit neuer Erkenntnisfähigkeit wieder in den Kopf) geschieht:
    https://manfredreichelt.wordpress.com/2018/04/09/verstaendnis-und-orientierung-durch-vertiefung/

    Leider orientiert man sich immer nur am Äußeren, da sieht man den Mangel, aber dass dieser Mangel durch inneren Mangel von uns Christen bedingt ist, sieht man nicht!

      1. Heiligung ist unter Christen kaum bekannt. Niemand lehrte sie. Es wurde immer nur evangelisiert und dann wurde man allein gelassen.

        Niemand interessiert heute in der säkularen Welt eine Verkündigung, wie wir sie kennen.

  2. Es geht nicht immer nur um uns selbst …innere Zufriedenheit, Selbstbespiegelung, Theologisches gequatsche,….was eh keiner versteht….
    Jesus ging es um viel mehr.
    Wer meine Gebote hält, der ist es der mich liebt.

    Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
    Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, UND DEINE HEILUNG WIRD SCHNELL VORANSCHREITEN, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen.
    Dann wirst du rufen, und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest,
    sondern den Hungrigen dein Herz finden läßt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. Jesaja 58.7-10

    Jesus prangerte die Selbstzufriedenheit an… und auch die Erhabenheit der Macht, die sich selbstzentriert jedem anderen in den Weg stellt.
    An der Liebe gehen sie vorbei!
    Liebe ist Handeln, nicht quatschen!

    1. Woooow, unser Lillichen 🙂

      Heiligung ist heil werden und heilen, wachsen in Liebe.

      Liebe steht auf.
      Liebe geht zu den Leblosen.
      Liebe geht zu den Lieblosen.
      Liebe erbarmt sich.
      Liebe heuchelt nicht.
      Liebe ist ohne Angst um sich.
      Liebe heilt.

      Liebe ist ein erwachsener und ein erwachsender Christ.

      Liebe fehlt im Apostolikum.

      Liebe ist ohne alt- und neudogmatisches Geschrei.

      Liebe ist, was es ist.

      Gott ist.

    2. Hi Lilli,
      das Armutsproblem sehe ich nicht so stark in Deutschland, wo alle Sozialaufgaben von einem (überversorgenden) Staat übernommen werden. Ich wüsste nicht, wer in Deutschland hungert – es sei denn aus eigener Entscheidung oder Drogensucht, die dann alles Geld und Zeit absorbiert. Allerdings wohne ich auch nicht in einer Großstadt, wo man diesem Elend viel mehr begegnet.

      Hast du aktuell einen Obdachlosen bei dir zu Hause aufgenommen?

      Bleiben die ganzen Hilfswerke, die in ärmeren Ländern als Deutschland helfen wollen – ich habe ca 12 Jahre in solchen Werken gearbeitet. Ehrlich gesagt, weiß ich bis heute nicht, wie man nachhaltig hilft oder helfen kann, weil immer die Gefahr ist, dass die Hilfeempfänger immer mehr „Empfänger“ werden.

      Wenn es jemand wirklich schafft, die Eigeninitiative in Gang zu setzen. Wenn das jemand wirklich schafft.

      Ukraine (als Kriegsland), Moldawien, Albanien oder auch weiter weg – Indien, Nordkorea, teilweise Rumänien — hier ist humanitäre oder christliche Hilfe, denke ich, meistens angebracht. Man hilft eben mit Kleidern, Schuhen, Krankenhausbedarf, manche betreiben Suppenküchen – damit die Leute ihr Geld statt für Kleidung für etwas anderes ausgeben können.
      Häuser für Kinder ohne Eltern….in Afrika / Uganda geben manchmal Eltern ihre Kinder in solche Waisenhäuser, weil es ihnen da besser geht als bei ihnen selbst.
      Das Generalproblem scheint mir manchmal das mangelnde Hinterfragen zu sein, was Sinn macht und ob es noch weiterhin Sinn macht und ob man Sachen nicht in Selbstverantwortung, eigene Initiative der „Hilfeempfänger“ überleiten kann.

      Natürlich rede ich nun nicht von einem abgeschotteten Flüchtlingslager…

      Jesus sagte: Predigt das Evangelium!! …Dies Evangelium wird gepredigt werden allen Völkern und dann wird das Ende kommen.
      https://www.bibleserver.com/EU/Matthäus24%2C14

      Ohne Evangelium halte ich diese Aktivitäten für – sorry – hoffnungslos. Es ist immer gut, Gutes zu tun, das ist ohne Frage. Aber wenn der Hilfeempfänger nicht gleichzeitig oder sonstwie auf Jesus hingewiesen wird habischkeineHoffnung.

      Viele Arme sind unverschuldet in Armut geraten, manche auch mit eigenem Verschulden. Beide brauchen die Botschaft von Jesus Christus, der vergibt, heilt, tröstet und auch speist. Deswegen gibt es viele christliche Hilfswerke.

      Rein volumenmäßig kommen die aber nicht an gegen das Welternährungsprogramm und den UNHCR, die Welthungerhilfe, Deutschland hilft, Brot für die Welt, rotes Kreuz, Unicef……diese Organisationen verkündigen nicht Jesus. Eher im Gegenteil…..Qualitativ ist ihre Arbeit aber manchmal besser als die von kleineren christlichen Hilfswerken, volumenmäßig viel größer, da sie Milliarden Dollar zusammenlegen und den Zugang nach fast überall hin bekommen weltweit. Ich sehe diese Organisationen z.T. auch als Segen Gottes.

      Die primäre Aufgabe der Christen ist nicht – denke ich – „arme Leute füttern“ – aber es kann durchaus mal dran sein.
      Wer füttert hier in Deutschland Leute oder nimmt Obdachlose nach Hause und hilft ihnen damit wirklich? Hat er Familie, Kinder zu Hause, mischt er die alle zusammen?

    1. Hi Lilli,
      schönes Projekt in Kenia. Das ist es ja, was ich meine – es gibt viele arme Länder wo man helfen kann und es geht in der Regel ums Geld spenden. Aber hier im reichen Deutschland wüsste ich nicht so recht wie man –„Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!! — anwenden sollte. Du bist ja na nun auch ausgewichen nach Afrika – ich finde diese Projekte alle gut.
      Man spendet Geld dorthin und geht ansonsten arbeiten, um das Geld zu verdienen. Der Hungrige ist wo ganz anders, professionalisierte Leute machen vor Ort die Arbeit. Diese Leute leben in der Regel auch von den Geldspenden aus Deutschland (oder USA).

      1. Rolf,

        Lass dein Brot über’s Wasser fahren, denn du wirst es finden nach langer Zeit. Prediger 11.1

        Wenn du alle 8 kleinen Videos angeschaut hast, dann hättest du gesehen, dass sie alle tatkräftig mit zupacken.
        Die jungen Leute arbeiten in Deutschland, und im Urlaub arbeiten sie in Kenia….
        Gibt es Leben ohne Geld? Überall auf der Welt wird der Hunger erst mal gestillt, wenn man dafür ,,bezahlt“
        Und ich bin nicht ausgewichen nach Afrika,… Afrika (Projekt) wurde wurde hier in Deutschland ins Leben gerufen….

        Rolf, du glaubst also, hier in Deutschland gibt es keinen Hunger?
        ,,Schau dich um“
        Wenn ich dich so reden höre (lese) dann klingt das in meinen Ohren schon ziemlich ,,kühl“
        Wenn es für dich ein ,,reiches“ Deutschland ist, dann scheint es dir gut zu gehen….dann kannst du ja mit dem Geld was Gott
        dir auf dein Konto eingezahlt hat, mit dem Hungrigen dein Brot teilen.
        Und wenn du in einer Kleinstadt ohne sichtbares ,,Elend“ wohnst, fährst du halt mal in die Großstadt….
        ich verspreche dir…du wirst Menschen finden, mit denen du teilen kannst…nicht nur dein Geld…auch dein Herz…deine Liebe?

        Es geht immer um’s Geld, das erwähnt Jesus schon am Beispiel des Barmherzigen Samaritas…
        Der ging hin zu ihm (zum Verletzten), goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm und hob ihn auf sein Tier
        und führte ihn in eine Herberge und pflegte sein.
        Des anderen Tages zog er heraus ZWEI SILBERGROSCHEN und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du
        was mehr wirst dartun, WILL ICH’S DIR BEZAHLEN, wenn ich wiederkomme.
        Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?
        Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm:
        SO GEH HIN UND TUE DES GLEICHEN1 Lukas 10.34-37

        Also, wir geben etwas von uns….Zeit, Geld, Kraft, Zuwendung,…..
        Wer Hilfe braucht sitzt nicht vor unserer Haustüre….eher in Afrika, Rumänien, usw. und Deutschland.

        Geht es wirklich um ein ,,reiches“ Deutschland?
        Vielleicht würde Jesus es anders beurteilen….
        ,,Reiche Christen“ in einem gebeutelten und von Armut bedrohten Land!

        1. Schwieriges Thema….
          ….dann setze ich mich halt weiter in die Nesseln.
          Wer Hilfe braucht, sitzt nicht vor unserer Haustüre….eher in Afrika, Rumänien, usw. und —eher nicht in Deutschland!

          Also spende ich u.a. für Organisationen, die in solchen Ländern helfen. In Deutschland sind die Sachen falsch herum abgekippt. Hier kann jeder (einen Sozialarbeiter finden oder auch ohne Sozialarbeiter) seinen Anspruch beim Staat auf Versorgung stellen auch wenn er nichts arbeiten will. Der Staat ist finanziell allumsorgend.

          Du siehst das vermutlich so ähnlich, deswegen hast du mir eben diesen Link einer Arbeit in Afrika geschickt und nicht in Deutschland.

          1. “ In Deutschland sind die Sachen falsch herum abgekippt. Hier kann jeder (einen Sozialarbeiter finden oder auch ohne Sozialarbeiter) seinen Anspruch beim Staat auf Versorgung stellen auch wenn er nichts arbeiten will. Der Staat ist finanziell allumsorgend.“

            Lieber Rolf, wie kannst du so etwas so pauschal behaupten?

  3. Rolf,
    Man hält sich gerne fern vom Leid der Welt.
    Kein Mensch entscheidet sich dafür zu hungern oder Drogensüchtig zu werden.
    Zur Zeit jesu waren die Menschen wohl auch überwiegend arm, und hatten auch ihre Nöte. Jesus sah ihren inneren Hunger und Durst nach Leben, ….das ist auch der Grund warum heute immer mehr Menschen in äussere Armut und Süchte geraten. Ist für dich Deutschland abgehakt? Weil sie vom Staat versorgt werden, oder wie auch immer?
    Jesus sah auch immer hinter die Fassade, ….Hinter Armut steckt oft tiefe Not.
    Klammerst du da nicht Gott aus, der Gerechtigkeit in Fürsorge des Nächsten fordert? Glaube und Werke gehen Hand in Hand.
    Und : Der Obdachlose in der Familie… Warum denn nicht? warum sollen sich nicht Menschen mit ihren Familien an einem Tisch vermischen?
    Sie sind Menschen wie wir….bleiben wir auf Augenhöhe…
    Gott hat ihnen den Wert nicht abgesprochen… wir sollten es auch nicht tun!

  4. @Jazzico
    Ja ich weiß, viele alte Leute verzichten aus Scham auf Ihnen zustehende Grundsicherung – was willste dagegen machen?
    Aber generell wäre die Versorgung da – ich sehe hier ein Staatsproblem, dass man Neuankömmlinge aus „Egalistan“ rundrum versorgt und die alten Rentner, die das alles aufgebaut haben mit Schamrenten leben lässt.
    Trotzdem leben Deutsche vergleichsweise gut und wohlhabend….
    @Lilli
    ..worum es mir auch geht ist dieses „brich dem Hungrigen dein Brot – so bist du ein guter Christ“ versus ..//… „das Evangelium von Jesus Christus verbreiten“.
    Mein damaliger Chef des christlichen Hilfswerks war irgendwann mal der Meinung, dass die humanitäre Hilfe an sich schon bereits Evangelium sei. Ich argumentierte immer, ob und wie man zu den Hilfsgütern noch was zu lesen mitgeben könnte. Was immer große Angst (auch bei christlichen Hilfswerken) verursacht — -was, wenn es irgend jemand nicht passt oder dgl.?
    Ich meine aber – es kann quasi jeder Hilfsgüter verteilen oder Waisenhäuser gründen oder Zeltstädte bauen, zumindest machen es viele – es sind aber nur die Christen, die die Botschaft des Lebens zu geben haben. Und es reicht nicht, quasi entschuldigend zu sagen, „Gott hat mich so geliebt, nun liebe ich auch andere,“ – sondern wir haben noch etwas mehr zu geben. Das Evangelium von Jesus. Das kann dann – muss aber nicht – abgereichert sein mit humanitären Gaben.
    Die humanitäre Hilfe kann aber auch leicht und schnell vom Eigentlichen ablenken und falsche Leute anziehen, die nur daran interessiert sind.

    Nun helfen die meisten Helfer sowieso „ohne Ansehen der Person“ egal ob Muslims, Christen, Aleviten, Yesiden oder Atheisten – obwohl die Bibel lehrt zuerst den Christen zu helfen. —Aber nun….
    Nichtsdestotrotz bringt all diese Hilfe nichts, wenn nicht das Wort und die Botschaft von Jesus dazukommt, es ist alles ungefähr so nutzlos wie die „Entwicklungszusammenarbeit“ der Deutschen mit Afrika, China und dem Rest der Welt.

    1. Du wirst jedem armen hungernden, einsamen, kranken, geknechteten, versklavten, rausgeschmissenen, psychisch gequälten, notleidenden, mißbrauchten, religiös mißbrauchten, geschundenen, ins Abseits geratenen Menschen beim Weltgericht ins Gesicht und in seine traurigen Augen schauen müssen.

      Das wird deine Hölle sein.

      Und du wirst da nicht rauskommen, bevor du nicht um diese Menschen und über das, was sie erlebt haben, bitterlich weinen kannst.

      8 Millionen Kinder sterben jährlich an Hunger.
      Eine dreiviertel Milliarde Menschen weiss nicht, was sie morgen zum Essen finden wird.
      Ein Drittel der Weltbevölkerung hat kein sauberes Trinkwasser.
      Unzählige Menchen wurden und werden in unzähligen Kriegen getötet, verstümmelt, zerfetzt.
      Noch viel mehr haben keine ausreichenden Medikamente.
      Viel mehr Menschen trauern um diese erlorenenVerwandten und Bekannten ein Leben lang.
      v
      Und du meinst, du wärst ein barmherziger wahrer Jünger Jesu……?

      1. Hi Jazzico,
        nun glaubst du also doch an eine Hölle?
        Du hast ja verstanden, dass ich nicht gegen jede Art von Hilfe bin, dass ich aber die Prioritäten des Evangeliums höher setze und dafür halte, dass das Evangelium verkündigen nicht = gleich „Leuten zu Essen geben“ ist.
        Es kann aber Teil des Ganzen sein. Du hast auch fair (und barmherzig wie du bist) alles gelesen…

          1. Du hast ja verstanden, dass ich nicht gegen jede Art von Hilfe bin, dass ich aber die Prioritäten des Evangeliums höher setze und dafür halte, dass das Evangelium verkündigen nicht = gleich „Leuten zu Essen geben“ ist.
            Es kann aber Teil des Ganzen sein.

          2. Himmlischer Vater Wir warten auf dich und hoffen,
            dass die Barmherzigkeit die Welt regiert.
            Wir denken und danken für die Mächtigen, die ehrlich und integer sind, die das Beste wollen, die sich verausgaben und das Recht schützen. Wir bitten für die Gewaltherrscher, die über Heere befehlen, die nur ihre Interessen verfolgen, die die Schwachen quälen.

            Du hast es versprochen, dass die Barmherzigen Barmherzigkeit erlangen und die Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden.
            Wir warten auf dich und rufen dir zu: Komm, Herr Jesus.

            Wir warten darauf, dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt.
            Wir denken an die weltweite Kirche, an die Gemeinden im Heiligen Land, an alle, die in diesen Tagen voller Unruhe sind,
            an unsere Gemeinde und alle, mit denen wir verbunden sind.

            Wir beten für die vielen Menschen auf der Flucht,
            voller Hoffnung auf gefährlichen Wegen.
            Wir beten für die EU-Kommission und ihren Dienst an der Einigung der Europäischen Gemeinschaft.
            Wir beten für die Menschen in vielen Ländern,
            die protestieren und um ihre Rechte und gegen soziale Ungleichheit kämpfen in Hongkong, im Irak und in mehreren Ländern in Lateinamerika. Für alle, die verantwortungsvolles Handeln unseres Landes für den Frieden einfordern.
            Wir beten für die Opfer und Geschädigten von Kriegen, Terror, Erdbeben und Naturkatastrophen.
            Für alle, die Schicksalsschläge erleiden. Für die Geschwister unter uns in Trauer.

            Du hast es uns versprochen, dass du wiederkommen wirst, du der Anfang und Ende, Grund ewiger Freude und es ist Kraft im Kreuze Jesu und es ist Kraft in deinem Blut, es springen die Bande wenn du wiederkommst und das Antlitz der Erde neu wird.
            Heute rufen wir dir zu: Wir warten auf dich.
            Maranatha Komm, Herr Jesus.

          3. Jesus sagt, einige Stellen zusammengefasst:

            „Das Wichtigste ist das Recht, die Gerechtigkeit, die Barmherzigkeit, der Frieden und der Glaube an den Gott,
            der das von uns fordert als Licht der Welt undals Salz der Erde.“

            Nicht für den Himmel, sondern auf der Erde.

            Auf geht’s!

          4. Dieses Gebet wurde heute nach der Predigt in meiner evangelikalen Gemeinde vor dem Vater unser am Ende der Predigt gesprochen.

      2. Wenn du wissen möchtest wo du als Missionar stehst, dann schau dir den Stand der evangelikalen Gemeinden in Deutschland an. Und schau dir deine Gemeinde an.

        Die Menschen flüchten in Scharen aus diesen Gemeinden. Jahrzehnte lang haben viele dieser Gemeinden ein selbstzentriertes pseudofrommes Leben. fast jede hatte ihren Vorzeigemissionar irgenwo. Diese Leute vor Ort haben gesehen, daß zuerst humanitäre Hilfe Türen öffnet. Davon habt ihr kaum was mitbekommen in euren satten Gemeindehäusern.

        Die Evangelikalen sollten nebenbei mal Buße tun für ihre unzähligen Spaltungen und geistlichen Mißbräuche.

        Herr Dr. Till zitiert hier ein Buch mit 352 Seiten. Und daraus zwar wie so oft nur die gesamt vielleicht 3 bis 4 Seiten, die er als Vorlage benutzt, gegen die Kirche zu hetzen.

        Am Anfang süssliches Gesäusel, aber Seite zwei wird draufgeschlagen.

        Er sagt mit vielen Worten wenig. Er sieht sich wohl gleichauf mit Martin Luther, wenn er neue 95 Thesen vorlegt.95 % davon ist Wolkenkuckucksheim. Unrealistisch.

        Der Herr sollte mal einen Kehraus machen in seiner „lebendigen Gemeinde“. Durchschnittlich Null Wachstum. Totale Flucht aus Evangelikalien. Jedoch er redet nur von den Anderen. Von der EKD.
        Sein Artikel ist eine Hexenjagd gegen seine Kirche, in der er als Trojanisches Pferd agiert.

        Er bewundert die „Weisheit“ nur derer, die ihm zustimmen.

        Er sollte sich Gedanken darüber machen, warum Scharen von Evangelikalen in menschenfreundlichere, barmherzigere, offenere Gemeinden und Vereinigungen abwandern. Tut er nicht. alle Anderen werden angeklagt. Die Anderen sind das Problem.

        Prozentual haben evangelikale Gemeinden in den letzten 20 Jahren ein Vielfaches mehr an Mitgliedern und Besuchern verloren als die EKD.

        Wieviele Einwohner hat Gifhorn? Till hat das dortige Gemeindewachstum erwähnt.

        Nein und nochmals nein. Die paar evangelikalen Menschen werden weder so eine Stadt missionarisch „bekehren“, gescweige denn irgend etwas anderes.

        Es bricht zusammen und die Vorstellungen sind naiv und m:E. oftmals unbiblisch.

        An euren missionarischen Früchten wird man euch lokal und global erkennen. Ihr wollt es so.

        Ihr werdet daran gemessen werden.

        .

        1. Lieber Herr Dr. Till, ich bin weiterhin davon überzeugt, daß Sie es ehrlich meinen. Zu 100 %.

          aber bitte beschäftigen Sie sich auch mal intensiv mit der Kirchengeschichte Ihrer völlig zersplitterten evangelikalen Gesamtgemeinde.

          Sie haben keine andere Chance, als sich selbt zu reflektieren.

          Ich bin mein Leben lang evangelikaler Christ, aufgewachsen in einer Chrischonagemeinde.

          Es war für mich die Hölle. Und dazu: Null Wachstum in 40 Jaren.

          Ich habe von Ihnen bisher absolut nichts gehört über die Kraft der Liebe in Gott und im auferstanden Jesus.

          Sie sind m.E. bisher nicht in der Lage, diese barmherzige Liebe Gottes in seinem Sohn Jesus Christus auch nur annähernd umfassend in die Welt zu transformieren.

          Wissen Sie was? Sie sind der Bruder von mir, über den ich seit Wochen Tag und Nacht grübele.

          Du bist mein Bruder.

          1. Lieber Jazzico,

            vielen Dank für diesen Kommentar, der mich echt berührt hat. Herzlichen Dank für Dein Vertrauen in meine Ehrlichkeit. Ich sag jetzt auch einfach mal „Du“. Den Hinweis auf die „Hölle“ in Deiner Gemeinde fand ich sehr traurig. Zufällig habe ich gerade vorgestern eine Unterhaltung mit einem Ehepaar gehabt, das ähnlich negative Erfahrungen gemacht hat. In meinem Buch habe ich den zahlreichen, teils schlimmen Verletzungen, die Christen in evangelikalen Kreisen erleben können, fast ein ganzes Kapitel gewidmet. Ich selbst habe auch eine schlimme Erfahrung von geistlichem Missbrauch und schweren persönlichen öffentlichen Diffamierungen durch bibeltreue Mitchristen durchleiden müssen. Ich wurde sogar schon bezichtigt, dämonisch belastet zu sein. Ich kenne also die Abgründe, die es in evangelikalen Gemeinschaften gibt. Ich habe lange darüber gebrütet, woran das wohl liegen kann. Die Hauptursache, die ich heute sehe, habe ich auch in meinem Buch beschrieben: Wo immer Menschen ihre Identität nicht in Christus und in der Liebe des Vaters haben sondern in einer Gabe, einer Position oder einem Amt, beginnt eine schreckliche Unglücksgeschichte, die jedesmal unfassbaren Schaden anrichtet: Spaltungen, Intrigen, Machtkämpfe, Machtmissbrauch, Manipulation, schwerste menschliche Verletzungen, Niedergang von Gemeinden und Werken. Ich habe dieses Phänomen auch in diesen 3 Artikeln hier beschrieben: http://blog.aigg.de/?p=1225 und http://blog.aigg.de/?p=1250 und http://blog.aigg.de/?p=560 . Das Thema geistlicher Missbrauch liegt mir echt auf dem Herzen, weil es leider tatsächlich akut ist in christlichen Gemeinden. Ich würde Dich gerne – wenn ich könnte und das Mandat dazu hätte – im Namen meiner evangelikalen Geschwister um Vergebung bitten, wo Du solche Missstände erlebt hast. Das bricht mir das Herz, wenn ich immer wieder solche Geschichten höre – und ich habe leider viele solche Geschichten gehört im Zuge meiner Gespräche mit Postevangelikalen.

            Allerdings habe ich selbst halt auch erlebt: Der Vater im Himmel ist anders. Gerade als ich von christlichen Freunden in schwerster Weise enttäuscht und bösartig behandelt wurde habe ich die Liebe des Vaters als extrem kostbar erlebt. Mein Lied „Ich atme auf in Deiner Gegenwart“ ist in dieser Zeit entstanden. Auch das Ehepaar, mit dem ich mich vorgestern unterhalten habe, zählt mehr denn je auf diese Liebe des Vaters. Ihnen ist genau wie mir eine geisterfüllte und in der Liebe des Vaters getränkte Bibeltreue wichtig, weil sich diese Liebesbeziehung zu Gott sehr stark auch daraus speist, dass uns in der Schrift verlässlich das Wort unseres himmlischen Vaters begegnet.

            Gut ist Dein Hinweis, dass es bei euch kein Wachstum gab. Das zeigt ja, dass in dieser Gemeinde, in der Du warst, etwas grundlegend schief gelaufen ist. Denn gesunde Gemeinden wachsen, zumindest qualitativ, irgendwann aber auch quantitativ. Weltweit wächst das evangelikale Christentum. Das macht mir Mut, dass es weltweit auch viele gesunde evangelikale Gemeinschaften gibt, die nicht von Gesetzlichkeit und Machtmissbrauch geprägt sind sondern in denen Menschen heil und gesund werden, weil sie dort zum Vater nach Hause kommen können und in Gottes Gegenwart und im Umfeld einer von Gottes Liebe geprägten Gemeinschaft heil werden können. Ich selbst genieße eine wundervolle liebevolle Gemeinschaft in meinem persönlichen Umfeld. Wir teilen unser Leben miteinander, beten füreinander, tragen einander. Wir lieben Gottes Wort und vor allem den Autor dieses Buchs. Ich wünsche Dir, dass Du eine solche Gemeinschaft eines Tages einmal kennen lernen kannst.
            Ach ja, und eins noch: Machtmissbrauch, Intrigen, böse Nachrede und Manipulation sind nach meinem Eindruck keine Spezialität von konservativen Evangelikalen. Ich erlebe gerade so manches Ähnliches auch aus progressiver und liberaler Richtung. Und was in politischen Parteien und anderen säkularen Vereinigungen los ist weißt Du sicher selbst. Das Problem tritt potenziell halt überall auf, wo Menschen zusammen sind. Und es tritt besonders da auf, wo Menschen sich um existenzielle Fragestellungen herum versammeln und wo Menschen Hoffnung gemacht wird, Antworten auf existenzielle Fragen, persönlichen Zuspruch und Heilung zu finden. Denn dort treten irgendwann unsere inneren Verletzungen und Abgründe zutage. Es ist nach meiner Erfahrung eine hohe, viel Reife erfordernde Kunst, in gesunder Weise mit unseren menschlichen Abgründen umzugehen und trotz dieser Abgründe ehrliche, offene und liebevolle Gemeinschaften zu bauen. Leider scheitern auch viele christliche Gemeinschaften daran. Ich habe das auch erlebt. Aber ich kann auch sagen: Ich habe nirgends auch nur annähernd so gute und gelingende Gemeinschaft erlebt wie unter Menschen, die gemeinsam diesen Jesus lieben, ihn und sein Wort in die Mitte nehmen.
            Herzliche Grüße, Dein Markus

        2. Jesus ist der Anfänger und Vollender des Glaubens….. und ganz besonders da, wo Seine Schafe sich verirrt haben, weil Brüder/Schwestern sie in wüste Lebensbereiche getrieben haben , wo sie oft lange, sehr lange umherirren.

          Missbrauchtes Vertrauen unter Christen zerstören nachhaltig (oft über Jahrzehnte) das Vertrauen in sich selbst, in den Menschen und in Gott! Und niemand mag denken,…es wären nur Einzelfälle, ich kenne viele verletzte Menschen, ausserhalb der Gemeinde, die mit ihren Kämpfen noch nicht zum Ende gekommen sind.

          Liebe, Annahme und Barmherzigkeit fügen dem Menschen keinen Schaden zu ,,so will Gott verstanden werden“ ….wer herrschen will, ob durch Rechthaberei, Bevormundung oder nicht mehr auf Augenhöhe mit dem Bruder/Schwester ist, verfehlt das Ziel der Nachfolge Jesu!
          Christsein heißt: Sich beugen unter die starke und gewaltige Hand Gottes…..Liebe und Barmherzigkeit üben….als Stellvertreter Gottes…. an der Liebe wird die Gemeinde Jesu erkannt…. nicht an der theologischen Korektheit…

          Hesekiel 34.9-15 oder besser das ganze Kapitel lesen.
          9) darum ihr Hirten hört des Herrn Wort!
          10) So spricht Gott der Herr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern, ich will ein Ende damit machen, daß sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, daß sie nicht mehr fressen sollen.
          11) Denn so spricht Gott der Herr: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
          12) Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie sich von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.
          15) Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der Herr.
          16) Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten, ich will sie weiden, wie es recht ist.

          Ich selbst habe das ganz konkret erlebt….das Gott, das was zerstört wurde, (ich konnte keinem Menschen/Christen mehr trauen), wieder aufgebaut hat, und es noch immer tut….

          Danke Jazzico für dein Zeugnis…dein Gebet…deine Liebe zu Gott und zu den Menschen,….für mich bist du ein echter, ehrlicher Nachfolger Jesu…. mit allem Kummer Leid Schmerz und Geschrei….und deiner Freude über ein Gebet und darüber wenn Christen die Liebe Gottes und Seine Barmherzigkeit ,,neu Entdecken“…

  5. Rolf, das lass ich nicht gelten!

    Trotzdem leben Deutsche vergleichsweise gut und wohlhabend….

    Weil viele gut leben….
    leben viele nicht mehr gut!

    Ich war kein guter Christ, als ich die Barmherzigkeit Gottes noch nicht begriffen habe, die ALLEN Menschen gilt…
    ,,und ich wusste dass“

    Rolf, die Bibel spricht nicht über ein Staatsproblem!

    ..worum es mir auch geht ist dieses „brich dem Hungrigen dein Brot – so bist du ein guter Christ“ versus ..//… „das Evangelium von Jesus Christus verbreiten“.

    Auch davon steht nix in der Bibel,…sie unterscheidet nicht ,,Christ-Mensch“ ,,nicht Christ-Mensch….
    meinst du Gott hat gefallen am Hunger und verhungern der Menschen, weil sie unchristlich sind?
    Die Frage muss anders herum gestellt werden…
    ,,Bist du ein guter Christ?“ Wenn du mit dem Hungrigen dein Brot ,,nicht teilst?“

    Und es reicht nicht, quasi entschuldigend zu sagen, „Gott hat mich so geliebt, nun liebe ich auch andere,“ – sondern wir haben noch etwas mehr zu geben.

    Doch Gott reicht das!!
    Jesus machte bei dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter keinen Unterschied von ,,hilf dem Menschen….und dem nicht! Und gib ihm was zu lesen mit.
    Beim armen Lazarus hätte es auch gereicht…. aber er hatte keinen der Barmherzig war. darum ruhte er auch in Abrahams Schoß.
    War Lazarus Christ? Oder nur arm?

    Dein Chef hatte recht…Denn es ist der ,,Anfang“ des Evangeliums, und die Vorbereitung ,,für das Evangelium“ der hat es verstanden!

    Jesus hat Menschen geheilt ohne Ansehen der Person….
    ER hat 5000 Menschen Brot vermehrt, damit sie erst satt werden, bevor ER gepredigt hat.
    Der eine sät, und andere ernten…. alles geht Hand in Hand, das ist Gottes Wille, du kannst dich vor den Hungernden hinstellen und predigen….,,sie werden dir nicht zuhören“ der Magen schreit lauter als deine Worte….

    Man könnte auch sagen, …die Hifsorganisationen bereiten den Boden vor…
    Also Dank an alle Hifsorganisationen!
    —Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat, Barmherzigkeit aber rühmt sich wider das Gericht.—Jakobus 2.13

    obwohl die Bibel lehrt zuerst den Christen zu helfen. —Aber nun….

    Gott lehrte im A.T. wie sein Volk mit seinen Mitmenschen umgehen soll…und zwar mit ALLEN Menschen. Das Heil kommt von den Juden!

    Ja ich weiß, viele alte Leute verzichten aus Scham auf Ihnen zustehende Grundsicherung – was willste dagegen machen?

    Was willst du machen?
    Am besten nix.
    Dann machen andere auch nix!

    Nichtsdestotrotz bringt all diese Hilfe nichts, wenn nicht das Wort und die Botschaft von Jesus dazukommt, es ist alles ungefähr so nutzlos wie die „Entwicklungszusammenarbeit“ der Deutschen mit Afrika, China und dem Rest der Welt.

    Na gut…. dann kannst du ja dabei zuschauen,….wie die Welt in ihrer Ungerechtigkeit versinkt.
    Gott liebt jeden Menschen…. ER hat ihn Wunderbar gemacht!

    1. Hi Lilli,
      wie du siehst mache / machte ich ja nicht nix, wenn ich 12 Jahre in Hilfsorganisationen gearbeitet habe und immer noch ab und zu ehrenamtlich Hilfsgüter durchs Land fahre.
      Aber es ist nicht dasselbe, wie „das Evangelium verkündigen“, Menschen zu essen geben ist nicht das Evangelium, sondern, kann – aber muss nicht – ein kleiner Teil davon sein.
      Jesus gab den Menschen NACH seiner Predigt oder mittig davon zu essen.
      Jesus speiste nicht ständig irgend welche Leute sondern hauptsächlich sich und seine Jünger, er wurde versorgt unter anderem von reichen Frauen, die mitgingen.

      Zuerst die Christen – hier: https://www.bibleserver.com/LUT/Galater6%2C10
      …und du liest ja hoffentlich nirgends bei mir Unbarmherzigkeit raus, ein nüchterner Chirurg hilft manchmal mehr als ein weinender Sozialarbeiter. Wie auch immer – es ging mir darum, diese Unterscheidung festzustellen, dass mir das zu eng verbandelt ist und oft so getan wird, als sei jede Art von humanitärer Hilfe auch gleich das Evangelium verkündigen. Umso mehr, dass sehr viele nicht-christliche Hilfsorganisationen aus kommerziellen, ideellen oder sonstigen Gründen ähnliche Arbeiten leisten.
      Nun diskutiere ich dieses schwierige Thema – ich finde, dass jede Art von Nachdenken bei jeder Art von Hilfeleistung dringend angefragt wäre.

    2. Im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter geht es nicht um die Versorgung eines Körpers mit seinen Bedürfnissen, sondern um Errettung und wie man das ewige Leben erlangt. Ich hatte es vor Monaten hier schonmal ausgeführt. Die erste Aufgabe eines Menschen ist zu erkennen, dass er verloren ist und ohne die Hilfe von Jesus Christus nicht das Ziel erreicht, das Einhalten von Gesetzen oder Opfern allein macht es eben nicht. Das vom Samariter an den Herbergsvater überreichte Geld ist auch nicht als Geld anzusehen, sondern die Ausstattung der Gemeinde mit Gaben, Befähigungen (und danach erst pekunär) zur Aufnahme und geistlichen Versorgung derjenigen, die gerade erst zum Glauben gekommen sind, aber immer noch mit den Sünden der Vergangenheit zu tun haben.
      Bei der Speisung der 5000 ging es nicht darum Sattheitsgefühle zu erzeugen, sondern zu zeigen, dass an Jesus genug für alle ist, er das Brot des Lebens ist.

      Es gibt in der Schrift eine Priorität, eine Reihenfolge:
      a) Ich muss erkennen, dass ich gerettet werden muss (ich bin derjenige, der im Samaritergleichnis verletzt am Boden liegt) und muss Jesus als meinen Retter annehmen
      b) Missionsbefehl (geht hin und … sagt Jesus, und nicht: geht hin und sättigt alle Welt. Die Welt ist und bleibt ungerecht, da unter der Herrschaft Satans.
      c) Dann nehmt Euch der Bedürftigen an, aber die aus der Gemeinde zuerst (sagt Paulus)
      d) Und dann kommen diejenigen, die (noch) nicht zur Gemeinde gehören, und wenn ich die Möglichkeit habe, Mission und Hilfe gleichzeitig zu leisten, dann hat das m.E. Vorrang

      Mit Geld alleine ist es nicht getan, also Arbeiten gehen und sich „freikaufen“. Der Alkoholiker vor der Tür, der Obdachlose daneben usw.. benötigen auch meine Hilfe, aber nicht mein Geld. Gib hier einem Alkoholkranken Geld, und er kauft sich die nächste Dröhnung und Du bist mitschuldig an seinem Alkoholtot. Behandele ihn wie einen trotz seiner Sucht von Gott geliebten Menschen und weise ihn auf Jesus hin, und ein paar Jahre später hast Du den christlichen Leiter einer Blaukreuztruppe.

      Manche Beiträge hier klingen wie „Du / Ihr müßt mehr machen, sieh her, wie toll ich darstehe mit meinen Werken.“

      1. Stephan – 9. Dezember 2019 um 9:58 Uhr

        Antwort:

        Recht schaffen, Gerechtigkeit fördern, barmherzig sein, Elenden liebevoll und nachhaltig zugewandt sein, Frieden auf Erden zu fördern sind von Gott geforderte Handlungen.

        Da gibts nichts herauszulesen oder hineinzuinterpretieren.

  6. Stephan,
    Da liest wohl jeder etwas anderes aus der Bibel heraus…
    Wenn du das A.T. hinzunimmst, dann weißt du was Gott unter Barmherzigkeit versteht.
    Der Alkoholiker vor der Tür? Kostet kein Geld? Wenn du ihm helfen willst…
    Er hat keine Wohnung… nichts zu essen…oft…, geht und dreht sich alles nur um den Alkohol? Da brauch es ein bisschen mehr… bis das er eine Blaukreuzgruppe leitet. Er muss erstmal wieder auf die Füsse gestellt werden…. jeder brauch Geld zum Leben… und bis der Staat einspringt, vergehen oft Wochen… wovon lebt er in dieser Zeit? Ihr habt alle schöne Worte, und das tolle Ziel vor Augen…aber dazwischen liegen meist viele Jahre,…die vergesst ihr gerne… ein schnelles Erfolgserlebnis hört sich natürlich toll an…..aber entspricht nicht der Realität!

    Und mehr machen, und tolle Werke…. ja, wenn es keine christlichen Vorbilder mehr gibt, (Gott schaut ins Herz) dann schläft auch noch der Rest ein!

    1. Nicht jeder Alkoholiker lebt auf der Straße. In diesem Fall war es jemand, der im eigenen heruntergewirtschafteten und verdrecktem Haus lebte, entsprechend aussah und besondere Duftnoten aussendete, und nicht unbedingt existentielle Geldsorgen hatte, das Geld ging halt überwiegend für den Alkohol drauf. Es ist oftmals nicht die finanzielle Not, sondern es gibt noch schlimmere Probleme. Ich war in dem Fall auch nur ein kleines Rädchen in Gottes Getriebe, der über mehrere Leute seine Gnade zeigte – vorneweg der Evangelist, der nur eine Woche da war und dessen Worte (und nicht Taten und Werke, dazu hatte er gar keine Zeit) sicherlich prägender waren, und dann noch viele andere Personen in der Nacharbeit = die Bewohner der Herberge aus dem Gleichnis vom Samariter. Und ja, dazwischen lagen einige Jahre, denn ich war damit selbst auch nur ein paar Tage am Anfang mitbefasst.
      Und Nein – diese Jahre vergessen wir nicht und gehen da auch nicht drüber hinweg (Dein Satz liest sich wie ein Vorwurf).

      Aus dem AT, gelesen im Lichte des NT, entnehme ich, dass Gottes Barmherzigkeit eine unverdiente Gnade ist. Was im AT ein Weiterleben auf der Erde bedeutet, dass bedeutet im NT ein Weiterleben nach dem Tod.

      Abschließend mal mein Eindruck: ich habe das Gefühl, Du und Jazzico versteift Euch auf das Thema „helfen“, und aus nahezu jedem Beitrag transportiert Ihr die Botschaft: „ihr tut nicht genug, wir aber tun eine Menge.“ Das hört sich nicht nach Demut, aber nach Selbsterhöhung an, gleichzeitig um das Erheischen von Bestätigung. Dabei könnt Ihr gar nicht wissen, was und wieviel andere tun, und in welchem Umfang, und wo der jeweilige Verzicht liegt. Und dass Gott auch durchaus unterschiedliche Aufgaben entsprechend der vergebenen Gnadengaben verteilt hat.
      Ein Evangelist (s.o.), der die meiste Zeit des Jahres aus dem Koffer lebt, und Zeltmissionen oder andere Evangelisationsmaßnahmen durchzuführen, „opfert“ nicht nur einen Großteil seiner Lebenszeit (auch gemeinsame Zeit mit der Familie, oder für vielleicht interessante Hobbys), er nimmt auch noch eine unterdurchschnittliche Entlohnung auf sich mit allen Konsequenzen bis hin zu lächerlichen Rentenansprüchen.
      Ein (Hilfs-)Seelsorger hört genug Dinge, die er eigentlich nicht hören will, und ist damit aufgrund von Schweigepflichten oft genug allein und opfert über Tage seinen ruhigen Schlaf.
      Ein Mitglied einer Gemeindeleitung weiß, dass es vor Gott in der Verantwortung steht für die Mitglieder seiner Gemeinde. Da gibt es genug unangenehme Gespräche zu führen, da schlägt man sich die Abende um die Ohren mit Predigt- und Bibelstundenlehrplänen, hat trotzdem noch schlaflose Nächte, weil man meint, nicht genug getan zu haben, und das (oftmals) ehrenamtlich nebenher. Statt also selber das Wohnzimmer zu tapezieren, weil einfach die Zeit nicht vorhanden ist, muss daher ein Handwerker bezahlt werden, das Geld wird also nicht gespendet. Auch das sieht kein Mensch, was da im Hintergrund läuft.

      Und all diese Menschen vertrauen trotzdem darauf, dass Gott ihnen hilft – den einen trägt Gott durch die Belastung durch des Gehörten in der Seelsorge, der auf sein Auto angewiesene Pastor im Ruhestand, der damit immer noch aktiv in der dringend notwendigen Gemeindearbeit ist, und der dank schmaler Rente nicht das Geld hat, um sein altes Auto durch den TÜV zu bekommen, bekommt einen Briefumschlag mit dem erforderlichen Geld in den Briefkasten anonym zugesteckt, usw..
      Es ist einseitig, die Not und Nächstenliebe auf einen leeren Magen einzugrenzen.

      Paulus war ein Täter des Wortes, und er hat dafür alles geopfert bis hin zu seinem Leben. Ich lese aber nirgendwo, dass Paulus eine Armenküche geleitet hat. Ein Jakobus war wohl eher ein Mann der Tat, und auch solche Diakone gab es in der frühen Gemeinde, die ganz schnell eine Aufgabenverteilung finden mußte (Apg) zwischen denjenigen, die sich um die Lehre kümmerten, und denjenigen, die sich um die Bedürftigen in der Gemeinde gekümmert haben. Nun lese ich nicht, dass die eine Seite der anderen vorgeworfen hat, zu wenig zu tun, oder dass sie behaupteten, ihre jeweilige Aufgabe sei wichtiger als andere Aufgaben. Aber ich freue mich darauf, alle diese Leute in der Ewigkeit zu treffen.

  7. Stephan,
    Und Nein – diese Jahre vergessen wir nicht und gehen da auch nicht drüber hinweg (Dein Satz liest sich wie ein Vorwurf).

    Ja, den einzigen Vorwurf den ich mir erlaube, ist der Mangel ,,an Liebe“ das darf ich….Gott hat es auch vernommen, und ER hört sich meine Vorwürfe an…und hat sogar darauf reagiert…. Siehe Hesekiel 34. 9-16

    Gott hat ,,nie“ gesagt das wir schweigen sollen über das Unrecht welches uns und anderen geschieht… Jesus selbst hat jegliches Unrecht ,,beim Namen“ genannt.
    Und Einzellfälle gibt es immer…. ich kenne auch Einzelfälle, aber mehr Vielfachfälle…

    Abschließend mal mein Eindruck: ich habe das Gefühl, Du und Jazzico versteift Euch auf das Thema „helfen“, und aus nahezu jedem Beitrag transportiert Ihr die Botschaft: „ihr tut nicht genug, wir aber tun eine Menge.“ Das hört sich nicht nach Demut, aber nach Selbsterhöhung an, gleichzeitig um das Erheischen von Bestätigung.

    Deinen Eindruck kann ich dir nicht nehmen, ….aber unser Thema ist nicht ,,helfen“
    Das sind die Schläge die ausgeteilt werden, an Schwache und Menschen, die die Liebe Gottes tief bewegt hat,…und der Aufschrei über die Ungerechtigkeit.
    Ich spür sie noch….diese Schläge aus vergangenen Zeiten, so will man Menschen zum Schweigen bringen……und es gelingt sogar…wir schweigen….Jahrzehnte. Aber dann….. Gott hat sich der Verzweiflung angenommen….und ER hat das zerbrochene Rückrad aufgerichtet…..
    Und da wo wir am meisten gelitten haben, ist nun eine Stärke, eine Kraft entstanden.
    ,,Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“

    Niemand sagt: Ihr tut nicht genug…..wir sagen nur, ,,habt ihr nicht was vergessen?“
    Und es geht auch nicht um eine Verallgemeinerung, …es geht um Einzelfälle und Vielfachfälle…..
    Und es geht darum das Wichtigste wieder in die Mitte zu holen, ,,die Liebe Gottes“…..dafür nehme ich gerne die verbalen Schläge hin….doch aufhören werde ich sicher nicht!

    Was willst du hier verteidigen? Die Beispiele die du hier beschreibst sind natürlich von der Liebe ausgeführt….aber zu viele tun das nicht…. warum fühlst du dich angesprochen?

    Ich lese aber nirgendwo, dass Paulus eine Armenküche geleitet hat

    Es gibt die, die darauf hinweisen, (so wie Paulus) und die, die es ausführen, …aber Paulus hat es nicht verschwiegen!

    1. Ich fühle mich deshalb angesprochen, weil Ihr Eure Vorwürfe pauschaliert. Eure Intention kann durchaus eine andere sein als ich in den Worten verstehe, aber in allen Diskussionen bislang zum Thema kam das nicht heraus.

      Hesekiel 34 (insgesamt, nicht nur die angeprochenen Verse) ist ein gutes Mahnwort. Es geht, ganz im groben, um die Hirten, die primär an sich selbst denken (eigentlich die alte Priesterkaste Israels, aber vergleichbare Auswüchse gibt es auch heute, und jeder zu einem Leitungsamt Berufene sollte sich Hes 34 öfters mal durchlesen) in den V1-10. Es geht darum, dass Jesus selbst die Herde führen wird (V11-13), Israel aus der Zerstreuung zurück geholt wird (V13), …, und Jesus wird selbst zwischen den fetten und mageren Schafen richten. V23 zeigt aber, dass es um die geistliche Erbauung geht und nicht um satt Brot. Usw. usf., die Prophetie gilt zunächst mal Israel, aber indirekt auch mit David als Abschattung von Jesus der christlichen Gemeinde.
      Eines gilt es zu bedenken: es geht um Schafe (also zur Gemeinde gehörige) und nicht um Schafe und Böcke wie in Mt 25.

  8. @Lilli,
    wahrscheinlich trifft dein Beitrag das Problem auf den Punkt: Verletzungen aus der Vergangenheit im Zusammenhang mit christlichen Gemeinden.
    Ist es so, dass es darum eigentlich geht?
    Grüße
    Rolf

  9. Die Kommentare gehen etwas weg vom ursprünglichem Thema. Aber ich möchte auch noch etwas dazu beitragen.

    Die Schöpfung, in der wir leben ist eine gefallen Schöpfung. Das schließt auch uns Menschen mit ein. In uns herrscht die sündige Natur. Selbstverständlich können wir Menschen auch Gutes tun, aber, wenn man sich die Welt so anschaut oder ich mein eigenes Herz, dann ist da auch viel Bosheit zu sehen.

    Die gefallene Schöpfung kann nicht mehr gerettet werden. Den Weltfrieden auf dieser Erde wird es nicht geben! (naja, ansatzweise vielleicht im Millenium) Das Christentum verheißt eine neuen Erde und einen neuen Himmel. Da wird dann alles gut. Es hat also kein Zweck zu versuchen die Welt zu retten. Das wird erfolglos sein. Die Welt wird böse bleiben. Das muß man wissen, sonst wird man unglücklich.

    Damit meine ich jedoch _nicht_, daß mir die anderen alle egal sind und ich niemanden zu helfen brauche. Selbstverständlich soll ich aus Liebe heraus anderen helfen. Das kann Geld spenden sein, Zeit für Gespräche, ganz praktische Hilfe, Seelsorge, Gebet etc. Wenn ich die Möglichkeit habe zu helfen, wäre es gut, wenn ich es täte.

    Aber alle Hilfe bringt letztendlich wenig, wenn die Menschen von Gott getrennt bleiben. Wenn Jesus nicht ihr Herr wird. Damit nicht nur die Sünde in ihnen herrscht, sondern Jesus mit seiner Liebe und seine Vergebung. Und wenn ich diese Weg bestreite, dann mündet er in die Ewigkeit.

    Soziale Projekte sind wichtig. Hilfe ist wichtig. Aber sozial sein kann man auch ohne Jesus. Es gab Zeiten, da haben sich fast nur die Christen um Witwen, Waisen, arme Leute und die Altersschwachen gekümmert. Es gibt auch immer noch genügend Leute, die sich lieber von Christen pflegen lassen, weil da doch noch eine andere Überzeugung dahinter steht. Aber es gibt auch genügend gute Hilfe, die nichts mit dem christlichem Glauben zu tun hat. Da kann ich nur Rolf zu stimmen.

    Was die säkularen jedoch nicht können. Sie können nicht das Evangelium, die gute Botschaft bringen. Das ist unsere Aufgabe. Wenn wir das Evangelium verkünden und dabei Helfen können, prima, falls keine (äußere) Hilfe nötig ist (innere) Hilfe duch Gebet ist auf jeden Fall immer angebracht.

    Die Welt braucht soziale Hilfe. Ja. Aber die Welt braucht noch viel mehr Jesus!

  10. Nun etwas zum eigentlichem Thema. Mission und die Inhalte des Glaubens.

    Ich habe mich mal mit den Aussagen einiger führender Vertreter der Evanglischen Landeskirche befaßt. Stichwort: Jungfrauengeburt, Tod und leibliche Auferstehung von Jesus.
    Die benutzen zwar die gleichen Worte wie wir, meinen damit aber etwas ganz anderes. Sie meinen, das sind Symbole oder auch Glaubenswahrheiten, aber keine historischen Wahrheiten.

    Die haben einen ganz anderen Glauben als ich. Die zentralen christlichen Inhalte kommen bei denen nicht vor. Für mich sind das keine Christen. Die haben keine Beziehung zu Christus. Und wenn sie mal einen in ihrer Mitte haben, wie Rentzing, dann sind sie wahrhaft froh, wenn er wieder weg ist, damit sie schön unter sich bleiben.

    Wer keine Beziehung zu Christus hat, dem ist Mission auch nicht wichtig. Zu wem sollen sie denn missionieren?
    Ich lebe aus der Gnade heraus, weil ich glaube, daß das Gericht kommen wird. Ich hätte den Tod verdient, aber Jesus ist mein Retter. Ich bin mir dessen vollkommen bewußt. Und weil mir das bewußt ist, erzähle ich gerne von Jesus.

    War das jetzt vielleicht etwas zu hart, daß ich den anderen ihr Christsein abspreche? Spiele ich mich da zum Richter auf?

    Was mir als junger Mensch sehr stark aufgefallen ist, wie sehr im NT und auch von Jesus vor der Verführung gewarnt wird. Verführung in der Mitte der Kirche, Die Apostelgeschichte und die Briefe handeln mehrmals von Irrlehrern. Und unsere Zeit soll frei davon sein?

    Jesus gab uns den Missionsbefehl.
    Was machen diese? Sie behaupten, es gehört sich nicht Juden zu missionieren. Und die Notlage von Flüchtlingen sollte auch nicht ausgenutzt werden, indem wir ihnen von Jesus erzählen. Sie fallen also Jesus ins Wort und wollen seinen Missionsbefehl aufheben. Macht das jemand, der eine Beziehung mit Jesus hat? Nicht jeder missioniert, aber zu versuchen Mission zu verhindern? Das ist ein grober Akt des Ungehorsams. Es geht hier doch um Leben und Tod. Wer Jesus hat, hat das Leben. Und wer Jesus nicht hat, der hat das Leben nicht.

    Ich bin mit denen durch. Von denen erwarte ich nichts positives im Hinblick auf den christlichen Glauben. Sie schaden eher, als daß sie nutzen. Die haben keinerlei geistliche Autorität. Vielelicht findet ja einer von denen nochmal den Weg der Buße, den Weg zu Jesus und sie kommen zum Glauben. Das würde der Kirche sicherlich gut tun.

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