Bericht aus Italien

Bei Facebook habe ich einen dramatischen und gleichzeitig schönen Bericht aus Italien mit Hoffnung und Umkehr zu dem lebendigen Gott gefunden, den ich gerne mit euch teilen möchte.

Bericht aus Italien
Pixabay, public domain

Bericht eines Arztes aus der Lombardei (Italien)

„Niemals in meinen dunkelsten Alpträumen habe ich mir vorgestellt, dass ich sehen und erleben könnte, was hier in unserem Krankenhaus seit drei Wochen geschieht. Der Alptraum fließt, der Fluss wird immer größer und größer. Am Anfang kamen einige von ihnen, dann Dutzende und dann Hunderte. Jetzt sind wir keine Ärzte mehr, sondern wir sind zu Sortierern auf dem Band geworden. Wir entscheiden, wer leben und wer zum Sterben nach Hause geschickt werden soll, obwohl all diese Menschen ihr ganzes Leben lang italienische Steuern gezahlt haben.

Bis vor zwei Wochen waren meine Kollegen und ich Atheisten. Das war normal, weil wir Ärzte sind und gelernt haben, dass die Wissenschaft die Gegenwart Gottes ausschließt. Ich habe immer über den Kirchgang meiner Eltern gelacht.

Vor neun Tagen kam ein 75 Jahre alter Pastor zu uns. Er war ein freundlicher Mann. Er hatte ernsthafte Atembeschwerden, aber er hatte eine Bibel bei sich. Wir waren beeindruckt, dass er sie den Sterbenden vorlas und ihre Hände hielt. Wir waren alle müde, entmutigt, psychisch und physisch erschöpft, als wir Zeit hatten, ihm zuzuhören.
Jetzt müssen wir zugeben: Wir als Menschen sind an unsere Grenzen gestoßen. Mehr können wir nicht tun, und jeden Tag sterben mehr und mehr Menschen.

Und wir sind erschöpft. Wir haben zwei Kollegen, die gestorben sind, und andere sind infiziert worden. Wir haben erkannt, dass dort, wo das, was der Mensch tun kann, endet, wir Gott brauchen. Wenn wir ein paar Minuten Zeit haben, bitten wir IHN um Hilfe. Wir reden miteinander und wir können nicht glauben, dass wir als wilde Atheisten jetzt jeden Tag auf der Suche nach unserem Frieden sind und den Herrn bitten, uns beim Widerstand zu helfen, damit wir uns um die Kranken kümmern können.

Gestern starb der 75-jährige Pastor, der bis heute, obwohl wir hier in drei Wochen mehr als 120 Tote hatten und wir alle erschöpft, zerstört waren, es geschafft hatte, uns trotz seines Zustands und unserer Schwierigkeiten einen FRIEDEN zu bringen, den wir nicht mehr zu finden hofften. Der Pastor ist zum Herrn gegangen, und bald werden auch wir ihm folgen, wenn es so weitergeht.

Ich war seit 6 Tagen nicht zu Hause, ich weiß nicht, wann ich zuletzt gegessen habe, und mir wird meine Nutzlosigkeit auf dieser Erde bewusst, und ich möchte meinen letzten Atemzug der Hilfe für andere widmen. Ich bin glücklich, zu Gott zurückgekehrt zu sein, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin.“

Die Krise als Chance begreifen

Lasst uns dafür beten, dass Gott uns in unserer Krise hilft und durch die Krise vielen Menschen ewiges Leben schenkt!

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Der Beitrag Bericht aus Italien erschien zuerst auf Blog von Viktor Janke.

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Über Viktor Janke

*1984 / **1997 / 2004 Abitur / 2008 Theologiestudium-Abschluss & Beginn als Hauptamtlicher in der Gemeindearbeit / 2009 Ehemann / 2014, 2016 & 2019 Vater, seit 2019 auch überregionaler Jugendreferent

3 thoughts on “Bericht aus Italien

  1. Vor zwei Tagen schrieb ich noch: „Strafe Gottes sicherlich nicht – sondern eher der Ruf zur Umkehr, Gott läßt es zu bzw. begünstigt es sogar.“ ( http://biblipedia.de/2020/03/17/von-luthers-umgang-mit-der-pest-lernen-1/#comment-35138)
    Und nun diese Sätze, die zeigen, dass Gott handelt: „Wir haben erkannt, dass dort, wo das, was der Mensch tun kann, endet, wir Gott brauchen. … Ich bin glücklich, zu Gott zurückgekehrt zu sein, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin.“

    Dieser verstorbene Pastor ist ein Evangelist gewesen, ein Werkzeug Gottes, ein Multiplikator. Aber ab jetzt auch die Ärzte und Pfleger. Jesus sagt (zunächst von sich selbst) in Joh 15, 13: „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.“ Jesus ähnlicher werden – das haben diese Ärzte für sich geschafft.

  2. Gottes wirken geht durch diese Welt, in dieser Zeit, die sich zum Ende neigt.
    Zuerst werden die Grenzen geöffnet, und Menschen strömen herein, viele hören von Jesus Christus und wenden sich IHM zu, die zuvor die Botschaft des Evangelium nie in seiner Klarheit gehört haben.
    Und bei uns (Europa), schließt Gott die Grenzen (Türen), die Menschen sind mit sich allein, und erkennen so langsam daß das Streben nach Wohlstand und grenzenloser Freiheit nicht den Sinn des Lebens erfüllt, sie kommen an ihre Grenzen, und die eigene Kraft ist dahin, das sind ganz neue Erfahrungen, die bei vielen gewiss die Frage nach Gott hervorruft. Sie haben zwar die Botschaft gehört, aber schon lange, lange vergessen. Gott wirkt und ruft zur Umkehr mit drastischen Mitteln.
    Denn Gott will nicht das die Welt verloren geht, ER will sie retten.

    —Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh 3.16—

    —Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es etliche für eine Verzögerung achten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, das jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. 2. Petrus 3.9—

    Wie schön, diese frohe Botschaft von den Ärzten zu hören, und von dem mutigen Pastor, der erkannt hat was jetzt das wichtigste für die Menschen in ihrem Leiden ist.

    —Groß und wundersam sind deine Werke, Herr allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Off 15.3b—

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