C.H.Spurgeon über die Demut

Was predigt man am Vorabend der Öffnung der größten Baptistenkirche weit und breit? Spurgeon predigte am 17.März 1861, also einen Tag bevor das neue Gebäude des Metropolitan Tabernacle eingeweiht wurde, über die Demut.

Anhand von Apg. 20,19 untersucht Spurgeon, was “alle Demut” umfasst. Das man hier immer von beiden Seiten vom Pferd fallen kann, ist ihm vor Augen:

Ihr wisst also ganz genau, dass es für einen Menschen in Lumpen genauso einfach ist, stolz zu sein, wie für den Bürgermeister mit seiner goldenen Kette. Einer ist genauso stolz darauf in seinem kleinen Wagen zu fahren, wie der Herr, der in einer vergoldeten Kutsche herum fährt. In der Tat wage ich zu behaupten, dass der Letztere wenig Stolz darüber empfindet, sondern sich eher schämt, sich so lächerlich machen zu müssen. Sie können ein König sein und doch demütig. Sie können ein Bettler sein und doch stolz. Sie können groß sein und sich doch als gering einschätzen. Sie können klein sein und sich selbst doch für den Größten halten. Achtet darauf, dass weder euer hoher noch euer niedriger Stand euch stolz macht.

Wo ist also das eigentliche Kampffeld der Demut? Das Herz:

Es ist nicht der Ort, es ist das Herz! Es ist nicht die Position, es ist die Gnade! Der Mensch ist auf der Tempelzinne genauso sicher wie im niedrigsten Tal, wenn Gott ihn hält. Und er ist im tiefen Tale genauso in Gefahr wie auf dem höchsten Gipfel, wenn Gott nicht mit ihm ist. Wenn der Herr ihn verlässt, wird er auf beiden Orten stürzen! Wenn der Herr mit ihm ist, wird er in jeder Position bestehen!

Besonders der dritte Teil, wenn Spurgeon über “Antriebe für die Demut” spricht, ist sehr ergreifend. Spurgeon, verweist unter anderem auf Christus, als den Lehrmeister der Demut:

Er steigt zu Menschen von niedrigem Stand herab, doch es sieht nie wie Herablassung aus. Er tut es so, dass es nicht den Anschein einer Erniedrigung gibt. Er war in Seinem Herzen immer auf ihrer Stufe. Er aß und trank und saß mit Zöllnern und Sündern zusammen und das alles in einem so einfachen, fröhlichen Geist, dass niemand über Ihn sagte: “Seht, wie er sich erniedrigt”. Jeder fühlte, dass das Gebeugtsein seine natürliche Haltung war, dass er nicht aufstehen und stolz sein konnte. Es wäre für ihn unziemlich. Und der Jünger soll über dem Meister stehen und der Knecht über seinem Herrn?

Wir haben die Predigt ins Deutsche übersetzt und ihr könnt sie hier downloaden: pdf, docx, epub, mobi

 

 

Über Sergej Pauli

Hallo, ich bin Sergej Pauli, Jahrgang 1989 und wohne in Königsfeld im Schwarzwald. Ich bin Ingenieur, verheiratet, habe vier Kinder. Diesen Blog möchte ich nutzen, um über das Wort Gottes und seine durchdringende Wirkung bis in unsere Zeit zu schreiben. Hast du bestimmte Fragen oder Anliegen, dann scheue dich nicht, mich zu kontaktieren. Hast du bestimmte Fragen oder Anliegen, dann scheue dich nicht, mich zu kontaktieren.

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