AiGG 9: Der Heilige Geist – Leben aus einer neuen Kraftquelle

Als Jesus die Erde verließ versprach er, dass der Heilige Geist ihn hier auf Erden vertreten wird. Gerade durch ihn will Gott uns also ganz besonders nahe sein. Umso tragischer ist es, dass wir so oft noch fremdeln mit dieser Figur. Wer oder was ist der Heilige Geist eigentlich? Eine Art göttliches Kraft- und Energiefeld? Eine Stimmung oder Atmosphäre? So viel ist sicher: Christsein ohne den Heiligen Geist ist wie Autofahren ohne Benzin! Es funktioniert einfach nicht! Wer es versucht brennt frustriert aus. Der Heilige Geist macht den Unterschied!

Den Vortrag als Audio hören:

Vertiefend zu diesem Thema:

Das Lied zum Thema: “Jesus, führ mich an Dein Kreuz”:

Das Akkordsheet zum Lied “Jesus führ mich an dein Kreuz” zum Download

Dieser Blog-Beitrag von Markus Till erschien zuerst auf aufatmen in Gottes Gegenwart . Lies hier den Original-Artikel "AiGG 9: Der Heilige Geist – Leben aus einer neuen Kraftquelle".

Über Dr. Markus Till

Evangelisch landeskirchlicher Autor, Blogger und Lobpreismusiker mit pietistischen Wurzeln und charismatischer Prägung

60 thoughts on “AiGG 9: Der Heilige Geist – Leben aus einer neuen Kraftquelle

  1. Sehr schön erklärt Markus.
    Ich hätte mir gewünscht das du noch etwas mehr auf den ,,Geist der Wahrheit“ eingegangen wärst, denn der Heilige Geist ist immer da, auch wenn wir Ihn nicht einladen, denn so wie wir unser Leben leben so lebt auch der Heilige Geist sein Leben in uns, Er spricht, auch wenn wir Ihn nicht darum bitten.
    ,,Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden,“ Joh 16. 13
    ,,und der Geist ist’s der da Zeugnis gibt, denn der Geist ist die Wahrheit.“ 1.Joh 5.6b
    Wir können den H.G. zwar dämpfen aber nicht zum schweigen bringen.
    Wenn wir Ihn auch nicht immer bemerken, so führt und leitet Er doch, denn es geht ja nicht von uns aus wieviel Raum wir dem H.G. geben, damit hätten wir ja die Kontrolle über Ihn.
    Es gibt sehr viele Verse in der Bibel die über den Geist der Wahrheit sprechen.

  2. Eine Frage habe ich noch, warum wird der Heilige Geist als Person bezeichnet?
    Ich habe ihn nie als Person gesehen, auch in der Bibel finde ich dazu nichts, für mich ist der H.G. Gott selbst. Jesus sagt zu Nikodemus: Ihr müsst von neuem geboren werden, aus Wasser und Geist“ …. also geboren aus dem Geist Gottes.
    Dann sagt Jesus: ,,Aber ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“ Joh 16. 7
    Ein anderes mal sagt Jesus: Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, daß er bei euch sei ewiglich.“ Joh 14. 16
    Einmal sendet Jesus und ein anderes mal sendet der Vater den Heiligen Geist, das sagt mir Gott und der Vater sind Eins, und der Auftrag Jesu ist erfüllt wenn ER zum Vater zurückkehrt, denn erst dann wird der H.G. gesendet, vorher war der H.G. nicht da. ,,denn der Geist war noch nicht da“Joh 7. 39b
    Aber, die Jünger waren die ersten die den H.G. von Jesus selbst empfingen, ,,Und da er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! Joh 20. 22
    Gott blies dem Menschen den Odem des Lebens in seine Nase. 1.Mose 2. 7 Und Jesus blies den Heiligen Geist in den Menschen, so war der Mensch von neuem geboren. Also sehe ich keine dritte Person, sondern der H.G. ist Gott.
    Fällt mir gerade noch ein, Jesus sagte auch : Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ finde gerade die Stelle nicht.

      1. Liebes Biblipedia-Team,

        man kann euch wirklich nicht vorwerfen, vom Ziel dieser Plattform abweichende Meinungen zu unterdrücken. Im Gegenteil beweist ihr ein Maß an Geduld und ich gebrauche mal bewusst das alte Wort Langmut, das meine Schwelle bei weitem übersteigt. Das zeigt der Umgang mit Manfred Reichelt, der schon seit Jahren hier posten darf.

        Bitte versteht diese Anmerkung nicht als Überheblichkeit. Ich frage mich allerdings, wenn ich diesen eindeutigen Kommentar lese, wann für euch das Maß voll ist. Was kann deutlicher gegen den christlichen Glauben gerichtet sein, als dieser Kommentar?

        Wie gesagt finde ich es gut, dass hier viele Christen aus sehr unterschiedlichen Denominationen kommentieren dürfen. Lehrunterschiede werden deutlich und ausgehalten. Aber sind alle Leser dieser Plattform so gefestigt, um Manfred Reichelt als das zu erkennen, was er ist?

        Liebe Grüße

        1. Entschuldigt bitte den Nachtrag:
          Dass hier auch liberale Theologen kommentieren können oder auch Menschen die nicht glauben, halte ich für richtig und wichtig!

          Aber Manfred Reichelt steht meiner Meinung nach schlicht auf einem ganz anderen Blatt.

          Nochmals liebe Grüße

        2. Weshalb nennen Sie nicht Ihren Namen? – SIE machen sich also zum Maßstab und beurteilen, ob das, was ich schreibe, christlich oder nichtchristlich ist?! – Wenn Sie auf meinen Blog schauen, dann sehen Sie, dass ich von Gott berufen wurde und nicht von irgendeiner Denomination. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Denn JEDER, der innerhalb einer Denomination wirkt, wird in ihr seinen Platz verlieren, wenn er gegen derer allgemeinen Vorstellungen verstößt. Die zahlreichen Abspaltungen sind ein beredter Beleg dafür.
          Gott würde jede Wirkungsmöglichkeit genommen, wenn er nur auf die Vertreter einer Denomination angewiesen sein würde.

          Also, lieber Gast, werden Sie etwas demütiger und hören Sie auf die Stimme Gottes!

          1. Genau hier liegt ihr Problem. Nein, nicht ich bin es, der bestimmt was den christlichen Glauben ausmacht und was nicht. Ihr Kommentar zum Heiligen Geist zeigt, dass sie das einheitliche Zeugnis des Glaubens ablehnen. Ja, es gibt viele, auch gravierende Unterschiede zwischen Kirchen und Gemeinden. Aber alle (!) stimmen im Glauben an den dreieinigen Gott überein, sei es die Römisch-Katholische Kirche, die Lutherische Kirche, die Reformierte Kirche, Freikirchen usw.

            Für sie sind das alles nur Denominationen. Letztlich ist es aber das einheitliche Zeugnis des Glaubens. Dieses lehnen sie nicht nur ab, sondern führen andere in die Irre.

            Und zum Abschluss etwas Humor. Finde den Fehler: „Also, lieber Gast, werden sie etwas demütiger und hören Sie auf die Stimme Gottes!“

            Liebe Grüße

        3. Gast 12. März 2021 um 20:38 Uhr

          Lieber Gast,

          ich stimme dir und Markus hier nicht zu.

          Ich sehe Ängste, Unsicherheit, Verdrängung, Augen zu, kein Blick für den anderen, in den anderen, beschränkt, Kontrollverlust, wähnend, argwöhnisch, unfrei.

          Befreiter Geist befreit, bezichtigt nicht, urteilt nicht, trägt, lässt nicht fallen, will befreien.

          Ein Weg. Kein Punkt.

    1. Selbstverständlich ist der Hl. Geist eine Person, nämlich die Dritte Person des lebendigen dreieinigen bzw. dreifaltigen Gottes.

      Er ist, so wie Gottvater eine rein geistige Person, während der Sohn Gottes Mensch geworden ist in Jesus Christus.
      Das ist uns natürlich leichter zugänglich als uns reine Geistpersonen vorzustellen.

      Über das Wesen des Heiligen Geistes, wie es uns im Neuen Testament der Bibel offenbart wird, habe ich in meinem gestrigen Kommentar ausführlich Stellung bezogen.

      Manfred Reichelt jedenfalls irrt und zieht andere in den Irrtum, wenn er die Personalität des Heiligen Geistes leugnet.

      1. —Ich könnte schon. Aber das ist sehr komplex und setzt seitens eines Lesers bestimmte Vorkenntnisse voraus.—

        Ohne Vorkenntnisse konnte ich an Gott glauben, ohne Vorkenntnisse konnte ich an Jesus glauben, ohne Vorkenntnisse konnte ich an den Heiligen Geist glauben. Jeder Mensch der glaubt wird ohne Vorkenntnisse zum Kind Gottes.

        Welche Vorkenntnisse hindern sie daran zu glauben?

        1. „Welche Vorkenntnisse hindern sie daran zu glauben?“ – Ein solcher Satz ist, wie die Kommentare von „Gast“ ein Kennzeichen des Dunning-Kruger-Syndroms, das bei Gläubigen die Regel zu sein scheint.
          Meinen Sie man kann eine komplexe Welt mit Legosteinen erklären?

          Mich hindert nichts am Glauben, liebe Lilli, – ich bin sogar ein Glaubenslehrer, der sich mit frechen, unmündigen Kindern herumschlagen muss.

          1. —Meinen Sie man kann eine komplexe Welt mit Legosteinen erklären?—

            ,,Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden was wir wissen, und bezeugen was wir gesehen haben, ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an.
            Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? Joh 3. 11,12

            — ich bin sogar ein Glaubenslehrer, —

            Dunning-Peng, erwischt, 😎
            SELBSTÜBERSCHÄTZUNG

  3. @ Gast
    Es dürfte Ihnen bekannt sein, dass der evangelische Glaube allein die Bibel für verbindlich hält und nicht irgendwelche Dogmen, zu denen das von der Dreieinigkeit gehört. In diesem Sinne bin ich in diesem Form richtig! – Wenn nun unter den Evangelischen trotzdem das Dogma der Dreieinigkeit weiter tradiert wird, dann sicher nicht, weil man dazu bestätigende Erkenntnisse erlangt hätte.

    Aber, oh Wunder, ich leugne NICHT das Dogma der Dreieinigkeit. Da ich aber ein wirkliches Verständnis dieser habe, kann ich mit Sicherheit sagen, DER HEILIGE GEIST IST KEINE PERSON!

    Wer also in die Irre führt sind ganz andere…Diese können auch keine Gegenargumente ihrer eigenen Überzeugungen verkraften, sondern rufen nach Totschlag des Gegners!

  4. @ Lilii,
    Ihnen geht es nur darum, wie dem „Gast“, mich zu diffamieren. Das geschieht immer, wenn Licht auf Finsternis trifft.
    Dabei merken Sie in Ihrem Drang nicht einmal, dass Sie sich selbst eine Falle gestellt haben:
    ,,Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden was wir wissen, und bezeugen was wir gesehen haben, ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an.
    Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? Joh 3. 11,12

    Sie kennen nicht einmal das Irdische und können deshalb auch nicht das Himmlische verstehen.
    Hier noch ein Selbstzeugnis von Ihnen:
    http://biblipedia.de/2020/09/14/das-wunderkritische-paradigma-der-heimliche-spaltpilz-der-christenheit/
    Lilli
    Lilli
    18. September 2020 um 12:27 Uhr
    …„Um die Theologie zu verstehen bin ich nicht klug genug,

  5. —…„Um die Theologie zu verstehen bin ich nicht klug genug,—

    Keine halben Sätze bitte, auch wenn es in ihr Konzept passt.

    Um die Theologie zu verstehen bin ich nicht klug genug, aber das Wort Gottes verstehe ich sehr wohl, dies mag der Grund sein weshalb ich auf die Worte Jesu höre und nicht auf die der Theologen.

    —Sie kennen nicht einmal das Irdische und können deshalb auch nicht das Himmlische verstehen.—

    Sie kennen nicht einmal das Irdische, den Rest streichen.

    Außerdem diffamiere ich sie nicht, ich ergänze nur ihre eigenen Außsagen.

    So, und jetzt ist alles dazu gesagt, bis zum nächsten mal 😉

  6. @Markus
    Hat nicht auch Jesus Seine kostbare Lebenszeit gegeben, den schwierigen Menschen?
    Etwas muss ihn (Manfred Reichelt) ja bewegen das er immer noch hier ist und nicht aufgegeben hat. Besser er ist hier, als woanders, er weiß längst das er hier mit seinen Ansichten keinen Erfolg hat, er stößt immer wieder auf Konfrontation. Er kommt immer wieder ins Licht, wer hat schon so viel Mut?
    Licht zieht an.
    Für wieviele Menschen beten wir oft jahrelang damit sie das Evangelium verstehen, und hier ist unsere Lebenszeit zu kostbar? Für einen Menschen der immer wieder ins Licht kommt?

    Ihr schreibt eure Artikel (kostbare Lebenszeit) und wenn darauf Kommentare erfolgen bleiben sie meißt unbeantwortet, z. B. habe ich hier auch eine Frage gestellt (H.G. -Person) und keine Antwort bekommen. Ich muss davon ausgehen das eure Lebenszeit dafür auch zu kostbar ist.
    Manfred Reichelt hat zumindestens darauf geantwortet mit seiner kostbaren Lebenszeit.

    1. Das ist ja bekannt, dass gewisse Autoren die meisten Kommentare, auch die sinnvollen, nicht beantworten, was danach aussieht, als ob es ihnen nur darum geht, ihre eigenen Texte abzusetzen und alles andere sie nicht interessiert.
      Was @Manfred Reichelt angeht, so schreibt dieser auch viel Richtiges, auch in seinem Blog. Nur wird das meist auch nicht kommentiert. Mir kommt es manchmal aber so vor, dass er die übliche christlichen Ausdrucksweisen nicht so verwendet wie andere, was man dann auch als mehr oder weniger esoterisch empfinden kann. Wie er das wirklich meint, ist nicht immer so ganz klar, aber nachdem er gute christliche Vorbilder immer wieder auch erwähnt, scheint er es im rechten Sinne zu meinen.

    2. Dass ein Autor Beiträge online stellt, kann man nicht zwangsläufig mit seiner Bereitschaft gleichsetzen, sich an einer möglichen Diskussion zu beteiligen oder Fragen dazu zu beantworten. Für mich ist das eine Erwartung, die zu weit geht.

      Ich schätzte ihre Bereitschaft sehr, auf Manfred Reichelt einzugehen, immer und immer wieder. Sie tun es ohne Zweifel aus einer guten Motivation. Allerdings wäre ich vorsichtig dies so biblisch zu begründen, wie sie es tun. Ja, Jesus hatte viel Geduld und ist immer wieder auf schwierige Menschen zugegangen. Was mir jedoch wichtig ist: Ja, wir sollen Menschen, die nicht glauben, den Glauben sogar ablehnen oder sich über in lustig machen, in Geduld und Liebe begegnen.

      Doch so ein Mensch ist Manfred Reichelt nicht! Er kommt auch nicht immer wieder ins Licht. Im Gegenteil sieht er sich (mehr oder weniger), als Einziger von Gott berufen und muss sich „mit frechen, unmündigen Kindern herumschlagen.“ Ja, als Christen begegnen wir Menschen mit Achtung und Liebe, denen, die Fragen haben, die eine andere Meinung haben, die eine andere Religion haben, sexuelle Orientierung usw. usw. Die Bibel kennt aber auch eine Kategorie von Menschen, bei der sie nicht auffordert ihnen immer weiter Raum zu geben – Hymenäus oder Philetus (2. Tim 2,16-19).

      Natürlich ist es ihnen überlassen, sich weiterhin um Manfred Reichelt zu bemühen. Ich bewundere das! Und ich hoffe wirklich, dass er umkehrt und den wahren, einzigen Jesus als Retter anerkennt. Ich aber werde ab jetzt dem guten Rat von Dr. Till folgen.

      Liebe Grüße

      1. Nun ja, Manfred Reichelt hat, wenn ich das richtig verstanden habe, mal ein Bekehrungserlebnis gehabt. Wenn das so ist, dann kann das nicht kritisiert werden. Freilich gibt es viele Christen, die das gehabt haben, aber hernach abgerirrt sind in Sonderlehren und Einseitigkeiten und die verschiedenen christlichen Richtungen sind sich ja in vielem auch nicht einig. Das geht zum Teil ja soweit, dass manche andere Glaubensrichtungen wegen deren von der eigenen Richtung abweichenden Glaubenspraxis regelrecht verteufeln.
        Von Gott als Glaubenslehrer berufen zu sein, das kann jeder behaupten, ich nehme das nicht so ernst.
        Andere behaupten nicht, ein Glaubenslehrer zu sein und doch lehren sie etwas und belehren hier andere. Das dürfen sie ja auch, ob immer alles dann richtig ist, ist eine andere Frage.

        1. @Walter Weber
          Auch gut beschrieben.
          Es gibt Fromme, Auserwählte, Gläubige, Berufene…..
          Gott wird einmal alles beurteilen, und gut ist wenn wir uns erstmal selber prüfen ob wir denn immer so richtig liegen.
          Liebe Grüße

      2. @Gast
        Ich kenne viele Menschen die nicht in unsere Norm passen und Gedanken zum Evangelium haben das sich mir die Nackenhaare streuben, aber was in ihren Herzen ist das weiß nur Gott.
        Ich muss sagen, ich weiß nicht was für ein Mensch M.R. ist und warum er ein anderes Verständnis vom Evangelium hat, dem lässt sich ja immer etwas entgegensetzen. Wenn ich zurückblicke sehe ich Christen (mich eingeschlossen), die alle ihre menschlichen Macken haben. Ich kenne Menschen die so in die Irre gingen und dermaßen okkult verstrickt waren (dagegen ist M.R. ein Waisenkind), und doch hat Gott sie zu Seiner Zeit errettet. Erst kürzlich sagte mir eine Frau, sie hat Jesus ihr Leben gegeben, nach schwerster okkulter Vergangenheit. Nach 10 Jahren Wanderschaft, gut, sie wird noch 10 Jahre brauchen um die Bibel so zu verstehen wie ein Christ nach 30 Jahren in gemeindschaftlicher Geborgenheit. Wir wollen immer ein endweder oder, aber so einfach ist das nicht immer. Gott hat Seine eigenen Pläne.
        Eine kath. Frau hat mit 70 Jahren ihr Leben Jesus gegeben, seither sind ca. 5 Jahre vergangen, sie ist noch immer in ihrem kath. Glauben verhaftet, und denkt katholisch, aber das sie Gott liebt ist offensichtlich.
        Das Licht was ich meine ist hier bei Biblipedia, das Licht des Evangeliums.

        2.Ti 2.24-26 …..ist auch wichtig.

        Liebe Grüße

        1. „Eine kath. Frau hat mit 70 Jahren ihr Leben Jesus gegeben, seither sind ca. 5 Jahre vergangen, sie ist noch immer in ihrem kath. Glauben verhaftet, und denkt katholisch, aber das sie Gott liebt ist offensichtlich.“

          An dieser deiner Aussage sieht man wieder wie wenig du den katholischen Glauben kennst. Warum sollte diese Frau nicht katholisch bleiben? Sie hätte sich ja auch in der katholischen Kirche bekehren können. Ok. ich gebe zu, dass man da nicht immer den richtigen Ansprechpartner hat, zumal die KK auch genug moderne Pfarrer hat, die der Glaubenssubstanz recht ferne sind wie es bei den Evangelischen auch oft der Fall ist.

          Ich z.B. gehe kaum mehr in eine Freikirche, weil mir viel zu oberflächlich (früher war dass besser), wogegen ich mehr von einem sog. charismatisch-katholischen Gottesdienst habe, von indischen Pfarrern gestaltet. Da wird mehr gebetet, mehr gesungen, aber weniger die oberflächlichen NGL (neue geistliche Lieder, die man auch in Pfingstkreisen heute findet) und die Pfarrer kommen nicht so zerlumpt daher wie bei den Pfingstlern heutzutage und es wird auch nicht so lang gepredigt und vor allem nicht so oberflächliches Zeug.

          Man kennt, so man die kennenlernen will, genug katholische Christen, die einen auf geistliche Weise beindrucken, darunter auch Kinder. Gerade lese ich wieder von Ellen Organ, einem irischen Mädchen, das früh gestorben ist und eine besondere Gnade von Gott erhalten hat, eine Gabe der Erkenntnis.
          Wenn dann jemand Manfred Reichelt vorwirft überheblich zu sein, dann ist es derjenige auch, wenn er meint, der katholische Glaube sei ein Irrtum an sich. Da fragt sich dann nur, warum es in der katholischen Kirche begnadete Christen gab und gibt, die einen Glauben und eine Gottesliebe haben und hatten, der weit über den Durchschnitt ging. Nehmen wir mal den heiligen Pfarrer von Ars, einen Pater Pio und manch andere wie die Kinder von Fatima.

          1. @Peter Wandel

            —An dieser deiner Aussage sieht man wieder wie wenig du den katholischen Glauben kennst. Warum sollte diese Frau nicht katholisch bleiben?—

            Ja da hast du recht, ich habe mich nicht viel mit dem katholischen Glauben beschäftigt, mir fallen halt nur unterschiedliche Denkweisen auf, es sollte auch nicht bedeuten das der kath. Glaube schlechter sei, eben nur anders. Wenn man so will ist ja jeder Mensch geprägt von dem was er an Informationen über den Glauben gelernt hat, und das fließt ja mit ein bei einer Begegnung mit Jesus, da spielt es keine Rolle zu welcher Kirche man gehört.
            Allein die Bibel trennt das wahre vom Unwahren, und dabei geht es ja direkt in das persönliche Leben eines jeden Menschen, und das falsche Denken wird dem Neuen weichen, so sollte es bei allen Menschen die Jesus nachfolgen sein.

    3. Liebe Lilli,
      ich finde es klasse, dass Du die Zeit findest, hier viel zu kommentieren. Und ja, Du hast recht: Wir sollten uns um jeden Menschen bemühen und jeden Menschen zu gewinnen versuchen. Mittlerweile ist es bei mir so, dass ich es einfach nicht mehr schaffe, überall präsent zu sein. Mich erreichen Mails und Kommentare auf vielfältigen Wegen, und es gelingt mir einfach nicht, auf alles antworte. Deshalb möchte ich Dich einfach um Vergebung bitten, wenn Du das so empfindest, dass ich die Kommentare, Diskussionen und Rückmeldungen geringschätzen würde. Das geht mir z.B. gerade in Bezug auf Deine Kommentare gar nicht so.

      1. Lieber Markus,
        Meine Antwort auf deinen Kommentar von der kostbaren Lebenszeit war eigentlich ein Wink mit dem Zaunpfahl, es ging ja um Manfred Reichelt, wie muss sich ein Mensch fühlen wenn er hört, unsere Lebenszeit ist zu kostbar für dich. Müstest du nicht ihn um Vergebung bitten?
        Ich bin nur auf den Zug aufgesprungen um sichtbar zu machen wie verletzend das sein kann.
        Das ihr alle hier wenig Zeit habt ist mir schon klar, da mache ich auch niemandem einen Vorwurf, bekommt man eine Antwort, freut man sich, kommt keine Antwort dann kan man ja auch noch selber weiterforschen.
        Deine Aussage über die Lebenszeit hatte mich schon etwas erschrocken, kann sein das ich es überbewerte, aber im Herzen hat es mir schon einen Stich versetzt.
        Tut mir leid Markus, jetzt hab ich dich in eine verzwickte Situation gebracht, aber vielleicht hast du ja eine ganz andere Sicht auf den Verlauf der Dinge.
        Wie gesagt, ich hatte dir nichts vorzuwerfen, ich hatte nur etwas verknüpft um den Ernst der Außsage zu verdeutlichen.

        Liebe Grüße

  7. Zu der aktuellen Diskussion:
    Die Theologie Jesu haben zu seinen Lebzeiten einfache Leute wie Hirten und Fischer verstanden. Das sollte Theologie heute auch leisten und Sachverhalte so zu erklären, das es eine Raumkosmetikerin und ein Monteur auch verstehen kann und es keinen exklusives Denken gibt wer die Wahrheit verstehen kann und wer nicht. Da kann ich die Reaktion von @Lilli gut verstehen. @Manfred Reichelt muß sich deshalb aus meiner Sicht selbst fragen und seine Theologie auch daran messen, warum sie anscheinend nicht jeder verstehen kann.
    Wenn Jesus von den geistlich Armen spricht meint er doch gerade, die die wissenschaftliches Denken mit der Muttermilch aufgesogen haben. Er meint aber noch viel wichtiger, die die in Demut zu Jesu Füßen niedersitzen und in Demut sagen: Herr lehre mich
    @Lilli, deshalb vielen Dank für Deine Kommentare

    1. @Matze
      Sie haben völlig recht mit Ihren Überlegungen.
      Gerade darin zeigt sich doch die Wahrheit und die Größe Gottes und Seines Wortes, dass sie auch ein einfacher und theologisch eben nicht hochgebildeter Mensch verstehen kann, und dass gerade auch solchen Menschen sich Gott offenbart und sie manchmal ei E tiefere und lebendiger Beziehung zu Gott haben als sog. „große Theologen“ etc.

      1. Ohne große Geister, wie sie Jesus und die Apostel waren, hätte es kein Christentum gegeben. Wenn etwas Neues entsteht, dann NUR durch solche.
        Die Bibel selbst widerlegt solche leichtfertigen Lehren von der allgemeinen Verständlichkeit (und die Wirklichkeit erst recht!): Einiges ist „schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis.“ (2Petr 3,16)
        „Selbst Luther meinte, dass der normale Christ statt der Bibel lieber seine Zusammenfassung lesen sollte. Sein “Der kleine Katechimus” sei die Bibel des kleinen Mannes und enthielt klaren ethische Handungsableitungen.“

    2. @Matze
      „Das sollte Theologie heute auch leisten und Sachverhalte so zu erklären, das es eine Raumkosmetikerin und ein Monteur auch verstehen kann und es keinen exklusives Denken gibt wer die Wahrheit verstehen kann und wer nicht.“

      Und das leisten heutige Theologen nicht?
      Soweit ich weiß ist der heutige Anspruch eher ein möglichst großes Publikum zu haben und möglichst wenig Wissen vorrauszusetzen. Udo Schnelle, Michaela Bauks, Gerd Theißen und Annette Merz, Martin Ebner, Jan Christian Gertz usw. sie alle haben dies bei ihren größeren Werken als Motto gesetzt.
      Ganze Kommentarreihen (ATD/NTD/ZBK usw) haben den Anspruch für die Allgemeinheit zu schreiben.

      Am Willen der (bösen) Theologen scheitert es nicht. Aber es ist viel einfacher ihnen Abgehobenheit vorzuwerfen, oder nicht?

      Etwas mehr fairness wäre wohl angebracht.

  8. Zum Wesen des Hl. Geistes, wie ich es aus dem biblisch uns offenbaren Wort Gottes verstehe:

    Deus caritas est – GOTT  ist die Liebe:

    in den drei PERSONEN(!) der HL. DREIFALTIGKEIT.

    Die vollkommene und durch nichts getrübte Liebe zwischen GOTTVATER und GOTTSOHN in Person – das ist der HL.  GEIST.

    Der HERR  spricht im nächtlichen Gespräch mit Nikodemus recht geheimnisvoll vom Wirken des Hl. Geistes und vergleicht seine Souveränität in Joh 3,8 mit dem  [damals] geheimnisvollen Wind, der weht, wo er will und dessen Brausen man zwar hört, ohne jedoch zu wissen, woher er kommt und wohin er geht.

    Dieses Wort drückt die durch nichts und niemanden zu zwingende oder zu bestimmende absolute Souveränität der göttlichen Person des Hl. Geistes aus.

    Wie aber können Menschen des Hl. Geistes teilhaftig werden?

    Was ist die Voraussetzung dafür?   

    Die Antwort gibt der HERR selbst in  Joh, Kap. 14 und 15 – insbesondere in  Joh 14, 23:

    „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und WIR werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“    

    Wo aber GOTTVATER und GOTTSOHN sind, da ist eben auch der HL. GEIST!

    Voraussetzung für das Kommen GOTTES und damit des HL. GEISTES ist also das persönliche Festhalten am Wort des HERRN: 

    Das Halten des Doppelgebotes der Gottes- und der Nächstenliebe.

    So ist also von solch einem gläubigen Menschen Gott der Boden zum Wohnung nehmen bei ihm bereitet.    

    Es gilt nun wachsam und bereit für den Besuch des Hl. Geistes zu bleiben.

    Dazu ist das Wort des Hl. Apostels Paulus aus 1Kor 6,19  hilfreich:

    „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in Euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht Euch selbst.“

    Der Tempel des Leibes sollte also allzeit bereit gehalten sein für den Besuch Gottes  – es genügt nicht, einmalig ihn für den Besuch hergerichtet zu haben und ihn dann nicht mehr weiter regelmäßig in Ordnung zu halten. Dann könnte und würde er allmählich wieder verlottern und gar verkommen.

          

    Fraglich, ob dann der Heilige Geist noch zu Besuch kommt bzw. bei solch einem Menschen länger verweilt.

    Gott ist jedenfalls völlig souverän bzgl. des Zeitpunkts und der Dauer Seines Besuches. Wir kennen weder Tag noch Stunde.

     

    Auch die Form und Art, wie sich der Heilige Geist für den von Ihm besuchten Menschen zeigt, ist unterschiedlich:

    Eine selbst mehrfach erfahrene Form besteht darin, dass uns Worte der heiligen Schrift aufgehen und man plötzlich ein größeres Bibelverständnis erhält  gemäß der Verheißungen des Herrn in Joh 14,26 und in Joh 16,1:     

                           

    „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und an alles erinnern, was ich Euch gesagt habe.“    

    und     

    „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.“

  9. @ all.
    Zunächst danke ich allen jenen, die sich hier für mich eingesetzt haben. Sie seien gesegnet! Was die Urteile über mich selbst und die Inhalte meines Schreibens (also der Blogartikel und der Kommentare) betrifft, so ist erstaunlich, dass sie gerade von denen kommen, die bezeugen weder meinen Blog noch die Kommentare zu lesen und mich nicht kennen. Solche Urteile über Unbekannte und Nichtgekanntes sind heute zwar üblich, aber stehen jemandem, der Christ sein will, sehr schlecht an.
    Es wurde bemängelt, dass das, was ich schreibe, nicht dem Ton folge, der in biblizistischen Kreisen üblich ist. Das liegt aber daran, dass es möglichweise den Lesern an eigenen inneren Erfahrungen und der Selbstreflexion mangelt, sie also noch zu sehr dem äußeren Schein erlegen sind, oder biblisch ausgedrückt, noch zu sehr im Fleische leben und so das Geistige nicht verstehen können. Das sind allgemeine Mangelerscheinungen, gegen die ich gerade mit meinem Schreiben angehe. Denn in den besten Gemeinden/Kirchen bekommt man bestenfalls Milch. Es muss aber, wieder biblisch ausgedrückt, der Übergang zur „festen Speise“ gefunden und vollzogen werden.
    Die Mission, zu der Gott mich berufen hat, ist, Christen in eine größere Tiefe und Weite zu führen, ihr Wachstums zu fördern.
    Gern verweise ich auf meinen bereits hier gegebenen Kommentar: http://biblipedia.de/2021/03/05/rachel-held-evans-ein-neuer-zugang-zur-inspiration-der-bibel/#comment-43825

  10. @Manfred Reichelt

    —Die Mission, zu der Gott mich berufen hat, ist, Christen in eine größere Tiefe und Weite zu führen, ihr Wachstums zu fördern.—

    Ein Teil ihres Kommentars führt bei mir mal wieder zu Schnappatmung, also mal was dagegensetzten.

    Der Papst z.B. sieht sich als Mittler zwischen Jesus und der Christenheit, so viel ich weiß, wo würden sie sich verorten, vielleicht zwischen den Aposteln und den Gläubigen? Oder ist das ne Nummer zu groß? Dann machen sie es kleiner, natürlich nur wenn’s geht. Bisschen Satire dabei.
    Der Glaube kommt aus der Predigt steht in der Bibel, und nun kommt der Glaube von ihnen? Aber sie predigen doch gar nicht. Also wie kommen sie zu ihrem hohen Amt, und warum nur sie?
    Wie kann es sein das die gesamte Christenheit an einer mangelhaften geistigen Unterernährung leidet, woran machen sie das fest? Und warum ist das allein bei ihnen anders?

    1. „Wie kann es sein das die gesamte Christenheit an einer mangelhaften geistigen Unterernährung leidet, woran machen sie das fest?“

      Daß das zutrifft, das haben schon frühere Christen wie ein Johannes Gommel (der war evangelisch) und sicher auch andere erwähnt und erkannt und das in einer Zeit wo der Glaubensabfall lange nicht so gross war wie heute. Insoweit ist es nichts Neues, was Manfred Reichelt hier dazu sagt.

      Es ist auch tatsächlich so, daß nicht jeder Christ alles versteht, was in der heiligen Schrift steht. Jesus selber sagt an einer Stelle: Wer es fassen kann, der fasse es. Da geht es um die Beschneidung um des Himmelreichs willen. Die grundlegenden Dinge des Christentums kann freilich jeder Gläubige verstehen.

      Den Kolosser 1, 24 versteht auch nicht jeder.

      1. @Walter Weber
        Sicherlich muss man nicht alles verstehen, was in der Bibel – speziell auch im NT – steht, um ins Himmelreich zu kommen.
        Das Wichtigste ist das Verstehen und das Befolgen des Doppelgebot es der Gottes- und der Nächstenliebe.

        Von Frére Roger Schütz von Taizé gibt es sinngemäß das schöne und richtige Wort: “ Lebe vom Evangelium das, was du verstanden hast – und sei es noch so wenig. Aber lebe es.“

        Was z. B. Ich von der Person des Heiligen Geistes, den ich seit meiner frühesten Jugend sehr verehre, an Hand biblischer Aussagen verstanden habe, habe ich hier ausführlich bereits dargelegt.

        Bzgl. des Verständnisses von Kol 1, 24 kann ich auch etwas beitragen: Es bezieht sich auf Paulus‘ Theologie des mystischen Leibes Christi, der ja m. E. in der gesamten globalen Christenheit existiert mit Christus als Haupt und uns einzelnen Christen – modern gesprpchen: als Zellen des mystischen Leibes Christi (Paulus nennt sie Glieder). Glieder bzw. Organe sind aber für mich dann schon wieder die größeren Zusammenschlüsse von Zellen, wie es eben auch in der Natur bei einem Leib oder Körper ist.
        Nun ist dieser mystische Leib Christi, die gesamte globale Christenheit, aber hier auf Erden einer permanenten Passion ausgesetzt, wie Jesus Christus es ja auch vor 2000 Jahren bereits seinen Nachfolgern prophezeite.
        Und diese Passion bedingt eben Leiden für den mystischen Leib Christi, für einzelne Organe und eben auch für einzelne Zellen (Christen), die für und mit Christus leiden müssen. Das wird so weitergehen bis zum jüngsten Tag – dann ist die Passion vollendet. Und der Hl. Paulus sieht sich m. E. in Kol 1,24 eben mit seinem Leiden als Teil des mystischen Leibes Christi in eben dieser Passion, die er bewusst annimmt.

        1. Das ist alles richtig erklärt. Es kommt aber noch hinzu, dass das Leiden einen Sinn hat für das Heil anderer wie Paulus auch schreibt. Was die christlichen Märtyrer angeht, wird ja auch gesagt, dass es geistliche Früchte getragen hat.
          Papst Pius XII. in seiner Enzyklika Mystici Corporis: „ Es ist ein wahrhaft schaudererregendes Mysterium, das man niemals genug betrachten kann: dass nämlich das Heil vieler abhängig ist von den Gebeten und freiwilligen Bußübungen der Glieder des geheimnisvollen Leibes Jesu Christi, die sie zu diesem Zweck auf sich nehmen.“

          Was den heiligen Geist angeht, so sehe ich den zunächst als Kraft, als Inspirator, Kraftquelle, hat Herr Till geschrieben. Die Kirchen sehen diesen auch als Person. Mit diesem personalen Hintergrund habe ich mich noch nicht eingehend beschäftigt, aber diejenigen, die das festgelegt haben, werden auch einen Grund dazu haben, ich werde das also nicht abstreiten.

          1. @Walter Weber
            Nun, der Hl. Geist IST Person und daher selbstständig und souverän und eben nicht etwa wie eine „Kraft o. ä.* vom mensch. Willen selbst und allein irgendwie zu „zwingen“ oder zu „beeinflussen“ .
            Ich habe das alles versucht, in meiner gestrigen langen Ausführung um 20.15Uhr darzustellen.
            Übrigens stört es mich etwas, wenn gesagt wird, es seien nur die Kirchen, die den Hl. Geist „auch“ als Person sehen und erklären.
            Nein, dass Er eine der 3 göttlichen Personen ist, ergibt sich aus den Aussagen des Herrn selbst – Joh14, 26 und Joh 14,1!

  11. „Der Glaube kommt aus der Predigt steht in der Bibel, und nun kommt der Glaube von ihnen? Aber sie predigen doch gar nicht.“ – Sind Sie so naiv oder tun Sie nur so? Dieser Satz besagt nichts anderes, dass man ohne eine bestimmte Botschaft zu hören oder zu lesen, von ihr nichts weiß und deshalb auch nicht an das, was man nicht weiß, glauben kann.
    „Wie kann es sein das die gesamte Christenheit an einer mangelhaften geistigen Unterernährung leidet, woran machen sie das fest?“ – z.B. auch an Ihren Kommentaren!
    Aber lassen wir mal jemand reden, der einiges Ansehen unter den Evangelikalen genoss:
    „Das geistliche Klima, in das viele moderne Christen hineingeboren werden, begünstigt nicht gerade starkes geistliches Wachstum. Tatsächlich ist die gesamte evangelikale Welt im Großen und Ganzen einem gesunden Christentum eher hinderlich. Ich denke dabei nicht an den Modernismus. Ich meine damit eher die bibelgläubigen Massen, die Rechtgläubigkeit für sich beanspruchen.
    Wir müssen der Wahrheit ins Angesicht blicken: Der geistliche Zustand unter uns in seiner Gesamtheit ist niedrig. “

    „Eine religiöse Mentalität, die von Ängstlichkeit und Mangel an moralischer Courage charakterisiert wird, hat uns heutzutage ein schäbiges Christentum beschert, armselig auf intellektuellem Gebiet, langweilig repetierend und für viele Menschen ganz einfach lästig. Dieses wird als der wahre Glaube unserer Väter propagiert, als der Glaube, der in direkter Linie von Christus und den Aposteln kommt.“ Diesen “ abgeschmackten Brei [trichtern wir] unserer fragenden Jugend ein…“ A. W. Tozer

  12. Wenn ich hier die Diskussionen lese …

    Ich werfe mal folgenden Satz in den Raum, von Jesus, er zitiert das „Schma Jisrael“, z.B. in Mk12, 29&30:
    Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner (eigentlich: ganzer) Kraft« (5. Mose 6,4-5).

    Das wichtige Wort ist „ganz“, viermal. Und lesen wir weiter in 5. Mos 6, dann steht da „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst, und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein, und sollst sie über deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.“

    GANZ, zu Hause, unterwegs, wenn ich schlafen gehe, wenn ich aufstehe, …, sie sollen Mal an Hand und Stirn sein, also mein Handeln und Tun bestimmen, usw..

    Es sind 45 Diskussionsbeiträge bislang, und keiner von denen hilft bei dem Wort „GANZ“. Der Heilige Geist, der könnte helfen bei „GANZ“. Aber lieber erörtert man hier die Frage, ob er Person, Gabe, Erscheinung oder was auch immer sein soll, oder wer denn der größere Lehrer sei.
    Mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Gemüt / Vermögen, ganzer Kraft Gott lieben hat das nichts zu tun.

    1. Nun, Stephan, das habe ich doch in meiner heutigen ersten Antwort um 16. 58 Uhr an Walter Weber – zugegeben recht verkürzt – doch gerade auch geschrieben:

      „Das Wichtigste ist das Verstehen und das Befolgen des Doppelgebotes der Gottes- und der Nächstenliebe.“

      Das fordern Sie, sicherlich zu Recht, vom wahrhaftig lebenden Christen.

      Aber hier in dieser Diskussion ging es nun mal hauptsächlich und zuvorderst um die u. a. von Lilli aufgeworfen Frage um das Wesen des Heiligen Geistes.

      1. @Augustin Vesper,

        Danke, ja ich habe ihre Auslegungen über den Heiligen Geist mit interesse gelesen, und sie haben es sehr gut erklärt, daraufhin habe ich mich weiterhin damit beschäftigt und einige Bibelstellen notiert….. wurde dann ein bisschen viel und habe erstmal Pause gemacht. Nun, ein Vers ist mir besonders aufgefallen,
        ,,Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet“ Mt 10. 20
        Das kann ich so sehen das der Heilige Geist der Geist aus Gott ist, also Gott und in uns, da kann ich wieder keine 3. Person sehen, sondern Gott selbst, ER ist der Heilige Geist, denn Gott ist Geist und ER ist heilig, so ist auch Sein Geist heilig.
        Oder, Jesus sagt: Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut seine Werke.“ Joh 14.10b
        Erstmal genug für heute, morgen gehts weiter.

        1. Das Geheimnis der Göttlichen Dreieinigkeit kann ich Ihnen, Lilli, auch nicht besser erklären, als ich es bereits versuchte:
          Deus Caritas est… etc. (s. Meine gestrigen Kommentar).
          Mir genügt das, ich bete meditierend übrigens sehr oft das sog. Athanasianische Glaubensbekenntnis, in dem es in dessen erster Hälfte um nichts Geringeres als um den Glauben an die Hl. Dreieinigkeit Gottes geht: Um diese 3 seit Ewigkeit in ungeteilter und ungetrübter Liebe verbundenen göttlichen geistigen Personen, die der Eine Unzerteilbare Gott sind, der dadurch eben die Liebe ist und wodurch eben m. E. auch Gott nicht etwa „einsam“ und „allein“ ist und etwa aus diesem Grunde die Schöpfung und die Menschen nach Seinem Bilde hätte schaffen müssen.

          Joh 14,10b ist in der Tat ein geheimnisvolles Wort des Herrn.
          Ich erinnere an die Verheißung des Herrn selbst in Joh 16,13 (nicht: Joh 16, 1 wie ich fälschlich schrieb):

          „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.“

        2. Ohne, dass ich jetzt zig Bibelstellen aufführe, einige gute Bibelstellen sind hier (von Dir und anderen) schon genannt, hinzu kommen noch ganz wenige Fundstellen im AT:
          Der Heilige Geist kann in der Schrift an manchen Stellen wie eine Person verstanden werden, an anderen eher wie eine „Gabe“. Beide Begriffe, also Person und Gabe, sind aber immer noch ungenau.

          Wenn Gott und Jesus in uns Wohnung nehmen, dann ist das m.E. auch eine Umschreibung für den Heiligen Geist, den wir bekommen. Dazu noch das Wort Jesu „der Vater und ich sind eins“ (eins im Sinne von Einig), und wir haben damit mehrere Bibelstellen, die uns die Trinität / Dreifaltigkeit nahebringen, wobei dieser Begriff nicht in der Schrift steht. Aber bei der Befassung mit der Schrift kommt man irgendwann dahin, dass die Dreifaltigkeit existiert.

          Interessanterweise finden wir in der gesamten Schrift kein Gebet zum Heiligen Geist, Dialoge mit ihm usw.. Auch das ist zu beachten, wenn man sich mit dem Thema Trinität befasst. (Mir gefallen diverse Pfingstlieder nicht, die vom Text her eher ein Gebet an den Heiligen Geist sind, wie z.B. „Komm Heiliger Geist, kehre bei uns ein“, die mag ich weder singen noch auf der Orgel spielen. Ich halte diese für theologisch fragwürdig, weil ich dafür keine biblische Grundlage finde).
          Von daher bin ich der Meinung (Achtung, keine Lehrmeinung, nur mein Verständnis), dass der Heilige Geist zwar Personeneigenschaften hat, aber eben keine eigenständige Person ist, denn ohne Gott und Jesus ist er nicht „denkbar“, nicht definiert, es würde die Basis seiner Existenz fehlen (mir fehlen irgendwie treffendere Worte, um das zu beschreiben).

          1. Wie ich bereits schrieb:

            Die vollkommene und durch nichts getrübte Liebe zwischen GOTTVATER und GOTTSOHN in Person – das ist der HL. GEIST.

            Nun, ICH verehre diese Person, den Heiligen Geist als Person Gottes seit meiner frühesten Jugend und bete zu IHM, und ich kann das nur jedem/jeder weiterempfehlen.

            Ich bin NIE von IHM enttäuscht worden, wenn ich mich an IHN wendete, denn da wende ich mich ja zugleich auch immer an Gottvater und Gottsohn.

            Ich kann das auch nicht noch besser und treffender erklären, denn wer wollte etwa von sich behaupten und sich rühmen, daß Geheimnis der Heiligen Göttlichen Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit in seiner Tiefe erfassen zu können?

            Ich erinnere abschließend an des Herrn Jesus sehr ernstes Wort, wonach Sünden wider/gegen den Heiligen Geist nicht vergeben werden (Mt 12,32)!

  13. Der Geist der Wahrheit (Heiliger Geist)

    Kein Mensch ist frei, seit Eva den Apfel an Adam weiterreichte traten sie ein in die Welt der großen Schein-Freiheit, der Mensch ist aber dazu berufen in der Realität Gottes zu leben, dazu hat Gott den Menschen erschaffen.
    Egal wie der Mensch handelt, ob gut oder böse, so bleibt er doch gefangen in einer fremden Welt, er hat in der Wahrheit gelebt und seine Freiheit kann er nur finden wenn er in die Wahrheit zurückkehrt….. Jesus sagt: Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben.“
    Erst dann wird er Leben in unfreien Welt einer unfreien Welt, als freies Gotteskind, die Wahrheit wird ihm die Augen öffnen woher er kam…. so lange er in dieser unfreien Welt umherirrt greift er nicht zu den Sternen, nein, er greift nach dem Apfel der ihm immer wieder dargereicht wird, und er bleibt in einer Welt für die er nicht geschaffen wurde.
    Nie hat Gott auch nur einen einzigen Menschen jemals allein zurückgelassen, die größte Freiheit die ER ihm gelassen hat ist die Freiheit sich zu entscheiden wieder zum Leben zurück zu kommen. Dafür sandte Gott Seinen Sohn das wir in IHM Orientierung haben um wieder nach Hause zu kommen, als erlöste und aus der Welt befreite, als Geschöpfe die wieder bei ihrem Schöpfer sind, neu geboren in ihrer Bestimmung als Kinder Gottes, dessen Unterpfand der Heilige Geist ist, der führt und leitet und in Ewigkeit nicht mehr von uns genommen wird. Es ist der Geist der Wahrheit der jede Lüge von falscher Freiheit überführt.
    Der Geist der Wahrheit heißt: Auf dem Weg in die Wahrheit zum Leben gehen.
    ,,Jesus spricht: Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben.“
    ER fragte Seine Jünger: Wollt ihr auch gehen? Sie antworteten : Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“
    Sie haben erkannt, in der Welt gibt es kein Leben, da sind sie Knechte die der Unfreiheit dienen müssen.
    ,,Die Wahrheit wird euch frei machen“
    Jesus ist die Wahrheit, die Wahrheit kommt aus Gott der den Geist der Wahrheit sendet, Jesus erklärt zum Heiligen Geist, von dem Meinen wird er’s nehmen.

    1. Da habe ich keine Berührungsängste bei dem Thema, denn im Grund genommen ist ja die Lehrmeinung zur Trinität bereits in der allerfrühsten Christenheit entstanden.
      Aber auch den Worten des Papstes meine ich zu entnehmen, dass er ihm nicht unbedingt Personeneigenschaften zuschreibt. Insgesamt halte ich den Text für weitgehend treffend.

      Zitat: „Ich kann das auch nicht noch besser und treffender erklären, denn wer wollte etwa von sich behaupten und sich rühmen, daß Geheimnis der Heiligen Göttlichen Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit in seiner Tiefe erfassen zu können?“
      Ich bin der vorsichtigen Meinung, dass ich da eine Menge begreifen konnte, sicherlich nicht abschließend und in aller Tiefe. Aber interessanterweise bin ich nicht in der Lage, meine Erkenntnisse in Worte zu fassen, die für andere nachvollziehbar wären.

      1. Ich wiederum lese sehr wohl aus der vom Papst vorgetragenen Katechese, dass der Hl. Geist hier als Göttliche Person gesehen und verkündigt wird.

  14. Zwei Bibel Worte des Herrn Jesus aus dem Johannes Evangelium noch, aus denen m. E. klar hervorgeht, dass es sich beim Heiligen Geist um eine – die dritte – Göttliche Person handelt, die eben personal wirkt und handelt:

    Joh 15,26:
    „Wenn aber der Beistand kommt, den ich Euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.“

    und Joh 16, 13:
    „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und Euch verkünden, was kommen wird.“

    Ich sehe gerade in dem 2. Satz (Joh 16, 13b) eine große geradezu göttliche Demut und unbedingte Wahrheitsliebe der Person des Hl. Geistes, der ausschließlich das absolut wahrheitsgetreu und unverfälscht weitergibt, was er vom göttlichen Dialog zwischen Gottvater und Gottes Sohn hört (Joh16, 13a), um so die Gott liebenden und Gott ergebenen Menschen noch tiefer und ganz in die Wahrheit einzuführen.

  15. —sondern er wird sagen, was er hört, und Euch verkünden, —

    Ja, das ist eine klare Aussage für eine dritte Instanz.

    Kommt mir noch ein Gedanke, Gott sendet ,,Jesus“ und den ,,Heiligen Geist“ aber der Hauptakteur ist Gott in dem alles vereint ist.
    Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, das die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit, denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. Joh 4.23

    Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Joh 4. 24

    Geist = Heiliger Geist
    Wahrheit = Jesus

    Wir sollen also den Vater anbeten, auch in Off steht: Bete Gott an, Off 19. 10b und Off 22. 9c
    Jesus hat auch immer hingewiesen auf den Vater, ich glaube das ER nie darauf hingewiesen hat das man Ihn anbeten soll, doch wenn Jesus in uns ist beten wir mit IHM hin zu Gott. Ohne Jesus und den Heiligen Geist ist es nicht möglich den Vater anzubeten.

    1. Gottvater, Gottsohn und Gott Heiliger Geist sind der eine dreieinige Gott.

      Wir werden in der christlichen von Jesus Christus selbst eingesetzten Taufe ja im „Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft – auf die 3 göttlichen Personen.

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