Die Katastrophe der Ethisierung des christlichen Glaubens

Die seit dem 19. Jht. andauernde systematische „Ethisierung“ und „Moralisierung“ des christlichen Evangeliums auf protestantischer Seite führte im 19. Jht. und sie führt „heute“ wieder in vor-reformatorisches und unbiblisches Denken und Leben hinein, das dem christlichen Evangelium diametral widerspricht. Der Imperativ des so oder so Handelnmüssens als einer individual-ethischen und sozial-ethischen Forderung (Gesetz) verdrängt den […]

Dieser Blog-Beitrag von Dr. Berthold Schwarz erschien zuerst auf Schwarz ad hoc . Lies hier den Original-Artikel "Die Katastrophe der Ethisierung des christlichen Glaubens".

Über Dr. Berthold Schwarz

Dr. Berthold Schwarz arbeitet seit 2003 als Dozent für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) = Giessen School of Theology. Nach seinem Theologiestudium in Marburg, Erlangen und Tübingen und verantwortlicher Mitarbeit in christlichen Gemeinden, ließ er sich in den Gemeindegründungs- und Missionsdienst nach Japan berufen, um dort die frohe Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Christus zu verbreiten. Nach seiner Rückkehr aus Japan promovierte er an der Universität Erlangen mit einer Untersuchung zu John Nelson Darbys Theologie (Leben im Sieg Christi“, Gießen 2008 – ISBN: 978-3-7655-9550-9). Ein Habilitationsprojekt ist gegenwärtig „im Werden“. Jetzt an der FTH hilft er dabei mit, junge Menschen für einen leitenden Dienst in der Gemeinde, in christlichen Werken und in der Mission auszubilden. Neben seiner Haupttätigkeit als Hochschullehrer für Systematische Theologie ist er Leiter des „Israel-Instituts“, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Verhältnis zwischen Juden und Christen, zwischen Israel und Gemeinde Jesu, biblisch-theologisch zu erklären. Außerdem hält er deutschlandweit Vorträge und Workshops in Gemeinden und auf Konferenzen zu unterschiedlichen christlich motivierten Themenstellungen. Durch verschiedene Aufsatz- und Buchveröffentlichungen zu Themen der christlichen Lehre und der Schriftauslegung will Dr. Berthold Schwarz biblisch verantwortetes Gedankengut fördern. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

33 thoughts on “Die Katastrophe der Ethisierung des christlichen Glaubens

  1. Aussage 1:
    „Der Imperativ des Handels verdrängt den Indiativ des Gerechtwerdens ohne Werke usw.“

    Aussage 2: Das Handeln folgt der geschenkten Wiedergeburt als Frucht.

    Wie kann denn das Handeln schlecht sein wenn es Folge der Nachfolge ist?
    Ich sehe hier einen Fehler.

    Wenn ich zb sehr überzeugt bin von einer Partei (oder Jesus) will ich doch auch viel Einsatzt (Handeln) für diese Partei bringen.
    Die höhe des Glaubens korreliert eher mit dem drängen auf Handeln. (den ohne wäre der Glaube Tot)

    Und wo behauptet die EKD das der „Indikativ des Gerechtwerdens ohne Werke aus reiner Gnade“ verdräng werden soll?
    Viel eher wird das der individual-ethischen und sozial-ethischen Imperativ mit dem Glauben begründet, gerade weil sie Christen sind (zb mit Jakobus 4.17 „Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde“)

    Welcher dieser Handlungen der EKD sind den per se Schlecht? Wiederspricht es der Bibel Flüchtlinge gut zu behandeln oder zu retten?
    Ist es eine reduzierung? Haben den die Pfarrer der EKD wirklich nichts über das Evangelium gepredigt?

    Machen sie Stimmung gegen Mitchristen oder wollen sie konstruktiven Dialog?

    Ich freue mich natürlich über ihre Antwort
    Liebe Grüße
    Spinoza

    1. @ Spinoza

      Berthold Schwarz hat doch völlig Recht: in weiten Teilen der EKD hat sich das moralisch-ethische Handel schon lange zum Selbstzweck entwickelt und hat mit der Kernbotschaft des Evangeliums, der Befreiung von Schuld und Sünde, um dadurch ewiges Leben zu erlangen, keinen Zusammenhang mehr.
      Daher sehe ich hier keine Stimmungsmache, sondern Tatsachen, die ja selbst in weitern Kreisen der EKD so gesehen wird, weil dort die Notwendigkeit der Erlösung nach biblischem Bild nicht mehr gesehen wird

  2. —Die oft auf politische, ökologische und sozial-ethische Aktivität reduzierte Botschaft der sog. EKD-Kirchen, aber mittlerweile auch der post-evangelikalen, der ex-evangelikalen und der post-pietistischen Szene pervertiert das Christentum und macht aus ihm eine pagane, synkretistische, rein irdische „Heilsreligion“, die aber niemand braucht …—

    Wer nicht nach der Wahrheit sucht gibt sich zufrieden mit Menschenworten, denn da kann er ausweichen, der Wahrheit kann er nicht ausweichen weil sie ihn überführt. Was wird er finden? Worte sie seinem Dasein schmeicheln und nicht seine Veränderung zum Ziel haben, er kann flexibel bleiben.
    ,,Viele nun seiner Jünger, die das hörten sprachen: Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören? Joh 6. 60
    Der Reiche Jüngling hat alle Gebote gehalten, doch sein Herz blieb verhaftet in der Welt, er war traurig und ging weg denn der Preis war ihm zu hoch, sicher dachte er, er hätte es billiger haben können, das ewige Leben.
    So sieht’s wohl in vielen Herzen aus die einen einfachen Weg mit Jesus gehen wollen. Sie gehen aber an Jesus vorbei und halten ihr Leben fest.
    Der Jüngling war ehrlich, er ging…. heute will keiner mehr gehen und sucht danach, beides, Welt und Glaube miteinander zu verbinden.

    1. @Matze

      Wer sagt den explizit das Evangelium ist nicht mehr notwendig, Taufe ist unsinn, Schuld und Sünde existieren nicht in der EKD. Nennen sie Beispiele und zeigen sie auf das diese für zumindest einen nicht unerheblichen Teil der EKD und seiner Gliederkirchen gilt.
      Zeigen sie mir wer seine mor.-eth. Handlungen nicht mit seinen Glauben begründet.

      Bedenken sie das Falsches Zeugnis aussagen nicht unbedingt eine gute Christlische Eigenschaft ist und begründen sie ihre Aussage gut.

      Gruß Spinoza

      Lilli die Erzählung vom freien Jüngling passt nicht wirklich. Sein Fehler war eben nicht das er zu viel Wert auf Gute Taten legte und deshalb zu wenigg focus auf ihn legte. Davon steht nichts (!) in der Bibel.

      Desweiteren. Das Doppelgebot fängt mit der Liebe zu Gott an. Das ander ist im gleich (!). Die liebe zu Gott ist schwer zu erkennnen oder zu verifizieren. Aber die liebe zum nächsten kann man zumindest sehen (obwohl sie dann immer noch gespielt werden kann.

      „Woher weiß der Mensch was gut ist? Wenn er Gott liebt“
      Auch. Aber der Mensch hat auch die Erkenntnis von Gut und Böse. Dies zu leugnen wird etwas schwer…

      Die Welt wird durch gute Taten selten dunkler, und we will durch gute Taten den sein wie Gott? Wer behauptet das?

      Der Mensch ist Sünder, das verstehe ich auch aber Gottes Wille ist die Gerechtigkeit.
      Sprüche 21,3 „Recht und Gerechtigkeit tun ist dem Herrn lieber als Opfer.“
      Opfer ist der offizielle Kult damals. Gott liebt Recht und Gerechtigkeit mehr als eine Schöne Predigt und einen tollen KIrchenchor. Mehr als Kluge Kommentare in Blogs und sicher merhr als Angriffe auf Glaubensbrüder.

      Weitere Verse:
      Sprüche 14,34 dazu dann Jak 4,17
      Jesaja 46,12
      Römer 14,17
      usw
      Gerechtigkeit ist also der Wille (zumindest ein Teil dessen) Gottes.

      „Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“

      Herzliche Grüße Spinoza

      PS.
      Falls ich jemanden Beleidigt haben sollte möchte ich mich entschuldigen.
      Das war nicht meine Absicht. Ich lehne nur diesen seltsamen Streit mit Glaubensgeschwistern, um des Streites Willen ab. Es gibt sicher anderes über das man diskutieren könnte als der Vorwurf die EKD tut zu viel moral. eth. richtiges (Aus ihrer Sicht).

      1. —Lilli die Erzählung vom freien Jüngling passt nicht wirklich. Sein Fehler war eben nicht das er zu viel Wert auf Gute Taten legte und deshalb zu wenigg focus auf ihn legte. Davon steht nichts (!) in der Bibel.—

        Der reiche Jüngling trat vor Jesus und fragte: Was soll ich gutes tun um das ewige Leben zu erhalten
        er wußte also das es nicht reicht was er bereits erfüllt hat.
        Jesus zählt die Gebote auf, der Jüngling sagt das er alle gehalten hat.
        Jesus übergeht die Frage, was soll ich gutes tun und macht damit deutlich das es nicht zuerst darum geht gutes zu tun, sondern die Bereitschaft für Gott alles loszulassen, also Gott zuerst, das 1. Gebot, die Nächstenliebe hat er ja eingehalten wenn er die Gebote erfüllt hat die Jesus aufzählte. Jesus lenkt den Blick auf das erste Gebot, das macht deutlich das gutes tun oder gut sein wollen nicht die Eintrittskarte für den Himmel ist, der Jüngling hat das zweite Gebot erfüllt aber nicht das Erste.
        Schon die Fragestellung was soll ich gutes tun zeigt, er will etwas gutes tun um das ewige Leben zu bekommen, eigentlich müsste er fragen, wie bekomme ich das ewige Leben od. so ähnlich,er denkt also, durch gutes tun könnte man in den Himmel kommen.
        Die Antwort: Verkaufe alles was du hast….der Jüngling ging weg, das zeigt das er über das Gute das er tut selbst bestimmt, er ist sein eigener Herr. Der Jüngling war sicher ein guter Mensch aber um in den Himmel zu kommen reicht es nicht. Was ihm fehlte war die Liebe zu Gott 1. Gebot, an seiner Reaktion wegzugehen sieht man, dazu war er nicht bereit.

        —„Woher weiß der Mensch was gut ist? Wenn er Gott liebt“
        Auch. Aber der Mensch hat auch die Erkenntnis von Gut und Böse. Dies zu leugnen wird etwas schwer…—

        Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Jesus folgen, oder sein wie Gott, also sein eigener Herr, dann entscheidet man auch selbst was gut und böse ist.

        —Gerechtigkeit ist also der Wille —

        Durch den Glauben hat Abel ein besseres Opfer gebracht als Kain, deshalb wurde ihm bezeugt, daß er gerecht sei Hebräer 11.4a

        Gerechtigkeit kommt aus Glauben

        Liebe Grüsse

        1. Liebe Lilli
          Die Frage „Was soll ich gutes Tun?“ Überinterpretieren sie etwas. Vorallem da sie bei den anderen synoptikern so gestellt wird wie sie später fordern. Interressanterweise stört Jesus sich dort daran das er gut genannt wird.

          https://www.bibleserver.com/synoptic/LUT/61

          Jesu übergeht die Frage des „was tun“ eben nicht. Er zählt Gebote auf. Doch nicht irgendwelche Gebote, nein, ethische. Das Gebot der Nächstenliebe kommt nur einmal vor.
          Auch wird einmal betont das Jesus in lieb gewann.
          Bisher hat der Jüngling alles richtig gemacht. Anscheinend beisst sich das ethische Handeln nicht mit der Liebe zu Gott sondern ist wie das Doppelgebot betont „ihm Gleich“.

          Was das loslassen angeht, wird explizit der Reichtum erwähnt, welcher verteilt werden soll (ethische Handlung) um loszulassen (hier passt dann ihr Fokus auf die LIebe Gottes.

          Wir halten Fest.
          Der Erste Punkt den Jesus erwähnt ist die ethische Handlung. Kein Wort der Kritik daran. KEINES! Kritisiert wird danach nur der Reichtum.
          Jesus sagt nicht „deine Gerechten Taten sind aus den Falschen Motiven gemacht“.

          Was ich nochmals betonen und wissen will.
          Wo wiederspricht die Handlung der EKD dem Willen Gottes?
          Ist ethisch korrektes Handeln Sünde?

          „Gerechtigkeit kommt aus Glauben“
          Ja auch. Das will ich ja keinem Absprechen oder hier irgendjemanden Kritisieren weil er glaubt. Aber sie können mir nicht glaubend machen das die Oben genannten Verse auf so eine Diffuse Aussage abzielen. Dort ist konkrete Handlungg gefordert.

          Ich bleibe dabei:
          (praktische) Gerechtigkeit ist der Wille Gottes
          Und die Familie Jesu sind die, die den Willen des Vaters tun.

          Wenn also die EKD oder sonst wer ein minimum an Jesus Theologie (Jesus unser Retter) haben und Ethisch handeln wollen ist dies eine gerechtfertigte Ausdrucksweise des Glaubens und sie meine Geschwister im Glauben.

          1. Hallo Spinoza

            —Auch wird einmal betont das Jesus in lieb gewann.
            Bisher hat der Jüngling alles richtig gemacht. Anscheinend beisst sich das ethische Handeln nicht mit der Liebe zu Gott sondern ist wie das Doppelgebot betont „ihm Gleich“.—

            Wenn wir den Glauben auf ethisches Handeln reduzieren dann wäre der Jüngling ja ein Vorzeige-Gläubiger, denn er hat alle Gebote gehalten, bis auf das 1. Gebot, und er wäre zum ewigen Leben eingegangen.
            Aber er ist überhaupt kein Gläubiger, das wird ja am Ende deutlich, denn er geht, ohne das ewige Leben erhalten zu haben. Warum kam er überhaupt zu Jesus? gewiss hat er über die guten Taten von Jesus gehört und dachte sich in bester Gesellschaft, ist auch ein Grund weshalb er Jesus ,,guter Meister“ nannte, er sah Jesus nicht als Gott (Gottes Sohn), er sah IHN also eher als einen der gutes tut und erhoffte sich einen Ratschlag was er selbst noch tun müsste um das ewige Leben zu erhalten.
            Die EKD oder sonst wer besteht für mich immer aus einzelnen Menschen die aus unterschiedlichen Motivationen handeln, die man also nicht alle über einen Kamm scheren darf, weder im Sinne von ethischem Handeln oder im Fokus darauf Jesus zu folgen UND ethisch Handeln.

            —Wo wiederspricht die Handlung der EKD dem Willen Gottes?
            Ist ethisch korrektes Handeln Sünde?—

            Nein, darum geht es ja nicht, es geht doch um ,,Glauben“ denn darum ist doch Kirche in erster Linie ein Ort des Glaubens und nicht des ethischen Handelns.

            —Bisher hat der Jüngling alles richtig gemacht. Anscheinend beisst sich das ethische Handeln nicht mit der Liebe zu Gott sondern ist wie das Doppelgebot betont „ihm Gleich“.—

            Dann hätte dem Jüngling ja nichts gefehlt und er wäre ein Kandidat für das ewige Leben. Wenn doch alles gut war, warum hat Jesus ihm dann das ewige Leben verwehrt? Sicher nicht weil er so gut war oder seinen Reichtum nicht hergeben wollte. Jesus offenbarte ihm seine Herzenseinstellung, gutes tun, ja, darin war er ja vorbildlich, Gott lieben, nein, da wollte er sein Leben doch nicht aus der Hand geben, das offenbart die menschliche Selbstgerechtigkeit.
            Als der Jüngling ging wurde ihm in diesem Moment deutlich das er mit seinen guten Taten und seiner Selbstgerechtigkeit vor Gott nicht bestehen kann. Er hätte ja auch mit Jesus weiterdiskutieren können, z.B. warum mein ganzer Reichtum, ich gebe schon viel…..oder ähnliches, ….. im werdegang des Gesprächs wird deutlich worum es dem Jüngling ging, er hielt sich für gut und wollte sich das ewige Leben erkaufen, hätte Jesus gesagt gib ein Drittel deines Reichtums an die Armen wäre er vermutlich einverstanden gewesen, siehe Zachäus, ,,Herr, die hälfte meiner Güter gebe ich den Armen…. Lukas 19. 8b, dafür wurde er von Jesus gelobt, und Jesus sprach: heute ist diesem Hause Heil wiederfahren. Lukas 19. 9a, es geht Jesus also um mehr, nämlich um das Herz, als der Jüngling IHN guter Meister nannte sah Jesus schon die Gesamt-Situation seiner Selbstgerechtigkeit und malte ihm das vor Augen indem ER anfing ihm die Gebote aufzuzählen, und ihm zu zeigen das es ihm nicht um die Liebe zu Gott ging, sondern er sich selbst nur im Blick hatte.

            —Wenn also die EKD oder sonst wer ein minimum an Jesus Theologie (Jesus unser Retter) haben und Ethisch handeln wollen ist dies eine gerechtfertigte Ausdrucksweise des Glaubens —

            Ich glaube das sieht Gott anders, ER verlangt 100% und nicht nur ein minimum, aus dem Glauben fließt dann das Handeln, aber Gott zuerst 1. Gebot.

            —Ich bleibe dabei:
            (praktische) Gerechtigkeit ist der Wille Gottes—

            Gerechtigkeit ist der Wille Gottes, ja, und Jesus sagt: Ich bin gekommen die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten. Mt 9.13b es geht also wie im Beispiel des Jünglings um gerechtes Handeln oder selbstgerechtes Handeln.

          2. @Spinoza

            —Die Welt wird durch gute Taten selten dunkler, und we will durch gute Taten den sein wie Gott? Wer behauptet das?—

            Abtreibung (selbst bis zum 9. Monat) wurde als Menschenrecht im EU Parlament aufgenommen, das zählt man auch zu den guten Taten und vieles mehr….
            gibt es eine größere Tat als das einstehen von Menschenrechten zu gewähren?
            Der Mensch entscheidet selbst was gut oder böse ist, darum wird es immer dunkler in der Welt.

      2. Wie viele Seiten dazu soll ich denn vollschreiben, um zu zeigen wie viele Pfarrer heute den biblischen Erlösungsweg ablehnen. Das ist doch alles offensichtlich und aus meiner Sicht gehört sehr viel dazu, um das nicht zu sehen. Trotzdem einige Beispiele: Allversöhnung und Heil durch alle Religionen ist Mehrheitsmeinung in der Kirche, Worthaus Theologie usw.

        1. Die EKD muss ja nicht offiziell den Erlösungsweg und anderes mehr ablehnen, es reicht doch, wenn viele in der evangelischen Kirche nur noch auf ihr eigenes Gutsein (kann man mit oder ohne Anführungszeichen schreiben) setzen. Es gibt aber auch genug solche Pfarrer wie du sie beschrieben hast.

          Jesus ist für viele ein guter rechter Mann gewesen, vielleicht auch auf dem Papier der Erlöser, aber in der Praxis nehmen sie die Erlösung nicht an und vertrauen nur auf ihre eigenen (guten) Werke. Damit hat doch der Herr Schwarz recht mit seinen Ausführungen. Der Sünderheiland hat doch bei vielen ausgedient. Das gilt hierzulande für beide grossen Kirchen.

          1. Warum sollen Pfarrer die Taufe ablehnen, wenn diese Mitglieder für die Kirche bringt? Auch wenn man Gott z. B. nur als Symbol für ethisches Handeln sieht kann man doch ohne Probleme taufen und damit ist taufen kein Beweis, dass der Pfarrer biblisch glaubt

          2. @Spinoza
            Ich würde mit Ulrich Wilckens „Theologie des Neuen Testaments: Histsorische Kritik der historisch-kritischen Theologie“ anfangen. Wilckens, der ja nur wirklich kein theologisches Leichtgewicht ist, zeigt die Entwicklung der protestantischen Theologie auf. Dabei kommt er immer wieder auch genau darauf zu sprechen, wie von Jesus nicht mehr als ein moralischer Lehrer übrig blieb.

            Ansonsten finde ich die Forderung nach Quellen, geht es um die Moralisierung bzw. Ehtisierung innerhalb der EKD schon seltsam. Ungefähr so, als schreibe jemand: „Du sagst Wasser sei nass? Wo sind bitte die Quellen?“ Natürlich würde ich nie alle evangelischen Pastoren über einen Kamm scheren. Immerhin kenne ich doch einige, die tatsächlich das Evangelium verkünden. Aber eben nicht das Evangelium der Energiewende, das Evangelium der universellen Liebe Gottes, die am Ende alle in den Himmel bringt, das Evangelium des Genderns usw. usw.

            Liebe Grüße

          3. Sorry Fehler:
            Es muss natürlich heißen: „Theologie des Neuen Testaments: Historische Kritik der historisch-kritischen Exegese“.

            Liebe Grüße

          4. Setzt man hier auf eine unhistorische und unkritische Exegese?

            Steht die Zeit still? Gibt es den Faktor Zeit, Historie nicht?

          1. Sorry, doch noch mal.

            Also im Titel des Buches von Wilckens selbst steckt ja schon „historisch“ drin. Daraus könnte man schließen, dass es nicht um eine unhistorische Methode geht.

            Außerdem (das soll nicht überheblich klingen) wirkt der Kommentar recht uninformiert. Nur weil jemand die historisch-kritische Exegese kritisiert, heißt das noch lange nicht, dass er weder historisch denkt, noch die Bibel auslegt.

            Man sollte einem Mann wie Wilckens zuhören. Gerade weil er tief in der HKM verwurzelt war und dann in der Praxis deren zerstörerischen Einfluss hautnah erlebt hat.

            Liebe Grüße

          2. Interressant ist ja das Wilckens hier als Gegener der HKM dargestellt wird… nur das er das nicht ist. Er bekämpft ihre Auswüchse, prinzipiell aber ist sie für ihn eine Grundlegende Methode.

          3. @Spinoza
            Leider kann ich irgendwie nicht direkt auf ihren letzten Kommentar antworten. Deshalb hier.

            Ihre Antwort ist leider eigentlich gar keine. Anstatt auf das einzugehen was Wilckens darstellt, bekräftigen sie vielmehr, er sei ja eigentlich weiterhin ein Verfechter.

            Die Aussage ihrerseits er wende sich (lediglich) gegen die Auswüchse der HKM ist da ein wenig untertrieben. Kennen sie seinen Bericht wie erschüttert er war, als er Bischof wurde und gesehen hat, was die gängige Theologie für Auswirkugnen auf den Dienst von Pastoren hatte? Wenn ich mich recht erinnere, wendet er sich in diesem Buch sehr klar gegen die Voraussetzungen und Ergebnisse der HKM, gerade was die Person Jesus angeht. Denn durch die HKM und ihre geistesgeschichtlichen Voraussetzungen bleibt von Jesus ein moralischer Lehrer übrig. Das kann man einfach nicht mit „Er wendet sich nur gegen die Auswüche“ abtun.

            Da die HKM an den Unis den Allgenugsamkeitsanspruch ausübt (und alles andere a priori als unhistorisch, unwissenschaftlich usw. abgetan wird), ist es da ein Wunder, wenn auch von offizieller Kirchenseite nichts mehr von Sünde zu hören ist, vom Kreuz als Opfer für die Sünden u.v.m. Hingegen sehr viel über Moral und Ethik?

            Da ich allerdings aus dem freikirchlichen Raum komme, will ich gar nicht so viel über die EKD reden. Es gibt nämlich auch in unseren Kreisen genug, was in dieselbe Richtung geht.

            Liebe Grüße

          4. Hallo,

            Buchtitel
            „Kritik der Bibelkritik: Wie die Bibel wieder zur Heiligen Schrift werden kann.“ Autor: Ulrich Wilkens.

            Marcus Tesch hat sein Bibelstudium absolviert an der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH),

            In seiner Buchbesprechung zu „Kritik der Bibelkritik: Wie die Bibel wieder zur Heiligen Schrift werden kann“. Ulrich Wilkens weist Tesch darauf hin, daß Ulrich Wilkens die historisch-kritische Methode als sinnvoll erachtete.

            Tesch merkt an, dass Wilkens lediglich einige wenige Aspekte anders (un-kritisch) betrachtet, sich jedoch nicht von der HKM (Historisch-Kritischen Methode) abwendet.

            Anmerkung:
            Die historisch-kritische Methode ist keine „Bibel“kritik. Sie ist eine Methode, die kritisch und in erster Linie selbstkritisch ARBEITET und dabei geschichtliche (historische) Entwicklungen, darunter z.B. auch der gesamten Stimmen von Christen und Kirchenvätern der KirchenGESCHICHTE, sprich historisch, beleuchtet, also Entwicklungen der Bibelgeschichte UND daraus resultierende ERGEBNISSE, also auch u.v.a. Entwicklungen der christlichen Kirchengeschichte berücksichtigt.

            Markus Tesch merkt in seiner Rezension auch an, dass die Forschungen Wilkens neben seiner weitgehenden Anerkenntnis der HKM zum Teil auch heute veraltet anmuten und/oder unvollständig sind. Wilkens ist heute Mitte 90.

            Was Wilkens insofern im Buchtitel als „Bibelkritik“ bezeichnet, würde er angesichts dieses u.a. genau daraus resultierenden heutigen Streits sicher wörtlich differenzieren und somit heute präzisieren, um sinnleeren Streit zu vermeiden..

            „Kritik“ versteht sich in ALLEN Wissenenschaften neben Sachkritik vor allem als SELBSTkritik im Forschen. So auch in der Historisch-(selbst)kritischen Methode bei der Erschliessung der Bibel.

            Wer als Wissenschaftler diese Kritik nicht anwendet, betreibt Pseudowissenschaft.

            Wilkens bleibt insofern überwiegend „kritisch“. Allerdings haben seine „unkritischen“ Aspekte auch fatale Folgen. Es gab auch pseudo-wissenschaftliche Aspekte.

            Gast, hast du das ganze Buch durchgelesen ..und studiert?

            Wenn ja, wäre es hilfreich, wenn du hier selbst frei deine Zusammenfassung postest. Ich bitte darum und warte.
            Andernfalls: Auch ok.

            Grüssle

          5. @Jazzico

            Also nochmals: Ja, Wilckens hat sich nicht vollständig von der HKM abgewendet, also kein Buch wie Gerhard Maier (Das Ende der historisch-kritischen Methode) geschrieben. Ich werde allerdings das Gefühl nicht los, dass sie (und vielleicht auch Spinoza) das Buch nicht gelesen haben. Denn für sie scheint klar zu sein, wenn Wilckens sich nicht völlig von der HKM abgewandt hat, kann seine Kritik auch nur „Auswüchse“ oder „kleine Punkte“ betreffen.

            Das Buch, das sie von Wilckens nennen, ist übrigens der Vorläufer desjenigen, das ich erwähnt habe. Eine sehr viel kürzere Fassung. Im Buch „Historische Kritik der historisch-kritischen Exegese“ wendet sich Wilckens nicht nur wenigen Randpunkten der HKM zu, die er kritisiert. Weil er von der (historischen) Auferstehung Jesu ausgeht, von der er ergriffen ist, kritisiert Wilckens die geistesgeschichtlichen Voraussetzungen der HKM sehr grundlegend, u. a. die damit einhergehende Ablehnung allen Übernatürlichen usw.

            Daher: Ja, Wilckens lehnt die HKM nicht rundheraus ab. Seine Kritik ist dennoch sehr grundlegend, da sie sowohl die Voraussetzungen der Mehtode, als auch die daraus resultierenden Ergebnisse sehr (!) kritisch sieht. Ich weiß nicht, wie man Wilckens anders verstehen kann, wenn man das Buch gelesen hat. Aber natürlich kann es sein, dass ich überinterpretiere. Ich denke allerdings nicht.

            Ein Letztes: Das Alter Wilckens spielt eigentlich keine Rolle. Ja, er und andere Bischöfe wurden heftig von jüngeren kritisiert, als sie sich zu einem bestimmten Thema äußerten. Da kam auch schnell die Rede auf das Alter. Wir sollen ja nicht gleiches mit gleichem vergelten. Aber manchmal wünscht man sich doch, dass die jüngeren Kollegen alt genug werden, damit sie selbst erleben, wie ihre Nachfolger sie auch als überholt ansehen.

            Liebe Grüße

          6. Entschuldigung, anscheinend bin ich der Kommentator der Nachträge …

            Sollte ich 85 Jahre alt werden und dann nur 1/4 der geistlichen Kapazitäten eines Wilckens haben, würde ich übrigens sofort unterschreiben!

            Liebe Grüße

          7. Meine Güte, was ist denn mir mir los?! Im letzten Kommentar muss es natürlich heißen „geistige“ Kapazitäten, nicht „geistliche“.

  3. —Wie kann denn das Handeln schlecht sein wenn es Folge der Nachfolge ist?—

    Es kann, muss aber nicht.

    Jeder kann wenn er will gutes tun, aber ist es auch das was Gott tun will?
    Jesus sagt: Nur einer ist gut ,,Gott“. Also ist/wird gut wenn der Mensch Gott liebt, das erste Gebot, damit fängt alles an, auch die Nächstenliebe.
    Woher weiß der Mensch was gut ist? Wenn er Gott liebt…. der das Gute durch ihn tun will. So bleibt bestehen was Jesus sagt, ,,nur Gott ist gut“
    Wollen wir gutes tun um Gott zu gefallen? Dann handeln wir eigenmächtig und machen uns selber gut.
    Gerade heute wird deutlich, je mehr gutes wir tun wollen, um so dunkler wird es in der Welt, weil wir Gott nicht tun lassen was ER will. Da ist immer noch das gleiche Dilemma, wir wollen werden wie Gott, wir wollen gut sein. Aber gerade das trennt uns von Gott, der Blick fällt auf uns selbst. Wir lieben das was wir tun mehr als Gott.
    Der Mensch der gutes getan hat erhebt nicht selten einen Anspruch darauf was als Gut zu bezeichnen sei, damit verleugnet er aber die Aussage von Jesus, ,,Gott allein ist gut“, was man also selbst für wahr und gut hält wird zum Maßstab für den Glauben eingesetzt. So kommt der Mensch aus seinem Dilemma heraus das er doch nur ein Sünder ist, er wird zu einem ,,guten“ Sünder

  4. So kommt der Mensch aus seinem Dilemma heraus das er doch nur ein Sünder ist, er wird zu einem ,,guten“ Sünder, und er baut die Brücke zu Gott, anstatt das Gott die Brücke zu ihm baut durch Jesus Christus.

  5. Matze
    „damit ist taufen kein Beweis, dass der Pfarrer biblisch glaubt“
    Erfahrungsgemäß ist „Biblischer Glaube“ ein Euphemismus für „meine spezifische Sicht der Dinge“ oder warum sind sich auch so viele Evangelikale in vielen Dingen uneins? So viele nennen sich Bibeltreu, aber es gibt trotzdem nicht die unierte Bibtreue Kirche.
    Liegt naürlich daran, dass die anderen nicht „wirklich“ Bibeltreu sind so wie ich.
    Was mir nicht passt ist Liberal.

    Aber: Einen anderen Grund kann niemand legen als Jesus Christus allein

    Liebe Grüße
    der nervige Spinoza

    1. @ Spinoza, Du bist nicht nervig

      kurz zu meiner Überzeugung und dann wird es auch vielleicht klarer. Für mich gibt es nur zwei Möglichkeiten:

      Entweder gibt es keine finale Wahrheit, dann können wir nach unserer Facon selig werden. Jesus ist dann ein guter moralischer Botschafter. mehr aber auch nicht. Dann brauche ich aber nicht unbedingt eine Kirche sondern kann mich dann (edel sei der Mensch hilfreich und gut) auch in einer NGO engagieren.

      Die andere Möglichkeit von der ich überzeugt bin ist, dass es eine absolute Wahrheit gibt. Es wird da in kleinem Umfang auch verschiedene Ansichten wie bei zweitrangigen Fragen geben. Dann gilt es sich auch für diese eine Wahrheit einzusetzen

      Dazwischen gibt es für mich keinen Mittelweg und warum auch. Wer dann meint fromm zu sein und viel in der Kirche tolerieren will kann das ja nach dem ersten Weg muß aber dann logischerweise alle anderen Weltsichten, Religionen usw. als genauso richtig oder falsch ansehen wie seine eigene Sicht.

    2. Das Wort bibeltreu sagt nichts aus, weil nirgends im Einzelnen definiert ist, was es genau bedeutet und beeinhaltet. Es fehlt den Evangelischen und Freikirchen eben eine Instanz, die letztlich definiert, was zu glauben ist und was nicht wie das die kath. Kirche hat. Wobei es in der kath. Kirche derzeit ja auch gärt und die Lehre der Kirche vielfach innerkirchlich nicht mehr ernst genommen und teilweise sogar abgelehnt wird.

  6. Lili ich kann mich mit ihrer Interpretation schlicht nicht wirklich anfreunden.
    Zuviele Außertextliche Annahmen.
    Der Text Befund
    Jüngl. sagt er hält alles
    Jesus bestätigt dies da er ihn lieb gewinnt
    Jesus macht keinen Vorwurf er würde etwas nicht erfüllen
    Außer einer sache die Fehlt
    Geld soll weg und er nachfolgen
    danach kommt noch ein Wort (Gleichniss) gegen Reichum

    Aber es ist ok wenn wir divergierende Meinungen haben. Als Heilsentscheidend sehe ich das nicht.
    Sie bleiben meine Schwester im Glauben, wie auch die Mitglieder der Landeskirche dies bleiben.

    Liebe Grüße
    Der hoffentlich etwas versöhnlichere Spinoza

    1. @Spinoza

      —Lili ich kann mich mit ihrer Interpretation schlicht nicht wirklich anfreunden.
      Zuviele Außertextliche Annahmen.—

      Die Außagen Jesu in der Bibel sollen uns ja zum nachdenken anregen und nicht nur zur Kenntnisnahme, deshalb lassen sich Seine Außagen ja von mehreren Seiten beleuchten, und es hat immer etwas mit uns persönlich zu tun, Gott geht es doch darum unser Herz zu prüfen, z.B. an welchem Reichtum (das muss nicht immer materiell sein) hängt unser Herz. Die Jünger verstanden die Bedeutung des Reichtums, …..,,Da seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden?“ Mt 19. 25
      Die Jünger selbst waren ja nicht reich und es gab damals sicher nur einige wenige materiell Reiche, sie bezogen ihr Entsetzen auf alle Menschen, das, wer Jesus nachfolgen will, muss bereit sein alles herzugeben. Sie haben es ja in dem Gespräch mitbekommen das der Jüngling im halten der Gebote vorbildlich war, und trotzdem das ewige Leben nicht erhält, sie verstanden den tieferen Sinn, ,,wo euer Schatz ist da ist euer Herz“… der Schatz kann auch ein ansammeln guter Werke sein, der Reichtum gestaltet sich in jeglicher Form, deshalb geht es in dem Gespräch mit dem Jüngling eben nicht allein um materiellen Reichtum.
      Wir können also noch so ethisch gut handeln und die Gebote versuchen einzuhalten, ,,es reicht nicht“ …. Jesus kündigt ein ganz neues Leben an, ein ganz anderes, ….,,bei den Menschen ist’s unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Mt 19. 26b. Es geht also um die Befreiung, Erlösung unserer alten Natur, und die beginnt mit dem ja zu Gott, das ist der Anfang der Liebe (1. Gebot), wir halten nicht mehr fest an uns selbst, sondern übergeben unser Leben Gott, dann haben wir den Schatz gefunden der ewig bleibt.
      Die Jünger waren entsetzt weil es sie ja auch selbst betraf, und jeden Menschen, und nicht nur die wenigen Reichen, ich halte es von daher nicht für ausserbiblisch, denn wir sollen uns selbst prüfen und nach dem tieferen Sinn forschen was Jesus uns sagen will in Seinen Gleichnissen, so taten es die Jünger, und wir sollen es auch tun. Es geht ja nicht darum die Fakten zur Kenntnis zu nehmen ,,Jüngling, Reich, hält Gebote usw., sondern immer selbstkritisch fragen, wie sieht’s bei uns aus.

      Liebe Grüsse

  7. Zitat des Ausgangsartikels:

    Die Katastrophe der Ethisierung des christlichen Glaubens
    Von Schwarz-ad-hoc

    Die seit dem 19. Jht. andauernde systematische „Ethisierung“ und „Moralisierung“ des christlichen Evangeliums auf protestantischer Seite führte im 19. Jht. und sie führt „heute“ wieder in vor-reformatorisches und unbiblisches Denken und Leben hinein, das dem christlichen Evangelium diametral widerspricht.
    Der Imperativ des so oder so Handelnmüssens als einer individual-ethischen und sozial-ethischen Forderung (Gesetz) verdrängt den Indikativ des Gerechtwerdens ohne Werke aus reiner Gnade, aus Glauben in Bindung an Christus allein, wie die Bibel es als Wort Gottes offenbart (Evangelium).
    Das Handeln (individual-ethisch, wie sozial-ethisch) folgt dem geschenkten neuen Sein/Wiedergeburt (Eph. 2,10; Joh. 15,5) als Frucht (Gal. 5,22), es begründet aber niemals das Sein (… das Christsein).
    Das Bekenntnis zum auferstandenen Christus als dem HERRN und der Glaube an IHN führen zum Soteria-Heil (Joh. 3,16; Röm. 10,9.10), aus dem Werke des Glaubens und der Liebe als Frucht erwachsen (1Kor. 1,30; Joh. 15,5).
    Die oft auf politische, ökologische und sozial-ethische Aktivität reduzierte Botschaft der sog. EKD-Kirchen, aber mittlerweile auch der post-evangelikalen, der ex-evangelikalen und der post-pietistischen Szene pervertiert das Christentum und macht aus ihm eine pagane, synkretistische, rein irdische „Heilsreligion“, die aber niemand braucht …

    Zitat Ende

    Meine Frage an Herrn Schwarz:

    Lieber Herr Schwarz,

    Eine harte Unterstellung mit Verurteilung und ohne begründet-biblische Erkenntnisse.

    Aus dem Brief des Paulus von Tarsus an die gläubige Gemeinde zu Rom:
    Römer 2
    (Luther)

    Das Gericht über ALLE Menschen

    1 Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest.

    2 Wir wissen aber, dass Gottes Urteil zu Recht über die ergeht, die solches tun. 3 Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst?

    4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße (Umkehr, Selbst-BESINNUNG) leitet? 5 Du aber, mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen, häufst dir selbst Zorn an für den Tag des Zorns und der Offenbarung des

    gerechten Gerichtes Gottes,

    6 der einem JEDEN geben wird NACH SEINEN WERKEN: 7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld MIT GUTEN WERKEN langen nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben;

    8 Zorn und Grimm aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; 9 TRÜBSAL UND ANGST über alle SEELEN der Menschen, die das Böse tun, zuerst der Juden und auch der Griechen;

    10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die das Gute tun, zuerst den Juden und ebenso den Griechen (Heiden).

    11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
    12 ALLE, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und ALLE, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durchs Gesetz verurteilt werden.

    12 (englisch) For as all as have sinned without law shall also perish without law: and as many ashave sinned in the law shall bejudged by the law;

    13 Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz T*U*N, WERDEN GERECHT SEIN.

    14 Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus T*U*N, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. 15 Sie beweisen damit, dass des Gesetzes Werk in ihr Herz geschrieben ist; ihr Gewissen bezeugt es ihnen, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch ENT-SCHULDIGEN, 16 an dem Tag (Weltgericht), an dem Gott das Verborgene der Menschen (aller Menschen) durch Christus Jesus richtet, WIE ES M*E*I*N EVANGELIUM BEZEUGT. (Apostel Paulus)

    Ende des Römerbriefzitates.

    Herr Schwarz, Ihr letzter bisher nicht von mir zitierter Satz Ihres Artikels lautet:

    …..es begründet aber niemals das Sein.

    Ihr zukünftiges „Sein“ ist gerade laut Römer 2 deutlich beschrieben…. falls sie NICHT öffentlich Ihre Schuld demütig bekennen und KEINE Abbitte tun…..es sei denn, Sie möchtengern weiter streiten wider den Heiligen Geist der heiligen Schrift? Da könnte sein Heulen und Zähneklappern….

    Ihre gütige und gütliche Aufklärung? Aber bitte ohne jegliche Fremdworte und ohne jegliche ausserbiblischen Schriften Ihres Gefallens, sondern: Sola scriptura! (Allein mit der Schrift!) Das kann jeder bescheiden Bibelkundige verstehen.

    Zum Segen aller gereichendes Grüssle

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