Wie kommt die Kirche aus der Krise?

Auf der Regionaltagung des Netzwerks B&B in VS-Schwenningen am 25.09.2021 habe ich 2 Vorträge gehalten. Zunächst ging es um die Frage: Was sind die zentralen Herausforderungen, vor denen die Kirche Jesu heute steht? Der Vortrag zeigt: Es sind weniger die rasanten Veränderungen in unserer Gesellschaft, die den Gemeinden zu schaffen machen. Viel entscheidender sind innere Entwicklungen, die die Einheit unter Christen zunehmend belasten:

Trotzdem ist die Situation alles andere als hoffnungslos! Gerade jetzt dürfen wir uns neu zurückwerfen lassen auf die letztlich einfachen, zugleich jedoch extrem wirkungsvollen Erfolgsgeheimnisse, die die Bibel uns zeigt. Sie haben die Kirche Jesu zu allen Zeiten krisenfest gemacht. Und sie können auch heute noch unsere Gemeinden und Gemeinschaften gegen den Trend wachsen und gedeihen lassen.

Dieser Blog-Beitrag von Markus Till erschien zuerst auf aufatmen in Gottes Gegenwart . Lies hier den Original-Artikel "Wie kommt die Kirche aus der Krise?".

Über Dr. Markus Till

Evangelisch landeskirchlicher Autor, Blogger und Lobpreismusiker mit pietistischen Wurzeln und charismatischer Prägung

29 thoughts on “Wie kommt die Kirche aus der Krise?

  1. Erstes Video, gehört bis Minute 32

    Meine Gedanken dazu:

    ,,Eure Rede aber sei: Ja, Ja, nein, nein. Was darüber hinaus ist, das ist vom Übel.“ Mt 5. 37

    Der Vorstellung was sein darf und was nicht, folgt immer eine Handlung.
    Die Christen haben sich schon vor langer Zeit von der Weltbühne verabschiedet und ihr Licht nur noch intern leuchten lassen, so konnte die Welt eindringen in die Gemeinden, man hielt die Macht der Welt für eine Nebensache, nun ist sie zur Hauptsache geworden.
    Auch Jesus stellte sich der Welt entgegen und blieb nicht mit Seinen Jüngern im wohligen Raum der Gemeinsamkeit.

    Markus Till: ,,Wie verteidigen wir die Einheit im Kern“
    ,,Die größte Herausforderung der die Gemeinde Jesu heute gegenübersteht, besteht darin, das wir dabei sind die Übereinstimmung in den zentralen Kernsätzen des Glaubens zu verlieren.“

    Wie konnte es soweit kommen? Nun, man hat den Weltgeist unterschätzt, sich nur als nebensächlich damit befasst, so konnte er in die Gemeinde eindringen und Herzen verführen , ,,die Liebe teilte sich“ ….was die Welt liebt wurde vermischt mit der Gottesliebe, die Liebe in der Welt hat eine ungeheuere Macht, denn sie erhält ,,das Leben“.
    Die Liebe zu Gott ist eine Überwinderliebe und eine Trennung von Welt und ihren Werten.

    ,,Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.“ Jakobus 4. 4

    Wer für die Einheit kämpft erreicht nur Widerstand, ,,wenn das Herz nicht mitgeht, redet der Mund Unsinn“.
    Petrus und Paulus haben auch nicht für die Einheit gekämpft sondern für das Evangelium. Die Rede Jesu war vielen zu hart, darum gingen sie weg.
    Ein Christ ist in dieser Welt kein freier Mensch mehr, seine Freiheit ist in der Freiheit Jesu zu finden, und die harmoniert nicht mit der Welt.

    ,,Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Gefallen? Oder gedenke ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht“ Galater 1. 10

    Und unterschiedliche Meinungen, die auch nur einen Hauch vom Zeitgeist integrieren führen zwangsläufig zu Spaltungen.
    Wir sind Knechte der Wahrheit, ,,der Wahrheit verpflichtet“, da ist kein Raum für Solidarität mit dem Zeitgeist.
    Paulus hat den Raum mit dem Evangelium geschlossen, auch auf die Gefahr hin das einige gehen und sich abwenden. Einheit entsteht durch Jesus, dem Wort, und nicht daran wieviel Toleranz wir zulassen, Toleranz macht uns zu Fremden in den eigenen Reihen.
    Die Wahrheit Jesu kann von der Weltwahrheit nicht überwunden werden, sie bleibt Kern des Evangeliums, abweichungen führen in die Irre.
    Warum gibt es heute soviel Unstimmigkeiten? Weil die Wahrheit in der Tiefe nicht erfasst wurde, man hinkt auf beiden Seiten.
    Wohin soll das führen, Einheit? Nein, es führt zu Spaltungen. Die Bibel kennt keine Toleranz.
    Die Toleranz erlaubt den Angriff auf die Wahrheit.
    Toleranz ebnet den Weg zur Schein-Einheit,…. in Krisenzeiten wird sie zerbrechen, der Zeitgeist hat im Dauerlauf die Welt verändert.
    In den Gemeinden wird es sichtbar.

  2. Lieber Markus, so sehr ich deine innere Haltung schätze muss ich dir hier widersprechen. Vor 30 Jahren war es in der EAD klar, dass die Glaubensbasis der EAD gilt. Heute ist das, wie du selbst im ersten Vortrag sagst nicht mehr der Fall. Wie soll das funktionieren, dass sich Menschen in einer Organisation bewegen, deren Grundlagen sie nicht anerkennen? So eine Haltung ist nach biblischen Grundsätzen abzulehnen und wie soll es mit einer solchen Haltung Einheit geben. Die Bibel redet, dass Einheit erhalten werden kann eben auch von Absonderung. Wenn diese nicht geschieht werden weiter viele geistlich gut stehende Christen und Gemeinden liberal werden. Sorry, aber mit deiner Haltung wird der Trend, dass noch mehr vom biblischen Evangelium abgedeckt wird kein Einhalt geboten. Und noch zu Corona und wo sich Gemeinden festlegen müssen: es ist nicht nur eine politische, sondern eine ethische Frage ob eine Gemeinde die 3G Regel hat oder nicht und damit bestimmte Leute ausgegrenzt werden und nicht nur ein politisches Thema

  3. Wenn ich den Begriff „die Kirche Jesu“ schon höre, dann werde ich skeptisch. Wer oder wo ist denn die Kirche Jesu heute? Die EKD ist es jedenfalls nicht, die katholische Kirche auch nicht mehr so richtig, mit dem jetzigen Papst ohnehin nicht. Die Freikirchen auch nicht. Es mag einzelne geben, die noch einigermassen jesustreu sind, bibeltreu sage ich nicht, denn das ist ein schwammiger Begriff.

    Die Kirche oder die Kirchen kommen nicht aus der Krise, sie wollen das auch nicht und sehen auch keine Krise, solange sie (damit sind die Großkirchen gemeint) noch reichlich Kirchensteuern bekommen. Vielleicht muss erst wieder eine Not bei den Menschen eintreten, damit sie wieder nach Gott rufen und die könnte ja auch mal kommen, wenn es mal nicht mehr gelingt, vielen Menschen eine Arbeit und genügend Einkommen zum Leben zu verschaffen, weil man nicht immer nur von Schulden leben kann wie es die meisten linksgerichteten Parteien vorhaben. Es kann mal eine weitere grössere Pandemie geben, die jetzige war ja noch relativ harmlos und wird auch durch Schuldenmacherei zugepflastert. Es kann auch zu einem Krieg kommen, trotz aller sog. Friedensbemühungen, denn die Regierungen, die wir derzeit auf der Welt haben, sind noch so friedlich gesonnen wie sie tun.
    In einem anderen Forum schreibt immer jemand: Nur den Betern kann es noch gelingen und erst Not lehrt bekanntlich beten. Viele Gebete gehen nur bis zur Zimmerdecke, das ist keine neue Erkenntnis, die konnte man schon vor 200 Jahren bei einigen Gottesmännern nachlesen.

  4. Es stellt sich die Frage, ob man nach 2000 Jahren „Christianisierung“ überhaupt das Evangelium kennt? – Im Evangelium geht es um das INNERE des Menschen und des Kosmos, nämlich um die WANDLUNG des Menschen als eines destruktiven Fremdkörpers (Sünders) in einen HEILIGEN.
    Die Zerrissenheit in viele Denominationen, die vielen Meinungen über die biblischen Inhalte machen deutlich, dass die Wahrheit unbekannt ist. Man hat nur die äußere Schale (den Buchstaben der Schrift), kennt aber nicht den Inhalt.
    Da das „Evangelium“ von christlichen Schriftgelehrten und Pharisäern – also Menschen, deren „Fleisch“ noch nicht „gekreuzigt“ ist, propagiert und gelehrt wird, ist das Chaos verständlich, da das jeweils Persönliche, also das SUBJEKTIVE, die Herrschaft hat. Die Wahrheit aber ist OBJEKTIV und widerspruchsfrei. Um sie erkennen zu können genügt also nicht die Bibel und ein äußeres Studium der Schrift.
    Wer zur Wahrheit vordringen will: https://www.academia.edu/21127861/Theologisieren_heute_Eine_notwendige_Besinnung

    Die Lehre Christi ist nicht – wie gelehrt – vor allem Sündenvergebung, sondern ein TRACHTEN nach dem Reich Gottes (Trachten ist eine Aktivität), das durch die ÜBERWINDUNG des KOSMOS – und nicht durch das physische Abscheiden von dieser Erde – erreicht wird.

  5. Einheit entsteht nur durch gemeinsame Suche nach Wahrheit.

    ,,Ist Einheit wichtiger als Wahrheit?
    Es geht nicht darum das wir nach Einheit streben , es geht darum das wir nach Wahrheit streben!

    1. Hallo Lilli, du hast absolut Recht. Dazu kommt noch, dass wir nicht zwei Herren dienen können wie die Schrift sagt. Entweder Jesus oder dem Streben dieser Welt. Die Kirchen sind aber in ihren Entscheidungsgremien schon so vom Geist dieser Welt durchzogen, dass man sich als einzelne Gemeinde davon nicht freimachen kann auch wenn man das will. So eine Sache erleben wir gerade in einer evang. Kirche in unserer Nachbarschaft. Man kann nur hoffen und beten, dass bei den Bibeltreuen in der EAD ein Umdenken einsetzt und man klare Kante zeigt.

  6. So wie in der Politik, wird auch in den Kirchen und Gemeinden der geistige und geistliche Abschaum nach oben geschwemmt. Von wenigen Ausnahmen angesehen. Die Menschen lassen das zu, weil sie nichts wissen. Man hat keine geistlichen Vorbilder mehr, die einem sagen können, welches der richtige Weg zu Gott ist und das Lesen in der Bibel, falls man das überhaupt noch macht, bringt vielen auch wenig ein. Man sieht die Entwicklung schon lange auch beim christlichen Liedgut, wo viele meinen sie müssten auch noch eine neues Lied kreieren, da doch die alten überholt seien. Meistens aber sind die neuen Lieder flach, wieder auch von Ausnahmen abgesehen. Die dumme Masse aber frisst alles und wehe, wenn man in einer Gemeinde mal ein kritisches Wort dazu sagt, dann ist man unten durch.

  7. Ja Matze, überall hat der Zeitgeist und der Herr über die Güter der Welt stückchenweise die Gemeinden unterwandert.
    Die nichtbeachtung des Zeitgeistes hat aus einem Christen einen ,,Gutmenschen“ gemacht. Das ist der Grund weshalb die meisten Christen die Lügen, die sich über die ganze Welt ziehen, nicht erkennen können. Durch den Zeitgeist wurden sie geformt und auf die Zeit (seit fast 2 Jahren) darauf vorbereitet.
    Darum ist es dem Feind (Satan) ein leichtes Spiel die Verführung als christliche Wahrheit umzuformen.
    Der Christ als Gutmensch hält am guten Geruch der Gesellschaft fest weil es für ihn zur persönlichen Wahrheit geworden ist, was er nicht weiss (nicht erkennt) ist, das er als guter Geruch Christi, zum Gestank des Todes geworden ist, die Glaubhaftigkeit des Evangeliums verliert sich im Gebrauch guter Werte.
    Die Christen kämpfen weiter in ihren Reihen um an diesem Gutmenschentum festzuhalten, merken aber nicht mehr das sie sich der Welt längst unterworfen haben. Sie krönen die Lüge indem sie sich abseits des Geschehens mit biblischen Wahrheiten bestätigen wollen, ….. was dabei herauskommt ist ein christlicher Gutmensch der dem Zeitgeist mit biblischer Realität huldigt.
    Aber genau das ist tiefste Verführung seit Adam und Eva.
    Auch du Markus Till bist ein Opfer dieses Zwiespaltes von Glaube und Zeitgeist, der Glaube MUSS sich der Zeitgeist-Lüge entgegenstellen in dem er aufdeckt und klar Stellung bezieht, ….. als Beispiel: Du schmückst die Bibeltreuen mit der Aussage von Merkel, du gibst ihr Ehre und nimmst von ihr Ehre, aber wer ist Merkel? Sie sitzt mit im Boot der Globalisten, Haupttreiberin des Transhumanismus, sie lobt nicht die Bibeltreuen sondern die Gutmenschen, das ist List und Taktik um die Christen ins Boot zu holen (mal drüber nachdenken).

    Die Christen kommen da nicht mehr raus, sie haben ihr Haus auf falschem Grund gebaut, und die Verknüpfung der Bibel mit dem Zeitgeist macht die Verführung deutlich.
    Da der Christ nach dem Guten strebt, nach guten Werten, lobt ihn der Zeitgeist dafür und reiht sich ein mit seinen (angeblich) guten Werten, er macht sich die biblische Wahrheit zu eigen, somit verhöhnt er aber die Gebote Gottes, er will sein Reich bauen in das Reich hinein welches nicht von dieser Welt ist.
    Es ist ihm gelungen, der Christ wird zum Gutmensch, Satan lässt die Wahrheit bestehen, ändert aber und fügt hinzu, so war es schon damals bei den Pharisäern und Schriftgelehrten, die allerlei Regeln aufstellten um (angeblich) Gott zu dienen und für ihren Machterhalt das ganze Volk in die Irre führte.
    Jesus bezeugte ihnen wer sie wirklich waren, …. ihr habt den Teufel zum Vater“ Joh 8. 44
    Zuerst erlaubt es der Zeitgeist die biblischen Werte neben seinen stehen zu lassen, aber es kommt die Zeit wo er den Anspruch erhebt und bibl. Werte nicht mehr gelten lässt und seine Werte als einzig göttliche Wahrheit behaupten wird, er ist der Gott dieser Welt, und es ist sein Reich, sein Ziel ist, seine Anbetung.
    Wer genau hinsieht was heute alles passiert und welche tiefgreifenden Veränderungen stattfinden muss diesen schleichenden Weg der Umformung erkennen. Am Anfang im Garten Eden ließ Satan den Menschen die Freiheit sich für oder gegen ihn zu entscheiden, er musste es, mehr war ihm nicht gewährt, da war die Grenze die Gott gesetzt hatte, er musste den Menschen die freie Entscheidung abringen. Am Ende der Zeit wird er ihnen jede Freiheit nehmen und wird die Menschen zwingen ihm zu folgen, er hat die Macht, es ist sein Reich, hier darf er schalten und walten nach seiner Gesinnung (natürlich hat Gott ihm auch dabei eine Grenze gesetzt wie weit er gehen darf).
    Da sich die Menschen schon auf seine Seite gestellt haben (jeder Mensch, der nicht widergeboren ist), wird er als endgültiges Merkmal seiner Herrschaft die offizielle Bestätigung der Menschen verlangen, ihn als den ,,einzigen“ Gott zu bestätigen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird er die Gläubigen als Freunde behandeln, ab dem Zeitpunkt aber wenn er die Bestätigung seiner Herrschaft (als Gott) fordert, wird er sie zu seinen erbittersten Feinden erklären.

    Es ist alles vorbereitet, wer es sehen will, kann es sehen.

    Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen!“ Off 18. 4b

    ich glaube die Zukunft der Christen wird wieder in kleinen Hausgemeinden, Hauskreisen stattfinden.

  8. Die Einheit unter Christen ist nicht das Entscheidende heute, denn es kann auch Einheit ohne Wahrheit geben auf einem unterschwelligen Niveau eben. Einheit kann es letztlich nur im heiligen Geist und einer Fülle des heiligen Geistes geben und davon sind wir heute weit, weit entfernt.

    Die Differenzen unter den Christen gibt es ja nicht erst seit gestern oder vorgestern, sondern im Grunde schon seit Jahrhunderten. Nur heute sind sie noch viel deutlicher zu sehen als vielleicht vor 20 oder 30 Jahren. Man glaubt an einen Jesus, der ein guter Mann war, aber als Gottes Sohn und Erlöser sehen ihn nur wenige, unter den Großkirchenchristen ohnehin. Jesus ist denen nur da Vorbild, wo sie sich selber nicht gross ändern müssen und nur politische Forderungen an andere stellen wie es z.B. die Grünen und die Linken und Co. machen, auch der Papst, der gerne anderen das predigt, was er erstmal selber vorleben sollte. Das sind alles Heuchler. Gott wird sie letztlich verwerfen, wenn sie sich nicht noch vor ihrem Tod ändern.
    Zu Merkel noch ein Satz. Die hat ja erst so richtig die sog. Ehe unter den Homosexuellen mit eingeführt, indem sie hat abstimmen lassen und sehr wohl wusste wie das ausgeht. Auch der jetzige Papst ist zwar nicht für die sog. Homoehe, aber für eine eingetragene Partnerschaft unter den Gleichgeschlechtlichen, obwohl die Kirche diese Art der Verbindungen offiziell ja ablehnt. Ein moralisch und geistlich sehr unsauberer Geselle, denn mit einer staatlichen Eintragung wird ja die Unmoral akzeptiert. Vor einigen Jahren war so eine Haltung in der katholischen Kirche nicht denkbar, jedenfalls unter Papst Benedikt nicht, heute aber fordern manche Bischöfe die kirchliche Anerkennung dieser homosexuellen Verbindungen. Nun, in den evangelischen Kirchen ist man da schon viel weiter. Denen helfen auch keine noch so gut gemeinten Vorträge mehr, denn der Karren ist hier schon lange in den Dreck gefahren worden. Nicht wenige Christen haben das ja schon vor Jahren vorhergesagt. Dazu haben sie nicht mal die Gabe der Prophetie gebraucht.

    Die sog. Homopressuregroups haben seit Jahren beste Arbeit in ihrem Sinne geleistet, während die Kirchen und Christen versagt haben, indem sie statt der Verweltlichung zu widerstehen, den Weltgeist aufgenommen haben. Genau davor hat Papst Benedikt gewarnt, es hat aber nichts genutzt, das Gegenteil ist eingetreten.

  9. Ein Video von Ken Jebsen (wahrlich ein Zeit-Dokument).
    Wer meint Ken Jebsen wäre ein Verschwörungstheoretiker, der sollte genau hinhören, und sich mal die Frage stellen ,,ob Jesus für ihn nicht auch ein Verschwörungstheoretiker war/ist.
    Überall und zu allen Zeiten wurde/wird Wahrheit angegriffen, der Lüge aber gewährt man den Raum, sie ist willkommen, ja man überläßt ihr gern den Raum, weil Widerstand unbequem und gefährlich ist.
    Bitte anhören bis zur letzten Minute, wer dann nichts verstanden hat, der will wohl nicht verstehen.

    Meine Gedanken, …. Gottes Gericht über Deutschland? ich habe mich oft gefragt warum Gott nach dem 2. Weltkrieg Sein Volk nicht gerächt hat, Sein Plan war ein anderer (wer hätte sich das vorstellen können) ER lässt eine Wiederholung zu, eine Wiederholung des finsteren Geistes, wo nun jeder Mensch Stellung beziehen MUSS, und niemand wird mehr sagen können ,,wir haben es nicht gewusst“, denn wir alle haben die Geschichte der Vergangenheit, ,,noch frisch in unseren Köpfen“…. sagte Jesus deshalb: ,,Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis das dies alles geschehe“ Mt 24. 34
    Es ist die Zusammenfassung dieser Generation die der Erinnerung nicht entfliehen kann, denn die Erinnerung ist noch lebendig und die Schuld ist noch gegenwärtig. Hat Gott dieses Zeitfenster gesetzt, bevor das Ende kommt?
    ,,Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Dies wird von Jesus bestätigt in Mt 22. 32
    Und auch Jesus war Jude, das bleibt Kern bis zum Ende. Das Volk Israel und auch Jesus wurde/wird verfolgt. Wird sich am Ende der Zeit der Kreis schließen? Und Gottes Plan am Ende der Zeit in dem Gericht mündet, denn der Mensch wird keine Ausrede mehr haben das er es nicht gewusst hätte. Das ist Gnadenzeit (für das Deutsche Volk), denn es wiederholt sich sichtbar vor unseren Augen, und dieser Geist breitet sich aus über die ganze Welt, aber Deutschland steht in der Führung, wer umkehrt wird gerettet (wer da nicht (nochmal) mitmacht).
    Die Gnade und das Gericht hängt auch immer zusammen mit Israel und dem Rest der Welt.
    Also Bitte, stellen wir uns die Frage ,,wie weit gehen wir“? Oder kehren wir um?

  10. Danke Lilli und Peter. Machen wir es doch mal ganz praktisch. Was war in den letzten Jahren kirchlich los? Da wurden Vulven auf Kirchentagen gemalt, Kreuze von Bischöfen abgelegt, Antifa Fahnen an mitfinanzierten Schiffen hingenommen. Worthaus erstrahlt zur größer Blüte und Bücher wie „glauben, lieben, hoffen“ können ohne größeren Aufschrei erscheinen bis hin zu Lina E. dieses Wochenende in Sachsen u.v.a.m. Wenn in meinem Unternehmen es massive Ungleichbehandlung von Beschäftigten geben würde müsste ich mich der Diskussion im Privatbereich stellen und sogar mich für die Betroffenen einsetzen. Genau so wenig kann ich in einer frommen Organisation sagen: wir gehören da nicht dazu, denn wir sind die ganz frommen. Der Volksmund weiss es oft am besten: mitgehangen, mitgefangen…….

  11. Der Herr Till kommt um Jahre zu spät. Der Zug ist bereits abgefahren.
    Wenn, wie man gesehen hat, selbst die sog. Evangelikalen vor etlichen Jahren manchem, was gegen Gottes Gebote verstösst, zugestimmt haben in der EKD, dann ist Hopfen und Malz verloren. Die Masse der Christen in evangelikalen Gemeinden, nimmt doch alles stillschweigend hin. Man predigt über die Vergangenheit zu biblischen Zeiten und merkt gar nicht, dass die Christen heute, voll und ganz von den biblischen und kirchlichen Normen abdriften.

  12. Wie kommt DIE Kirche aus der Krise?

    Lieber Markus, es gibt nicht DIE Kirche.

    Mit deinen stetigen Absetzbewegungen spaltest du die Kirche Jesu Christi.
    Und so ist deine Kirche nicht meine Kirche.

    Dennoch BIST du für mich mein Bruder.

    Suche das Verbindende DER einen Kirche Jesu Christi.
    Du hast es noch nicht gefunden…

    1. Die einen hofieren Linksextremisten, zahlen Schlepperschiffe, legen gemeinsam das Kreuz ab, die anderen dürfen sich mit „Maria 2.0“ und „Kirche von unten“ herumschlagen.
      Gerade zu dieser „Initiative“ gibt es in der Wikipedia eine schöne Auflistung, mit dem die verbandelt sind, ich kopiere hier auszugsweise nur die Mitgliedsinitiativen, bei denen schon aus dem Namen klar wird, dass die Kirche(n) feministisch queer von links übernommen werden soll(en) – was in der evangelischen Landeskirche aufgrund der demokratischen Elemente besser, zumindest schneller, klappen wird als in der katholischen Kirche:

      Arbeitskreis Alternativer Katholizismus,

      Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands (BRSD),
      Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e. V. (CGW),
      ChristInnen für den Sozialismus (CfS), (richtig, mit Binnen „I“)

      Christliche Initiative Romero (CIR), (Oscar Romero bitte ergoogeln)

      Gemeinde im Oscar-Romero-Haus,

      Initiative Christliche Linke (ICL),
      Initiative Ordensleute für den Frieden (IOF),
      Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen,

      Maria von Magdala – Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche,
      Netzwerk Katholischer Lesben (NkaL),

      Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e. V.
      Schlangenbrut – Zeitschrift für feministisch und religiös interessierte Frauen,
      Solidaritätsgruppe Paderborn (SOG),
      Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen (VkPF)

      Schlangenbrut: erinnert schon deutlich an die Wüstenwanderung …., oder die zwischen dem Menschen und der Schlange gesetze Feindschaft auf ungefähr Seite 3 oder 4 der Bibel.

      Mancher mag noch den Tod der Piratenpartei vor Augen haben: ursprünglich ein Sammelpunkt für vorwiegend Informatiker und Leute, denen der Datenschutz ernst war, denen ein faires Urheberrecht am Herzen lag, und dann überrannt von ähnlichen linken Gruppierungen, die sich in das gemachte Nest gesetzt haben und von innen heraus zerstörten. Selber aufbauen können die ja nichts.

      Wenn die Kirchen meinen, solchen Gruppen müsse man im Gespräch auf Augenhöhe begegnen, vielleicht noch durch Geld und Logistik unterstützen, dann schaufeln sie sich ihr eigenes Grab. Ignorieren, schreien lassen, sollen die doch versuchen ihren eigenen religiösen Zirkus zu gründen und aus eigener Kraft eine Wahrnehmungsschwelle zu überschreiten. Sauber von sowas abgrenzen und fertig, und als Sahnehäubchen per Gemeindezucht aus der Kirche entfernen. Denn von allein treten die Schwätzer und politischen Ideologen nicht aus. Cancel Culture mal von der anderen Seite aus … – eat your own food.

      Damit wir nicht ganz wegkommen vom Beitrag von Dr. Till: was man im Großen sieht, das muss man auch in den Gemeinden beachten. Die Unverträglichkeit mancher gesellschaftlichen Strömung mit der Bibel und / oder der geltenden Lehrmeinung muss doch bei Unbelehrbarkeit der Mitglieder zur Trennung führen.

      Bin ich da zu hart, wenn ich die rigorose Trennung / Gemeindeausschluß / Exkommunion / Entzug der finanziellen Mittel fordere? Ein paar Blicke in die Bibel zeigen, dass Trennung zwischen Gläubigen und Ungläubigen die Regel war, da wird während der Wüstenwanderung mal eben ein Teil des Lagers mit göttlichem Feuer verbrannt, Aarons Söhne bringen „eigenes Feuer“ und werden dafür von Gott ausradiert, da ersticken manche an den Wachteln und eigenen Begierden, die Rotte Korah versinkt in den Erdboden, nach dem Tanz ums goldene Kalb geht es mit dem Schwert durch die Reihen, …
      Im NT geht es weitgehend gewaltfrei zu, denn hier wird verdeutlicht, dass es um die Ewigkeit geht – trotzdem werden dann mal die Tische der Geldwechsler durch Jesus umgestoßen, aber auch ein Hananias und Saphira werden auf von Gott aus der Gemeinde entfernt nach Ermahnung / Befragung durch Petrus, und diverse Trennungen werden in der Apg und den Paulusbriefen geschildert.
      Da wird offen über Trennungen berichtet, nichts verschwiegen, nichts schöngeredet, damit es für uns heute bequemer sein möge. Schon das sollte uns eine Mahnung sein, auch heute noch Grenzen zu ziehen.

      1. „Gerade zu dieser „Initiative“ gibt es in der Wikipedia eine schöne Auflistung, mit dem die verbandelt sind,(…)“

        Könnten Sie bitte die genaue Fundstelle bei Wikipedia angeben?

        Ich zumindest finde sie nicht.

        1. Danke, Stephan.
          Es war mein Fehler, dass ich in Wikipedia statt bei „Kirche von unten“ bei „Wir sind Kirche“ und natürlich bei „Maria2.0“ nachschauen.
          Hab einfach da zu oberflächlich gelesen, sorry.

  13. Im Alten Testament waren alle führenden Propheten bzw. Schriftgelehrte gleichzeitig Politiker. Es gab keine Trennung zwischen Staat und Kirche. Einer neben zwei Schwerpunkten war Politik, insbesondere Sozialpolitik. Es ging nämlich um gerechtes Handeln. Die 10 Gebote waren und sind rechtliche und besonders sozialgerechtliche Anweisungen, sprich Gebote Gottes.

    Die biblischen Gebote und die Gebote Jesu hatten Einfluss auf die Formulierung des deutschen Grundgesetzes, verabschiedet am 23. Mai 1949. Zu den Vätern des Grundgesetzes gehörten renommierte Christen aus evangelischen, katholischen und freikirchlichen Kirchen und Gemeinden.

    Das Wort Politik leitet sich ab aus dem griechischen Wort „polis“, was so viel wie Gemeinschaft, Gemeinsinn bedeutet. Es gibt kaum ein biblisches Gesetz und kaum Anweisungen Jesu, die sich nicht mit gemeinschaftlichen Ordnungen, mit dem Umgang von Menschen miteinander, mit Gerechtigkeit befassen.

    Jesus hat zweierlei gelehrt. Zum einen den Glauben, zum anderen den Umgang der Menschen untereinander:

    Mt 23,23 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr.. (den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel) ..und lasst „das Wichtigste im Gesetz“ beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. (also Glauben U-N-D Recht in Form von gelebter und fürsorglicher Gerechtigkeit auf Erden ausüben).

    Die erste Demokratie war die attische Demokratie und entstand ca. 500 v.Chr. Die Griechen entwickelten sie weiter. Demokratie führte zu einer gewissen Kontrolle der Herrschenden und schränkte Machtmissbrauch durch regelmäßige Wahlen ein, um sich einschleichende Korruption und Vetternwirtschaft zu minimieren.

    Kurioser Weise säkularisierten sich Gesellschaften zunehmend, nachdem Demokratien für mehr Recht und (soziale) Gerechtigkeit sorgten. Gebete nach Gerechtigkeit und damit auch der Glaube verminderten sich, weil die nun gottgegebene Demokratie schon zu irdischem Segen, Wohlstand, staatlicher Gesundheitsfürsorge usw. verhalf.

    Die Trennung von Staat und Kirche erfolgte zwangsläufig nicht zuletzt aufgrund immer wiederkehrender innerchristlicher Religionskonflikte zwischen christlichen Kirchen untereinander und damit durch folgliche Spaltungen der Kirche aufgrund unterschiedlicher Bibelverständnisse, also aufgrund von Glaubensfragen.

    Sofern die jesuanischen Rechtsforderungen heute missachtet werden, sofern ist auch wieder ein den Geboten Jesu entsprechendes friedliches und gewaltfreies „poli-tisches“ Engagement der Kirchen für gute zwischenmenschliche Gemeinschaft, für Recht, für Gerechtigkeit und fürsorgliche Barmherzigkeit richtig und sinnvoll.

    Frieden auf Erden, den Menschen zum Wohlgefallen…. verkündet bereits bei der Geburt Jesu Christi.

  14. Kath.net ist als Quelle etwas düftig…

    Btw:
    Orwell war bis zuletzt Sozialist. Nur halt kein Stalinist.
    Und das Gebet des Marx hat einen anderen Hintergrund: Es ist aus der Perspektive des Prometheus geschrieben und stellt keine Skizze von Marxens Utopie dar…

    Auch ist „die Idee der Spaltung der Gesellschaft, in Unterdrücker und Unterdrückte,“ keine Idee des Marx. Die Propheten zeichnen ein vergleichbares Bild (Amos 5)

    Das zeigt die Journalistische Qualität von kath.net….

    Zum Thema Gemeindeusschluss linker Gruppen (anderer Kommentator):
    Würde gern sehen wie sie dies in der Jerusalemer Urgemeinde durchgeführt hätten…
    Da bleibt nicht mehr viel…

    (Das sozialistische Leistungsprinzip „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ Lässt grüßen)

    Gruß
    Spinoza

    1. Mir ist durchaus klar, das manch einer die Urgemeinde in Jerusalem mit einer kommunistischen Kommune verwechselt. Ist aber falsch, weil die Unterschiede sind enorm:
      Die Gemeinde war eine definierte Gruppe innerhalb einer Stadt. Die „Sozialleistungen“ kamen nur den Gruppenmitgliedern zu gute (und auch später, siehe in den Briefen, den Geschwistern der Gemeinde zuerst, dann erst anderen), und dort auch nur denen, die es brauchten. Das Beispiel Hananias und Saphira zeigt, dass man nicht alles geben mußte, was man hatte oder die Gruppe bzw. deren Wortführer verlangten, sondern das, was einem der Heilige Geist auferlegte. Dieser Gruppe war gemeinsam der Glaube und das Wissen, dass sie nicht nur die irdische Zeit miteinander teilten, sondern auch die Ewigkeit miteinander verbrachten.
      In diese Gruppe konnte man nicht einfach so hinein migrieren und so an den Sozialleistungen dieser Gruppe partizipieren, Schlepper gab es auch nicht. Man mußte zumindest den gleichen Glauben haben, dem gleichen Herrn dienen.
      Auch in dieser Gruppe galt das, was Paulus später an die Thessalonicher schrieb (2. THess 3, 7ff).
      Wenn jemand in der Gruppe gewesen wäre und aus der Welt stammende, der Schrift widersprechende Forderungen aufgestellt hätte, also solche Dinge wie „menschengemachter Klimawandel“, „queere Dinge“, „Feminismus“, …, dann wäre er wieder herausgeflogen.
      Ja, die Gruppe konnte man verlassen, wenn man wollte, oder es Gemeindezucht gab. Da war kein Stacheldraht mit Selbstschußanlage drumherum, der die Leute am verlassen hinderte und im sozialisitischen Paradies gefangen hielt.
      Diese Gruppe bestand nicht aufgrund des gesellschaftlichen Druckes und einer politischen Gleichschaltung, also extrinsisch motiviert, sondern aufgrund des Glaubens, der Einzelne war intrinsisch motiviert. Das ist ein wesentlicher Unterschied für das dauerhafte Funktionieren und verhindert, dass manche Schweine gleicher sind als andere Schweine, auch wenn es durchaus unterschiedliche Aufgaben gibt.

      In der Gruppe wurde weiterhin gearbeitet. Da gab es keine Leute wie einen gewissen arbeitsscheuen K.M., der an seinen Kumpan F.E., schrieb, er hoffe, dass endlich die Verwandtschaft sterben würde, damit er von dem Erbe leben könne.

      Zum Schluss: der Amos bemängeltes etwas anderes: die innere Einstellung zur Gott und zu den materiellen Dingen. Stimmt es da nicht, dann kommt es zu den Auswüchsen, die er als Sympthome benennt, die innere Haltung ist da die Ursache. Dazu kommt, dass ganz Israel Gottes Volk sein sollte, und so hat es sich oftmals nicht verhalten, wie man im AT ja nachlesen kann. Dann kommt es zu Auswüchsen, die man bei uns auch in den sozialistischen und kapitalistischen Systemen in der Welt sehen kann.

  15. Aufregung in badischer Landeskirche wegen Sprechverbots über biblische Lehre
    https://www.kath.net/news/76550

    Ja, ja, immer wird auch in den evangelischen Kirchen die Toleranz so sehr gepriesen und nun kommen die einst so toleranten Intoleranten aus ihren Löchern heraus. Das wird wird wohl auch bald in anderen evangelischen Landeskirchen soweit kommen.
    Zumal in den oberen Rängen der Kirchen meist nur Ungläubige bzw. Scheingläubige sich tummeln. Man hat diese Leute jahrelang gewähren lassen und sie auch noch in die Synoden gewählt. Das Kirchenvolk ist in der Mehrheit ja ebenso ahnungs- und gottlos wie die Atheisten, nur halt christlich angestrichen.

  16. In der evangelische Kirche gibt es ja seit Jahren die GGE, die Geistliche Gemeindeerneuerung. Nur man hört und liest fast nichts mehr von denen, was jedenfalls Baden-Württemberg angeht. Sind die nicht mehr aktiv? Früher gab es da mal Tagungen in Reutlingen und auch anderswo. Jedenfalls haben die immer eine konservative Bibelauslegung vertreten auch etwas in Richtung charismatisch im guten Sinne.

    1. Ja, die GGE blieb leider selbst unerneuert und ist so in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.
      Mit Begeisterung begrüßte ich den charismatischen Aufbruch und Wolfram Kopfermann erhoffte sich eine Erneuerung der Theologie „damit wir wieder geistlich exportieren können“ (so in etwa seine Worte).
      In dieser Zeit hatte ich eine Vision, die besagte, dass ich mit meinen Hoffnungen bzgl. der charismatischen Bewegung falsch lag, aber das wollte ich noch nicht so recht wahrhaben (und das obwohl ich mich schon manchmal wunderte, was Gott am Herzen liegen sollte).
      Leider hat die Entwicklung der Vision recht gegeben. Die traditionellen Vorstellungen waren eben zu stark, sodass sie wirklich einen Durchbruch unmöglich machten.

      1. Genau anders herum wird ein Schuh daraus. Weil die Gemeindeerneuerungsbewegungen sich nicht von allen möglichen Irrlehren abgegrenzt haben kamen in die evangelikale Welt alle möglichen Lehren hinein, die biblisch nicht haltbar sind. Weil man das alles akzeptiert hat bei der EAD hatte man natürlich auch keine Handhabe mehr sich gegen liberale Theologie wie bei Worthaus zu wehren. Die undifferenzierte Aufnahme der Pfingstbewegung in die EAD hat die liberale Theologie in der EAD erst möglich gemacht

  17. Ich dachte immer die Pfingstbewegung sei strenger, was die Moral angeht und nicht liberal, mal abgesehen von manchen Irrlehren wie Wohlstandsevangelium und einiges mehr, was die Pfingstler teilweise aufgenommen haben. Ich kenne aber die jüngere Entwicklung nicht mehr so genau, Wenn von denen irgendeine Gemeinde etwas Neues aufgenommen hat, dann hat man dasselbe nach mehr oder weniger langer Zeit auch bei vielen dieser Gemeinden gesehen. Früher haben die aus dem Pfingstjubel gesungen, heute werfen sie neuartige, oft auch flache Lieder an Wand, die nur wenige kennen. Der Umsatz der Liedermacher muss ja laufen. Meist sind diese modernen Lieder gemacht und oberflächlich, vielleicht von Ausnahmen abgesehen. Lobpreisleiter, Hühnerleiter.
    Etliche Katholiken haben das auch nachgemacht.

  18. Hallo!
    Der erste Vortrag analysiert vieles richtig, z.B. die Bedeutung der Homosexualitätsfrage, hat aber am Ende einen räumlich und zeitlich begrenzten Horizont auf die Einheit der Evangelikalen in Deutschland. Tatsächlich hat sich die Christenheit schon vor 1000 Jahren gespalten. Im Weltmaßstab gesehen ist die Frage der Einheit einiger Christen in Deutschland nicht so bedeutsam.
    Die Frage der historisch-kritischen Theologie mit ihren naturalistischen Voraussetzungen und die Frage der Soteriologie haben wenig miteinander zu tun. https://www.youtube.com/watch?v=kvS__yJ0-cQ https://www.youtube.com/watch?v=MmqrBZW7BYI https://www.youtube.com/watch?v=degC0mpj36o Brad Jerzak argumentiert z.B. in einem eher bibeltreuen Stil, kommt aber zu der Auffassung, daß die Soteriologie der Orthodoxen Kirche und vieler Kirchenväter die ursprüngliche altkirchliche Lehre und der evangelikalen Soteriologie vorzuziehen ist. Er ist in der Soteriologie viel klarer als z.B. dein Lieblingsgegner Siegfried Zimmer, dessen Vorträge zu dem Thema unvollständig, eher verworren und teilweise fehlerhaft sind.
    War die Einheit der Evangelikalen in Deutschland nicht schon immer eher ein Schein, weil die Landeskirchen das große Geld haben, so daß alle mit ihren jeweiligen Sonderlehren bei ihnen unterkommen wollten? Der Gnadauer Verband z.B. sagt von sich selber: „Ohne die besonders im Methodismus verwurzelte Heiligungsbewegung … kann die Gemeinschaftsbewegung“. https://www.gnadauer.de/der-verband-2/ueber-uns/ Methodisten, Calvinisten und Lutheraner in einer Kirche – das ist in den USA nicht der Fall.
    Alles Gute!

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