Warum studieren Christen ihre Bibel nicht? – Teil 1

Warum studieren Christen ihre Bibel nicht? Und was hilft Ihnen? Mit diesen Fragen setze ich mich in einer Artikelreihe auseinander.

Warum studieren Christen ihre Bibel nicht?
Studierst du Gottes Wort?

Warum studieren Christen ihre Bibel nicht?

Schon Adam und Eva versteckten sich vor Gott. Unbewusst tun wir das auch. Die konkreten Gründe sind unterschiedlich, aber sie haben eigentlich immer mit Sünde zu tun. Sünde belastet unsere Beziehung zu Gott und äußert sich durch Mangel an Sehnsucht Ihn besser kennenzulernen und mit ihm Gemeinschaft zu haben.

Anstatt zu Gott zu laufen, laufen wir vor ihm weg. Das ist der häufigste und entscheidende Grund, warum wir unsere Bibel nicht studieren.

In einer ungestörten, geklärten, versöhnten Beziehung mit Gott haben wir große Sehnsucht danach Gemeinschaft mit Ihm zu verbringen. Man nimmt die mit dem Bibellesen verbundenen Schwierigkeiten in Kauf, weil die Freude Gott nahe zu sein alles andere überragt. Nur Sünde schafft es, uns das vergessen zu lassen.

Doch es gibt Hoffnung für jeden von uns. Gott ruft uns durch Jesus unaufhörlich zurück in die Gemeinschaft mit ihm: Komm und folge mir nach! Kehre um – wende dich ab von dem was momentan am Wichtigsten für dich ist und wende dich Gott zu! Bekenne ihm deinen Mangel an Liebe zu ihm und deinen Mitmenschen. Mach dich auf den Weg, öffne deine Bibel und höre Gott persönlich zu dir reden!

Vielleicht ist es an der Zeit, zu reflektieren, warum du vor Gott wegrennst und deinen Ungehorsam oder Unglauben zu bekennen?

Er liebt dich so sehr. Lass nicht zu, dass deine Schuld und Scham, dich von ihm trennt. Jesus hat es dein Versagen doch längst ausgebadet und die Sünde besiegt.

Läufst du vor Gott weg oder zu Ihm hin?

Warum jetzt nicht Beziehung zu Gott klären und die Bibel öffnen?

Lies dazu: 1. Mose 3,8-12; Psalm 1,1-2; 1. Johannes 1,1 – 2,2

Entweder hält dich die Bibel von der Sünde fern oder die Sünde hält dich von der Bibel fern.

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Über Viktor Janke

*1984 / **1997 / 2004 Abitur / 2008 Theologiestudium-Abschluss & Beginn als Hauptamtlicher in der Gemeindearbeit / 2009 Ehemann / 2014, 2016 & 2019 Vater, seit 2019 auch überregionaler Jugendreferent

22 thoughts on “Warum studieren Christen ihre Bibel nicht? – Teil 1

  1. Hallo Viktor,
    soweit, so richtig alles…. trotzdem erlaube ich mir vorsichtig eine Frage: Analphabeten z.B. (unter Flüchtlingen ca 20%), Menschen die zu anderen Zeiten als heute lebten, z.B. im 1., 2. sonstwann Jahrhundert nach Christus, die keine Bibel hatten, konnten ein Gott gefälliges, Christus-zentriertes Leben leben??
    Ich weiß und bin froh, dass wir die Bibel haben, aber aus den Bibelschulen müssten dann doch die Heiligen kommen, es kommen jedoch viele am Glauben Zweifelnde von dort – ja, ich weiß, das liegt nicht an der Bibel….
    Es gibt Bibelleser / Bibelforscher, die lesen und lesen und lesen und sprechen auch mittlerweile ein anderes Deutsch – Bibeldeutsch – manchmal denke ich, es reicht 1 Satz.
    1 Satz darüber nachgedacht, kann ich ihn fassen???
    Z.B. Johannes10,14 Luther:  „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. “
    Kann man den Satz verstehen? Fassen? Echt?
    Wir lesen oft darüber weg, oder er wird ausgelegt mit dem guten Hirten, der seine Leute kennt — aber: „die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt“????!!!!????
    Peng –sprengt mich.
    Also, ich würde fast dafür plädieren, die Bibel vorsichtiger zu lesen, es könnten Sachen drinstehen, die eigentlich als unbekannt gelten, denn
    1. predigt keiner drüber
    2. kennst du jemanden, der Jesus kennt, so wie Gott seinen Sohn Jesus kennt?
    —du und ich sind gemeint, also sind wirs?
    Sind wir es?
    Also gut, dann sind wir es – Herr hilf mir…..

    1. Lieber Rolf,

      ich verstehe deine Fragen und Anmerkungen. Ich teile sie mit dir! Ich will niemanden ausschließen oder angreifen.

      Es war lediglich ein erster Impuls, der nicht beansprucht alle Menschen oder alle Christen abzudecken, sondern die allgemeine Christenheit heute. Es sollte zur Klarstellung für sich selbst dienen – ist meine Sehnsucht nach Gott da? Ist meine Gottesbeziehung in Ordnung?

      Ich habe heute Psalm 24 gelesen. Da heißt es in V. 6:
      Daran erkennt man Gottes wahres Volk,
      Menschen, die nach ihm fragen:
      es sind die, ´HERR`, die deine Nähe suchen und vor dein Angesicht treten.
      Sie sind die rechten Nachkommen Jakobs.

      1. Lieber Viktor,
        alles gut — dieser Schwerpunkt wird ja eigentlich immer gelegt: „Lies die Bibel, bet´ jeden Tag, wenn du wachsen willst“ –
        Also ich unterstelle dir nicht, dass du jemanden ausschließen willst. Aber ich denke, wir müssen die Betonungen anders setzen. Weil die Bibel Gottes Wort ist, müsste es doch eigentlich viel umwälzendere Konsequenzen haben, wenn ich die Bibel lese.
        Eigentlich müssten wir ins Stocken kommen bei jedem 2. oder 3. Satz.
        Es sei denn – wir sagen, das und das gilt für uns nicht, es ist ist nicht für uns geschrieben — das wird ja auch so gemacht, manchmal zu Recht (12 Throne für die 12 Jünger…), manchmal können wir das alles nicht fassen.
        LG
        Rolf

  2. Da muss ich auch noch weiter fragen ergänzend zu Rolf: was ist mit denen, die in der heutigen Zeit durch die verwirrenden verschiedenen Theologien orientierungslos geworden, aber deshalb müde geworden sind, aber ernsthaft mit Gott leben wollen
    Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass es Menschen gibt, die psychisch angeschlagen sind, um ihre geistlichen Defizite Wissen, die gerne mehr Disziplin hätten, es aber einfach nicht hinbekommen? Kannst du dir vorstellen, dass du mit deinen Formulierungen diesen Menschen noch zusätzliche Lasten auferlegten anstatt ihnen welche abzunehmen?
    Das wichtigste ist zu wissen, dass man Kind Gottes ist und aus Glaube Gnade empfangen hat und nicht wieviel man in der Bibel liest.
    Waren dann etwa die ganzen ersten 15 Jahrhunderte Kirchengeschichte total verloren, weil fast keiner die Bibel lesen konnte?

      1. Lieber Viktor, herzlichen Dank für diesen Impuls.

        Klingt wie eine segensreiche Ermutigung und Handreichung zum weiter Lernen.

        Gott segne dein Werk.

      2. Hallo Jazzico, dazu gerne eine Antwort: ich bin schon viele Jahrzehnte in pfingst-charismatischen Gemeinden, wobei aktuell ich wegen der auch dort sich ausbreitenden liberalen Theologie meine Aktivitäten zurückgenommen habe

          1. Hallo Jazzico,

            Hartl hat viele gute Ansätze. Aus meiner Biographie heraus bin ich jedoch mit irgendwelchen „UND“ zur Erlösung vorsichtig:
            Jesus + Sabbat
            Jesus + 2. Segen
            Jesus + das Lehramt der katholischen Kirche,
            wovon sich Hartl ausdrücklich nicht löst und als Mitglied der RKK nicht lösen kann,
            aber Gute behaltet

    1. Lieber Matze,

      natürlich gibt es viele weitere Gründe, warum man nicht in Gottes Wort liest. Ich habe hier lediglich einen allgemeinen Impuls geben wollen. Ich werde auch noch auf einige weitere Gründe eingehen.

      Ich habe niemanden verurteilt oder die Christen der ersten 15 Jahrhunderte ausgeschlossen. Ich habe lediglich eingeladen, seine eigene Gottesbeziehung zu prüfen. Meines Erachtens ist das ein Hauptfaktor, warum Christen heutzutage ihre Bibel nicht lesen. Denn andersherum erlebe ich, dass Christen, die einen Neuanfang erleben auch wieder neu anfangen ihre Bibel zu lesen.

      Muss ich meine Impulse so weit wie möglich differenzieren (dann wird es eine Ausarbeitung) und gegen alle möglichen weiterführenden Gedanken abgrenzen?

      1. Lieber Viktor,
        danke für Deine Rückmeldung. Mir ist schon klar, dass der Glaube aus dem Gehörten, also aus der Predigt und dem selbst gelesenen Wort Gottes kommt. Ich verstehe schon auch, dass man in kurzen Texten nicht jede Eventualität abdecken kann wie in einer Predigt oft eben auch nicht.
        Was mich am meisten gestört hat war Dein fett gedruckter Satz:

        „Anstatt zu Gott zu laufen, laufen wir vor ihm weg. Das ist der häufigste und entscheidende Grund, warum wir unsere Bibel nicht studieren.“

        Ich beobachte eben viele Menschen, die eben Gott nicht davonlaufen wollen, die aber trotzdem keine Kraft zu Bibellesen finden. Wie gehen wir mit diesen Menschen um? Wenn Du solche Sätze so absolut in den Raum stellst ist es doch klar, dass dies Rückfragen ergibt, weil Du so umgekehrt implizierst, dass die wo nicht oder wenig in der Bibel lesen von Gott weglaufen oder schon weggelaufen sind.
        Viele sind einfach müde und matt, haben Depressionen auch wegen Corona, haben aus was für Gründen wenig Disziplin aber sie halten trotzdem an der Zusage des Wortes Gottes fest dass sie durch ihre persönliche Entscheidung Gottes Kinder sind und in der Ewigkeit bei Gott sein werden. Willst Du denen wirklich sagen sie laufen von Gott weg?

    2. Im Grunde sind wir doch alle orientierungslos, solange wir keine EXISTENTIELLEN Fragen stellen und nach der WAHRHEIT SUCHEN.
      Wir wachsen in irgendeiner Gemeinde auf und hören, dass wir uns bekehren müssten, weil wir sonst nicht in den Himmel kämen. Das tun wir dann eines Tages auch. Und so haben es schon die vor uns gemacht. Mit anderen Worten: wir entscheiden uns für eine Ideologie, so wie wir sie überliefert bekamen und fragen NICHT, ob diese Ideologie überhaupt die menschlichen Probleme zu lösen vermag, nämlich das REALE LEID zu beenden. Wir haben schon eine Antwort, die uns das Fragen erspart. Also unterbleibt es. Wir stellen KEINEN Bezug der übernommenen Ideologie zum realen Leben her.
      Alles bleibt in der Luft, ist gewissermaßen eine Luftnummer! Genauso gut, hätten wir uns für den Islam oder eine andere Religion entscheiden können. Aber das haben wir NICHT getan, weil die KULTURELLE Prägung in unseren Landen nicht islamistisch oder z.B. buddhistisch ist.
      Auf Grund dieser Losgelöstheit der Glaubensinhalte vom realen gegenwärtigen Leben KÖNNEN wir natürlich auch nicht die Bibel verstehen. Dazu müsste man zusätzlich noch ihre zeitbedingte Entstehung verstehen.
      Man sieht also, ohne eine wirklichen spirituellen Lehrer, der wirklich in der WAHRHEIT steht, wird nicht viel…
      https://manfredreichelt.wordpress.com/inhaltsverzeichnis/

  3. Man kennt genug Leute, die die Bibel schon mehrfach ganz gelesen haben. Genutzt hat es nichts, da sie nicht einmal die einfachsten Dinge verstanden haben, geschweige denn umgesetzt. Demnach reicht ein Lesen allein doch nicht. Der Pastor X wusste sehr wohl, dass er nicht fremd gehen soll. Trotzdem hat er das gemacht bis es dann aufgeflogen ist. Pastor Klemm predigte über die Liebe, aber kaum war der Gottesdienst vorbei, war er unhöflich und lieblos.

  4. Den Ratschlag Bibel zu lesen, halte ich für viel zu pauschal, da die Bibel ein sehr dickes Buch ist und Dinge enthält, die man nicht unbedingt wissen muss. Bei Neubekehrten ist dieser Rat, der leider von vielen Seelsorgern gegeben wird, ohnehin viel zu pauschal. Die sollten sich erst einmal mit den Evangelien befassen und diese wo möglich auch meditierend aufnehmen. Die zehn Gebote sind auch wichtig, die 613 mosaischen Gesetze samt anderem müssen wir nicht unbedingt kennen. Und: wichtig ist es unbedingt über die grosse und heilige Liebe nachzusinnen, die Jesus Christus am Kreuz vollbracht hat für uns arme Sünder.

    1. In der Bibel steht aber nichts von „meditierend aufnehmen“, nicht mal ein Beispiel eines Menschen dazu.

      Und Gebote kennen und halten rettet nicht.

  5. Nun könnte man ja der Meinung sein, dass gerade diejenigen, die die einfachsten Sachen „nicht verstanden“ haben, genau diejenigen sind, die am meisten in der Bibel lesen sollten.

    Das hätte folgende Vorteile:
    a) Die Bibel überführt – mit Glück stolpere ich irgendwann über die relevanten Stellen, die mir zeigen, dass etwas in meinem Leben noch nicht stimmt
    b) Ein Bruder schafft es anhand von Bibelstellen, die ich auch kenne, aber nicht verinnerlicht habe, mir darzulegen, wo es in meinem Leben noch nicht stimmt

    Wie soll es auch sonst funktionieren? Der lapidare Satz „Du darfst nicht …“ ohne weitere Begründung hilft doch nichts. Kann man aber aus der Bibel ableiten „Du sollst nicht …“, dann hilft das viel mehr. Man hat einen gemeinsam anerkannten Schriftenkanon, und damit einen gemeinsamen „Wertekanon“, der mir aufzeigt, was Gottes Wille für mein Leben ist.

    Und dann gibt es noch andere:
    Es gibt Pfarrhäuser, da lebt der Pfarrer mit seinem „Ehemann“, oder aber der Meßdiener muss für abartige Dinger herhalten. Da haben diejenigen, die es betrifft, bestimmt schon mal gehört und dargelegt bekommen, dass es Sünde ist, begründet und abgeleitet aus der Schrift. Aber es interessiert diejenigen nicht. Die brauchen die Bibel wirklich nicht zu lesen. Die gehören auch nicht in die Gemeinde, meiner Meinung nach

    Dann gibt es aber auch diejenigen, bei denen das Fleisch „stark“ ist – sie geben den Verlockungen und der Sünde nach, obwohl sie wissen, dass es falsch ist. Da kennt jeder von uns wahrscheinlich mehr als eine Person persönlich, die es betrifft. Es gibt Leute, die sind Opfer ihrer Triebe. Wie anders als mit der Bibel in der Hand möchtest Du da Hilfestellung geben? Auf der einen Seite gehst Du mit ihnen gemeinsam daran, die Verlockungen zu reduzieren, auf der anderen Seite zeigst Du ihnen die Bestätigung, dass Jesus sie trotzdem liebt und angenommen hat.

  6. In der Bibel steht vieles nicht dem Wortlaut nach,, aber wir sind nicht sklavisch an deren Wortlaut gebunden, wohl an den Sinne eines Textes.. Was heisst denn meditieren? Das heisst darüber nachsinnen und nicht nur darüber hinweglesen.

    1. Hermann, du sagst es meines Erachtens treffend.

      Und es ist sehr viel Mühe und Arbeit, die ganze Schrift, 1400 Seiten Papier, selbst zu studieren, um dann den essenziellen Kern mit Gottes Hilfe erfassen zu können.

      Bete UND arbeite.

      „Der Glaube kommt aus der Kunde“ (sagt Paulus).
      Die originäre Kunde ist uns die Heilige Schrift.

  7. Nun na, es gab in der KIrchengeschichte und das ist noch nicht so lange her, Kinder im Alter von 4 bis etwa 10 Jahren, die nicht lesen konnten und trotzdem sehr gläubig waren. Das Evangelium ist ja an sich mit wenigen Worten zu sagen, da braucht man keine 1400 Seiten zu lesen.

    1. „es gab in der KIrchengeschichte und das ist noch nicht so lange her, Kinder im Alter von 4 bis etwa 10 Jahren, die nicht lesen konnten und trotzdem sehr gläubig waren.

      Hermann, kannst du uns dazu etwas Genaueres erzählen?

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