Dr. Gerrit Hohage –
Zweifellos: Der „christliche Nationalismus“ ist ein ganz großes Thema, das „alle angeht“. Er wirft nicht nur politische, sondern vor allem auch theologische Fragen auf. Meine Artikelserie „Wir Evangelikalen und die Demokratie“ erscheint ja nicht aus dem Nichts heraus. Von daher war ich gespannt: Wie geht Arnd Henze als Journalist des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks (er ist bei der ARD beschäftigt) mit diesem brandheißen Thema um? Von Journalisten dieses Senders ist man als Evangelikaler ja einiges gewöhnt (ich denke nur an das Buch „Mission Gottesreich“ von Oda Lamprecht u.a.). Allerdings nicht immer, „faktenbasiert zu streiten“ (S. 110). Mit Arnd Henze hatte ich vor einigen Jahren genau dazu mal einen Disput. Von daher hat mich vor allem interessiert, wie umsichtig er heute in seinem Buch „Mit Gott gegen die Demokratie“ an die Sache herangeht.
1.) Keine Pauschalverurteilungen
Und ja: Henze ist es gelungen, mich gleich am Anfang seines Buches als Konservativen und Evangelikalen auf die Reise mitzunehmen. Er wehrt sich gegen die verallgemeinernde Bezeichnung „der Evangelikalen“, hebt zutreffend die Unterschiede der MAGA-Bewegung zum traditionellen Evangelikalismus hervor und verzichtet auf pauschale Verurteilungen à la „mitgefangen – mitgehangen“: „Als jemand, dem evangelikale Frömmigkeit persönlich sehr fremd ist, tun mir die vielen aufrechten Evangelikalen leid, die hier begrifflich in Mithaftung genommen werden“ (18). Bingo! Mit diesem Satz hatte er meine Bereitschaft, ihm wirklich zuzuhören und in das mitunter schwer durchdringbare Dickicht des „Christlichen Nationalismus“ in den USA zu folgen.
2.) Konkrete Beschreibungen
In den ersten 80 Seiten beschreibt Henze vor allem konkrete Einzelpersönlichkeiten aus dem MAGA-Universum. Hier bietet er eine Fülle an wertvollen Informationen und aufschlussreichen Stories. Vor allem Pete Hegseth mit seiner Verbindung von Evangelikalismus und Kriegsrhetorik fesselte meine Aufmerksamkeit (23ff.), ebenso der Schwenk des Interesses der „Southern Baptists“ von der Trennung von Staat und Kirche zu deren Aufhebung (82ff.) und das Aufkommen der Fernseh-Prediger mit ihrem sehr wenig evangeliumsgemäßen Lebensstil, bis hin zu bis dahin unbekannten Hintergrundleuten wie Russel Vought und seiner Definition von „Christlichem Nationalismus“ (32ff.). Wie weit die Kulturen zwischen uns und den USA auseinanderdriften, zeigt sich für mich an der positiven Übernahme des „Nationalismus“-Begriffes im Missionsbefehl: „Der Missionsbefehl verlangt von uns, alle Nationen zu Jüngern zu machen. Das bedeutet: Christlicher Nationalismus überall. Wir stehen unter Befehl!“ (Douglas Wilson, 96). Hier wird eine fatale Bibel-Unkenntnis augenfällig, die m.E. in der „New Apostolic Reformation“ eine hermeneutische Funktion besitzt. Biblisch ist das jedenfalls nicht. An der Stelle habe ich schon in den 90er-Jahren mit US-Evangelikalen kontrovers diskutiert.
Bei Charlie Kirk zeigte sich mir denn doch deutlich, dass Henze als jemand, „dem evangelikale Frömmigkeit persönlich sehr fremd ist“, bestimmte Autorn zur Unterscheidung und Einordnung nicht zur Verfügung stehen, insbesondere, was die Bedeutung der christlichen Familie bzw. überhaupt der Sexualethik angeht. Das sind Themen, die nicht zuerst politisch, sondern aus dem evangelikalen Verständnis der Beziehung des Menschen zu Gott heraus gehört werden müssen.
3.) Fakten oder Interpretationen?
Spannend sind in diesem zweiten Kapitel vor allem zwei Stichworte: Henze verweist mehrfach auf die sog. „Dog Whistle“ (z.B. 38) – das sind Stichworte, mit denen ein Redner gezielt bestimmte Personengruppen anspricht und sich als einen der ihren zu erkennen gibt, um sie zu vereinnahmen. Das Problem ist, dass bestimmten Begriffen damit eine kommunikative Absicht als angeblich „wahre Bedeutung“ untergeschoben wird (siehe „Tief verwurzelt glauben“ S. 71f.), ohne zu verifizieren, ob eine solche Absicht tatsächlich besteht. Wo mit „Dog Whistles“ argumentiert wird, reden wir nicht über Fakten, sondern über Interpretationen, die zutreffen können, aber keineswegs müssen. Sie können leicht überstrapaziert werden und dann ist der Schritt zu (in diesem Fal linken) Verschwörungstheorien nicht groß.
Das zweite Stichwort ist das „Overton-Fenster“ (41). Es bezeichnet einen allgemeinen Korridor, in dem sich Positionen bewegen müssen, um politische Zustimmung finden zu können. Donald Trump habe diesen Korridor „dramatisch nach rechtsaußen“ verschoben, und Henzes zentraler Vorwurf an Charlie Kirk ist, dass er diese Verschiebung im Bereich der Universitäten und der Generation Z nachvollzogen habe. Hier vergisst er zu erwähnen, dass die „woke Linke“ vorher über mehr als ein Jahrzehnt massiv an dem Overton-Fenster gearbeitet hat, um es insgesamt zu verkleinern und so weit nach links zu verschieben, dass nur noch ihre Positionen in der Gesellschaft als moralisch tolerabel gelten. Was wir in den USA erleben, folgt m.E. in gewisser Weise der natürlichen Reaktion des Pendelschlages – auch wenn es dann doch deutlich darüber hinausgeht. Hier muss man m.E. deutlicher differenzieren, welches Interesse einer Veränderung des Overton-Fensters ganz einfach berechtigt ist (Stichwort: Verengung des Debattenraumes) und welches für das Gemeinwohl tatsächlich eine Gefahr darstellt – und warum. An dieser Stelle beginnt sich zu zeigen, dass sich Henze in christlich oder politisch konservative Positionen nicht so gut hineinversetzen kann, auch wenn er die Serie an Niederlagen, die die konservativ-evangelikale Welt in den Jahrzehnten zuvor erlebt hat, durchaus anschlussfähig dargestellt hat.
4.) Framing
Wo Henze sich aufs internationale Parkett bewegt, wird es politisch schwierig und auch sachlich widersprüchlich. Bei der Evangelisierung Südamerikas v.a. durch TV-Evangelisten (96f.) konstatiert Henze: „Auf die massive Unterstützung konservativer Eliten konnten sie dabei ebenso zählen wie auf die Attraktivität einer Botschaft, die den Armen eine jenseitige Erlösung statt des mühsamen Kampfes um irdische Gerechtigkeit versprach“. Das ist der traditionelle Vorwurf politisch linker Theologen gegen Mission im evangelikalen Verständnis. Aber hatte er nicht vorher (87ff.) plausibel dargelegt, dass das Markenzeichen der TV-Evangelisten gerade das „Prosperity Gospel“ war? Die Fernsehprediger waren in Lateinamerika deshalb so erfolgreich, weil sie eine Befreiungstheologie, die in deutlicher Nähe zu Karl Marx die Veränderung der Verhältnisse als Voraussetzung für das Entkommen aus Armut propagierte (und das hatte bekanntlich nicht wirklich funktioniert), durch eine Theologie ersetzt hatten, die dasselbe Ziel mit einer anderen politischen Kultur verbunden hatte. Und die Menschen fuhren besser damit! Genau wie Argentinien unter Milei. Wenn es darum geht, das strukturelle politische Versagen der Linken in ein Ursache-Wirkungs-Verhältnis zum „Christlichen Nationalismus“ zu setzen, zeigen sich bei Henze deutliche Scheuklappen.
Und diese fallen dann unübersehbar ins Auge, als er den Schwenk nach Deutschland wagt (102f.), beginnend mit der Auseinandersetzung um die Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf, die er quasi als aus den USA gesteuert beschreibt. Sorry, aber es gibt auch linke Verschwörungstheorien. Und hier ging es einfach darum, dass eine Schattenkoalition aus SPD, Bündnis 90/Grünen und Linke nicht damit durchkam, eine Kandidatin, die ihre Positionen vertritt und sich mit eindeutig identifizierbaren „Dog Whistles“ als eine der ihren geoutet hatte, gegen den konservativen Flügel der CDU durchzusetzen, für den diese Kandidatin genau deshalb nicht vermittelbar war. Das hatte mit „Christlichem Nationalismus“ nun wirklich nichts zu tun – das ist eine Ersatzerzählung für das Scheitern eines politischen Manövers, mit dem die SPD ihren Koalitionspartner am Nasenring der „Brandmauer“ durch die Manege führen wollte. Wie es um das großartige AfD-Verbotsverfahren steht (99, 102), wissen wir inzwischen auch: Das Gutachten aus dem Ministerium von (damals noch) Nancy Faeser (SPD) ist so mangelhaft, dass es dafür vor Gericht absehbar nicht reichen wird. Es ist sicher schön einfach, aber sicher nicht zielführend, statt des politischen Totalversagens der Regierungsparteien eine Einflussnahme von US-Evangelikalen für die Stimmengewinne der AfD verantwortlich zu machen. So entstehen Sündenbock-Narrative. Und die lösen keine realen Probleme, wie vor allem die SPD sie mit der erdrutschartigen Erosion ihrer Wählerbasis nun mal hat.
Als J. D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 die Einschränkung der Meinungsfreiheit kritisierte (101), hat er bei aller berechtigten Skepsis gegenüber seiner Agenda einen neuralgischen Punkt getroffen. Den Filz von staatsfinanzierten NGO’s zur Bekämpfung von „Hass und Hetze“ (oder was die jeweils als solche definieren) sehen auch andere als Beschneidung von Meinungsfreiheit an. So erhellend ich den Verweis auf den internationalen Arm der US-amerikanischen Alliance for Defending Freedom darum finde, dessen Europadirektor Felix Böllmann gemeinsam mit dem IDEA-Redakteur David Wengenroth das Buch „Der Fall Latzel – Rufmord mit Hilfe der Justiz“ verfasst hat, so fragwürdig wirkt auf mich Henzes These: „Es geht darum, den Rechtsstaat zu diskreditieren und Olaf Latzel im Nachhinein als Opfer in das von J. D. Vance aufgebaute Narrativ einzufügen“ (107) Hier verfällt Henze in ein politisches Framing, in dem er einfach voraussetzt, dass Vance 100%ig falsch liegt und dass die „Hate-Speech-Gesetze innerhalb der EU“ (109f.) 100%ig angemessen sind. Klar, politisch Linke wollen das so sehen. Dürfen sie auch! Nicht-Linke (also alles jenseits der SPD) sehen da aber eine Diskurs-Schieflage, die unter der politischen Dominanz linker Diskurshoheit zustande gekommen ist und die gesellschaftlich neu ausbalanciert werden muss. Inzwischen gibt es auch den „Fall Bolz“ und Ähnliches. Ja: Wir müssen wieder lernen, „über die vielen Themen unserer Zeit engagiert, leidenschaftlich und faktenbasiert“ zu streiten (110). Dazu gehört aber, das Faktum ernst zu nehmen, dass 54% der Wahlberechtigten glauben, ihre Meinung nicht mehr offen vertreten zu können. Stattdessen den Einfluss US-amerikanischer Christlicher Nationalisten als ursächlich auszumachen, spinnt selbst ein Narrativ, das zu den Rückzugsgefechten der Linken zu zählen ist, die man derzeit öfters beobachten kann. Endlich: Henze unterstellt Latzel, den er nicht leiden kann (das ist ihm unbenommen), er „bedaure (…) inzwischen die Verfahrenseinstellung und suche auch zukünftig die Konfrontation“ (109). Da wird es absurd. Hat er die Bilder von Latzel aus dem Gerichtssaal gesehen? So sieht keiner aus, der zukünftige Konfrontationen sucht, sondern einer, der davon für alle Zeiten genug hat. Hier bedient Henze allzu offensichtlich Hörerwartungen seines eigenen links-journalistischen Milieus. Mich hat er an dieser Stelle vorübergehend als Zuhörer verloren.
5.) Historische Vergleiche
Im zweiten Teil kriegt er aber gerade nochmal die Kurve. Seine grundsätzlichen Erwägungen zu Sinn und Grenze von historischen Vergleichen (d.h. zur Nazizeit) sind nämlich wirklich gut, bedenkenswert und für die Zukunft zitierfähig. Er warnt vor allzu raschen Gleichsetzungen und arbeitet zunächst die Unterschiede zwischen dem MAGA-Kult und den „Deutschen Christen“ heraus. Die Parallelen wiegen dadurch aber umso schwerer. So weist er auf den synkretistischen Charakter beider Bewegungen hin: “Unter dem identitären Sammelbegriff ‚Make America Great Again‘ verbinden sich unterschiedlichste Varianten christlicher Theologie und Frömmigkeit, zivilreligiöse Sakralisierung der Nation, Verschwörungsmythen und Personenkult. […] Mit dem traditionellen Fundamentalismus des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und mit den Merkmalen evangelikaler Frömmigkeit wie der strengen Rückbindung an das Zeugnis der Bibel und das alleinige Vertrauen auf die Botschaft von Kreuz und Auferstehung hat dieses Pseudochristentum nur noch wenig zu tun“ (132). Diese Analyse deckt sich so ziemlich mit derjenigen MAGA-kritischer konservativ-evangelikaler und charismatischer Theologen und hat bei mir die Frage aufgeworfen, inwiefern der MAGA-Evangelikalismus als postevangelikales Phänomen einzuordnen und auch zu adressieren ist. Tatsächlich erkenne ich an immer mehr Stellen in dieser Bewegung denselben Dreischritt von Distanzierung, Subtraktion und Substitution (vgl. „Tief verwurzelt glauben“ S. 159-163 oder hier im Video), den auch die theologisch liberale Seite ausmacht, nur nach der anderen Seite des politischen Spektrums hin ausgerichtet. Von erheblicher Bedeutung ist dabei die US-amerikanische „Civil Religion“ als an der Nation orientierte identitätsstiftende Kultur (Stichwort „One Nation under God“, vgl. Henze 132f.), die an den Stellen als Ersatzstück verwendet wird, wo es zur Subtraktion biblischer Inhalte kommt. Und zu denen gehört insbesondere die gesamte Reich-Gottes-Verkündigung Jesu nach den Evangelien. Dazu werde ich irgendwann einen eigenen Blogartikel schreiben.
Was ich Henze hoch anrechne ist, dass er der Verwendung von überhöhten polemischen Begriffen wie einer „Gleichschaltungspolitik“ begründet widerspricht (zB 142ff.). Seiner Kritik an den v.a. fiskalischen Interventionen der Trump-Administration gegen alles „Woke“ tut das keinen Abbruch. Hier hätte ich mir allerdings mitunter etwas weiterreichende Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gewünscht. Die Top-Down-Revolution wurde von der „woken Linken“ erfunden und vorzugsweise an den amerikanischen und europäischen Bildungsinstitutionen umgesetzt. Auf demselben Wege wird sie in den USA nun auch wieder ausgehebelt, nur eben genüsslich als Racheakt in aller Öffentlichkeit. Klar kann man dagegen sein! Aber was ist daran besser, wenn es die Linke tut? Ich weigere mich, nach zweierlei Maß zu messen, weil das etwas ist, das Gott absolut nicht leiden kann (Spr 20,10). Ich bin nicht dagegen, weil die eine gesellschaftspolitische Ausrichtung besser wäre als die andere, sondern weil der dominierende und unterwerfende Einsatz gesellschaftspolitischer Macht ganz grundsätzlich nicht dem Evangelium vom Reich Gottes entspricht. „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch“, sagt Jesus Christus (Mt 7,12) – Wort des lebendigen Gottes! Das ist der wahre Prüfstein für das „Seven Mountains Mandate“, der es als unbiblische Irrlehre erweist.
6.) Ausblicke
Im Vorwort seines Buches fragt Henze: „Wie schreibt man ein Buch über eine Entwicklung, die sich minütlich ändert?“ (8). Der dritte Teil seines Buches macht die ganze Problematik deutlich. Seit Trumps Angriff auf den Iran ist alles im Fluss. Ein tiefer Riss geht heute durch das MAGA-Lager. Ehemals glühende Anhänger wie Tucker Carlson und Majorie Taylor Greene haben sich abgewendet. Die Umfragen deuten auf ein nahes Desaster bei den Midterms hin. Und doch gibt es keinen Demokraten, der sich als präsidiale Alternative anbieten würde. Es ist schlichtweg unmöglich, zu prognostizieren, wie die Sache weiter geht. Auch Henzes „Worst“- und „Best Case-Szenario“ (204ff.) haben mich nicht restlos überzeugt, weil ich persönlich beide für eher unwahrscheinlich halte. Wenn die Demokraten wieder an die Macht kommen, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die „woke Linke“ Rache für „Trumps Rache“ nehmen wird. Dann werden für konservative Christen in den USA sehr harte Zeiten anbrechen. Und ich glaube nicht wirklich, dass dabei von den „Mainstream“-Kirchen versöhnende Impulse ausgehen werden. Das ganze Land ist im Kampfmodus. Keine der beiden Seiten ist bereit, die eigenen gesellschaftsperformativen Ansprüche um des Friedens willen zurückzuschrauben und auf die andere Seite zuzugehen. Ich sage es ungern, aber ich befürchte: Das, worauf es am Ende wahrscheinlich hinauslaufen wird, ist ein zweiter amerikanischer Bürgerkrieg. Der die Rede von der „One Nation under God“ auf fürchterlichste Weise ad absurdum führen wird. Alle werden verlieren. Und dann? Der „Best Case“ im „Worst Case“ wäre, wenn beide Seiten irgendwann verstehen und anerkennen, wie sie (und nicht die anderen) zu diesem Desaster beigetragen haben. Für die MAGA-Bewegung bedeutet das, den Punkt zu identifizieren, an dem sie aufhörte, evangelikal zu sein.
Resümee
Obwohl Arnd Henze und ich auf unterschiedlichen Seiten des politischen Spektrums stehen, habe ich sein Buch mit Gewinn gelesen. Ich schätze seine Bescheidenheit. Sein unaufgeregter und doch sachlich fesselnder Schreibstil war sehr angenehm, und abgesehen vom ein oder anderen Framing habe ich das Buch nicht als manipulierend wahrgenommen. Er nutzt den Christlichen Nationalismus nicht als Vehikel im hiesigen Kulturkampf, sondern er möchte möglichst sachlich informieren und zum Nachdenken anregen. Insofern ist dieses Buch auf jeden Fall eines: Ein Beitrag zu einem ernsthaften Dialog.
Arnd Henze: Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht, Gütersloh 2026
Dieser Blog-Beitrag von Dr. Gerrit Hohage erschien zuerst in „Tief verwurzelt glauben – der Blog zum Buch“. Lesen Sie hier den Original-Beitrag „Wie ich Arnd Henzes Buch „Mit Gott gegen die Demokratie“ gelesen habe„.


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