ein glühendes Vulkanloch mitten im Gebirge. Die Schöpfung erzählt von der Größe Gottes.

Wie groß ist unser Gott? – Eine Betrachtung über Jesaja 40

Wir Menschen versuchen uns oft vorzustellen, wie groß Gott ist. Wir vergleichen, wir suchen Bilder – doch wie können wir einen richtigen Eindruck von Gottes Größe bekommen?

Eine sehr gute Hilfe ist Jesaja 40. Dort spricht Gott zu Menschen, die mutlos waren, eingeschüchtert, innerlich am Ende standen und dachten, alles würde sich gegen sie wenden. Sie hatten keine Hoffnung mehr, dass es mit Gottes Sache wieder aufwärts gehen könnte.

Diese Stimmung finden wir auch heute in unserer Zeit wieder.

Der Prophet stellt im Auftrag Gottes 16 Fragen, die uns wachrütteln und zum Nachdenken bringen sollen.


Schaut auf die Schöpfung

„Wer misst das Meer mit der hohlen Hand? ….Wer wiegt die Berge? (Jesaja 40,12 EU) Braucht der Schöpfer…jemand, der ihm Ratschläge gibt?“ (Jesaja 40,14 GNB)

Die Schöpfung ist der Beweis von Gottes gewaltiger Kraft.

Wissenschaftler können nicht einmal einen Apfelkern herstellen – aber Gott schafft aus dem Nichts.

Wenn wir die Natur bestaunen, sollten wir über Gottes Größe nachdenken. Das Meer, das für uns unermesslich erscheint, ist für Gott messbar. Berge, die uns gewaltig vorkommen, sind für ihn wie Staub.

Die Fragen aus Jesaja 40 stellen unser Denken auf den Kopf. Sie zeigen: Gott steht über Raum, Zeit und Materie. Er ist nicht Teil der Schöpfung – er ist ihr Ursprung.


Schaut auf die Völker

Ägypten, Babylon, Assyrien – damalige Weltmächte. Israel schaute voller Angst auf ihre Armeen.

Doch in Gottes Augen sind sie „wie ein Tropfen am Eimer und wie ein Sandkorn auf der Waage“ (Jesaja 40,15–17 LU2017).

Fürchtet euch nicht vor den Mächtigen – schaut auf den, der mit euch ist!

Was für Israel bedrohlich wirkte, war für Gott unbedeutend. Die Völker, die Geschichte schrieben, sind für ihn wie Staubpartikel.

Die Botschaft ist klar: Unsere Angst entsteht oft aus einem falschen Größenvergleich.


Schaut auf die Welt

Acht Milliarden Menschen leben auf dieser Erde.

Doch Gott thront über dem Erdkreis, und die Menschen erscheinen wie Heuschrecken (nach Jesaja 40,22).

Wir fühlen uns klein in der Masse – aber Gott steht über allem und steht hinter uns.

Er überblickt die Geschichte. Er sieht das Ganze. Er ist nicht überwältigt von Zahlen, Krisen oder globalen Entwicklungen.


Schaut auf die großen Persönlichkeiten

Damals: Sanherib, Nebukadnezar.
Heute: politische Führer wie Putin, Trump, Kim Jong Un.

Gott sagt: Die Mächtigen sind nichts vor ihm und vergehen schnell (nach Jesaja 40,23).

Glauben wir wirklich, dass sie die Welt lenken? Gott lenkt auch die Mächtigen.

Kein biblisches Buch zeigt das deutlicher als das Buch Daniel. Daniel, Premierminister in Babylon, erlebt den wahnsinnig gewordenen Nebukadnezar – und dessen Heilung.

Zwölfmal heißt es im Buch Daniel, dass Gott die Könige und Reiche dieser Welt lenkt. Daniel erhält prophetische Einsichten bis zur Wiederkunft Jesu – und er bleibt fest überzeugt von der Größe Gottes.


Schaut zu den Sternen

Dieser Blick zeigt uns unsere kleinste Perspektive und Gottes größte Macht.

„Hebt eure Augen in die Höhe und seht? Wer hat dies geschaffen?“ (Jesaja 40,26 LU1984)

Wer hat das Sternenheer geschaffen? Gott ruft jeden Stern mit Namen, und keiner fehlt, wenn er ruft (Jesaja 40,25–26).

Das ist Gott – der Meister über die Sterne. Während wir mühsam einzelne Galaxien katalogisieren, kennt Gott jede einzelne. Nichts entgleitet ihm.

Vulkanfeuer ergießt sich ins Meer. Die Größe Gottes ist auch an der Schöpfung zu erkennen.

1. „Mit wem wollt ihr mich vergleichen?“

Unsere Gedanken über Gott sind zu klein.

Martin Luther sagte einmal zu Erasmus: „Deine Gedanken von Gott sind zu menschlich.“

Wir machen Gott kleiner, als er ist. Wir pressen ihn in unsere Autorn. Doch Gott sprengt jedes Bild.


2. „Warum klagt ihr, dass Gott sich nicht kümmere?“ (Jesaja 40,27)

Wir denken falsch über uns selbst.

Gott gibt niemanden auf – auch einen Hiob nicht. Wenn wir meinen, Gott habe uns übersehen, dann liegt das nicht an seiner Schwäche, sondern an unserer begrenzten Sicht.


3. „Habt ihr nicht gehört? Der Herr wird nicht müde!“ (Jesaja 40,28–29)

Gott ist ewig, unerschöpflich in Kraft und Weisheit. Er gibt den Müden Kraft und macht die Schwachen stark.

Wir tun uns schwer, Gott wirklich Gott sein zu lassen.

„Seid stille und erkennet, dass ICH Gott bin.“ (Psalm 46,11 LU2017 Großschreibung d.d. Verf.)

Das ist eine Einladung zur Ruhe – nicht zur Resignation, sondern zum Vertrauen.


Ein Blick in die neuere Geschichte

Im 17. und 18. Jahrhundert wuchsen Zweifel.

Die Aufklärung rückte die Naturwissenschaften ins Zentrum, und Gott geriet immer mehr in den Hintergrund.

Auch heute faszinieren wissenschaftliche Fortschritte – doch Gott als größte Realität verlieren viele aus dem Blick. Darum müssen wir uns auf die entscheidende Frage konzentrieren:

Wer ist unser Gott?

Unser Gott ist viel größer, als die meisten Menschen denken. Es geht nicht darum, viel über Gott zu wissen – sondern Gott wirklich zu kennen.


Charles H. Spurgeon über die Größe Gottes

Sehr treffend hat Charles H. Spurgeon vor 150 Jahren in London in einer berühmten Predigt die Größe Gottes zum Ausdruck gebracht. Er war damals erst 20 Jahre alt.

Spurgeon begann seine Predigt:

„…Wer viel über Gott nachdenkt, wird ein weiteres Denken haben als der, der sich nur mit unserem kleinen Globus beschäftigt. Nichts wird unseren Geist mehr stärken und die Seele des Menschen mehr ermutigen als die ernsthafte Beschäftigung mit dem großen Thema GOTT. Von daher bekommen wir am meisten Trost. Über Christus nachzudenken, das heilt jede Wunde. Sich in Gott, den Vater, vertiefen, – das bringt eine große innere Ruhe. Sich dem Heiligen Geist öffnen, – das gibt uns Halt.
Willst du deine Sorgen loswerden, deine Probleme ertränken? – dann stürze dich in den tiefen See der Größe Gottes!
Verliere dich in Seine Unendlichkeit! – und du wirst erfrischt, ausgeruht und neu gestärkt deinen Weg gehen. Ich kenne kein Thema, das mir mehr innere Kraft und Ruhe verleiht. Ich lade dich ein, heute Morgen diesem großen Thema zu lauschen.“

Fazit:

Es gibt kein Thema, das mehr innere Kraft und Ruhe verleiht, als über die Größe Gottes nachzudenken.


Schlussgedanke

Jesaja 40 ruft uns auf, den Blick zu heben: Hin zu unserem Gott.

Die entscheidende Frage bleibt:

Wie groß ist unser Gott – in unseren Gedanken?

Denn wer einen großen Gott hat, bekommt einen weiten Blick, ein ruhigeres Herz und neue Kraft für den nächsten Schritt.


Dieser Blog-Beitrag von Marc Hartfeld erschien zuerst auf Glaubend.de. Lies hier den Original-Artikel „Wie groß ist unser Gott? – Eine Betrachtung über Jesaja 40“.

Über Marc Hartfeld

Marc Hartfeld, Jahrgang 1997, wohnt im Schwarzwald und beschäftigt sich gerne mit dogmatischen Themen und liest gerne Literatur dazu. In seiner Freizeit nimmt er sich gerne Zeit für Familie und Freunde.


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besser ohne Links oder z.B. als „h ttps://“ mit Leerzeichen.

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