Können Christen heute noch an Adam, Eva und die Arche glauben?

Ist es angesichts der modernen wissenschaftlichen Er­kennt­nisse nicht vernunfts- und wissenschaftsfeindlich, die Erzählungen der biblischen Urgeschichte für historisch zu halten?

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Wer heute noch an Adam, Eva und die Arche glaubt, gilt inzwischen auch in vielen christlichen Kreisen im besten Fall als skurril, im schlechtesten Fall als ein Feind von Vernunft und Wissenschaft. Tatsächlich gibt es Beispiele von erschreckender Wissenschaftsfeindlichkeit unter Christen. Neulich schrieb mir jemand: In seiner Gemeinde sei gelehrt worden, dass der Teufel die Dino-Knochen vergraben habe, um den Menschen den Glauben an die Bibel zu vermiesen. Zum Glück ist derart schräger Unfug selten. Relativ weit verbreitet ist aber leider die Praxis, solche Fragen totzuschweigen. Die Folge ist am langen Ende, dass Menschen unsere Gemeinden und Gemeinschaften verlassen, weil sie diese Fragen nicht unter den frommen Teppich kehren wollen oder können.

Deshalb müssen wir uns dringend dieser Frage stellen: Wie sollen moderne, aufgeklärte Christen umgehen mit den teils krassen Unterschieden zwischen den biblischen Berichten zur Urgeschichte und den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft, wenn Sachkritik an der Bibel[1] aus Glaubensgründen nicht in Frage kommt?

Der Glaube an eine „junge Erde“: Die Faktenlage

Etwa 1800 Jahre lang hat praktisch die gesamte Kirche Jesu den biblischen Bericht über die Entstehung der Erde „wörtlich“[2] ernst genommen und geglaubt, dass sich die Geschichten von Adam, Eva, dem Sündenfall, der weltweiten Sintflut und der babylonischen Sprachverwirrung tatsächlich in etwa so ereignet haben. Weltweit gesehen gilt das auch heute noch für die Mehrheit der Christen. Vielen ist dabei durchaus bewusst, wie problematisch es ist, die gesamte Weltgeschichte, Archäologie und Geologie in einen Zeitraum von etwa 6.000 bis 10.000 Jahren zu pressen. Zwar gibt es eine Reihe von historischen Indizien, die durchaus für eine Historizität der biblischen Urgeschichte sprechen.[3] Auch in der Biologie und Geologie gibt es Fakten, die im Modell einer „jungen Erde“ sogar deutlich besser erklärt werden können (z.B. das Phänomen der „lebenden Fossilien“ oder der wiederbelebbaren Sporen in uralten Fossilien, in denen längst alle biologischen Materialen hätten zerfallen sein müssen). Richtig ist auch, dass es für einige geologische Phänomene, denen man früher eine Dauer von Jahrmillionen zuschrieb, inzwischen sehr überzeugende Kurzzeitmodelle gibt.[4] Andererseits deuten einige Fakten auch klar auf ein deutlich höheres Alter der Erde hin: Die radiometrischen Datierungen, die Entfernung der Sterne im Universum (deren Licht dann noch gar nicht bei uns angelangt sein dürfte) und einige geologische Phänomene, für die es bislang keine befriedigende Kurzzeitmodelle gibt.

Das naturhistorische Standardmodell: Nicht weniger problematisch

Fakt ist aber auch: Mit dem Problem schwerwiegender ungelöster Fragen sind die Anhänger einer jungen Erde keinesfalls allein. Ich kenne kein einziges Modell zur Entstehung des Kosmos, der Erde und der Organismenvielfalt, das nicht mit vergleichbar schwerwiegenden und grundlegenden Problemen zu kämpfen hätte. Das gilt gerade auch für das naturhistorische Standardmodell, in dem das Eingreifen eines wie auch immer gearteten Schöpfers oder Designers von vornherein aus Prinzip grundsätzlich ausgeschlossen wird. Die Probleme dieses Modells, das die Entstehung komplexer physikalischer und biologischer Systeme bis hin zum menschlichen Bewusstsein ausschließlich durch ungerichtete, absichtslose und somit letztlich zufällige Prozesse erklären möchte, sind in den letzten 150 Jahren nicht kleiner sondern im Gegenteil stetig größer geworden.[5] Noch nie wussten wir so viel darüber, wie unfassbar komplex und fein aufeinander abgestimmt die Elemente des Universums und des Lebens sind. Entsprechend groß ist die Ratlosigkeit in Bezug auf die Frage, wie diese hochkomplexen Systeme entstehen konnten.[6]

Die oft geäußerte Annahme, dass sich diese offenen Fragen in der Zukunft schon noch klären und die Erklärungslücken immer kleiner werden, entspricht seit Jahrzehnten nicht der wissenschaftlichen Realität. Durch Wissenszuwachs werden diese „Lücken“ größer, weil der Erklärungsbedarf einerseits zunimmt, andererseits die Defizite erklärender Evolutionstheorien immer offenkundiger werden. Und Tatsache ist natürlich auch: Mit der Behauptung, dass zukünftige Erkenntnisse die Probleme meines Welterklärungsmodells schon noch lösen werden, könnte man schlichtweg JEDES Modell zur Entstehung der Welt verteidigen und gegen JEDE Kritik immun machen. Dieses Pseudoargument trägt daher zum wissenschaftlichen Wettbewerb der verschiedenen Modelle absolut nichts bei, im Gegenteil: Es blockiert den Dialog und das ehrliche, offene Argumentieren.

Theistische Evolution: Ist der Mix aus Schöpfung und Evolution die Antwort?

Nicht wenige Christen wollen sich heute nicht entscheiden zwischen Schöpfung und Evolution. Stattdessen vertreten sie einen Mix aus beiden Modellen und bezeichnen dies als „theistische Evolution“. Dabei wird angenommen, dass Gott die Evolutionsprozesse benutzt habe, um die Organismenvielfalt zu erschaffen. Wie diese göttlichen Eingriffe in den Evolutionsprozess genau vonstatten gegangen sein sollen, wird dabei meist nicht näher erklärt.

Vertreter dieses Modells glauben oft, auf diese Weise Glaube und Naturwissenschaft versöhnen zu können. Dabei scheint ihnen nicht immer bewusst, dass sie mit dieser Sichtweise in der „Scientific Community“, also der akademischen naturwissenschaftlichen Welt, letztlich genauso im Abseits stehen wie die Anhänger einer Schöpfung ohne Evolution. Denn der akademische Wissenschaftsbetrieb ist nun einmal strikt naturalistisch ausgerichtet. Egal ob mit oder ohne Evolution: Wer mit göttlichen Eingriffen rechnet wird immer vom gleichen Schicksal heimgesucht: Keine Publikationen, keine Fördergelder, keine Vorträge an wissenschaftlichen Symposien, somit auch keine wissenschaftliche Karriere und kein Einfluss auf die wissenschaftliche Diskussion.[7] Kein Wunder, dass einige Vertreter der theistischen Evolution das Schöpfungshandeln Gottes inzwischen gänzlich auf die Zeit des Urknalls oder auf quantenphysikalische und somit äußerlich nicht fassbare Prozesse beschränken und behaupten: Gott habe nicht zielgerichtete Prozesse gebraucht, um sein Ziel der Erschaffung des Menschen zu erreichen – ein innerer Widerspruch und ein Dilemma, das letztlich nicht schlüssig aufgelöst werden kann. Reinhard Junker hat zudem in Anlehnung an J. G. West dargelegt, dass diese Denkweise das Modell der theistischen Evolution letztlich in eine frappierende Nähe zu gnostischen Lehren bringt.[8]

Wenig bekannt scheint unter den Anhängern einer theistischen Evolution auch zu sein, dass die Faktenlage in der Fossilienforschung („Paläontologie“) gerade nicht zur These einer schrittweisen Höherentwicklung der Lebewesen passt und somit auch einer theistischen Evolution widerspricht. So berichtet der Paläontologe Dr. Günter Bechly, dass die Baupläne der unterschiedlichen Tiergattungen im Fossilienbericht fast immer plötzlich und explosionsartig auftauchen.[9] Um diesem Befund gerecht zu werden müsste man eher von abschnittsweisen, über Jahrmillionen verteilten Schöpfungsakten ausgehen. Stimmt der biblische Schöpfungsbericht aus 1. Mose 1 also doch, nur dass (vielleicht in Anlehnung an 2. Petrus 3, 8) die „Tage“ nicht 24 Stunden sondern Jahrmillionen dauerten? Was auf den ersten Blick verlockend klingt, wirft aus biblischer und ethischer Perspektive eine ganze Reihe schwieriger Fragen auf[10]:

  • Wie passt dieses Modell zur biblischen Lehre, dass der Tod nicht Teil von Gottes guter Schöpfung sondern Folge der Sünde des Menschen ist (Römer 5, 12; Römer 8, 20ff.; 1. Korinther 15, 20ff.)? Wie kann dann noch der Zusammenhang zwischen Adam und Christus aufrecht erhalten werden, der für die Theologie von Paulus so zentral ist?
  • Warum sind viele der geschaffenen Tier- und Pflanzenformen längst schon wieder ausgestorben, bevor die Schöpfung zu ihrem „sehr guten“ Abschluss kam? Was sagt es über den Charakter Gottes, wenn Gott die Überproduktion von Nachkommen und ihren Tod durch Auslese der Schwächeren geradezu als Schöpfungsmethode verwendet?
  • Warum beginnt und endet Gottes Geschichte mit den Menschen in einem vergleichsweise winzigen Zeitabschnitt der gesamten Schöpfungs- und Menschheitsgeschichte?
  • Gibt es gar keine klare, grundsätzliche Abgrenzung zwischen Mensch und Tier, da beide doch nahe verwandt sind? Befindet sich der Mensch in einer Höherentwicklung? Sind wir selbst die „Neandertaler der Zukunft“? Gibt es Menschen, die höher entwickelt sind als andere? Wie passt das zur biblischen Lehre, dass alle Menschen gleichermaßen als Gottes Ebenbild geschaffen wurden?

Mischformen und Abwandlungen

Zwischen den geschilderten drei Erklärungsansätzen zur Entstehung unserer Welt gibt es noch zahlreiche Abwandlungen und Mischformen.[11] So geht zum Beispiel der bekannte Theologe Timothy Keller davon aus, dass Adam und Eva tatsächlich das historisch erste Menschenpaar nach dem Ebenbild Gottes waren, dass sie aber gleichzeitig das letzte Glied einer langen evolutionären Entwicklung darstellten.[12] Aufgrund bestimmter textlicher Eigenschaften des ersten Schöpfungsberichts in 1. Mose 1 argumentiert Keller dafür, dass die Aussageabsicht dieses Textes anders als die nachfolgenden Kapitel metaphorisch sei und nicht historisch. Daher sieht er auch Möglichkeiten, die Annahme einer „alten Erde“ mit der Aussageabsicht der biblischen Autoren zu vereinbaren und gleichzeitig an Adam und Eva als reale geschichtliche Personen zu glauben.

Auch wenn dieser Ansatz verschiedene neue Fragen und Probleme aufwirft[13] zeigt sich daran: Es gibt Theologen, die sowohl der Aussageabsicht der Schrift vertrauen und trotzdem in Bezug auf die tatsächlich abgelaufene Erdgeschichte zu unterschiedlichen Sichtweisen gelangen. Welches Modell am Ende sowohl mit der Aussageabsicht der Bibel als auch mit den Spuren aus der Entstehungsgeschichte der Erde am besten vereinbar ist, das kann, soll und wird auch unter Bibeltreuen weiter engagiert diskutiert werden.

Außerwissenschaftliche Vorurteile: ALLE müssen sich ehrlich machen!

Das geht aber nur auf Basis einer nüchternen, ehrlichen Bewertung aller Fakten. Und es geht nur, indem jede Seite sich offen und ehrlich den Tatsachen stellt – gerade auch denen, die dem eigenen Weltbild entgegenstehen (wie es nach meiner Erfahrung z.B. die Studiengemeinschaft Wort und Wissen seit vielen Jahren in vorbildlicher Weise tut). Und das geht nur, wenn man andere Sichtweisen nicht von vornherein lächerlich macht, wie es Kritiker der vorherrschenden naturalistischen Ursprungsforschung leider oft erleben müssen.[14]

Für eine faire Debatte wäre es außerdem wichtig, ehrlich die außerwissenschaftlichen Vorent­scheidungen offen zu legen, die letztlich  in jedem Modell zur Entstehung unserer Welt eine erhebliche Rolle spielen:

  • Bibeltreue Christen haben sich zum Beispiel entschieden, der Aussageabsicht der Bibel vorbehaltlos zu vertrauen. Wenn ein Bibeltext historisch gemeint ist, dann wird er auch dann historisch ernst genommen, wenn wissenschaftliche Fakten aktuell dieser Annahme entgegenstehen.
  • Der akademische Wissenschaftsbetrieb hat sich entschieden, grundsätzlich ausschließlich natürliche Ursachen für die Entstehung unserer Welt in Erwägung zu ziehen. An diesem wissenschaftlich nicht begründ- und belegbaren Ausschluss göttlichen Wirkens hält man fest, selbst wenn wissenschaftliche Fakten aktuell dieser Annahme entgegenstehen.[15]

Außerwissenschaftliche Vorurteile sind also keine Spezialität bibeltreuer Christen. Sie sind auch im Wissenschaftsbetrieb ganz normal und für sich genommen überhaupt kein Grund, jemanden als vernunfts- oder wissenschaftsfeindlich zu diskreditieren. Wichtig ist nur, sich offen, ehrlich und vorurteilsfrei den Fakten und dem wissenschaftlichen Diskurs zu stellen, sich ergebnisoffen an der Erforschung der Ursprungsfragen zu beteiligen und dabei eigene außerwissenschaftliche Denkvoraussetzungen ehrlich offen zu legen. Es wäre schön, wenn dies auf allen Seiten gleichermaßen geschehen würde.

Warum ich Naturwissenschaft genial finde UND der Bibel vertraue

Ich bin ein großer Naturwissenschaftsfan! Ich bin tief beeindruckt von den gewaltigen naturwissenschaftlichen Erfolgen der letzten Jahrhunderte. Als Bibelleser bin ich von diesen Erfolgen auch nicht wirklich überrascht. Es war ja gerade das Christentum, das durch die biblische Trennung zwischen Schöpfer und Schöpfung wegbereitend für die Entstehung der modernen Naturwissenschaft war[16]. Speziell bei den Ursprungsfragen sehe ich die Festlegung auf den Naturalismus allerdings kritisch – und somit natürlich auch die Theorien, die auf der Basis dieses außerwissenschaftlichen Vorurteils entstanden sind. Die Naturwissenschaft ist zwar ungeheuer erfolgreich bei der Frage, WIE die Welt FUNKTIONIERT. Äußerst mager sehen ihre Erfolge aber aus bei der Frage, WOHER sie kommt und wie sie ENTSTANDEN ist. Gerade bei den Fragen nach dem Woher und Wohin finde ich es sehr vernünftig, die Begrenztheit menschlicher Erkenntnisfähigkeit besonders gut im Blick zu behalten. Wir wären nicht die erste Generation, die bei diesen Themen breit akzeptierte wissenschaftliche Sichtweisen gründlich revidieren muss. Günter Bechly hat diesbezüglich jüngst darauf hingewiesen, dass gerade die Evolutionsforschung aktuell in einer grundlegenden Krise steckt, die hinter den Kulissen und zum Teil sogar schon ganz offen diskutiert wird.[17]

Können Christen heute noch an Adam, Eva und die Arche glauben? Ja, natürlich! Und zwar ohne ihren Verstand an der Kirchengarderobe abgeben zu müssen. Es gibt so viele gute Gründe, warum es auch heute noch absolut vernünftig ist, den Aussageabsichten der Bibel vollständig zu vertrauen.[18] Deshalb können natürlich auch aufgeklärte Christen zu dem begründeten Schluss kommen, dass ein realer historischer Hintergrund hinter den biblischen Erzählungen in 1. Mose 1-11 den biblischen Texten und den wissenschaftlichen Fakten insgesamt am besten gerecht wird. Wer solche Christen lächerlich macht oder ihnen von vornherein Vernunfts- oder gar Wissenschaftsfeindlichkeit unterstellt ist nicht nur respekt- und lieblos, sondern offenbart auch ein trauriges Halbwissen in Bezug auf die heutige Sach- und Faktenlage.


Buchempfehlung: Im von Reinhard Junker herausgegebenen Sammelband “Genesis, Schöpfung und Evolution” finden sich eine Reihe von qualitativ hochwertigen Artikeln zu Themen rund um die biblische Urgeschichte – sachlich, fundiert und trotzdem zumeist auch für Laien verständlich. Bezogen werden kann das Buch hier beim SCM-Verlag.

Anmerkungen:

[1] Also z.B. die Ablehnung der Historizität biblischer Texte, obwohl sie aufgrund ihrer Texteigenschaften und ihres Kontexts von den biblischen Autoren offenkundig historisch gemeint sind und auch von anderen biblischen Autoren historisch gelesen werden – siehe dazu der AiGG-Artikel „Streit um das biblische Geschichtsverständnis“

[2] Zur Definition des Begriffs „wörtlich“ im Zusammenhang mit Bibelauslegung siehe der AiGG-Artikel „Ist die Bibel unfehlbar“?

[3] Siehe dazu der AiGG-Artikel: „Geschichten, die die Welt bewegen“

[4] Übersichtlich zusammengestellt von Manfred Stephan in „Einige Befunde aus verschiedenen Wissenschaften, die zu einer kürzeren Erdgeschichte passen oder der Aktualismus in Frage stellen“ W+W-Disk.-Beitr. 4/08; vgl. auch die Artikelsammlung zu „Gültigkeit und Grenzen geologischer Zeitbestimmung“

[5] Einige der zentralen Probleme wurden im AiGG-Artikel „4 Dinge, für die ich Atheisten bewundere“ kurz dargestellt.

[6] Dazu äußerte der US-amerikanische Chemiker Prof. James M. Tour im Jahr 2016: „Diejenigen die denken, dass die Wissenschaft die Details des Ursprungs des Lebens verstanden hätte, sind vollständig uninformiert. Niemand versteht es. … Die Basis, auf der wir als Wissenschaftler stehen, ist so wackelig, dass es das Beste wäre, die Situation ganz offen als das zu bezeichnen, was es ist: Ein Rätsel.“ (ab 1:07:13 im Vortrag: The Origin of Life: An inside story“, 2016)

[7] Den ideologischen Charakter des Gottesausschlusses in der universitären Ursprungsforschung und die massiven Folgen für wissenschaftliche Karrieren belegt der äußerst sehenswerte und Film „Expelled – Intelligenz streng verboten“ sowie der persönliche Erfahrungsbericht des Paläontologen Günter Bechly

[8] Reinhard Junker (2011) in Theistische Evolution und moderne Theologie: „Nichts Neues unter der Sonne“

[9] Näheres dazu im AiGG-Artikel „Evolution – ein Welterklärungsmodell am Abgrund?“

[10] Eine ausführliche Kritik des Konzepts „theistische Evolution“ findet sich im Buch „Leben durch Sterben? Reinhard Junker 1994. Eine detaillierte kritische Betrachtung moderner Konzepte von theistischer Evolution findet sich im Artikel „Theistische Evolution nach Denis Alexander und nach BioLogos“ von Reinhard Junker (2012) aus: Junker, R. (Hrsg.) Genesis, Schöpfung und Evolution. Studium Integrale. Holzgerlingen, 3. Auflage 2017 (so auch Text aus Anm. 8)

[11] Eine Übersicht gibt dazu das Video von Stephan Lange „Wie alt ist die Erde: 6000 oder 4,6 Milliarden Jahre?“

[12] Dargelegt in seinem Buch „Adam, Eva und die Evolution“, 2018

[13] siehe dazu die Rezension des Buchs „Adam, Eva und die Evolution“ von Dr. Reinhard Junker

[14] So erzählt Dr. Günter Bechly im äußerst empfehlenswerten 30-minütigen Interview, wie er aufgrund seines wachsenden Zweifels an der vorherrschenden naturalistischen Erklärung zur Entstehung der Welt letztlich seinen Job am Naturkundemuseum in Stuttgart verlor.

[15] Von besonderer Bedeutung ist dazu die oft scharf und emotional geführte Diskussion um das Design-Argument, ausführlich diskutiert von Markus Widenmeyer & Reinhard Junker unter „Der Kern des Design-Arguments in der Biologie und warum die Kritiker daran scheitern“ 12 / 2016

[16] Siehe dazu der AiGG-Artikel „Das bestätigte Weltbild“

[17] Siehe dazu der AiGG-Artikel „Evolution – Welterklärungsmodell am Abgrund?“

[18] Siehe dazu der AiGG-Artikel „10 Gründe, warum es auch heute noch vernünftig ist, der Bibel zu vertrauen“

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Dieser Blog-Beitrag von Markus Till erschien zuerst auf aufatmen in Gottes Gegenwart . Lies hier den Original-Artikel "Können Christen heute noch an Adam, Eva und die Arche glauben?".

About Dr. Markus Till

Evangelisch landeskirchlicher Autor, Blogger und Lobpreismusiker mit pietistischen Wurzeln und charismatischer Prägung

63 thoughts on “Können Christen heute noch an Adam, Eva und die Arche glauben?

  1. Richtig, die Wissenschaft kann erklären, WIE die Welt FUNKTIONIERT; aber nicht, WOHER sie kommt und wie sie ENTSTANDEN ist.
    Das größte Problem von Wissenschaftlern: Sie gehen davon aus, dass die heutigen Naturgesetze schon immer so waren, wie wir sie kennen.

    „Dabei haben wir immer wieder eine Hypothese verwendet, ohne sie ausdrücklich zu erwähnen: Die Naturgesetze, die wir auf der Erde durch Beoabachtungen und Experimente entdeckt haben… müssen immer und überall gültig sein. Dann-und nur dann- kann das Universum Naturwissenschaftlich untersucht werden.“
    (Harald Lesch und Josef M. Gassner „Urknall, Weltall und das Leben- vom Nichts bis Heute Morgen“, S. 181-183)

    Die Naturgesetze können jedoch erst seit dem Urknall gegolten haben- genauer gesagt, seit der „Planck-Zeit“. Auch laut der Urknalltheorie existierten die uns bekannten Naturgesetze in den ersten 10- ³³ Sekunden noch nicht.

    Laut 1.Mose 8.22 und Jeremia 31.35 „Der das Meer bewegt, dass seine Wellen braußen“ gibt es die uns bekannten Naturgesetze dagegen erst, seitdem Gott sie geschaffen hat.
    In keinem Fall können die Naturgesetze „schon immer“ existiert haben.

  2. Wann wurden denn die Engel erschaffen? Im Schöpfungsbericht finde ich das nicht. In der Naturwissenschaft schon gar nicht.

    Und warum war nur die Erde wüst und leer, ein Tohuwabohu, und der Himmel nicht? 1. Mose 1,2. Fragen über Fragen.

    1. „Wüst und leer“ bezeichnet nichts anderes, als dass alles noch undifferenziert war.
      Die Engel wurden geschaffen als Gott damit begann sich selbst zu erkennen, wie auch die ganze Schöpfung ein Produkt der Selbsterkenntnis des Lebens durch das Leben ist.
      Das macht es vielleicht etwas deutlicher: „Aus der Betrachtung des organischen Lebens wird deutlich, dass das Leben unaufhörliche Bewegung ist. Außerdem wissen wir, dass das Leben irritabel ist und damit die Tendenz zur Bewusstwerdung seiner selbst besitzt. Diese ewige Prozesshaftigkeit muss folglich Schöpfungen zum „Zweck“ der Bewusstwerdung des Lebens hervorbringen. Also das Raum-Zeitliche. Aber in jeder solchen Schöpfung/Begrenzung ist wieder das ursprüngliche sich seiner selbst unbewusste Leben tätig, und zwar – wie könne es auch anders sein? – mit der gleichen Tendenz!

      Wir sehen deshalb ausgehend vom rein Mineralischen, also dem Stein, eine aufsteigende Linie der Bewusstwerdung des Lebens über Pflanze und Tier zum Menschen hin. Natürlich nur dadurch, dass es sich zunächst mit seiner Lebensform identifizierte. Da die Formen aber selbst vergänglich sind, zittert in ihnen das Leben um seiner selbst vor einem vermeintlichen Nichtsein. Dass dieses nur die Formen betrifft, kann es nur im Menschen begreifen, und da nur in denen, die in der Lage sind, tief genug zu reflektieren. Solange also das Leben sich mit der ihm jeweils eigenen Lebensform identifiziert, ist es gehindert, sich seiner selbst als (ewiges) Leben bewusst werden zu können. Vielmehr ist es mit den sie umgebenden Lebensformen beschäftigt, nämlich inwieweit diese ihm nützlich oder schädlich sein könnten. Das Leben ist sich da also seiner selbst entfremdet, ist nicht bei sich. “ (aus: https://manfredreichelt.wordpress.com/2018/03/20/die-logik-der-erloesung/ )

  3. Glauben wir an einen Gott der Wunder tut?
    Glaube ist mehr als Wissen, Glaube ist der Weg zu Gott, Wissen ist begrenzt und füttert den Verstand. Glaube ist das Loslassen eigener Vorstellungen, und ist Vertrauen, in den Gott der sich uns offenbart.
    Müssen wir eigentlich alles wissen? und jede Frage sofort begründen? dürfen wir nicht sagen: im Moment habe ich keine Antwort, aber ich werde darüber nachdenken. Das ist doch besser als schnell etwas zu übernehmen, um nicht dumm dazustehen.
    Der Wissensdurst nach neuen Erkenntnissen benimmt sich wie ein schnell fahrender ICE, die einen fahren mit, die anderen steigen aus. Der Mensch wird unersättlich, in seinem Bestreben, was hinter allem steht, will er die DNA des Schöpfers ermitteln? od. sucht er nach Beweisen, das es ihn überhaupt nicht gibt? Beide Ziele bleiben unerreichbar, denn Gott läßt sich nicht in die Karten schauen, weil der Mensch sonst die Möglichkeit nutzt, sich in seinem Hochmut über den Schöpfer zu stellen. Er giert quasi danach, den Gott, den er nicht will, auszuschalten.
    Wie sollte es möglich sein, mit der Wissenschaft auf Augenhöhe zu sein? hier liegen sich zwei ,, Reiche“ gegenüber, von dem einen sprach Jesus, das andere ist die Welt. Wem will man denn gefallen, Gott, od. sucht man Anerkennung und Bestätigung in der Welt?
    –Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Jakobus 4. 4 —
    ….Die Naturwissenschaft ist zwar ungeheuer erfolgreich bei der Frage, WIE die Welt FUNKTIONIERT. Äußerst mager sehen ihre Erfolge bei der Frage, WOHER sie kommt und wie sie ENTSTANDEN ist……
    Das wird auch so bleiben, denn dazwischen liegt ein Graben, das WOHER läßt sich nur durch ,,Glauben“ erfahren, Glaube steht im Einklang mit Demut.
    –Alle müssen sich ehrlich machen!–
    Können sie das wirklich? wenn sie selbst Gott leugnen? od. können sie sich selbst der Wahrheit überführen? Das WOHER bleibt ohne Glaube verborgen, und der Mensch bleibt in der Dunkelheit.
    …Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? 1. Ko 1. 20b…
    Es ist und bleibt ,,das Wort vom Kreuz“ welchen es eine Torheit ist, denen die verloren gehen. Ohne Glauben bleibt alles ein haschen nach Wind.
    Denn wer einem Schöpfer zustimmt, sieht sich genötigt an diesen Gott zu glauben, denn es führt in die Nähe Gottes, aber wie schon gesagt; der natürliche Mensch kann und will sich selbst nicht der Wahrheit überführen, es bleibt also ein Graben in der Wissenschaft.

  4. Eigentlich heisst die Evolutionslehre Evolutionstheorie, also ein Erklärungsmodell. Die Lehre über die Evolutionstheorie ist ja auch nicht einheitlich. So gibt es z.B. viele Wissenschaftler, die in der Evolutionstheorie eine Ablaufstruktur erkennen und nicht den reinen Zulauf. Nur woher käme dann diese Struktur?
    Wenn man ernsthaft Wiseenschaft betreibt ist die Evolutionstheorie mit so wenig Fakten untermauert, dass es bis jetzt eine Theorie bleiben muß und ein Schöpfungsglaube genauso wahrscheinlich ist. Was den Glauben angeht kommen wir, wenn wir biblisch glauben wollen, um die Schöpfung nicht herum.
    Ohne Adam und seine Geschichte braucht es auch keinen erlösenden Jesus. Dann war Jesus ein guter vorbildlicher Mensch wie Buddha oder Gandhi…. mehr nicht

    1. >Ohne Adam und seine Geschichte braucht es auch keinen erlösenden Jesus. Dann war Jesus ein guter vorbildlicher Mensch wie Buddha oder Gandhi…. mehr nicht.<
      Diese Vorstellung ist schlicht falsch. Sind Sie denn kein Mensch? – Menschen sind, solange sie nicht ihre wahre Natur, d.h. ihre Unsterblichkeit erkannt und – durch Heiligung – verwirklichen haben, sterblich. Jesus zeigte, dass der Mensch durch nichts vernichtet werden kann. Deshalb ist ein ewiges Leben in Seligkeit möglich, insofern man sich heiligt.
      https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/10/15/jesus-der-christus-traditionslos/
      Paulus sagt nicht, unser Glaube ist vergeblich, wenn wir die Bibel nicht wörtlich nehmen, sondern er ist vergeblich, wenn keine Auferstehung geschehen wäre (1Kor 15,14 „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. „ ).
      Deshalb frage ich mich, ob eine formale Zustimmung zu biblischen Texten, die man doch nicht versteht, überhaupt etwas bringt? An Wunder zu glauben, macht doch nur Sinn, wenn man selbst das Wunderbare erleben will, und da bieten die gegenwärtigen übersinnlichen Erlebnisse der Menschen (z. B. Nahtoderlebnisse) und alle nichtmateriellen Interpretationen der Realität viel mehr Glaubenshilfe.

      1. Ich habe mir neben Ihrem Kommentar nun auch Link dazu angesehen: Was Sie lehren, erinnert mehr an eine Selbsterhöhnung des Menschen in die Unsterblichkeit aus eigener Kraft und hat mit dem christlichen Glauben an der entscheidenen Stelle kaum etwas gemein – nämlich, dass es Jesus ist, der das Leben in sich selbst hat und es gibt, wem er will (Joh. 5,21).

        Sie meinen, dass das Leben an sich grundsätzlich ewig sei. Aus christlicher Sicht trifft das m. E. nur für das Leben Gottes des Vaters und des einziggeborenen Sohnes zu (Joh. 5, 26) – und eben für die Menschen, denen er Anteil an diesem seinem Leben gibt (=Wiedergeburt).

        Es ist nicht einzusehen, dass Gott seine Schöpfung nicht auch wieder vollständig verderben und einstampfen kann und es nicht grundsätzlich die Möglichkeit gebe, dass Menschen dann für Gott verloren gehen. Adam war doch nicht unsterblich erschaffen, sondern mit dem Potenzial zur Sterblichkeit (Baum der Erkenntnis …) und dem Potenzial zur Unsterblichkeit (Baum des Lebens). Welche Variante zunächst geschichtsmächtig geworden ist, zeigt die Bibel klar. Von daher ist Ihr Statement, dass der Mensch nur seine Unsterblichkeit erkennen müsse, ganz klar nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar.

        1. Zunächst: Das was ich vermittele ist genuin christlicher Glaube. Menschen könnten niemals ewiges Leben bekommen, wenn das Leben an sich nicht ewig sein würde. Es kann auch niemand sterblich oder unsterblich erschaffen werden, denn das Wort Erschaffen setzt voraus, das etwas einen Anfang und damit automatisch auch ein Ende hat.
          Erschaffen wurde nur der menschliche Leib, also das Gefäß (1. Kor. 4,7) der Seele. Das Leben ist unsterblich, aber konnte „sterblich“ werden, solange es sich seiner selbst im jeweiligen Gefäß noch nicht als unsterblich bewusst werden konnte. Durch die Identifikation des Lebens mit dem Gefäß – das sterblich, weil geschaffen ist – kam das individuelle Leben in die Illusion sterblich zu sein und entwickelte zerstörerische Bestrebungen.
          Wenn in den von Ihnen zitierten Stellen, Jesus darauf aufmerksam macht, dass er das Leben habe, so meint er damit, er ist sich bewusst, dass das Leben unsterblich ist, und dass das Unsterbliche das Leben selbst ist. Das Leben ist unpersönlich.
          Augustinus drückte das so aus: „Die Seele gilt als unsterblich. Und sie ist es, weil sie immer lebt, und es ist in ihr ein unvergängliches – aber nicht unverändertes Leben. Und wegen der Wandelbarkeit ihres Lebens kann sie sterblich genannt werden.“
          Die Schöpfung oder einzelne Schöpfungsinhalte sind natürlich vergänglich, aber dadurch wird kein Leben vernichtet, sondern das Leben offenbart sich dann wieder in neuen Formen.
          Eine Wiedergeburt hat man nur dann, wenn man weiß “ich bin unvernichtbar, selbst ein Gott kann mich nicht vernichten.” So überwindet man immer mehr alle Angst, wird frei, gesund in jeder Beziehung, kurz heil. Wer das unterlässt und auf etwas außer ihm hofft, bleibt, wie er ist. Und ich habe den Eindruck, viele, die sich selbst als Christen sehen, bleiben, wie sie sind: fleischlich (Kol. 2,11).
          https://manfredreichelt.wordpress.com/2015/06/12/erwachsen-werden/

          1. Das klingt ganz nach: „Ihr werdet niemals sterben, sondern Gott weiß: An dem Tag, an dem ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet so sein wie Gott.“ (Genesis 3.4)

            Wen meinen sie überhaupt mit „Ein Gott“?

          2. Also in meiner Bibel steht in Matth. 10, 28: Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Lieb töten, aber die Seele nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Leib und Seele in der Gehenna zu verderben vermag!

  5. „insofern man SICH (selbst) heiligt.“? Was ist dann mit „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden?“ Nur Gott kann jemanden heiligen!

    Zu „wenn keine Auferstehung geschehen wäre“: Es heißt auch „Wer nicht glaubt, der wird verdammt werden“ (Markus 16.16) und „Wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil nehmen am Baum des Lebens“ (Offenbarung 22.18)

    1. Natürlich sind wir aufgerufen uns zu heiligen. Das ist das Gleiche, die Kleider weiß machen (wie z.B. Offb. 7,14). Wenn WIR uns nicht ändern, dann bleiben wir, wie wir sind. Wenn WIR uns nicht ändern, dann können wir NUR GEWALTSAM geändert werden, und das bedeutet Leid.
      Deshalb ist HEILIGUNG das Wichtigste im Christenleben, und die ist eben nur effektiv möglich, wenn man sich mit dem Ewigen identifiziert.
      Selbst erhöhen können sich nur die Menschen, die, die Wahrheit nicht kennen. Glaube an das, was man noch nicht ist, aber sein soll ist notwendig. Auch in allen irdischen Belangen tun wir nur das, was wir jeweils für richtig halten. Wer also nicht an seine Unzerstörbarkeit glaubt, wird sie nicht zur Entfaltung bringen und ist eben verdammt weiter zu leiden.

  6. Hallo, Markus,
    habe Deine apologetischen Beiträge größteneils zustimmend verfolgt. Danke für Deinen Fleiß.
    Da ich Dir eine persönliche Frage stellen möchte, sende mir doch bitte wegen der Kontaktadresse eine Gruß-E-Mail zu, lediglich mit dem Stichwort „Shalom“ .
    Danke! und derweil schon Shalom, Herbert

  7. @ Markus Oliva
    >Das klingt ganz nach: „Ihr werdet niemals sterben, sondern Gott weiß: An dem Tag, an dem ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet so sein wie Gott.“ (Genesis 3.4)<

    Dazu muss man verstehen, dass sich mit dem „ihr werdet niemals sterben“ das lebendige Empfinden des Menschen ausdrückte. Das Leben kann sich eine Vernichtung nicht vorstellen. Überhaupt müssen wir uns klarmachen, dass die Schilderung des Sündenfalles eine nachträgliche Deutung dafür ist, dass der Mensch JETZT dem Tod unterworfen ist. Leben und Tod waren beim tatsächlichen Fall keine Begriffe. Denn um unterscheiden zu können, muss man ja erst den Gegensatz erlebt haben. Der Sündenfall ist eben dadurch geschehen, dass der Mensch in seinem Erkenntnisprozess auf das Leben selbst, also das Gestaltlose gestoßen ist. Und da das nicht in irgendwelche Kategorien einzuodnen war, bekam er einen irrationalen Schrecken. Damit war er aus der Geborgenheit gefallen, denn das Leben selbst kennt keinen Schrecken.
    „werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott“ hieß damals nichts anderes als, dass der Erkenntnistrieb eben meinte auch erkennen zu müssen, was da an Rätsehaften vor ihm lag, erst dann wäre er befriedigt, da dann alles erkannt wäre. Wenn alles erkannt wäre, wäre man Gott, da Gott das „Alles“ ist. Siehe auch:
    https://manfredreichelt.wordpress.com/2017/09/01/fall-und-aufstieg-des-menschen/

      1. Ihnen, Manfred Reichelt, möchte ich noch Matthäus 18 ans Herz legen: „Warnung von Verführung zum Abfall.“
        Zu ihrem Link mit dem „Erwachsenwerden“ siehe Vers 3, „Werdet wie die Kinder“

  8. WIR können uns nicht ändern, denn Jesus sagte: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15.5)
    Deswegen schrieb Paulus auch: „und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir“ (Galater 2.20)

    Zum „Kleider weiß machen“ in Offb 7.14: Dort steht „Sie haben ihre Kleider gewaschen IM BLUT DES LAMMES“ (Jesu Blut, dass wie beim Abendmahl trinken; darum sagte er auch: „Wenn ihr nicht mein Fleisch esst und mein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch“ (Johannes 6.53))

    Zum SICH SELBST heiligen: Nicht mal Jesus hat das getan, darum sagte er: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein.“ (Lukas 18.19)
    Aus dem selben Grund lehnte auch der Engel in Offb 19.10 die anbetung von Johannes ab: „Tu das nicht!“

  9. M.R.
    Ihre Aroganz und Überheblichkeit anderen Menschen gegenüber kommt immer deutlicher zum vorschein.
    Kein Wunder, wenn man sich so ein konfuses Gedankengebäude zusammenschustert.
    Das glauben sie ja wohl selber nicht, was sie uns hier weismachen wollen, kommen sie mal runter von ihrem Trip.

    1. Der M.R. kommt nicht herunter, es fehlt an Grundlagen, oder er raucht das falsche Kraut.
      Bei so mancher Diskussion hier im Thread würde ich sagen, schaut mal auf Luthers Lied „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“, da steht alles drin vom freien Willen, von den „guten Werken“ und menschlichen Bemühungen („Heiligung“), das ist so schnell gelesen, dass man nicht auf Luthers dicke Bücher zum Thema zurückgreifen müßte.
      Aber M.R. ist ja auch ein besserer und größerer Lehrer als Luther und ist ja wohl im Gegensatz zu Luther „berufen“, da muss man nicht mal auf Luther hören oder, wenn man Luther widerlegen will, mal auf Luthers Argumentationen eingehen.

      So manchmal habe ich den Eindruck, der Kommentarbereich ist zum Sammelpunkt für Esoteriker und Irrlehrern verkommen.

      1. Für Ihre Unterstellungen werden Sie Rechenschaft abgeben müssen. Aber auch zu Jesus Zeiten litten Pharisäer und Schriftgelehrte nicht unter Minderwertigkeitskomplexen.
        Die bloßen „Herr. Herr-Sager“ können auf nichts Gutes hoffen!

        Was Luther betrifft: „Dr. Martin Luther zu „Ich schätze mich noch nicht, daß ich’s ergriffen habe; ich jage ihm aber nach, ob ich’s ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin.“Philipper 3, 12-13: „Einem Gläubigen ist nichts schädlicher, als daß er meint, er habe es schon ergriffen, und es sei nicht nötig, es erst zu suchen, denn daher kommt es, daß viele zurückfallen, und vor Sicherheit und Faulheit verwelken und lasch werden. Deswegen, wer angefangen hat, ein Christ zu sein, der ist schuldig, auch noch dieses zu tu, es noch dahin zu bringen, daß er ein Christ werde. Dieses Leben ist nicht eine Frömmigkeit, sondern ein Frommwerden, nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Wesen, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind’s noch nicht; wir werden’s aber. Es ist noch nicht getan und geschehen; es ist aber der Weg. Ein Christ ist im Werden, nicht im Worden-sein. Wer deshalb ein Christ ist, der ist nicht ein Christ, das ist, wer sich dünken lässt, er sei schon ein Christ worden, der nur ein Christ werden soll, der ist nichts. Denn wir strecken uns nach dem Himmel, sind aber noch nicht Himmel. Und wie der nimmermehr in den Himmel kommen wird, der sich einbildet, er sei schon im Himmel, so ist der bereits im Himmel, der sich nach dem Himmel streckt und hineinzukommen sucht. So wunderbar sind die Werke deines Reichs.“ aus „Christlicher Wegweiser für jeden Tag“. „

        1. „Einem Gläubigen ist nichts schädlicher, als daß er meint, er habe es schon ergriffen, …“
          Und diese Aussage ist genau der Schuh, den Sie sich nicht anziehen wollen, weil Sie ja schon angeblich der große berufene Lehrer sind. Sie lesen vielleicht Luther, vielleicht auch die Bibel, aber dass diese Worte für SIE geschrieben worden sind, kommt Ihnen nicht im entferntesten in den Sinn. Sie verdrehen diese Worte sogar noch ganz nach eigenem Belieben.

          1. Ich behaupte nicht, dass ich es ergriffen habe, aber ich gehe von der einzigen Grundlage aus, die die
            Transformation in das Bild Christi bewirkt. Diese Grundlage bewirkt Erkenntnis der seelischen Zusammenhänge, denn ohne eine solche Erkenntnis kann man sich nicht ändern. Ich habe in diesem Prozess langjährige Erfahrungen und bin mit diesem erfolgreich aus schweren Depressionen gekommen (ohne jedes andere Mittel oder Ärzte).
            https://manfredreichelt.wordpress.com/2017/02/17/jeder-christ-ein-psychologe/
            Ich weiß, dass ich BERUFEN BIN – und die Qualkität meiner Beiträge macht das deutlich – , aber offenbsichtlich traut man heute niemanden mehr zu berufen zu sein. Sie sind offenbar nicht berufen, stellen sich aber ständig über einen Berufenen, wie Ihre Schwester Lilli auch.
            Von Unberufenen muss ich mich nicht belehren lassen.
            Dass Sie Beide mit meinen Beiträgen nichts anfangen können, sondern nur in der Lage sind zu hetzen, zeigt, wie oberflächlich Sie sind. Ich rate Ihnen Beiden Buße zu tun, sonst wird es schlimm mit Ihnen enden!

  10. Ich bezog das auf EndzeitreporterMcM, der wäre davon betroffen.
    In der Videobeschreibung ist eine Petition, um die Löschung von Youtube zu verhindern.

  11. M.R., mag ja sein das sie sich berufen fühlen, aber das gefällt nur ihnen, oder haben sie irgendwann mal festgestellt das Jemand ihre Beiträge teilt?
    ,,hetzen“? sie übertreiben wieder, wir bemühen uns nur, etwas klarzustellen, damit sie hier nicht ganz und gar abheben.
    Das mit ihren Depressionen tut mir leid, aber umso dringlicher möchte ich sie ermutigen, doch noch mal alles zu überdenken, und sich vielleicht auch mal etwas zu Herzen nehmen was den Anderen so auffällt.
    Niemand kann sich selbst erretten!

    1. Weshalb sollte niemand meine Beiträge teilen, nur weil Sie von ihnen nichts wissen wollen? Kann man auch einmal von den eifenen Symüathien und Antipathien absehen, und sie nicht immer zum Maßstab machen?
      Habe ich irgendwo gesagt, dass ich mich selbst errettet hätte? Nur die Wahrheit befreit: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ ( Joh. 8,32). Ich habe die grundlegende Wahrheit erkannt, dass ich ewig bin, damit erfolgte die Wiedergeburt und darauf aufbauen erkannte ich weitere Wahrheiten, die mich u.a. von den Depressionen befreiten.
      Ich kenne aber viele, die sich auch als Wiedergeborene bezeichnen, aber nicht erkannt haben, dass sie göttlicher Natur sind und weder diese noch andere Wahrheiten erkannt haben. Die haben viel um Befreiung zu Jesus gebetet, aber nichts geschah. Erst als sie zum Psychiater gingen und so einige seelische Wahrheiten mitbekamen, wurde ihr Zustand, unterstützt mit Medikamenten besser. Aber das ist natürlich nicht eine wirkliche Befreiung, wie bei mir.
      Und so ergeht es vielen sogenannten Christen. Sie werden nur auf ein besseres Jenseits vertröstet, für das alltägliche Leben gibt es in ihren Gemeinden keine Hilfe…Es herrscht also der Unglaube und die Unwissenheit, und das Bibelstudium ist nichts fürs Leben sondern eine stets langweilige Buchbesprechung.
      https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/06/17/sind-wir-ueberhaupt-glaeubig/

      1. „… Ich habe die grundlegende Wahrheit erkannt, dass ich ewig bin, damit erfolgte die Wiedergeburt …“
        Und eben da liegt der Irrglaube und daher kommt folgerichtig die Irrlehre. Die Wiedergeburt kommt nicht aus (eigener) Erkenntnis, sondern aus dem Wort Gottes, durch Jesus, durch …
        Mal einfach 1. Petr. 1,3 sowie 1. Petr 1,23 nachschlagen, 2. Kor 5,17 (das Alte ist bei Ihnen nicht vergangen …), Joh 3,3 – 6, 1. Joh 5,4, Phil 1,6 (nur mal so reingeworfen, die Wiedergeburt kommt allein durch Gott und alles Weitere auch, siehe auch Röm 9, 16), 1. Joh 4,7, 1. Joh 5,4, und dann noch 1. Petr 2,2.

        1. Man hat den Eindruck, dass man es mit Dreijährigen zu tun hat. Man wird wiedergeboren, durch ein Wort, dass man nicht versteht? Oder hat das Wort magische Kräfte?
          Was ist die Wahrheit? – Natürlich sind sie für den Menschen zunächst nur Wörter, die aber auf eine Realität hinweisen. Und wenn man akzeptiert, dass das „Wort“ der Realität entspricht, dann baut man auf dieses Wort, aber genauer gesagt, auf die Realität, auf die das Wort hinweist.

          1. Damit bringen Sie Ihr Problem auf den Punkt. Sie sind nicht durch ein Wort Gottes wiedergeboren (obwohl in der Schrift steht …, ich habe ja genug Belegstellen aufgeschrieben), wobei die biblische Aussage „Wort Gottes“ in diesem Kontext auf ein aktives Handeln Gottes zur Wiedergeburt hinweist (siehe auch Röm 9,16) und hier nicht die Schrift bzw. eine (Lehr)aussage Gottes meint.
            Also liegt bei Ihnen keine Wiedergeburt nach biblischen Maßstäben und Aussagen vor, sondern Sie gehen von einer Wiedergeburt durch eigene Erkenntnis aus. Damit ist Ihnen nicht der Heilige Geist gegeben, und daher ist auch klar, dass Sie die von mir benannten Bibelstellen gar nicht verstehen können und zwangsläufig mißinterpretieren.

  12. M.R. …ich habe die grundlegende Wahrheit erkannt, das ich ewig bin, damit erfolgte die Wiedergeburt und darauf aufbauen erkannte ich weitere Wahrheiten, die mich u.a. von den Depressionen befreiten…….
    Da liegt wohl ihr Problem, sie erkennen Wahrheit? um welche Wahrheit handelt es sich denn dabei? Es gibt auch eine Wiedergeburt die nicht von Gott ausgeht, bewirkt durch kosmische Kräfte.
    Dabei bleibt der Mensch unberührt von der Erkenntnis das er ein Sünder ist, und sieht sich gottgleich, und strebt durch die eigene Selbstverwirklichung seine Vollkommenheit an.

    1. Ja, selbstverständlich erkenne ich Wahrheit. Dazu sind wir ja auf der Welt, und nicht um in der Lüge“ und im Irrtum zu leben. Sie erkennen keine Wahrheit? – Schlimm für Sie und Ihresgleichen! Weshalb machen Sie nicht ernst mit dem Wort Gottes? Zum Beispiel dem, „Ihr werdet die Wahrheit erkennen“? Stattdessen reden Sie in Gedankenschablonen, die sie von geistesträgen Menschen, wie Sie selbst, übernommen haben!
      Einer der wenigen wachen Menschen der Evangelikalen schrieb: „ Unglücklicherweise hat der Fundamentalismus NIEMALS (!)einen großen Denker hervorgebracht. Wenn man das Werk der religiösen Presse seit der Jahrhundertwende überprüft, wird man NICHT EIN EINZIGES BUCH von einem Fundamentalisten finden, das den Beweis UNABHÄNGIGEN DENKENS erbringt. …Moderne Evangeliumschristen sind Papageien, keine Adler, und anstatt auf und ab zu segeln, um die grenzenlose Weite des Himmelreichs Gottes zu erforschen, sind sie damit zufrieden, auf ihren vertrauten Ästen zu sitzen und mit Fistelstimmen religiöse Worte und Phrasen nachzuplappem, deren Bedeutung sie kaum verstehen.“ Mehr und Hilfe aus dieser Vaerfahrenheit, hier:
      https://manfredreichelt.wordpress.com/2017/07/12/zurueck-zu-bibel-und-bekenntnis/

  13. Diese Erhabenheit von eigener Erkenntnis, und sich selbst weiterzuentwickeln, durch eigenes Bemühen, verleitet sie auch immer wieder dazu auf gläubige Menschen herabzusehen. Denn was sie als Weiterentwicklung sehen, vermissen sie bei Christen, denn sie leben nicht aus sich selber sondern aus Glauben an Jesus Christus, und sind sich bewusst das sie Sünder sind, das ist Wahrheit.
    Für sie aber Manfred Reichelt ist das Torheit, das wird durch all ihre Erklärungen sichtbar.

    1. Sie wissen überhaupt nicht was Sie reden. Ich sehe nicht auf die „Gläubigen“ herab, sondern ich weiße deren Arroganz gepaart mit völliger geistlicher Unbedarftheit, zurück, damit sie zur Besinnung kommen und nicht länger in einem Wolkenkuckucksheim leben, aus dem es ein bösses Erwachen geben wird.
      Ich leide unter der Stumpfsinnigkeit sogenannter Gläubiger.
      Was haben solche „Christen“ denn der Welt zu geben? – Nichts!

  14. Manfred Reichelt, zu ihrem zittierten Vers Johannes 8.32: „Die Wahrheit wird euch frei machen“, siehe Vers 36: „Wenn nun der Sohn euch frei macht, so seid ihr wirklich frei“
    Jesus sagt sogar von sich selbst, dass er die Wahrheit ist (Johannes 14.6)
    „Ihr werdet die Wahrheit erkennen“ bedeutet also nichts anderes, als Jesus zu erkennen.
    Zum „Erkennen“: Es war der Baum der Erkentniss (Des Guten und Bösen), der Adam und Eva den Tod brachte.
    In 1. Korinther 8 steht außerdem: „Was aber die Götzenopfer angeht, so wissen wir: Wir alle haben Erkenntnis. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.
    Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll. Wenn aber jemand Gott liebt, der IST (passiv) von ihm erkannt“ (Schlachter 2000)

    1. Wenn der Sohn die Wahrheit ist, dann weil er in der Wahrheit lebt. Sonst könnte er dergleichen nicht behaupten. Was ist aber die Wahrheit in der Jesus lebte? Das Einssein mit dem Vater. Er identifizierte sich nicht mit dem Fleisch (Leib), sondern mit dem Ewigen. Genau das tue ich, und das ist heilsam. Während alle, die das nicht tun im Unheil bleiben. Man schauen sich nur die Christen an. Was ist da nicht alles an Versagen, Sünde und Krankheit zu finden?….
      Sie sind ein schlechter Brief Christi.

      1. Die biblische Aussage ist, dass Jesus die Wahrheit ist. Dass er in der Wahrheit lebt, ist eine Hinzuerfindung von Ihnen, gleichermaßen aber auch eine Abwertung der Person Jesus Christus.
        Rettung ist eben nicht, sich mit Gott zu identifizieren (denn wir sind nicht Gott, sondern ledigliches Gottes Geschöpfe), sondern Jesus als Herrn und Erlöser anzunehmen.

        1. Ja, natürlich Herr Stephan, SIE sind der geborene Bibelausleger, und alle Ihre Mitbrüder und -schwestern sehen alle Ihre Auslegungen genauso, wie SIE. Oder ist es etwas nicht so? – Weshalb diese Zerstrittenheit unter „Christen“? – Eben, weil die Leute nichts besseres zu tun haben, als mit ihrem „Bibel“-geschwätz andere Leute zu traktieren. Blinde Blindenführer, nennt man solche Leute. Leute, die keinen Lebensinhalt haben.
          Hudson Taylor „Die Widersprüchlichkeit der Christen, die einerseits bekennen, ihrer Bibel zu glauben, andererseits jedoch leben, als gäbe es dieses Buch nicht, war eines der stärksten Argumente meiner skeptischen Mitmenschen.“ – Und so ist es heute noch.

          1. Es hat nichts mit der Gabe der Schriftauslegung zu tun, um anhand von Äußerungen zu erkennen, ob es zu diesen eine biblische Belegstelle gibt oder auch nicht.
            Und was Sie hier an Gedanken und Konstrukten abgeben, das steht so nicht in der Bibel und ist meistenteils konträr zu biblischen Aussagen. Und das betrifft leider auch einfach zu verstehender, eigentlich nicht fehlinterpretierbare biblische Aussagen.
            Und nein, es ist keine Streiterei unter Christen – es ist einfach nur eine Zurückweisung Ihrer Irrlehren.
            Eine „Streiterei“ unter Christen sieht bei mir anders aus – dann habe ich ein Gegenüber, das nur und ausschließlich anhand der Bibel oder beidseitig respektierter Auslegunger argumentiert, und wir unterhalten uns darüber, wie z.B. eine Bibelstelle auszulegen ist und wie sie im Kontext anderer Passagen der Bibel zu bewerten ist. Nach Ende des Disputs mag sich dann vielleicht keiner (sofort) bewegt haben, aber jeder hat etwas gelernt und kann sich mit dem Standpunkt des Gegenübers weiterbeschäftigen und daran feilen, warum die eigene Auslegung „nicht ankam“. Da gibt es einen Lerneffekt, weil eben das Gegenüber nicht, wenn es in der argumentativen Enge ist, auf einmal eine angebliche Lehrberufung heraushängen läßt oder nur noch auf der Beleidigungsebene agiert.

  15. >Was haben solche „Christen“ denn der Welt zu geben?>

    Christen gehören nicht zu Welt!
    „Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott“ (Jakobus 4.4;
    1. Brief Johhannes 2.15)

    1. Nur die Christen gehören nicht zur Welt, die sich mit dem Ewigen identifizieren, denn nur das Ewige ist nicht von dieser Welt. Aber diejenigen „Christen“, die die Wahrheit nicht kennen und mit ihrem Sündersein kokketieren, sind NUR von der Welt. Sie haben nur noch einen ideologischen Überbau, der sie im Schlaf wiegt, in den Himmel zu kommen, obwohl sie nichts mit ihm gemein haben.

  16. Um ihre Frage zu beantworten: Wir können nur Menschen aus der Welt herausretten.
    „Als Christ die Welt retten zu wollen, ist so sinnlos , wie in einem brennenden Haus neu zu tapezieren. Man muss aus dem brennenden Haus und aus der Welt heraus gerettet werden“

    1. Wir können andere nicht retten. Wir können nicht mal uns selbst retten.
      Bestenfalls sind wir Wegweiser, aber nur Jesus rettet.
      Wir können uns nur retten lassen durch Jesus.

    2. Wo habe ich etwas davon geschrieben, ich möchte die Welt retten? – Wie blöd halten Sie mich eigentlich?
      Aber Sie als Adventist retten auch nicht Menschen aus der Welt, sondern Sie verführen Sie, auf dass sie nicht gerettet werden!

  17. Wir können andere nicht retten. Wir können nicht mal uns selbst retten.
    Bestenfalls sind wir Wegweiser, aber nur Jesus rettet.
    Wir können uns nur retten lassen durch Jesus.

      1. Sie wissen nicht, wer Jesus ist und was Jesus sagt, denn Sie glauben an einen anderen Jesus als ich, wie Sie hier in jedem Kommentar zu erkennen lassen.

        Von daher: ich habe Heilsgewissheit, da Jesus Christus mein Herr und Erlöser ist.

        1. Das mag sein, dass ich an einen anderen Jesus glaube. Ich glaube an den wahren Jesus und nicht einen von Blinden erfundenen Jesus.
          Sie können gar keine Heilsgewissheit haben, da sie nicht aus dem Ewigen leben.
          Sie leben in lauter Einbildungen.
          Aus: W. Totzer „ Die vergessene Kraft“ (Brockhaus, 2. Aufl. 1975)
          §Alles, was heutzutage erforderlich ist, einen Menschen zu einem Christen zu machen, ist eine gedanklich theologische Zustimmung zu einer Lehre. Eine solche Zustimmung nennt man dann Glauben, und sie hält man für den einzigen Unterschied zwischen dem geretteten und dem verlorenen Menschen. Damit wird der Glaube zu einer Art religiöser Magie, der eine mysteriöse Kraft zukommt, das Himmelreich zu erschließen.
          Ich kenne große Gemeinden, in denen heute mit Eifer gelehrt wird, die einzige wesentliche Voraussetzung, in den Himmel zu gelangen, bestehe darin, ein schlechter und sündiger Mensch zu sein, der einzige Hinderungsgrund zur Erlangung der göttlichen Gunst sei es entsprechend, ein guter Mensch zu sein. Ja, selbst das Wort Gerechtigkeit wird nur mit Geringschätzung ausgesprochen, und auf den moralischen Menschen blickt man mit Bedauern herab. „Ein Christ“, so verkünden diese Lehrer, „ist in moralischer Hinsicht nicht besser als irgendein Sünder; der einzige Unterschied besteht darin, daß er Jesus angenommen hat und dadurch errettet ist.“ Es sei mir gestattet zu fragen: errettet wovon?“

          1. Wie ich sehe, haben Sie auch Tozer nicht verstanden und was er genau anprangert.
            Wenn Sie sich etwas mit seiner Bibliographie beschäftigen würden (das gehört schlichtweg dazu, um zu erkennen wo ein Prediger / Ausleger usw. auch schwache Punkte hatte, um seine Aussagen bewerten zu können), werden Sie sehen, dass Tozer durchaus seine Macken hatte, oder auch als Prophet mit ausgeprägten Fehlern (damit sind charakterliche / menschliche Fehler gemeint) bezeichnet wurde und wird.
            War er „perfekt“, vollständig „geheiligt“, makellos? Bestimmt nicht, aber niemand wird ihm eine Egal-Haltung und ähnliches wie mangelnde Bereitschaft zum Leben in der Nachfolge vorhalten können. Ist er errettet, werde ich die Ewigkeit mit ihm verbringen? Wenn seine innere Haltung nicht anders war als das, was er geschrieben und gepredigt hat: ja.

  18. M.R., schreibt: Was haben solche ,,Christen“ denn der Welt zu geben?
    Sie sind das Licht in einer dunklen Welt und das Salz der Erde. Trotz ihrer Unvollkommenheit, hat es Gott gefallen ihnen den Heiligen Geist zu geben, daß sie die Gute Botschaft das Evangelium von Jesus Christus, in die Welt tragen, um Menschen einzuladen, buße zu tun und umzukehren von eigenen Wegen.
    Zu allen Zeiten gefiel es Gott, Menschen herauszurufen und bei ihnen zu wohnen.
    –Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf das ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. Jesaja 57. 15–

    1. Ein Licht ist man nur, wenn man erleuchtet ist, also die Wahrheit kennt und lebt!
      Menschen, die die Wahrheit kennen, sind deshalb anderen eine Hilfe. Alle anderen nicht.
      Der evangelikale Apologet Os Guiness (geb. 1941) in „Asche des Abendlandes“ (Hänssler, 1976) : „Wir brauchen wirklich eine Reformation und Erweckung eine Neuentdeckung der Wahrheit Gottes. Die Realität Gottes muss in UNSEREM LEBEN SICHTBAR werden. Hier ist unsere Große Not, als einzelne, sowie auch als Gemeinschaft.“
      Und hier kann ich sagen, in meinem Leben ist die Realität Gottes, wenn auch nur in bescheidenem Maße sichtbar geworden (und sie wird es weiterhin tun!).

  19. @ Stefan. Natürlich habe ich Tozer nicht verstanden. Wie könnte ich auch? Aber natürlich sichern SIE sich auch gleich noch zusätzlich ab, um ja Recht behalten zu können: Tozer habe ja auch einige Macken gehabt.
    Nun, die haben Sie auch, weshalb sollte man dann Ihren Unsinn ernst nehmen?
    Er sagt an anderer Stelle:
    „Die Behauptung, dass es einen Unterschied zwischen bibelgelehrt und geistgelehrt gibt, mag manchem Leser einen Schock versetzen. Und doch ist sie zutreffend.
    Es ist sehr wohl möglich, dass man in den Grundlagen des Glaubens unterwiesen wurde und dennoch überhaupt nicht verstanden hat, um was es eigentlich geht. Und es ist möglich, ein Experte in der biblischen Lehre zu werden und doch kein geistliches Licht zu haben. Die Folge davon ist, dass ein Schleier über dem Geist bleibt, der ihn davon abhält, die Wahrheit in ihrem geistlichen Wesen zu erfassen.“ 1. Tim. 1,7 sagt dazu, „Einige“„wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.“
    Dass Sie nicht mit mir klar kommen, liegt eben daran, dass ich aus dem Geist Gottes lehre, während Sie eben nur die Bibel kennen und nicht verstehen.

    Wenn man sich über eine Bibelauslegung „mit Brüdern absprechen“ muss, dann zeigt das doch, dass man nichts Sicheres weiß.
    Seit 2000 Jahren versucht man auf diese Weise irgendetwas in der Bibel zu finden, hat aber nirgendwo Einigkeit erzielt. Weiterhin sind die Christen den Menschen die großen Fragen schuldig, was ist der Mensch? Wo kommt er her? Wo geht er hin?

    Und was nützt es, wenn man ein ganzes Leben mit dem Lesen und Reden über die Bibel verbringt, und doch sein Leben nicht ändern will? – Dann hat man seine wertvolle Zeit verwirkt!
    Lesen Sie (und natürlich auch alle anderen):
    https://manfredreichelt.wordpress.com/2017/03/10/laien-und-experten/

    1. „Weiterhin sind die Christen den Menschen die großen Fragen schuldig, was ist der Mensch? Wo kommt er her? Wo geht er hin?“

      Nope. Ich bin der Menschheit keine Beantwortung einer dieser Fragen schuldig. Kein Christ ist das. Und die drei Fragen, die Sie aufwerfen, sind in der Bibel beantwortet:
      Was ist der Mensch?: Ein Geschöpf Gottes, durch Sünde von Gott getrennt.
      Wo kommt er her?: Er ist von Gott geschaffen (nicht durch Evolution oder irgendeinem Blabla vom Materie und Leben),
      Wo geht er hin? Langfristig gehen die einen in die Hölle, also die ewige Trennung von Gott, und die anderen werden bei Gott, im neuen Jerusalem, sein.

      Und auch hier haben Sie Tozer nicht vollständig verstanden. Bibelwissen, Faktenwissen zur Bibel nutzt nichts ohne den Heiligen Geist. Aber von irgendeinem Geist beseelt zu sein ohne hinreichende Bibelkenntnisse ist ebenso ein Pfad ins sichere Verderben.

      „Und hier kann ich sagen, in meinem Leben ist die Realität Gottes, wenn auch nur in bescheidenem Maße sichtbar geworden“
      Und wenn ich das lese, was sie von sich geben, und wie, dann muss das ein ziemlich mieser Gott sein, für den Sie das Aushängeschild sind.

      1. „Und wenn ich das lese, was sie von sich geben, und wie, dann muss das ein ziemlich mieser Gott sein, für den Sie das Aushängeschild sind.“ – Das offenbart den Geist, der durch Sie wirkt: Ein Gott der Freude und Kraft schenkt, der von Depressionen befreit, der gesund macht ist für SIE “ ein ZIEMLICH MIESER GOTT“ Unfassbar!

          1. Da ich nicht tiefer verschachteln kann, hier die Replik auf den Eintrag vom M.R.:
            1. Wir sehen in LK 11, 15, dass schon die Juden wußten, dass auch Satan Heilungen bewirkt. Wer den Text liest und versteht ist klar im Vorteil, viel Lesekompetenz benötigt man dazu eigentlich nicht. Warum Sie jetzt genau das Gegenteil herauslesen, dass ahne ich: Satan hält Ihnen die Augen zu und trübt Ihren Verstand.
            2. Es gab damals feste Rituale zur Dämonenaustreibung(siehe auch andere Dämonenaustreibungen, von denen die Bibel berichtet), die den Rabbinern bekannt waren. Vornweg mußte man den Namen des Dämonen erfahren, um ihm unter Nennung seines Namens befehlen zu können, die besessene Person zu verlassen. Also wurde der Dämon / die besessene Person nach dem Namen befragt. Und deshalb gibt es da noch den Vers 14, den Sie entweder aus Unwissenheit oder bösartiger Kalkulation unterschlagen wollten: der Besessene war stumm, also konnte der Dämon nicht nach seinem Namen befragt werden bzw. hätte es keine Antwort gegeben, und konnte dementsprechend eigentlich nicht ausgetrieben werden. Um so größer das Erstaunen, dass Jesus in der Lage war, diesen Dämon austreiben, ohne dessen Namen zu kennen, denn das hätte kein Mensch vermocht.
            Und hier sind wir bei dem Punkt, warum Bibelwissen unabdingbar notwendig ist, um zu korrekten Auslegungen zu kommen.

            Während ich hier schreibe, lese ich gerade Ihre neuesten Reaktionen auf die Beiträge anderer Schreiber. Daher werde ich es hiermit bewenden lassen, denn solange Sie nicht Buße tun und umkehren, ist weiteres Schreiben und Aufdecken Ihrer ganzen Fehlaussagen vertane Zeit.

  20. M.R.
    –Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden,
    den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.
    Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte um Jesus willen.
    Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. 2. Ko 4. 3-6
    Leider reden sie Manfred Reichelt, immer nur von sich selbst, sie rühmen sich ein grosser Lehrer zu sein, und benutzen das Wort Gottes um sich selbst zu ehren, da ist kein Licht bei ihnen zu finden, ja, sie weisen es auch permanent zurück, da ist keine Freude und Kraft bei ihnen zu sehen, ich erkenne bei ihnen nur Selbstbetrug!

    1. Belügen Sie nur sich selbst weiterhin. Sie werden schon erfahren, was daraus folgt.

      Jeder der meinen Blog liest erfährt großen Segen und da ist nichts von Selbstruhm zu finden. Jeder Text verherrlicht Gott und ermuntert Menschen auf IHN zu bauen.
      Aber jeder, der Menschen daran hindern will Gott zu erfahren und sie mit Bibelversen abspeisen will, ist vom Teufel.

  21. M.R., sie drohen und verdrehen einfach alles was ihnen gesagt wird, sie beleidigen Gott und die Gläubigen die sich zu Jesus Christus bekennen als ihren Herrn.
    Kehren sie um, sie sind auf einem falschen Weg.
    Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Galater 6. 7
    Ich schließe mich Stephan an, und habe ihnen nichts mehr zu sagen, es liegt an ihnen was sie nun tun.

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