Auslegungspredigt: Die besten Ressourcen

Im Laufe von zwölf Jahren Predigtdienste in verschiedensten Gemeinden habe ich zwischen 40 und 50 Bücher über das Vorbereiten und Halten von Predigten gelesen – oder manche zumindest angelesen und irgendwann nur noch überflogen. Da ich hin und wieder danach gefragt werde, stelle ich hier die „ultimative Homiletik“ vor, also wie ein Band zur Predigtlehre aussehen würde, wenn ich ihn aus den besten Kapiteln aller bisher gelesenen Homiletikbüchern zusammenstellen könnte.

Kurz nach meiner Bekehrung anno 2002 stieß ich auf meiner Suche nach mehr Tiefgang für mein geistliches Leben auf die Predigten von Charles Haddon Spurgeon und John F. MacArthur. Diese beiden waren meine ersten Bibellehrer, wenn man das so sagen will. Beide haben ein Buch zur Predigtlehre veröffentlicht. So war es nicht erstaunlich, dass ich deren Bücher schon früh zur Hand nahm. 

C. H. Spurgeon – Ratschläge für Prediger (Amazon-Link). Dieses Buch gefällt mir gut – doch die Predigten von Spurgeon sind besser. Ich würde das Buch als Prolegomenon zur Predigtlehre empfehlen, zusammen mit zwei bis drei Predigtbänden nach eigenem Geschmack. Spurgeon ist immer gut, auch dann, wenn man ihm nicht zustimmt.

John F. MacArthur – Biblisch predigen (Amazon-Link). MacArthur hat hier mit einigen Kollegen ein richtig spannendes Werk geschaffen. Wirklich wichtig finde ich die ersten drei Kapitel, in welchen es darum geht, was eine Auslegungspredigt ist und wie sie in der Geschichte der Christenheit an Wichtigkeit gewonnen und inzwischen leider auch wieder vielerorts verloren hat.

D. Martyn Lloyd-Jones – Die Predigt und der Prediger (Amazon-Link). Der wichtigste britische Prediger des 20. Jahrhunderts war Lloyd-Jones. Dieses Buch ist für mich das Wichtigste zur Predigtlehre überhaupt. Ich bin inzwischen dabei, es zum 15. Mal zu lesen. Auch mit ihm muss man nicht in jeder Frage einig sein, aber es tut gut, das eigene Selbstverständnis als Prediger immer wieder neu auf den Prüfstand zu stellen und sich neu unter den Gehorsam gegen Gott und Sein Wort zu stellen. Meine „ultimative Homiletik“ würde sein Buch in voller Länge enthalten.

Timothy Keller – Predigen. Damit Gottes Wort Menschen erreicht (Amazon-Link). Ich muss zugeben, dass mich das Buch vom Keller im ersten Durchgang enttäuscht hat, da ich so viel Gutes darüber gelesen habe, und das Buch zur Ehe von Ehepaar Keller exzellent ist, hatte ich wohl zu viel erwartet. Mein Fazit ist nach wie vor, dass zu den meisten Themen Lloyd-Jones die gleichen Dinge auf eine bessere Art und Weise sagt, aber ich möchte hinzufügen, dass das 5. Kapitel über das spätmoderne Denken wirklich gut ist und unbedingt lesenswert. Somit würde ich nach dem ganzen Buch von Lloyd-Jones das Kapitel 5 von Kellers Buch anhängen.

Michael F. Ross – Predigen wirkt Wunder. Der Glaube kommt aus der Predigt (Amazon-Link). Das ist (leider?) kein pfingstlich-charismatisches Buch, wie der Titel es denken lassen könnte, sondern eine exzellente Studie zur Predigtweise der Puritaner. Der Autor möchte die heutigen Prediger jedoch nicht überzeugen, puritanische Predigten zu halten, sondern vielmehr von der Vielfalt und zugleich Ausgewogenheit der puritanischen Predigten zu lernen. Ich würde den Teil 2 (Kapitel 5 – 10) über die fünf Arten der puritanischen Auslegungspredigt der „ultimativen Homiletik“ hinzufügen.

Daneben gibt es einige weitere gute Bücher zur Predigtlehre, etwa von meinem Dozenten für Praktische Theologie, Prof. Armin Mauerhofer, dasjenige von Haddon Robinson, von Arturo Azurdia oder John R. W. Stott. Diese alle sind gute bis sehr gute Ressourcen, die sich jedoch immer wieder in Teilen überschneiden. Wer also die Muße (und die Mäuse oder die Uni-Bibliothek) hat, zehn Bücher zum Predigen zu lesen, hat hier eine ziemlich definitive Liste. Eins habe ich schon lange aufgeschoben und bin bisher immer noch nicht dazu gekommen, nämlich das dünne Booklet von David R. Helm (Expositional Preaching) in der Serie von 9Marks.

Eines der wichtigsten Hilfsmittel ist jedoch das Lesen von guten Predigten, denn das prägt noch mehr. Allerdings möchte ich eine Warnung aussprechen: Predigten zu dem Text zu lesen, über den man gerade predigen will, verführt oft dazu, dass man Gedanken blind übernimmt. Deshalb empfehle ich, möglichst oft gute Predigten zu anderen Bibelbüchern zu lesen als man gerade drin steckt. Gute Predigten prägen uns und unseren Predigtstil. Es gibt Predigten aus allen Zeiten der Kirchengeschichte zu finden. Von Kirchenvater Chrysostomus über die Reformatoren, Puritaner, Methodisten, Heiligungsprediger bis zu C. H. Spurgeon, D. M. Lloyd-Jones, John Piper, Tim Keller, und vielen mehr. Auch mein Freund Michael Freiburghaus, Pfarrer der ev.ref. Kirchgemeinde Leutwil-Dürrenäsch in der Schweiz, hat schon mehrere sehr empfehlenswerte Predigtbände veröffentlicht.

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Über Jonas Erne

Ich bin Ehemann, Vater, Theologe, Gemeindereferent, Vielleser. Auf meinem Blog geht es um Gelesenes, aber auch um die Auseinandersetzung mit Fragen des täglichen Lebens, mit der Kultur und der Bibel. Hin und wieder gibt es auch kreative Texte wie Gedichte, kurze Geschichten und mehr.

65 thoughts on “Auslegungspredigt: Die besten Ressourcen

  1. Wenn du immer nur Predigtbücher von Leuten mit A1-Sprachniveau liest, die auf einer Hinterhofbibelschule nur A1-Niveau erreichen konnten anstatt C2-Niveau in griechisch und hebräisch, wirst du noch 100 Bücher solcher A1 oder A2-„Experten“ lesen müssen, um VIELLEICHT gescheite Predigten zu halten.

    Luther hatte vielleicht A2-Niveau, deswegen musste er seine Übersetzung allein schon zu seinen Lebzeiten 30 mal revidieren.
    Luther hat hundertfach fehlerhaft übersetzt.

    Wenn du nicht selbst auf C2-Niveau in den Sprachen bist, wirst du ewig im Dunkel tappen.

      1. Ja, verstehe ich.

        Ein Goldfisch-Theologe erklärt seine heilige evangelikale Goldfischaquariumwelt.

        Und er meint, er könne die gesamte Welt damit erklären!

        1. Liebe Biblipedia-Autoren!

          Warum lasst ihr hier eure Laien die apologetische Arbeit machen?

          Warum meldet ihr euch nicht selbst zu Wort als wortmächtige Apostel und Propheten, Lehrer und vollmächtige Prediger?

        2. Tut mir leid, aber Ihre Beiträge wirken nicht so, als ob Sie eine theologische Ausbildung genossen hätten oder exegetisches Werkzeug wie etwa die Grundsprachen beherrschten.

          Expository Preaching setzt ja gerade das voraus, was Sie einzufordern meinen: eine dem Literalsinn verpflichtete Exegese des biblischen Wortes und Anwendung auf die Lebenswelt der Hörer. Dass die Bibel nicht einfach informieren, sondern transformieren will, ist evangelischer Konsens. Was Sie jedoch tatsächlich immer wieder sehr lautstark fordern, wirkt eher wie eine rezeptionsästhetisch orientierte Agenda, die mit ihrem Kontext entrissenen Bibelstellen garniert wird. Das entbehrt dann sowohl einer (selbstredend immer nur annähernden) biblisch- und systematisch-theologischen Gesamtschau. Darum als ehrlich gemeinte Gegenfrage: Was macht für Sie eine (menschlich betrachtet; natürlich ist die vollmächtige Predigt auch pneumatisches Geschehen) christliche Predigt aus?

          Beste Grüße
          Sosthenes

  2. Wozu braucht jemand, der von Gott berufen wurde Auslegungsbücher? – Auslegungsbücher, biblische Kommentare sind Theorie von Theoretikern , die sich wieder an Theoretikern orientierten, wie diese auch ad infinitum! So ist jede Predigt ein theoretisches Konstrukt fernab der Wirklichkeit, fernab den Bedürfnissen der Menschen, ein durch das Kirchenjahr vorherbestimmter ritueller Ablauf, der die Menschen nicht wirklich berührt und sie deshalb unverändert lässt.

    Ein von Gott Berufener hält sich nicht an kirchliche oder andere von Menschen gemachte Vorgaben. Da er das neue Leben lebt und als Berufener fortgeschrittener in der Heiligung ist, kann er den weniger fortgeschrittenen in lebendiger Sprache aufzeigen, wie man als jemand lebt, der erlöst und nicht mehr dem Tod unterworfen ist.
    Sein Reden ist dann nichts Angelesenes und Aufgesetztes, sondern lebendig und ganzheitlich. Und so hat er auch Gemeinschaft mit „seinen Jüngern“ indem er in unmittelbarem Kontakt mit ihnen steht, ihr Denken und Fühlen kennt und dies in seinem Umgang mit ihnen berücksichtigt. Zum Predigen wird er wohl nicht mehr kommen….

    1. Ja, natürlich, Auslegungsbücher sind überflüssig, weil wir ja die Zusage haben, dass unsere Erkenntnis schon zu Lebzeiten unendlich sein könnte und niemals nur Stückwerk. Da belesen wir uns lieber bei den Philosophen, Mystikern und Schwärmern, weil menschliche Weisheiten schon immer nur zum Guten und zum von sich selbst verbessertem Menschen führten. Das lehrt uns die Geschichte, die Menschen prägenden Bücher mit dem Titel wie „Das Kapital“ oder „Mein Kampf“ haben abermillionen Menschen das Leben genommen – ähm, verändert.

      Ja, der Spurgeon, 30.000 Auslegungs- und Erklärungsbücher mit Bezug zur Bibel im Regal, weitere gelesen und verworfen, das hat alles nichts gebracht. Wenn im Predigttext der Begriff Ölzweig auftauchte, hat er sogar seinen Assistenten in den Botanischen Garten geschickt, um alle möglichen Hintergründe zum Ölbaum zu erfragen, es könnte ja Relevanz haben. Soviele Bücher gelesen, keine Ahnung vom Ölbaum, die Gemeinde auf mal gerade ca. 5000 Mitglieder gewachsen (große Lehrer wie Manfred Reichelt haben da deutlich mehr Anhänger), der Kerl hat nichtmal eine Sprachenschule besucht, oder wenigstens irgendein einschlägiges Predigerseminar belegt. Da konnte er auch gar nicht gut predigen, das sieht man ja an seinen aufgeschriebenen Predigten. „Die Schatzkammer Davids“ – unterstes Niveau, weil er nicht einmal die damals bekannten philosophischen Erkenntnisse verwurstet hat. Er war so quasi der Prolet unter den Akademikern.

      Da sind unsere Forenlieblinge ja mal wieder in aller Selbstdemut unterwegs.

      1. Die Krönung des Predigens ist die Herrenhuter-Losungen-Einvers-Predigt!

        Bei 31.171 Bibelversen hat ein Prediger 600 Jahre lang jeden Sonntag viiiieeeel zu erzählen.

        Und ohne unzählige ermüdende Wiederholungen von Bill Brights „Vier geistlichen Gesetzen“ in 1001 Varianten.
        Steht mehr in 50 evangelikalen Predigtbüchern?

        Seufz….

  3. @Manfred Reichelt,
    —Ein von Gott Berufener hält sich nicht an kirchliche oder andere von Menschen gemachte Vorgaben—

    Woher kommt dann ihr ,,Wissen“?
    Da Gott sich an sein Wort bindet!

    Sie sprechen von ,,Jüngern“ die weniger fortgeschritten in der Heiligung sind, und denen sie als Berufener ,,in lebendiger Sprache“ zeigen wie man lebt.

    —Und so hat er auch Gemeinschaft mit ,,seinen Jüngern“ indem er in unmittelbaren Kontakt mit ihnen steht, ihr Denken und Fühlen kennt….—

    Wie ist das gemeint? Sie können nicht wissen was andere denken und fühlen.

    1. Menchen haben die biblischen Rollen geschrieben und Menschen haben die Bibel übersetzt. Und es gibt wie bekannt allein über 500 deutsche Bibelübersetzungen, die praktisch alle und zwar unterschiedlich bis gegensätzlich dogmatisch klingen.

      Menschen schreiben auch Fachbücher über die Seele, den Verstand, über die Liebe.

      Menschen fühlen instinktiv und handeln mit Verstand und Gefühl.

      Auch alle anderen Religionen praktizieren gute oder böse Menschen.

      Wer die einen wahren göttlich inspirierten Worte in sich hat, kann sich glücklich schätzen. Leider kommt aber das einzigartige Wesen und Gewordensein des Menschen ihm gelegentlich selbst in die Quere.

      Leben ist Enticklung und nicht statisch wie Buchstaben.

      Gott findet sich nicht zwischen zwei Buchdeckeln. ER ist lebendig.

      Bedingungslose Liebe

      1. So ist es nun nicht.
        Wenn ich Party feiere, dann sage ich zu meinen Nachbarn: Kommt zu mir ALLE. Tja, es kommen nur nicht alle zu der Einladung. Weil nicht abkömmlich, vergrippt, oder sie mögen mich einfach nicht (ja, das mit dem Mögen ist in meinem Fall natürlich konstruiert, so nett und sympathisch wie ich nunmal bin muss man mich einfach liebhaben).

        Und ALLE wohnen in der Nachbarschaft, aber nicht in meinem Haus. Darum bin ich so nett, sie ALLE in mein Haus einzuladen.

        Und ich erbarme mich ALLER Nachbarn, wenn sie durstig sind und die eigene Getränkeliste leer ist und bei mir nach einem Bierchen fragen. Aber nur die wenigsten wollen Bier schnorren.

          1. Für meine Biblipedia-Geschwister

            Ich möchte eine eigene Studie vorstellen, aus der hervor geht,
            auf welchem nachweisbaren Hintergrund evangelikale „Theologie“ eben NICHT aufbaut, weil reale und realistische Hintergründe zugunsten eines verklärten antiken anachronistischen Schwärmgeistes den Vorzug haben.

            Ich bitte um akribisches Studium, um angemessene Kritik zu rechtfertigen.

            Eine ausführliche längere Hintergrundstudie:

            Irrtum vorbehalten. Kritik erwünscht.:

            Ursprung, Entstehung, Geschichte und Übersetzung der Bibel
            Entwicklungen
            -Vorläufiger Zwischenstand-

            Die Bibel in der heutigen Form entstand aus einer Entwicklungsgeschichte. Sie fiel nicht fertig vom Himmel.
            Die Übersetzungen der Bibel in heutige Sprachen sind behaftet mit dem Problem, die bei der Entstehung der ersten Schriftformen noch sehr klar und direkt verstandenen orientalischen und kulturellen Redewendungen und metaphorischen Bilder heute auch zu verstehen unter dem Aspekt der aufgesetzten Brille der eigenen gegenwärtigen westlichen Kultur. Dies alles wird heute zum Teil nicht umfassend berücksichtigt.

            Ein weiteres Problem ist die Übersetzung der griechischen und hebräischen Texte in moderne Sprachen. Übersetzt man heute z.B. Englisch in deutsch, so findet man in Lexika bis zu 20 verschiedene Übersetzungen eines einzigen Wortes. Der Verdacht liegt sehr nahe, dass Übersetzer bei einer neuen Übersetzung sich zu 80 – 90 % an anderen Übersetzungen orientieren und gleiche Worte verwenden wie die anderen. Interlinearübersetzungen legen eine viel größere Verschiedenheit frei als oft angenommen. Es besteht auch eine Wechselwirkung durch dogmatische Gewohnheit.Im Zweifelsfall wird nicht selten sehr prädogmatisch übersetzt.

            Entstehung der Bibel – Ein Entwicklungsprozess
            Hilfreich erscheint es, zunächst einen möglichst tiefen Blick in die Entstehungsgeschichte der Bibeltexte und ihrer unterschiedlichen ursprünglichen und späteren Übersetzungen zu werfen.
            Stimmen hierzu:
            Bibelwissenschaftler Prof. Dr. Ernst Axel Knauf über die Entstehung der Bibel:
            „Knauf: Mit Fertigstellung der Tora (5 Bücher Mose) war der ideologische Richtungskampf nicht beigelegt; so entstanden bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. die Prophetenbücher. Die Gelehrten der Jerusalemer Tempelschule wurden als gute jüdische Professoren dafür bezahlt, sich zu streiten. Sie kommentierten die Tora und arbeiteten vorhandene Texte um – die ältesten Jesaja-Passagen etwa stammten schon aus dem 7. Jahrhundert.“
            „Knauf: Man muss sich die Hebräische Bibel aufgebaut wie konzentrische Kreise vorstellen: In der Mitte ist die Tora, sie wird von den Propheten ausgelegt, und die wiederum werden durch die
            Schriften kommentiert. Ich vermute, die meisten der „Schriften“ entstanden während des 5. bis 1. Jahrhunderts in der Jerusalemer Tempelschule und wurden dort gelehrt. Dieser Lese- und Literaturkanon wurde dann später vom rabbinischen Judentum übernommen.“
            „Knauf: …. von der Genesis bis Josua, also zur Landnahme, würde ich gar nicht nach Fakten fragen. Es gab historische Kerne, aber in der Erzählung wurde einfach hinzugedichtet. Das Buch Josua zeigt etwa auch Auslegungsalternativen zur Tora auf, wie man Völker integrieren kann, statt sie zu töten.“
            Quelle: http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/bibel-wie-die-heilige-schrift-entstand-a-1005418.html

            Prof. Dr. Thomas Naumann, Fachgebiet: Evangelische Theologie, insbesondere Biblische Exegese und Biblische Theologie [Altes Testament]:
            „Die hebräische Vorlage der Septuaginta
            Septuaginta: Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel in die damalige altgriechische Alltagssprache, die Koine)
            Versucht man die LXX (Septuaginta) ins Hebräische zurück zu übersetzen, bekommt man eine hebräische Textform, die gegenüber der masoretischen Textform unserer Hebräischen Bibeln, aber auch gegenüber der Textform des Pentateuchs der Samaritaner z.T. deutlich abweicht. Das bedeutet: in vorchristlicher und noch in neutestamentlicher Zeit gab es insgesamt recht unterschiedliche [inhaltliche] Textfassungen der Bücher, die als „Heilige Schriften“ in Gebrauch waren.
            „Die Übersetzung der Septuaginta ist eine Übertragung hebräischer (orientalischer) Texte in den griechischen Geist des Hellenismus, was – unabhängig vom Problem der Wörtlichkeit der Übersetzung – zu erheblichen Transformationen geführt hat. Dies ist schon bei den neutestamentlichen Autoren deutlich zu merken.“
            Quelle:http://www.uni-siegen.de/phil/evantheo/mitarbeiter/naumann/materialien/textueberlieferung_der_bibel.pdf

            Beide Zitate verdeutlichen, daß vielfältige menschliche Einflüsse bei Entstehung des Kanons der heutigen Bibel eingewirkt haben, z.B. bereits schon durch selektierende Auswahl der „richtigen“ Urtextrollen oder durch bessere oder schlechtere Abschriften oder bei mehr oder weniger „guter“ Einflußnahme auf Textänderungen der z.T.sehr abweichenden ursprünglichen Textfunde.
            Ungezählte „Urtexte“ wurden aufgrund verschiedenster Funde von Originalen oder Kopien zu unterschiedlichen Zeiten und aufgrund der manchmal zuerst durch jahrhundertelange mündliche Überlieferungen zu teilweise stark voneinander abweichenden Ergebnistexten zusammengefügt. Griechische und lateinische Übersetzungen entstanden. Viele Revisionen folgten. Man schrieb teilweise von bereits interpretierten Übersetzungen ab oder benutzte bei der Übersetzung parallel andere Übersetzungen, um inhaltlich am Text zu feilen.
            Bereits im Judentum entstanden nach Existenz der Tora viele weitere Bücher durch konträre Dispute und Diskussionen jüdischer Gelehrter. Diese später zusätzlich zur Tora hinzugekommenen Bücher des AT entstanden also frühzeitig durch Interpretation und Auslegung der Tora als Ergänzung des Wortes Gottes durch die Schriftgelehrten. Es setzte sich jeweils der Bibeltext durch, der den angesehensten und durchsetzungsfähigsten Gelehrten am plausibelsten erschien. Sehr menschliche Mehrheitsbeschlüsse entschieden, was nun das eigentliche Wort Gottes sei. Die agierenden Gelehrten setzten sich mit ihrer Textinterpretation nicht selten aufgrund ihrer theologischen und politischen Machtstellung durch. Staatliche Herrscher waren gleichzeitig theologisch Herrschende. (Theokratie) Die Bibel fiel also nicht fertig vom Himmel. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass ursprünglich etwa 20 Evangelien und weitere Apokryphen vollständig oder unvollständig existierten. Warum haben es nur 4 Evangelien in den heutigen Kanon geschafft?

            Um aus dem Wirrwarr unterschiedlicher Urtextinhalte etwas Stringentes zu erhalten, mußten die Verantwortlichen die seinerzeit offensichtlichen Widersprüche völlig ohne böse Absicht beseitigen.
            Septuaginta und Vulgata sind Übersetzungen in griechisch bzw. lateinisch. Sie wurden zum Teil entwickelt aufgrund ursprünglich hunderter an verschiedenen Orten gefundener Urtextpergamente, geschrieben und abgeschrieben von ganz unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen theologischen Kenntnissen und Vorstellungen. Das führte z.T. Zu widersprüchlichen oder bestenfalls nur ähnlichen Inhalten der gleichen Themen. Aus dieser Not heraus legten die mächtigsten Männer der Kirche auf den Konzilen von Trient (1545 bis 1563) fest, was als die wahren göttlichen Texte zu gelten habe. Sie wurde dann „zu frei von jedem Irrtum“ festgelegt.
            So wurde zwar eine gewisse Ordnung geschaffen, aber um den Preis eines durchaus subjektiv interpretierten Endergebnisses. Das inhaltliche Dilemma der Nutzung unterschiedlicher Textvorlagen gleichen Themas, verschiedener Übersetzungen und Übertragungen sowie unterschiedlicher inhaltlicher Interpretationen ein und desselben Quellentextes wurde damit nicht beseitigt. Die Festlegung der Selektion und der Inhalte durch explizite Auswahl führten fehlbare Menschen durch. Die Mächtigen der Kirche bestimmten somit, was letztlich das Heilige Wort Gottes sei.
            Die ersten Übersetzungen bzw. Interpretationen/Zusammenstellungen und Textauswahlen waren dann später ergänzend die Basis für weitere Übersetzungen in viele zeitgenössische Sprachen. Mehrere verschiedene Übersetzungen desselben säkularen Textes ergeben bis heute niemals exakt den gleichen Wortlaut. Genau so auch bei der Bibelübersetzung. Der Übersetzer muß extrem erfahren gängige Redewendungen, geflügelte Worte, Verwendung von Synonymen, Metaphern, Sprachfiguren usw. in beiden Sprachkulturen sehr gut kennen, um inhaltlich sehr gute und unverfälschte Übersetzungen abzuliefern. Wir müssen heute feststellen, dass es ca. allein 500 deutsche durchaus textlich extrem variantenreiche Übersetzungen bzw. Teilübersetzungen und vor allem dogmatisch eingefärbte Übersetzungen der Bibel gibt. Dazu jeweils wiederum unzählige Revidierungen. Luther rollte mit seiner Übersetzung abermals alles neu auf. Er soll allein zu seinen Lebzeiten seine Übersetzung mehr als dreißig mal revidiert haben, ließ dabei auch gelegentlich Dinge weg.. Ein Indiz für die endlose Suche nach der „allein selig machenden Bibelübersetzung“.
            Hinzu kommt, dass heute nicht wenige christliche Gemeinden sozusagen jeweils „eigene Päpste“ haben, die die heute vorliegenden Übersetzungen dann Wort für Wort individuell auslegen, was zu einer schier unüberschaubaren Vielfalt von Meinungen führt.

            Lesenswerte Artikel zu den Hintergründen der Bibelentstehung:
            Griechische Septuaginta https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta
            Lateinische Vulgata https://de.wikipedia.org/wiki/Vulgata
            Luther 2017, Entstehungshintergründe:
            https://www.evangelisch.de/inhalte/87632/17-10-2013/lutherbibel-durchsehen-nicht-neu-uebersetzen
            https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelkanon

            Erweiternde Bibellese-Methode
            Spätere Theologen entwickelten im 18. bis 19. Jahrhundert die Historisch-kritische Methode (HKM). Die Bibel wird von ihnen überwiegend als eine Summe von Berichten gläubiger Menschen über ihre Erfahrungen mit Gott verstanden. Der individuelle historische und kulturelle Kontext, die seinerzeitigen Sitten und Gebräuche, kulturell basierende Metaphern, Sprichwörter, Analogien usw. wurden bei der Auslegung der Texte mit einbezogen. Damit wird ein selektiver Wortwörtlichkeitsglaube, ein Kleben am Buchstabe, der zu ungenauen und gar widersprüchlichen Ergebnissen führen kann, eingeschränkt. Die Bibel wird hierbei nicht zuletzt auch als eine Hilfestellung zu nüchternem liebevollem respektvollem Umgang verstanden. Jesus hat uns mit dem Liebesgebot und dem darin enthaltenen Hinweis auf das gebrauchen unseres Verstandes von endlosem wortwörtlichem „Biblizismus“, Gesetzlichkeit und dogmatisch starrem Denken befreien wollen. Die Essenz des Glaubens wurde von Jesus auf das Wesentliche reduziert. Die HKM fördert eine gewisse Nüchternheit.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Historisch-kritische_Methode

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            Hinweis: Ich verstehe die Zitate der zitierten Fachleute als Bereicherung, wobei ich wie in allem nicht unbedingt alles zu 100 % in mein Verständnis einpflegen kann. Jedes Verständnis ist zunächst statisches Stückwerk und es bedarf weiterer Pflege.

            Wir stehen zu jeder Zeit am Anfang von Ent-Wicklungen.

            Text gewidmet den Opfern einer fragwürdigen Theologie

          2. Mein Kommentar war hart.

            Aber bitte, warum werden folgende Texte nicht jeden Sonntag in die Predigt integriert und barmherzig und hoffnungsvoll ausgelegt?

            1Joh 2,2 Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

            Psalm 145
            9 Der Herr ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken. 10
            Alle deine Werke werden dich loben

            Römer 15
            8 Ich sage aber, daß Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen, 9 daß aber DIE
            Heiden Gott loben sollen um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: »Darum will ch dich preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen!« 10 Und wiederum
            heißt es:
            »Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!« 11 Und wiederum: »Lobt den Herrn, ALLE Heiden,
            und preist ihn, alle Völker!« 12 Und wiederum spricht Jesaja: »Es wird kommen die Wurzel Isais und der, welcher aufsteht, um über die Heiden zu herrschen; auf ihn werden DIE Heiden
            hoffen«.

            Ps 86,9
            Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, o Herr, und deinen Namen ehren.

            Ps 102,23
            wenn die Völker sich versammeln ALLESAMT und die Königreiche, um dem Herrn zu dienen.

            Jes 25,6
            Und der Herr der Heerscharen wird auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl von fetten Speisen
            bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von fetten, markigen Speisen, von alten, geläuterten
            Weinen. 7 Und er wird auf diesem Berg die Schleierhülle wegnehmen, die alle Völker verhüllt,
            und die Decke, womit alle Nationen bedeckt sind. 8 Er wird den Tod (Anm.: als Strafe) auf ewig verschlingen.

            Jes 56,7
            4
            die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll
            ein Bethaus für ALLE Völker genannt werden.

            1. Timotheus 2:5,6
            Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass solches zu seiner Zeit gepredigt würde.

            Tob 14,6 Und alle Völker auf der ganzen Welt, ALLE werden umkehren und Gott in Wahrheit fürchten. Sie werden alle ihre Götzenbilder verlassen, die sie täuschten und auf falsche Wege führten.

            Nur mal so als exegetische Herausforderung!

            Wer das Höllendogma quasi anbetet, der betet nicht Gott an.

            Es ist das heuchlerisch verschwiegene zentrale Thema.

  4. Nach wie vor möchte ich darum bitten, daß mein Beitrag zur Entstehung der Bibel freigeschaltet wird.

    Ihr könnt mich dann schlagen, wenn etwas daran falsch ist oder mich korrigieren!

  5. Jazzico,
    —Wer das Höllendogma quasi anbetet, der betet nicht Gott an.—

    Wie lange willst du eigentlich noch um Barmherzigkeit bei Gott betteln für Satan und seine Gefolgschaft? Die meissten sind freiwillig bei ihm.
    Und wenn du so gerne unter ….Dieben, Mördern, Lügnern und Götzendienern bist, dann brauchst du nur weiterlästern….die Bibel, die Lehre, den Glauben, die Gläubigen und, und….. Denn dann wirst du auch dabei sein, –,,Draußen“– wo die Zauberer sind und die Unzüchtigen und Totschläger und……..
    Da kannst du noch so schön schreiben ,,Barmherzigkeit für alle“ und ,,Gott liebt alle“. Ja Gott liebt alle, weil ER noch gnädig ist, und noch ruft…..lasst euch versöhnen mit Gott. — Das ist Barmherzigkeit —
    Jazzico Träume werden nicht erfüllt!

    Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem der ihm nicht dient.
    Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. Maleachi 3. 18,19
    Ich nehme an, diese Verse würde der Teufel auch gerne streichen, um die Wahrheit zu verschleiern, doch kluge Menschen nehmen diese Worte ernst, wenn sie nicht verloren gehen wollen.

      1. Ich bin kein Anhänger der Allversöhnung!

        Das ist das biblizistische Modell, nur andersrum!

        Und du solltest dich nun mal endlich anstrengen, jeden zitierten Text von mir sauber exegetisch auszuformulieren. Da hast du erhebliche weiße Flecken auf deiner Landkarte!

        Oder wenigstens dein Calvinismus-Modell mal mit Verstand darlegen!

        🙂

    1. Lilli, man kann dich mit guten Bibelversen ins Wackeln bringen.

      Das ist nicht gut für dich und für sonst auch niemanden.

      Vor allem wenn man der Chicagoerklärung vertraut, die doch jedes Wort der Bibel für Gottes Wort hält, was auch richtig ist, aber innerhalb von Abläufen und Entwicklungen und was jeweils zur rechten Zeit gepredigt werden soll.

      Z.B. nochmals:

      1 Tim 2
      1 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen,
      2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
      3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland,
      4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen!
      5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus,
      6 der sich selbst gegeben hat als Lösegeld FÜR ALLE, ALS SEIN ZEUGNIS ZUR RECHTEN ZEIT.

      Ist diese Zeit etwa noch nicht gekommen?

      Wer will’s hier gern anders oder neu auslegen? Vielleicht stehts doch in mindestens einem der 50 Auslegungsbücher von Jonas?

      Liebe Grüße

      1. Der Mercedeshändler verkauft auch an ALLE. Aber nicht alle kaufen Mercedes. Mit dem Theme „ALLE“ und „Ganze Welt“ hast Du es ja, wie man auch an Deinem Mitternachtspost sehen kann.

        Im übrigen sehe ich nicht Lilli bei guten Bibelversen wanken – ich sehe nur Dich dann um Dich schlagen als Reaktion. Dafür bringt sie recht gute Verse an wie z.B. den obigen aus Maleachi. Ich übersetzte den mal rasch für Dich, quasi als kleine Exegese zur Mittagszeit:
        Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Mercedesfahrer und dem Nicht-Mercedesfahrer, zwischen dem, der einen Mercedes hat, und dem der ihn nicht hat.
        Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle VW- und Opelfahrer Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und er wird ihnen weder Reifen noch Benzin lassen.

        So, das war nun genug Mittagshumor, und nien, ich fahre keinen Mercedes. Ich bleibe dabei: Du vertrittst eine Theologie der Allversöhnung. Es wird nur weder Dir noch den „98%“ helfen, Du bekommst keine Gelegenheit zur Verteidigung mit den Worten „ich habe die Bibel falsch verstanden, weil dein Wort, großer Gott, so undeutlich war.“

        „… zur rechten Zeit“: „Kairos“ ist der Begriff, Grundbedeutung „rechte Maß“, richtige Proportionen, das örtlich,sachlich bzw. Entscheidende, Zeitabschnitt …, oftmals verwendet / Übersetzt als „rechter Zeitpunkt“, „entscheidender Zeitpunkt“.
        Zeugnis: marturion: dienend als eine Art von Beweis für etwas.

        Daher: Zur rechten Zeit hat Jesus ein Zeugnis / einen Beweis erbracht, durch seine Hingabe. Damit ist die Kreuzigung und in der Folge die Auferstehung angesprochen.
        Das braucht also keine von Dir gewünschte Neuauslegung, der Text legt sich selbst aus, selbst ohne Kenntnisse des Altgriechischen ist der Text durch rhythmisches Hinsehen selbsterklärend.

        1. Ich frage mich, was dich dazu befähigt oder dazu bringt, meiner Bitte nach Exegese, Hermeneutik der erwähnten Texte partout NICHT nachzukommen?

          Es sind ja nun einige.

          Und eine Frage beschäftigt mich auch:

          Warum gibt es im orthodoxen Judentum und bei Paulus keine ewige Hölle? Paulus hat ja den Auftrag von Jesus, Jesus selbst auszulegen für die ungläubigen Nationen, also alle anderen Völker der Welt. Warum tut das Paulus nicht, sondern redet eher das Gegenteil von einer Hölle.

          Nenne mir eine einzige Stelle von Paulus, wo er den Nationen die Hölle predigt!
          Wenn einer ein „richtiger Allversöhner“ ist, dann war es mMn Paulus!

          Ich hoffe, daß Markus Till meiner alten Bitte nachkkommt und sich berufen fühlt, einen guten Artikel aus seiner Sicht zur Hölle zu schreiben.

          Da traut sich weder du noch sonstwer hier wirklich ran, obwohl es geheim (okkult) das Zentralthema ist.

          Jonas möchte hier sicher lieber über weitere Auslegungsbücher sprechen.

          🙂

          1. Für Dich, ganz ohne Auslegungsbücher, und dann zieh Deine Schlußfolgerungen daraus oder lass es. Jesus blieb bei den AT-Vorstellungen und der jüdischen Lehre (aha) von der Hölle, er sprach von der Gehenna, ich habe mal schnell was zusammengeklaubt:
            Er beschreibt die Hölle als…
            einen Ort wo geheult und vor Schmerz mit den Zähnen geknirscht wird (z.B. Matthäus 8,12 / Lukas 13,28),
            einen Ort der Dunkelheit (Matthäus 22,13),
            einen brennenden Ofen (Matthäus 13,42), dessen Flammen nie ausgehen,
            ewiges Feuer, welches für Satan und seine Engel vorbereitet ist (Matthäus 25,41), (vgl. Feuersee in den Offenbarungen)
            einen Ort ewiger Bestrafung (genauso ewig wie das ewige Leben, siehe Matthäus 25,45-46). Die Schmerzen in der Hölle werden niemals aufhören, wie ein „unsterblicher Wurm“ und wie „unauslöschliches Feuer“ (Markus 9,43-48).

            Soweit also Jesus, falls wir mal Paulus nicht vertrauen wollen. Wer war auch schon Paulus, gelle? Nehmen wir uns trotzdem mal den Römerbrief vor, dann schreibt Paulus:
            1,18 Gott lässt nämlich seinen Zorn sichtbar werden. Vom Himmel her wird er über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen hereinbrechen, die durch Unrecht die Wahrheit niederhalten.
            1,32 sie kennen zwar die göttliche Rechtsordnung genau, daß, wer derartiges verübt, den Tod verdient, tun es aber trotzdem nicht nur selbst, sondern spenden auch noch denen Beifall, die solche Dinge verüben.
            2,2 Nun wissen wir natürlich, dass Gott die verurteilt, die so etwas tun, und dass sein Urteil absolut gerecht ist.
            2,6ff Gott wird jedem das geben, was er für sein Tun verdient hat.
            Den einen, die unermüdlich das Gute tun und alles dransetzen, um an Gottes Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit teilzuhaben, gibt er das ewige Leben.
            Den anderen aber, die nur an sich selbst denken und sich weigern, der Wahrheit zu gehorchen, stattdessen aber dem Unrecht gehorsam sind, gilt sein grimmiger Zorn.
            9,22 Und was sagst du dazu, dass Gott die Gefäße, die zur Vernichtung in seinem Zorngericht bereitgestellt sind, mit großer Geduld erträgt? Er will zwar, dass sie seinen Zorn und seine Macht zu spüren bekommen,

            Paulus nimmt nicht den Begriff Hölle / Gehenna, er schreibt ja nun auch Briefe mit einem Adressatenkreis, der die jüdischen Überlieferungen noch nicht gut kennen konnte, beschreibt aber sinngemäß das, was Jesus als Gehenna bezeichnet. Du mußt also nicht nur Paulus als relevant ablehnen, sondern auch das, was Jesus gesagt hat.

            Und dann gilt Röm 2,5 insbesondere für Dich:
            Doch du bist starrsinnig und nicht bereit, deine Einstellung zu ändern. So lädst du dir selbst den Zorn Gottes auf und vermehrst ihn noch, bis er schließlich am „Tag des Zorns“ über dich hereinbricht, an dem Tag, an dem offenbar wird, dass Gottes Urteil gerecht ist.

          1. Stephan,

            ich gebe dir eine kleine Hilfestellung zu deiner Arbeit.

            Such mal mit bibleserver.com nach dem String „verdamm“.

            Da hast du gleich nochmal eher doppelt so viele Stellen, die dich erfreuen werden.

            🙂 Also Höllenexperte, selbst nach evangelikaler Sicht, bist du noch lange nicht.

            Such also noch ein bisschen und du hast noch mehr gute Argument für eine Hölle nach evangelikaler Lesart.

            🙂

            Übrigens, ich kenne sowohl alle deine angegebenen Stellen und die, die du noch finden wirst.

            Kleine Vorwarnung:

            Das durcheinandergewürfelte selektive Bibelstellenpingpong ersetzt immer noch keine Exegese dieser jeweiligen Bibelstellenzusammenhänge bzw. eben Nichtzusammenhänge.

            Also, es wundert mich immer noch, daß Jonas hier kein passendes Auslegungspredigtbüchlein anbietet. Z.B. Stichwort: Deppe 😉

            🙂

  6. Lilli, man kann dich mit guten Bibelversen ins Wackeln bringen.

    Das ist nicht gut für dich und für sonst auch niemanden.—

    Für dich wäre es gut, Jazzico, vielleicht würde sich dann die Blokade in deinem Kopf lösen, und der Herr würde dich halten,….dass du glauben kannst!
    ….Wer nicht wackelt erstarrt ziemlich schnell……

    1. ….Wer nicht wackelt erstarrt ziemlich schnell……
      Daumen hoch :-*

      Lilli, heirate mich einfach. Dann werde ich durch dich selig…. und unsere Kinder auch.

      @)–„–,–„—

  7. Jazzico, der letzte, der mir in biblischer Auslegung eine Hilfestellung geben muß, bist Du. Und Dein letzter Kommentar an Lilli war deutlich unter allem, was akzeptabel ist.

    Ich habe Dir dargelegt, dass Jesus selbst die Hölle gepredigt hat. Nimm Dir die Worte Jesu zu Herzen. Wenn er aus Deiner Sicht nicht die Wahrheit gesagt hat, dann lege die Bibel beiseite und verabschiede Dich hier, dann ist auch jede Diskussion über Paulus unnötig.

    1. „Jazzico, der letzte, der mir in biblischer Auslegung eine Hilfestellung geben muß, bist Du. “

      Ich mach’s freiwillig, Stephan. Und du hast nicht gewollt.

      Die Letzten werden immer die Ersten sein… glaub’s der Bibel.

      Du willst nicht? Du kannst nicht!

      Und deshalb projizierst du dein Unvermögen auf mich.

      Du hast mir inzwischen zig negative Komplimente gemacht.
      Jetzt erwarte ich von dir, daß du lieferst!!

      Bezeuge mir biblisch auslegend deinen Höllenkomplex! Alle anderen hier sollen dir gern dabei helfen.

      Dieser Thread behandelt ja das Thema Auslegung.
      Ist also eine gute Gelegenheit.

      Ich habe Geduld.

      Auf geht’s!

  8. @Jazzico
    ..du kritisiert doch immer wieder gerne die Charismatiker für Ihre Übertreibungen – und manchmal auch zu Recht. Eine Ihrer Übertreibungen war ja – Deutschland wird errettet – Erweckung kommt von England / Deutschland ausgehend über ganz Europa – etc.pp. – hier wärst du wahrscheinlich in der vordersten Linie der Kritiker.
    Aber selbst lehrst du, dass ja ALLE Menschen gerettet werden, obwohl Jesus sagte, wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden, …..

    1. Du irrst dich!

      Ich kritisiere ihre Einseitigkeit und ihr Dessinteresse daran, die Bibel in Zusammenhängen zu erforschen

      ich kritisiere ein grauenhaftes Bibelverspingpong

      ich kritisiere die Versteinerung, heilsame Worte Jesu zu Massenfolter und zu Massenperversion zu machen und Gott damit für schizophren zu erklären.

      ich behaupte, Gott kann und wird eine (grundtextlich gar nicht vorhandene) ewige Folter spätestens nach kurzer Zeit gereuen.

      ich behaupte: Gott straft nicht ewig!

      ich weise darauf hin, daß Jesus von Geringsten im Himmelreich gesprochen hat, die faul und träge glauben.

    2. „obwohl Jesus sagte, wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden“

      Das sagt Jesus und es ist so.

      Aber wie immer wird ein Vesrfetzenbruchteil rausgehauen als Totschlagargument, hier gegen mich, und der erklärende Umgebungstext wird unterschlagen!

      Eine Spezialität, DIE Spezialität von „Biblizisten, Vershoppern“ quer durch die gesamte Heilige Schrift.

    3. Toblog, du sagst es.

      Mat 5,26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.

      Ist z.B. eine deutliche Metapher fürs Weltgericht.

  9. Es gibt allerdings auch bei Jesus die „bis“-Worte, die auf eine Endlichkeit der Höllenstrafen schließen lassen: Matth. 5,26 und Matth. 18,34.35 (und auch 23,39).

    1. @toblog
      Das Wort „bis“ bei Mt 5,26 ist in der Ursprache ein Modalpartikel, welche laut Anmerkung der Studienbibel meist unübersetzbar ist. Bei Bedingungssätzen im Nachsatz haben wir hier ein Irrealis, die Bedingung wird als unwirklich hingestellt. Die Schlußfolgerung ist zwar notwendig, aber weil die Bedingung unwirklich ist, selbst auch unwirklich. Wenn A gelten würde (es gilt aber nicht), so würde unweigerlich auch B gelten (aber da A nicht gilt, gilt B auch nicht).
      Heißt hier also: der letzte Heller ist nie zurückzahlbar, wenn man erstmal in der Hölle ist.
      In Mt 18, 34 ist das Wort heos verwendet worden für „bis“, was in der Tat eine zeitliche Komponente ausdrückt. Hier geht es auch um einen konkreten, noch irdischen Vorgang in dem Gleichnis. In V35 wird dann erklärt, dass Gott demjenigen, der seinem Bruder eine Verfehlung nicht von Herzen vergibt, ebenso behandelt. Der Satzbeginn „So“ oder „Also“, houto, ist übersetzbar mit „ebenso“, in dieser Art, in gleicher Weise, oder auch als „Demnach wird auch mein himmlischer Vater …“. Hier wird also einem Gleichnis eine Schlußfolgerung bzw. Analogie gegenüber gestellt, ohne daher zwangsläufig in allen Aspekten deckungsgleich zu sein. Das Gleichnis ist das Bilderbuch, Vers 35 dessen „Übersetzung“. Aber auch hier stellt sich die Frage: ist eine Rückzahlung denn aus den Pforten der Hölle heraus noch möglich? Hier sehe ich ein entschiedenes Nein, denn sonst müßten wir auch das Gleichnis vom Armen und dem reichen Lazarus umschreiben (Lk 16) – es gibt ein unüberwindbares Hindernis / Kluft zwischen „Abrahams Schoß“ und dem Qualenort, in dem der reiche Lazarus endet:
      „große Kluft befestigt“, hier die Vokalen megas sterizo chasma. Megas kann übersetzt werden im Sinne von lang, alt, breit, weit, und das als Adjektiv zu chasma, was an sich schon ein weit auseinanderklaffender Spalt ist. Also „megaweit“. Sterizo ist übersetzbar mit stabil machen, befestigen, fixieren, beständig machen. Jesus eröffnet dem reichen Lazarus keine Möglichkeit, dort heraus zu entrinnen, und vertröstet ihn auch nicht auf kommende Zeiten. Dem Text nach hat die Kluft nach meinem Verständnis Bestand.

      1. Unübersetzbar? Klasse! Aber genau wissen, was gemeint ist. 😉

        Es gibt wahrscheinlich mehr als 200 verschiedene Studienbibeln.
        Fast so viele, wie es lehrmäßig völlig unterschiedlich, oft einander widersprechend ausgerichtete hauptsächlich evangelikal-charismatische Gemeindeorganisationen gibt. Plus zig eigene mehr oder weniger gut ausgelegte Pastorenmeinungen jeweils noch dazu.

        Wenn du hier das, was du völlig bruchstückhaft so dahin sinnierst SATZ FÜR SATZ, WORT FÜR WORT, BUCHSTABE FÜR BUCHSTABE anhand von jeweils mehreren Bibelzitaten, im Umfang von vllt 5 Seiten an Bibeltexthinweisen dazu eingebracht hättest, dann wäre etwas Brauchbares und verständliches herausgekommen. VIELLEICHT.
        Zumindest als Basis für weitere Forschung.

        Deine paar Sätze zu solch einem komplexen Thema sind eine selektive Zufallsmeinung (bezüglich der Fülle an existierendem biblischen Textmaterial dazu), aber keine bibel-basierten Argumente.

        Und daß du Abitur hast, wissen wir. Lass mal die Fachausdrücke weg.

        Außerdem argumentierst du immer noch auf Basis einer existenten Hölle, also mit Vorurteilen. Das macht blind für andere Informationen und für eine Wissen schaffende Arbeit.

        Liebes Grüßle

          1. Dadurch ist er aber auch nicht besser geworden. Ich sage ja, wenn Unberufene über Dinge reden, die sie nicht verstehen, was soll da herauskommen? – Schriftgelehrtengeschwurbel.

          2. Jazzico, Manfred Reichelt,
            Nur keinen Neid aufkommen lassen,
            Aber mal besser hinschauen, da könnt ihr nämlich WAS LERNEN.

      2. Ja, danke für deine ausführliche Antwort. Ich kann anerkennen, dass man aufgrund der sprachlichen Besonderheiten zu dieser Erklärung kommen kann. (Da ich selbst kein Theologie bin, muss ich mir die sprachlichen Deutungsmöglichkeiten erläutern lassen.) Ja, auch die Gleichnisse sollte ma nicht überstrapazieren. Auch ist es immer schwierig, solch weitreichende systematisch-theologie Aussagen an einzelnen Stellen festzumachen.

        Man kann jetzt noch andere Stellen anführen (zusätzlich zu deinen obigen), in denen Jesus Aussagen über die Gehenna/Hölle macht. Und hier möchte in einen Zusammenhang herstellen mit deiner Frage, ob hier überhaupt noch etwas bezahlt werden kann, und wenn ja, was?

        Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst
        und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um
        meinetwillen, der wird’s erhalten Luk 9,23.24.

        Und: Fürchtet euch aber vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle (Matth. 10,28).

        Meine Ansicht ist derzeit: Schuld ist es nicht, die abbezahlt werden kann. Das wäre auch eine Selbsterlösung an Jesus vorbei. Mit Gott versöhnt inkl. der Lösung des Schuldproblems kann man nur über den Erlöser werden (auch in meiner Version des Sühnetods). Ich denke, man kann in diesem letzten Gerichtsort sein egoistisches Eigenleben verlieren und bezahlen – bis davon nichts mehr übrig ist?

        1. Theologe bin ich auch nicht 😉 Ich „quäle“ mich mit Übersetzungsprogrammen und Worterklärungen usw. durch diese Bibelstellen. Aber eine Qual ist es nicht, eher eine Freude. Das Thema Ewigkeit, Hölle, usw. habe ich mal vor Jahren für mich durchgeackert, irgendwann dann aber als Thema für mich beendet (s.u.).

          Lk 9, 23.24 sehe ich als Gegenüberstellung irdisches Leben / ewiges Leben bei Gott / ewiger Tod bzw. Hölle. Ebenso sehe ich dort eine Doppeldeutigkeit: „Wer sein Leben erhalten will …“ kann auch bedeuten „Wer so weitermachen möchte wie bisher …“. Die ernsthafte Nachfolge bedeutet ja auch eine schon diesseitige Lebensänderung, darauf deutet der vorangestellte Vers hin.

          Ich sehe es wie Du auch: eine Schuld abzahlen / abtragen gegenüber Gott durch Eigenleitung ist nicht machbar, nicht zu Lebzeiten, und nicht durch eine Zeit der Qual in der Hölle. Eine zeitlich begrenzte Hölle würde ich aufgrund Mk 9,44 ablehen (wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt), trotzdem wäre es denkbar, dass der Sünder dort „lediglich“ den zweiten Tod erleidet.
          Die Offenbarungen sprechen über den zweiten Tod (21,8) im Kontext des Pfuhls, der mit Feuer und Schwefel brennt. Im Hinblick auf z.B. Mt 10,28, Hiob 26, 13.14 und Prediger 9,5.6.10 dürfen wir annehmen, dass die Seele nicht unsterblich ist und der zweite Tod wohl wirklich die endgültige Auslöschung sein könnte, der eintreten könnte wie z.B. in Maleachi 3,19 beschrieben.
          Weitere Bibelstellen z.B. Off 14,9-11: der Rauch wird ewig aufsteigen (nicht aber unbedingt die Flammen), in Mt 25,41 ist das ewige Feuer dem Teufel und seinen Engeln bereitet (nicht aber explizit den Menschen, die dort hineingehen).
          Von daher würde ich nicht ausschließen, dass der zweite Tod endgültig und unter Qualen stattfindet, aber für die in der Hölle endenden Menschen nicht ewige Qualen bedeutet, sondern die Auslöschung. Also das, was Du im letzten Absatz formulierst.
          Was machen wir jetzt mit dem reichen Lazarus? Mein „Lieblingspastor“ hat da eine Erklärung anhand einiger Bibelstellen parat gehabt (die ich aus dem Kopf nicht auf die Reihe bekomme), dass der Arme die Zeit bis zur Auferstehung in „Abrahams Schoß“ verbringt und der Reiche die Zeit jenseits der Kluft bis zum endgültigen Gericht.

          Irgendwann habe ich mir dann gesagt: egal wie die Details mit der Hölle sind, ich bereite mich lieber auf die Ewigkeit mit Gott und Jesus vor und versuche, nicht am ewigen Tod eines anderen Menschen mitschuldig zu sein, soweit es in meiner Macht liegt. Nicht das Detailwissen um die Hölle ist heilsentscheidend, sondern die Nachfolge.

          Und bei alldem gilt die Bitte: halte es wie die Beröer, die die Schriften untersuchten, ob es sich so verhielte. Ich kann mich irren.

          Viele Grüße
          Stephan

          1. Es war nie und ist nicht und wird nie sein, daß ich jemanden verletzen will.

            Es ist ein sehr tief liegender Schmerz, der mich manchmal aufschreien lässt.

          2. „Wer sein Leben erhalten will …“ kann auch bedeuten „Wer so weitermachen möchte wie bisher …“. Genau so sehe ich es auch. Wer Jesus nicht Herr sein lassen will, dem wird auch seine „Seele“ genommen.

            Wo das Feuer nicht erlischt…Ich denke, man muss aufpassen, dass man nicht zuviel hineinliest. Kann heißen, dass das Feuer (als ein Bild) für den Menschen unauslöschlich ist – aber nicht für Gott.

            Dass Gott alles, was er geschaffen hat, auch wieder vollständig mit Leib und Seele vernichten kann, würde ich auch so sehen.
            (Das gilt aber nicht für den 2. Adam, der hat das unsterbliche Leben. Der ist ja auch geboren und nicht geschaffen.)

            Allerdings fällt es schwer zu begründen, dass Gott nicht auch nach dem Weltgericht Erbarmen haben kann, wann er es für richtig hält. Und seine Geschöpfe so vor der endgültigen Vernichtung bewahren kann….auf dass er sich aller erbarme.

            Es gibt durchaus biblisch begründbare Systematiken, die das Weltgericht, die Hölle/2. Tod und die schlussendliche Unterordnung des ganzen Alls unter dem Haupt Christus zusammen denken können. Und die weit von einer billigen Allversöhnung entfernt sind – so nach dem Motto: Alle sind bereits mit Gott versöhnt und müssen nicht umkehren und gerettet werden, sondern nur noch darüber informiert werden. Solch eine billige Allversöhnung vertrete ich nie und nimmer.

          3. @toblog
            „…Allerdings fällt es schwer zu begründen, dass Gott nicht auch nach dem Weltgericht Erbarmen haben kann, wann er es für richtig hält. Und seine Geschöpfe so vor der endgültigen Vernichtung bewahren kann….auf dass er sich aller erbarme.
            Es gibt durchaus biblisch begründbare Systematiken, die das Weltgericht, die Hölle/2. Tod und die schlussendliche Unterordnung des ganzen Alls unter dem Haupt Christus zusammen denken können. …“

            Diese Modelle habe ich immer mal wieder versucht nachzuvollziehen, allein es gelang mir nicht, diese widerspruchsfrei zu den biblischen Aussagen zu setzen. Wir lesen vom 2. Tod der Verlorenen, aber keine Ankündigung einer weiteren Auferstehung nach dem Gericht – ich sehe da eine Endgültigkeit. Ich würde da also keine Hoffnung hineinlegen wollen und halte das fahrlässig gegenüber denen, die Jesus nicht als Herrn haben. Auch wenn es mich gelegentlich betroffen stimmt, wenn ich an liebe verstorbene Mitmenschen denke …
            Hinsichtlich des ersten Teils Deines letzten Absatzes als Ergänzung: Christus wird nicht ewig das Haupt sein, sondern die Herrschaft zurück geben, z.B. 1. Kor 15,23-28.

            Aber ich denke, wir zwei können da in Frieden mit leicht unterschiedlichen Meinungen miteinander auskommen 😉

    1. Ich möchte darauf hinweisen, daß Paulus die hier im Dialog unserer Diskussion und bis Ende von Römer 11 angesprochene Thematik mit Kapitel 11 des Römerbriefes abschließt.

      Ab Kapitel 12 geht es um pragmatische Anweisungen u.a. für die seinerzeits bestehende christliche-römische Gemeinde.

      Den Abschluß unseres hier angesprochenen Themenkomplexes beendet Paulus mit folgenden Worten:

      Römer 11
      30 Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,
      31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen.

      32 Denn Gott hat ALLE eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich ALLER erbarme.

      Das ist die finale Erkenntnis Pauli für alle.

      Ich möchte dazu an die prophetischen Bibeltexte quer durch das Alte und Neue Testament erinnern, die ich schon angeführt habe und die diese Worte Pauli unterstreichen.

      Und daraus und danach folgt eine abschließende Lobeshymne für einen sich allen erbarmenden Gottes. Sie lautet wie folgt:

      33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!
      34 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? (Jesaja 40,13)
      35 Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« (Hiob 41,3)

      36 DENN VON IHM UND DURCH IHN UND ZU IHM (HIN) SIND ALLE DINGE (GEMACHT)

      Ihm sei Ehre in Ewigkeit!

      Amen.

      1. Schlichtweg falsch, denn die vorangegangen Verse fehlen in der Betrachtung. Kontext ist wichtig.
        Hier, in Kapitel 11, wirft Paulus einen Blick in die Zukunft auf die Zeit der Wiederkehr Christi, also die Ereignisse der Endzeit, und begründet gleichzeitig die bis dahin erfolgende Erwählung der Heiden als Gottes Volk für den Himmel. Das ist auch eine seelsorgerische Ausführung für den Teil der Juden in der Gemeinde, die nicht damit klar kamen, dass nunmehr auch die Heiden zu den Erwählten gehören (vgl. auch a.a.S. seine Ausführungen zum Töpfer und dem Ton), und nicht nur Lehrmeinung von Paulus.
        Trotz der Verstockung bleibt Israel aber Gottes erwählte Volk auf der Erde, und daher wird irgendwann ganz Israel zum Glauben an Jesus kommen und errettet werden. Der damalige / jetzige Unglauben Israels führt dazu, dass bis dahin die Vollzahl der Nationen eingehen wird. „Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.“ Der Fall Israels muss kommen, damit auch die Begnadigung kommen kann, ebenso auch damit die Errettung der Heiden erfolgen kann.
        Der Begriff „alle“ in V32 bezieht sich daher auf das zu diesen künftigen Zeiten lebende Volk, heißt aber natürlich nicht, dass eine rückwirkende Begnadigung der bis dahin gestorbenen Menschen erfolgt, die Jesus nicht zum Herrn hatten.
        Trotzdem gibt es unter den Juden Errettete, das zeigt die damalige Gemeinde, aber auch der Hinweis zu Anfang des Kapitels 11, der eine Situation aus dem AT aufgreift: „Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir übrigbleiben lassen siebentausend Mann, welche dem Baal das Knie nicht gebeugt haben“. Also ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Wahl der Gnade.“

        1. Danke für deinen interessanten Kommentar.

          36 DENN VON IHM UND DURCH IHN UND ZU IHM (HIN) SIND ALLE DINGE (GEMACHT)

          Wie interpretierst du diesen Text?

          1. Den Vers 36 sehe ich hier im Kontext ab V33. Im Kap. 11 sind ja nun einige Dinge entfaltet worden, die den frühen Judenchristen aufgrund der „religiösen Sozialisierung“ als Gedankengang fremd waren. Aber auch für die Heidenchristen waren das wahrscheinlich ungewohnte und neue Gedankengänge. An anderen Stellen warnt ja Paulus die Heidenchristen davor, aufgrund der jetzt bevorzugten Erwählung einen Hochmut gegenüber den Juden zu entwickelen.
            Was Paulus da entfaltet, ist schwierig mit dem menschlichen Gerechtigkeitsempfinden zu vereinbaren. Auf der einen Seite geht es um die Erwählung ganzer Völker, auf der anderen Seite um die dafür notwendige Verstockung (z.B. V32) der Juden: um möglichst viele Menschen aus den Heiden zu erretten, wird zeitweise Israel „alle miteinander in den Unglauben verschlossen“. Es hat den Anschein, dass Gott das Thema „Völker“ wichtiger erscheinen würde als Einzelschicksale.
            Was in Kapitel 11 geschildert wird, ist mit menschlichem Gerechtigkeitsempfinden nicht oder nur kaum in Einklang zu bringen, ich wäre auch nie von alleine auf solche Gedankengänge gekommen. Es ist aber auch eine Fortführung des „Töpfer/Ton“-Prinzipes, siehe Röm 9,19-21.
            V33-36 sind daher zusammen zu betrachten, sie heben Gottes Anrecht auf Souveränität hervor, seine Weisheit, seine guten Pläne, und alle Schöpfung ist seins (V36), so dass er damit machen kann, was er möchte.
            Das ist starker Tobak. Und doch gilt Röm 9,20: O Mensch, wer bist Du eigentlich, dass du Gott widersprichst? Wird denn das Gebilde zum Bildner sagen: „Warum hast du mich so gemacht?“.
            Der Römerbrief ist insgesamt sehr komplex, da habe ich mir jahrelang immer mal wieder die Zähne dran ausgebissen und ich bin mir sicher, dass ich da noch nicht alle Tiefen ausgelotet habe. Wichtig ist, zunächst den Faden / die Fäden zu finden und sich dann daran durchzuhangeln, dabei sind immer mehrere Kapitel gleichzeitig im Auge zu behalten.

            Irrt Calvin? Wenn ich den Römerbrief lese, könnte ich glatt Calvinist werden. Trotzdem gehe ich nicht mit Calvin in allen Aspekten mit. Gott ist gerecht, so dass ich immer eine, wie auch immer geartete, Mitverantwortung des einzelnen Menschen für die Nachfolge sehe.

            Die Begebenheit um David, Nabal und Abigail (1. Sam 25) drückt m.E. am besten aus, wie es um die Erwählung des Einzelnen bestellt ist. David ist hier die Abschattung von Jesus, Nabal / Abigail und der gesamte Personalstamm sind eine „Verantwortungseinheit“ unter dem Chef Nabal. Nabal steht hier für den Narren im Menschen, der Jesus ablehnt, obwohl er es eigentlich besser wissen müßte. Abigail steht für den Anteil im menschlichen Wesen, der vielleicht zur Nachfolge bereit ist, aber Jesus eindeutig in sein Leben einladen muss (kein „vielleicht“, kein „schaun wir mal“, kein „ich habe Angst vor Nabal und möglichen Konsequenzen“). Nabal/Abigail haben sicherlich keinen Einfluss darauf, ob und wann David sie anspricht, ebenso wie der Schächer am Kreuz sicherlich seinen Platz in Sprechweite von Jesus nicht selbst ausgesucht hat – das ist Gottes Wirken. Aber wie die Begebenheit zeigen, beginnt zu einem gewissen Zeitpunkt die Mitverantwortung dafür, was ich aus der Begegnung mit Jesus mache.

            Irrt Calvin nun? Vielleicht war er hier und da etwas extrem, dafür ist Barth aber an anderen Stellen übers Ziel hinausgeschossen, sein Hang zum Sozialismus (aufgrund der Dinge, die er erlebte, dazu gehört auch das teilweise schriftwidrige Verhalten der „Produktionsmittelbesitzer“ zu seiner Zeit) hatte auch Einfluss u.a. auf seinen Römerbriefkommentar. Beide waren Kinder ihrer Zeit und ihrer Umstände, wie wir auch, und ich nehme beiden ab, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen die Bibel auslegen wollten. Da haben sie hervorragende (Vor-)Arbeiten geleistet. Gleichermaßen sehe ich uns jedoch wie die Beröer in der Pflicht nachzuforschen, ob es sich denn tatsächlich so verhält.
            Für Augustinus, Luther, Calvin , Barth, …, gilt 1. Kor 3,5: Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie, durch welche ihr seid gläubig geworden, und das, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat.

  10. Aus dem Weg Gottes mit Israel könnte man auch sein schlussendliches Erbarmen nach den langjährigen Gerichtswegen herauslesen. Auch ggf. als Vorschattung für den Umgang Gottes mit den Menschen insgesamt. (Diese Aussage will natürlich keine Art von Antisemitismus entschuldigen.)

    1. In der Tat – Gott hält sich an den Bund, den er mit Abraham gemacht hat. Israel ist das von Gott erwählte Volk (auf der Erde). Der biblische Befund insgesamt (also insbesondere auch außerhalb des Römerbriefes) deutete ja die damalige bevorstehende Zerstreuung unter alle Völker an, aber ebenso wieder die Rückkehr nach Israel (tatsächlich beginnend ab ca. Ende des 19. Jahrhunderts, Gründung des Staates Israels dann 1948), und dann wird später Israel doch noch Jesus als Messias anerkennen.
      In dieser Hinsicht beschreibt der Römerbrief nicht nur die Gerechtigkeit Gottes, sondern er hat auch noch prophetische Züge (z.B. V32).

      1. Stephan und Toblog,

        eine tiefgründige Diskussion. Ich freue mich.

        Ich habe letzte Nacht einen Diskussionsbeitrag als Antwort hier geschrieben im PDF-Format. Leider ist er zur Veröffentlichung hier zu lang.

        Bitte prüft ihn für mich und gebt mir eine Rückmeldung, gern zitierend.

        Mein Biblipedia-Bereich in meiner Web.de-Cloud:
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        Grüßle

        1. Da wirst Du jetzt etwas warten müssen, weil der Text doch recht lang ist, und ich nicht die richtigen „Werkzeuge“ zur Bearbeitung dabei habe. Hier und da sehe ich positive „Bewegung“. Ein paar Sachen, die mir beim Überfliegen aufgefallen sind:
          Adressaten der Bibelstellen, z.B. Dein Zitat aus Jesaja 57: hier immer überprüfen, wer angesprochen ist, und was das dann in Bezug auf die Jesusnachfolge bedeutet. Wenn explizit Israel (als Volk Gottes auf der Erde) angesprochen ist, dann gibt es i.d.R. eine ableitbare (aber nicht identische) Aussage für Gottes Volk für den Himmel.

          Die Gebote 2 – 10 werden bei Jesus zusammengefasst in „Liebe Deinen nächsten wie dich selbst“. Lk 10,25ff. Der Nächste ist aber nun mein Erretter (der Samariter), Lk 10,36.37. Errettet ist also, wer das erste Gebot hält und Jesus liebt wie sich selbst (Lk10,27.28).

          Aus der Liebe zu Jesus sollte sich dann auch das Handeln ergeben (vielleicht sogar die sinngemäße Einhaltung der Gebote 😉 ).

          Wir sind uns sicherlich einig darüber, dass die Gebote 2-10 das menschliche Zusammenleben definieren sollten. Gleichermaßen sind diese Gebote (zunächst nur) an Israel gegangen. Warum? Weil sie erkennen sollten, dass sie aus sich heraus die Gebote, das Gesetz nicht halten konnten. Egal, wie sehr sie sich bemüht haben, mindestens in Gedanken gab es Gebotsverstösse. Letztendlich muss die Erkenntnis sein: ich kann das Gesetz nicht halten, ich kann mich nicht selbst gerecht vor Gott machen, aber das Gesetz überführt mich, es schenkt mir Erkenntnis der Sünde (z.B. Röm 3,19.20). Röm 3,28 dann: So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein duch Glauben.

          Das bedeutet letztendlich:
          – das Einhalten von Gesetzen / Geboten rettet mich nicht
          – auch nicht das buchstabengetreue Einhalten (Pharisäertum)
          – das Gesetz zeigt mir auf, dass ich vor Gott nicht aus eigener Kraft gerecht dastehen kann
          – ich benötige Jesus als Retter

          Barth hat Denkfehler begangen. Wieso sollte ich mich als Nicht-Christ für den Inhalt der Gebote 2-10 interessieren? Wieso gar als Atheist? Für alle Menschen gilt 1. Mo2 8,21, das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an. Die Konstruktion einer sozialistischen Gesellschaft wird daher nicht gelingen, weil diejenigen, die die Führung oder Funktionen übernehmen, weder nach den Geboten handeln werden noch den Nächsten entsprechend Mt 25,35ff behandeln und in ihm Jesus erkennen. Das zeigen ja auch die sozialistischen Auswüchse der letzten 100 Jahre: sie begannen erstmal mit Massenmorden, und dann ging es mit dem Abwirtschaften weiter. Einige wenige haben davon gut profitiert. Die Älteren von uns haben noch die Folgen des real existierenden Sozialismus gesehen.

          Barth hätte vielmehr denjenigen die Schrift predigen müssen, die vorgaben, Christen zu sein und die die Produktionsmittel in der Hand hatten. Nicht umsonst gibt Paulus ein paar Anweisungen, wie ein Christ mit Dienern / Sklaven usw. umzugehen hätte (Paulus hat nicht gegen Gesellschaftsordnungen aufbegehrt, sondern den Umgang miteinander herausgestellt, der sich aus einer Jesusnachfolge ergeben müsste). Es gibt ja nun durchaus von Christen geführte Firmen wie z.B. Deichmann, Bäcker Plentz, …, wo die Mitarbeiter gerne arbeiten und sich gerecht behandelt fühlen (im Sinne von Mt25,40). Von Plentz kenne ich nun Mitarbeiter und deren Aussagen über die Besitzer.
          Wäre es gerecht, wenn jemand, der seine Angestellten wie A… behandelt, hinterher auch doch noch durch die Hintertür im Rahmen einer Allversöhnung ins Himmelreich käme? Mt25,46: Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe (nix Allversöhnung), die Gerechten aber zum ewigen Leben.

          Soweit erstmal, der Rest frühestens Sonntag.

          1. Ein paar wenige von vielen meiner bibelbasierten Arbeiten habe ich mal in meiner Cloud ausgestellt. Ich hoffe, du findest Zeit, sie intensiv und wohlwollend durchzuarbeiten, bevor wir weiter streiten. 🙂

            Mindestens eine davon ist auch für Herrn Dr. Markus Till interessant.

            Konstruktive Kritik gern erwünscht!

            🙂

        2. Hab es mal überflogen. Vieles ähnelt auch meinen Ansichten. Dass Fass über die Rollen von Israel und der Gemeinde in der Heilsgeschichte möchte ich aber jetzt doch nicht auch noch aufmachen…

  11. Hab es mal überflogen. Vieles ähnelt auch meinen Ansichten. Das Fass über die Rollen von Israel und der Gemeinde in der Heilsgeschichte möchte ich aber jetzt doch nicht auch noch aufmachen…

  12. Ich danke sehr herzlich für die nachträgliche Veröffentlichung der Studie über meine Sicht der Entstehung der Bibel weiter oben.

    Einfach nach oben suchen nach: 27. April 2019 um 21:37 Uhr

    Außerdem ärgere ich mich immer wieder über mich, wenn ich Kritik harsch oder sehr harsch übe.

    Mal Petrus, mal Thomas

  13. Ich frage mich nun, wer welchen Gewinn aus dem Eingangsartikel zieht?

    Ohne Kunde erschließt sich kein Heiliger Geist.
    Denn der Glaube kommt aus der Kunde.
    Die Kunde beschränkt sich hier auf die Kunde der Formen der Kunde.
    Es wird also von der Verpackung geheroldet.
    Auch 100 Bücher über die Form der Kunde und die Freude daran ergeben immer noch Null Inhalt der Kunde.

    So kann man sich kundenorientiert ewig mit der Form beschäftigen,
    raus kommt nix.

    Hoch lebe die Form?

    Es ist sehr lange her, daß ich mit Förmchen gespielt habe.

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