Licht und Wahrheit

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deiner Wohnung. (Psalm 43,3)

In
der Familie Korach gab es manches Unschöne. Obwohl viele in der
Familie danach strebten als Priester anerkannt zu werden, lehnten sie
sich gegen Gott auf. Das blieb nicht ohne Folgen. Ein furchtbares
Strafgericht vertilgte die Empörer. Einige überlebten. Sie wurden
von Gott beauftragt, Dienste im Tempel zu tun. Ihr Glaube wurde auf
die Probe gestellt. Sie wurden nämlich verspottet als die übrig
Gebliebenen. Ausgelacht zu werden, macht traurig. Die Verspotteten
sprachen sich selbst Mut zu und fragten sich: Warum nur bin ich so
traurig? Ich weiß doch, dass Gott mir hilft.

Von
Gott vergessen?

Leider
geht das Wissen um den hilfreichen Gott mitunter verloren. Man hat
zwar noch schöne Zeiten in der Erinnerung, aber nicht gewünschte
Entwicklungen überrollen die Gegenwart. Da kommt mancher Glaube ins
Wanken und fragt Gott: Warum hast du mich vergessen? Ungeahnte
Schwierigkeiten stellen sich ein. Aus Missverständnissen und
Rivalitäten entsteht Feindschaft. Man fühlt sich bedrängt. Freunde
und Kollegen wissen, dass man Christ ist. Sie fragen: Wo ist nun dein
Gott? Solche und ähnliche Fragen brauchen uns nicht zu irritieren.
Gott ist da. Er wird in dem Moment. den er für den richtigen hält,
helfen.Und ich werde ihm danken.

Fragen
an Gott

Mitunter sieht es aus, als hätten die Feinde Gottes das letzte Wort. Falsche und böse Menschen erschweren unseren Weg und wollen uns den Glauben rauben. Das war schon immer so. Deshalb fragt der Beter, dem wir Psalm 43 verdanken: Warum muss ich so traurig sein, wenn mein Feind mich dränget? Er bittet um Erleuchtung. Er möchte nicht feindlichen Parolen zum Opfer fallen und selbst will er bei der Wahrheit bleiben. Darum bittet er um Erleuchtung von Gott und den Mut, selbst die Wahrheit zu lieben. Beter traten im Tempel vor den Altar Gottes. Das ist heute anders. Wir können uns erwartungsvoll an Jesus Christus wenden. Mit ihm kann ich noch vertrauensvoller sprechen als mit meinen besten Freund.

Dieser Blog-Beitrag von Horst Marquardt erschien zuerst auf Marquardts Bilanz . Lies hier den Original-Artikel "Licht und Wahrheit".

Über Horst Marquardt

Horst Marquardt, Jahrgang 1929, ist evangelischer Theologe, Journalist, Autor und Mitbegründer mehrerer evangelikaler Werke. Im Laufe seines langen Leben war er maßgeblich beteiligt an der Gründung des ERF, der evangelischen Nachrichtenagentur idea und dem Christlichen Medienverbund KEP. Außerdem leitete er von 1999 bis 2017 den Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF). Bis heute ist ihm die Verbreitung des Wortes Gottes sein wichtigstes Anliegen. Auf diesem Blog finden sich Andachten und Bibelauslegungen aus mehreren Jahrzehnten Lebenserfahrung.

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