Wieder… Taufe

Ich habe schon einige Artikel über die Taufe geschrieben. Nebst einem eher allgemeinen, kritisiere ich in einem anderen, dass ausgerechnet wir Baptisten die Bedeutung und Zentralität der christlichen Taufe runterspielen. Für mich ist die christliche Taufe extrem wichtig, deswegen stimmt es mich traurig, dass ausgerechnet Baptisten eher schwache Plädoyers für die Taufe veröffentlichen. Ich denke …

Über Sergej Pauli

Hallo, ich bin Sergej Pauli, Jahrgang 1989 und wohne in Königsfeld im Schwarzwald. Ich bin Ingenieur, verheiratet, habe vier Kinder. Diesen Blog möchte ich nutzen, um über das Wort Gottes und seine durchdringende Wirkung bis in unsere Zeit zu schreiben. Hast du bestimmte Fragen oder Anliegen, dann scheue dich nicht, mich zu kontaktieren. Hast du bestimmte Fragen oder Anliegen, dann scheue dich nicht, mich zu kontaktieren.

2 thoughts on “Wieder… Taufe

  1. Noch jemand, der den HK für sich entdeckt hat. Ich bin bis heute immer wieder fasziniert, wie gut sich die Väter in der Schrift auskannten.

    Ein paar Punkte zur Anmerkung / Ergänzung / Einbeziehen in die Überlegungen, falls sie Dir richtig in diesem Kontext erscheinen:

    Jüdische Jungen wurden / werden nach einer Woche beschnitten. Damit wurde ihre Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, zum Volk Gottes bekräftigt. Auch wenn es nicht die Entscheidung der Jungen ist: es ist eine Anordnung Gottes und ein Gehorsamskeitakt der Eltern gegenüber Gottes Anordnungen. In 2. Mos 4,24-26 sehen wir, dass Mose seinen Sohn nicht beschnitten hatte und es ihn fast das Leben gekostet hätte. Insofern bin ich der Meinung: auch unmündige Kinder gehören zur / in die Gemeinde, wobei ab dem Zeitpunkt der Mündigkeit eine eigene Entscheidung zum Glauben zu treffen ist (soweit eine eigene Entscheidung überhaupt möglich ist).
    Als Hobbyorganist in der evangelischen Kirche beorgele ich gelegentlich auch die Konfirmationen. Diesem Akt stehe ich eigentlich skeptisch gegenüber. Der zuständige Pfarrer sieht und bewertet aber die Konfirmation als öffentliches Bekenntnis zur Anerkennung / Bekräftigung einer eventuell vorhandenen (Kinder-)Taufe.
    Damit ist die Kindertaufe sicherlich immer noch nicht das, was ich mir als Gehorsamskeitantwort eines zum Glauben gekommenen Menschen vorstelle, aber die Jugendlichen bekennen öffentlich, vor aller Zeugen Ohren und Augen, dass sie zur Taufe stehen.

    Ebenfalls in 2. Mos sehen wir in den Kapiteln 7 – 11, die 10 Plagen, viermal Kompromissversuche des Pharaos. Opfert hier, opfert aber nicht so weit weg, zieht nur, aber lasst die Kinder hier, zieht nur, aber laßt die (potentiellen Opfer-)Tiere hier. Und Mose weist darauf hin, dass er nur mit dem ganzen Volk mitsamt der Kinder ziehen und opfern kann. Für ihn waren die Kinder kein undefiniertes Anhängsel, sondern Bestandteil des jüdischen Volkes = Gottes Volk auf der Erde.

    Bei irgendeinem anderen Thema schrieb ich mal, dass ich im Hinblick auf den Schächer am Kreuz die Taufe nicht als neilsnotwendig erachte, aber als Gehorsamsantwort, da Jesus selbst sie eingesetzt hat. Wer darum weiß, der läßt sich (wieder-)taufen.

    Hinsichtlich der Frage sprenkeln oder untertauchen: bei archäologischen Grabungen findet man immer wieder in ehemaligen Häusern in jüdischem Besitz Wasserbecken für rituelle Waschungen. Nach alttestamentlicher Anordnung und rabbinischer Auslegung war dabei Untertauchen notwendig. Die Taufe des Johannes war eine „Fortschreibung“ (ist vielleicht nicht der passenste Begriff, aber mir fällt kein anderer ein), und durch die durch Jesus eingesetzte Taufe erkennen wir, dass die rituellen Waschungen im Judentum eine Abschattung des Kommenden waren, und daher würde ich, wo machbar, für Untertauchen bei der Taufe plädieren – auch wenn ich der Meinung bin, dass eine „ältere“ Sprenkeltaufe immer noch als Gehorsamkeitsakt durchgehen sollte.

    Soweit erstmal – ich bin mir sicher, dass man bei diesen Themen fleißig diskutieren und streiten könnte, weil jemandem die eine oder eben die andere biblische Aussage wichtiger erscheint als dem Streitpartner.

  2. Ich bin beeindruckt.
    Weg von der Suche nach immer mehr trennenden, hin zu einer Betonung der verbindenden Elemente.

    Klingt ja fast so als gebe es auch außerhalb der >bitte Beliebige Gruppierung einfügen<, Christen.

    Ich befürchte aber, dass sie damit nicht nur Zuspruch und nette Worte ernten werden… hoffentlich irre ich und die Diskussion bleibt sachlich und brüderlich.
    (Damit meine ich niemanden hier speziell, sondern das erweiterte Umfeld)

    Liebe Grüße
    Spinoza

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