Wenn wir uns selbst richten, werden wir nicht gerichtet.

Wenn du merkst, dass du Scheiße gebaut hast und umkehrst wirst du nicht gerichtet. Wenn du merkst, dass deine Gedanken dabei sind, einer anderen Frau zu folgen, sie schön und nett zu finden und dein Herz sich an sie hängt und du in Gedanken umziehst, ausziehst, deine Frau verlässt – und du bemerkst, dass du der Irrende bist, dass du der Schlafwandelnde bist und kehrst um, du korrigierst diese Gedanken, korrigierst dein Verhalten, du wirst weiterleben. Du wirst nicht gerichtet, denn du hast dich selbst gerichtet, beurteilt. Du hast dein Leben geändert. Sich selbst richten bedeutet nicht, sich selbst ins Schwert zu stürzen, sich zu strangulieren oder eine Strafe auszuüben über sich, sondern umzukehren.

Wenn du als Frau merkst, wie deine Gedanken einem anderen Mann hinterher hängen und du dich ihm an den Hals wirfst, wie du mit fliegenden Fahnen ausziehst in eine neue rosarote Zukunft – immerhin Neuschwanstein wartet auf dich! – und aufgrund Gottes Gnade zögerst, zweifelst, nachdenkst, noch einmal ins Grübeln kommst, obwohl dein Rechtsanwalt dir die Scheidung einebnen würde wie eine präparierte Skipiste – und du schlägst in dich und bleibst bei deinem Mann, so hast du dich selbst gerichtet. Du bist umgekehrt von einem falschen Weg.

Wer sich selbst richtet…

Du wolltest nicht weiter Geld annehmen, das sie dir zuschieben. Du hast gemerkt, dass es falsch ist. Du hattest bereits Geld angenommen und willst es jetzt irgendwie zurückgeben, weil du merkst, dass dich der Weg in den Abgrund führt. So rettest du dich, indem du umkehrst.

Christen sitzen in Fallen, aus denen scheinbar kein Entkommen ist. Süchtig nach Anerkennung, Drogen, ja Drogen, nach der Schulterklatscherin und dem anerkennenden Lächeln. Und dann noch die ganz banalen Themen, deren ich überdrüssig bin. Kehre um und du wirst leben!

Frauen manipulieren Gemeinden, sie haben Einfluss und sie haben den Puls am mainstream. Sie haben mit moralischer Empörung Recht.

Männer ziehen sich zurück aus der Verantwortung und werden dumm, Ja-Sager, Abnicker, und manche beginnen Kämpfe. Es beginnt ein Machtspiel. Wenn wir uns selber richten, werden wir nicht gerichtet. Wenn wir von Gott gerichtet werden, werden wir gezüchtigt, damit wir nicht mit den Nichtchristen verdammt werden.

Es ist eine Sonderbehandlung Gottes, weil er dich anders sieht als jemanden, der nichts von ihm wissen will. Er liebt dich. Wenn du dich selbst nicht beurteilen willst, muss er dich zurechtbringen, weil er dich nicht genauso behandelt wie einen Gottlosen.

Einige haben die Gabe der Prophetie benutzt, um Menschen zu manipulieren, es ist Zeit umzukehren. Einige haben ihren guten Ruf missbraucht, um unerlaubt Einfluss zu nehmen. Wir neigen dazu, den Fußboden der Einfachheit zu verlassen und finden uns auf einem sehr ungewohnt rutschigen Parkett wieder. Es sind Schleimereien, Unaufrichtigkeiten, Machtspiele, Ränke, halte dich von ihnen ab. Wer sich selbst richtet, wird nicht gerichtet.

…WIRD NICHT GERICHTET

Wer sich selbst beurteilt, und zwar richtig beurteilt, benötigt nicht von Gott eine korrigierende zurechtbringende Beurteilung. Du merkst, dass du seit 15 Jahren irrst, dann kannst du heute endlich umkehren. Mich wundert der Mangel an Diagnose, der Mangel an wirklicher Bestandsaufnahme, was eigentlich los ist?! Jede Firma überdenkt, was sie eigentlich macht, wenn der Umsatz in den Keller geht, wenn die Bilanz nicht mehr stimmt, wenn gewisse Kennzahlen Fragezeichen hervorrufen, dann dreht man alles um und überlegt, denkt noch einmal nach. Die Existenz einer Familie oder mehrerer Mitarbeiter hängt daran. Genauso ist es sinnvoll im Leben eines Menschen, diese eine feuchte Stelle anzuschauen, wo das Moos so stark wächst, wo nicht richtig entwässert wird, wo sich irgendwas anstaut, irgendein Mangel an Vergebung, Bitterkeit, weil du betrogen wurdest.

Wer sich selbst richtet, wird nicht gerichtetWer sich selbst richtet, wird nicht gerichtet.

Sich selber richten bedeutet nicht, sich selbst verdammen, obwohl Selbstverdammnis die unausweichliche Konsequenz ist aus fortgesetzt falschem Handeln. Das Gewissen stirbt ab, der Mensch wird dumpf, er weiß nicht mehr wofür er lebt, er tappt dunkel ins Ahnungslose und weiß nicht mehr, was das eigentliche Ziel war. Er hat Jesus Christus aus den Augen verloren. Er kennt das Wort Aufrichtigkeit nicht mehr. Er buchstabiert Dinge völlig verkehrt und beschäftigt sich mit irgendwas, um seine Zeit totzuschlagen. Er weiß, dass alles verkehrt ist, er weiß, dass er den aufrichtigen Gang verlassen musste, weil ihn die Vielzahl der Verletzungen und das nicht Vergeben verkrümmt hat und vom geraden Gleis weggebracht hat. Würde da nicht Einer stehen, der die Hand erhoben hat, die ihn stoppt und segnet, würde da nicht Einer in seinen Weg treten, dessen Auge Liebe sind und in dessen Hände Nägelmale sind, er würde immer weiter, immer weiter in die falsche Richtung laufen.

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Dieser Blog-Beitrag von Rolf Oetinger erschien zuerst auf jesus-blog.de . Lies hier den Original-Artikel "Wenn wir uns selbst richten, werden wir nicht gerichtet.".

About Rolf Oetinger

Knapp unter 60 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder. Emigrierter Schwabe, der eine Hessin geheiratet hat und hauptsächlich im Bereich Haushaltsauflösungen inklusive Verwertung als Selbständiger arbeitet. Christ seit 1986, was für alle Beteiligten das deutlich Bessere ist.

4 thoughts on “Wenn wir uns selbst richten, werden wir nicht gerichtet.

  1. Ein paar Gedanken von mir, für kurzentschlossene,
    Du hattest die besten Nachrichten im Kopf, als die gute Nachricht noch unter deinem Kopfkissen lag. Viel Zeit ist vergangen, du brauchst neue Nachrichten, damit die Welt dich nicht überholt.
    Die Spuren aus vergangenen Zeiten sind kaum noch sichtbar, die Gegenwart hält dich auf trab, trotzdem kannst du die Zukunft beeinflußen, wenn du dich jetzt aufraffst, und Gott wieder einläßt in deine Gedankenwelten. Die Zeit läuft nicht kürzer, mach was draus, bleib nicht auf halber Strecke stehen, das kriegst du doch wohl hin. Morgen ist auch noch ein Tag? aber fang besser heute an.
    Sag Gott was dir fehlt, sag IHM das du so müde bist. Sag IHM auch das du IHN so lange vergessen hast, sag IHM auch wie traurig du warst ohne IHN, frag IHN ob ER dich noch will, frag auch wie es denn jetzt weitergeht.
    Und mir ist als hörte ich IHN sagen; ich liebe dich, komm mein Kind laß uns weitergehen, wir wollen keine Zeit verlieren, ich muß dir noch so viele schöne Dinge zeigen, die ich mit dir erleben will.

    1. Ja, Lilli,
      er will uns noch. Das ist ganz sicher. Er ist heute nicht launisch. Und morgen nicht. Und übermorgen auch nicht. Nein, er ändert sich und seine Meinung nicht. Heute nicht. Und morgen nicht. Gestern nicht. Übermorgen nicht. Er liebt!
      Ja, er korrigiert. Bestraft. Zieht zur Umkehr.
      Aber das gehört mit dazu, zu seiner Liebe zu dir und dir….

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