Weiterglauben – doch nicht so …

Der Bibelbund hat (neben anderen) auf das Buch von Prof. Thorsten Dietz Weiterglauben: Warum man einen großen Gott nicht klein denken kann pointiert reagiert.

Die Frage lautet wie man ‚Weiter Glauben‘ schreibt? zusammen oder getrennt … – nicht aufhörend, oder weiter (im Gegensatz zu eng) …

Andere haben schon vorher dazu Stellung genommen: allen voran mein biblipedia-Kollege Markus Till:

 

Thomas Jeising im Bibelbund:
Das Ganze ist an keiner Stelle eine neue Botschaft. Wer die Theologiegeschichte der vergangenen 100 Jahre überschaut, weiß dass die Art von Glauben, für die Thorsten Dietz wirbt, der Glaube ist, der nach dem Siegeszug der historisch-kritischen Theologie aufgerichtet wurde und dessen Spitze darin liegt, dass man an die Auf­erstehung glauben will, auch wenn der Körper von Jesus Christus im Grab geblieben ist. Nur kommt die Werbung jetzt von einem Professor der Evangelischen Hoch­schule Tabor, die über Jahr­zehnte für ein kon­servatives bibel­orientiertes Christ­sein stand und Missionare und Prediger für die Gemeinschafts­bewegung ausgebildet hat. Thorsten Dietz trägt sein Anliegen mit erfrischender Offenheit vor. Er steht zum Projekt „Universitäts­theologie für Evangelikale“4 . Seine Einbindung in dieses Unter­nehmen von „Worthaus“ hebt er an vielen Stellen im Buch hervor, die Vorträge dort sieht er als eine „wesentliche Hilfe“ für den „Glaubensweg“ vieler (9). Die Ehrlichkeit und der um Verständnis bemühte Ton machen das Buch sympathisch. Nur sollte das niemanden darüber täuschen, dass hier nicht „die Brücken, die Übergänge und Verbindungstunnel zwischen den Lagern“ „gepflegt“ und „gestärkt“ werden (11). Das Ziel ist letztlich die Überwindung eines „prämodernen“, bibelgebundenen Kinderglaubens, der auf das historische Heilshandeln Gottes aufbaut, wie es in der Bibel bezeugt ist, hin zu einer aufgeklärt mystischen Frömmigkeit als einem postmodernen „Glaubensstil“. Der kann dann glauben, selbst wenn die Bindung an historische Tatsachen, wie sie etwa im Glaubensbekenntnis zum Ausdruck kommen, entfällt, weil die Ereignisse gar nicht stattgefunden haben, sondern reine „Glaubenssätze“ sind.

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Dieser Blog-Beitrag von Uwe Brinkmann erschien zuerst auf brink4u . Lies hier den Original-Artikel "Weiterglauben – doch nicht so …".

About Uwe Brinkmann

aufgewachsen in der 4. Generation der "Brüderbewegung"; trotz kritischer Aufarbeitung von daher geprägt: heute moderater "Dispi" ...-... beruflich +21 Jahre als Projektleiter in der Bauabteilung eines komm. Energieversorgers; jetzt Facheinkäufer für Bau- und Ing.-Leistungen ...-... seit seiner "Bekehrung" (1981) theol. Autodidakt, 1993/94 für eine theol. Kurzausbildung in USA ...-... seit 1987 im Großraum München in der Gemeinde- und Jugendarbeit unterwegs, Gründungsmitglied einer Gemeindegründung 1997 (vgl.: https://brink4u.com/eine-seite/) ...-... einer der Gemeindeleiter einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (im Ehrenamt), der "Christl. Gemeinde Unterschleißheim" (www.cgush.de) ...-... Mitarbeiter eines übergemeindlichen Schlungsprogramm: H3: "Hirn, Herz und Hand" im Großraum München (vgl.: https://brink4u.com/2017/09/22/h3-201718-ist-ausgebucht/); seit 01.01.2015 Blogger (www.brink4u.com) ...-... * 1962 (Oberhausen / Rhld.) seit 1992 verheiratet, 4 Kinder, wohnhaft im Großraum München ...-...

19 thoughts on “Weiterglauben – doch nicht so …

  1. Aus dem ganzen Theologengezänk kann man sich auch heraushalten und zwar ohne Engführung im Glauben. Es hat doch in der Kirchengeschichte genug Menschen gegeben, die keine Theologen waren und den Glauben an Jesus weit inniger erfasst haben als die meisten Theologen heute. Unter diesen Tiefgläubigen waren auch Kinder. Da erinnert man sich doch an die Worte Jesu: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“
    Über das, was wichtig ist im Glauben, nämlich sich der Gesinnung Jesu anzunähern, indem man Jesus mehr und mehr in das eigene Herz aufnimmt damit wir wie Paulus schreibt in IHN verwandelt werden, was dann auch im Tun zum Ausdruck kommt, darüber hören wir von dieser Art Theologen ohnehin nicht viel, weil sie doch kaum über etwas sprechen können, was sie selber nicht erreicht haben.
    Es gibt doch auch genug christliche Literatur wie z.B: Nachfolge Christi von Thomas von Kempen ( https://www.buecher.de/shop/theologie-doktrine/nachfolge-christi/thomas-von-kempen/products_products/detail/prod_id/00759486/ ) und vieles andere mehr, das dem, was wir heute von Worthaus hören, weit, weit überlegen ist und uns näher zu Jesus führen kann, von der heiligen Schrift mal ganz abgesehen.
    Ich habe mir vor einiger Zeit auch mal einiges bei Worthaus angehört: Manches war zutreffend, was Herr Zimmer da ausgeführt hat, aber manches war so verkehrt, daß klar davon abgeraten werden muss und das, was möglicherweise einen gewissen Wert hat, das braucht man nicht unbedingt, weil es ohnehin bekannt ist oder aber nicht nötig ist für das Glaubensleben. Bei Worthaus werden von bestimmten Rednern fundamentale christliche Wahrheiten bestritten wie die Erlösung durch Jesu Kreuzestod, da kann doch kein Christ mehr mitmachen. Wer da nicht genug fest im Glauben ist, der wird dadurch, wenn er vielleicht gerade auch noch in einer Versuchung steht, was ja bei jedem vorkommen kann, in die Irre geführt.

  2. Die Liebe zur Theologie, wenn sie ehrlich ist, und sich nach dem Wort Gottes richtet, mit Gebet und Glaubenskampf; ist auch liebe zu Jesus, (das merkt man hier bei den biblipedia Autoren schon deutlich).
    Ich kann nicht verstehen, was passiert ist das immer mehr Theologen für Verwirrung sorgen, und ja , ich merke auch, das man leicht in die Irre geführt werden kann, weil man sich ganz einfach darauf verlassen will, und vertrauen möchte, was die,die es doch wissen müssen, uns sagen. Ist das vielleicht die Warnung, die Jesus uns mitgab; Sehet zu, das euch nicht jemand verführe. Matth.24,4 ,also was bleibt? Jeder muß noch näher sich an Jesus halten, sich ein eigenes Bild machen, die Wahrheit in Jesus selbst suchen im Wort und Gebet, und alles genau prüfen, und einige wenige Christen, denen man wirklich vertrauen kann.

  3. Thorsten Dietz, Tobias Faix, Markus Till, Ulrich Parzany, Ron Kubsch & Co. sind für mich Namen, die abgestuft alle dasselbe zeigen: Je „bibeltreuer“ (nach eigener Überzeugung), desto unchristlicher.

    1. Man muss schon genau lesen: Ich habe geschrieben: “ „bibeltreuer“ (nach eigener Überzeugung), desto unchristlicher.“

      Und nein, das ist gewiss kein Widerspruch. Im Gegenteil.

      Lesen Sie die Bibel auch so ungenau und lassen immer weg, was nicht in ihr Bild passt?

  4. So passt es auch nicht, und bleibt immer noch wiedersprüchlich,
    ihre Frage;—-lesen sie die Bibel auch so ungenau und lassen immer weg, was nicht in ihr Bild passt?—
    ungenau lesen? dann muß man ja auch ungenau denken! meine Denkbilder müssen passen, ihre auch? ansonsten bleibt es wieder wiedersprüchlich!

    1. Wenn Sie genau lesen, was ich geschrieben habe, besteht kein Widerspruch.
      Aber ja, vielleicht lesen UND denken Sie ungenau. Kann gut möglich sein.

  5. Je bibeltreuer desto unchristlicher,
    Bibeltreu = Jemand der dem Wort der Bibel treu ist
    (nach eigener Überzeugung)= ja wessen Überzeugung denn sonst?
    desto unchristlicher= passt ja wohl nicht zu bibeltreu
    Das hält dem wahren Leben nicht stand! wer bibeltreu ist, kann nicht gleichzeitig unchristlich sein.
    Wenn sie ihre Anschuldigungen verständlich umschreiben wollen, hätten sie schreiben können: ein treuer Bibelleser, der vom Wort Gottes überzeugt ist, ist unchristlich, —-sehen sie, so ein quatsch—- mehr wiederspruch geht ja nicht.
    und ja, wenn man ihre Formulierung –genau– ließt, ergibt sich bei –genauem– denken, ein UNGENAUES Bild.
    Lesen sie doch mal Matthäus 12. ab34b–37

  6. Nun ja, es gibt schon Bibeltreue nach eigener Überzeugung, die recht unchristlich sein können. Da wäre z.B. . auch ein Luther, ein Calvin usw. zu nennen. Was Luther zum Teil geschrieben hat, auch über die Juden, dafür würde er heute wegen Volksverhetzung angeklagt.
    Aber auch in unserer Zeit gibt es solche, wenn wohl auch weniger extrem. Mein eigener Vater war zu Anfang auch so, daß sich meine Mutter über ihn des öfteren beklagt hat. Er liest immer die Bibel, sagte sie, aber ist oft unmenschlich. Gott sei Dank hat er sich im Laufe der Zeit ganz, ganz deutlich gebessert.

    1. @Heinz Weber,
      ich ging bei dieser Aussage ja generell davon aus, was die einzelnen Wörter in ihrer Kernaussage bedeuten, was die Leute daraus machen, steht ja auf einem anderen Blatt.

      1. Ja, Lilli, es stehen in der Bibel eben auch happige Dinge und genau diese werden dann von manchen Leuten aufgegriffen und sie fühlen sich mit ihrer Meinung bestätigt.
        Die Kernaussagen der Schrift sehen freilich anders wie du andeutest. Unterscheidungsvermögen ist hier schon gefragt. Das aber bekommt man kaum durch Lesen allein. Man sieht es hier im Forum auch manchmal, wenn Nebensachen zur Hauptsache gemacht werden. Aber weil du mal hier auf etlichen Einwände die Protestanten hätten so viele Uneinigkeit etwas geantwortet hast, schreibe ich, die kath. Kirche hatte die früher auch. Da gab es einmal den Bilderstreit und vieles andere, wobei man sich dann doch irgendwann geeinigt hatte. Sieht man die kath.Kirche heute an unter dem jetzigen Papst, da ist erst recht Uneinigkeit, da der Papst vieles liberalisieren will. Mich wundert es nur, daß die Kirchenkritiker aus evangelikalen Kreisen das nicht aufgreifen und statt dessen an Nebensachen herumnörgeln. Offenbar fehlt es hier auch an Unterscheidungsvermögen. Ja, die Bibel ohne Christus oder auch mit wenig Christus kann uns auch in die Irre führen, wobei es nicht die Bibel an sich ist, sondern das ungeistliche Herangehen an das Wort Gottes, um es präziser zu sagen. Der Herr selber gibt auf viele Frage auch heute eine klare Antwort, aber wenn man IHN nicht versteht, dann versteht man auch biblische Texte oft nicht richtig wie genug Theologen und Pfarrer aller möglichen Denominationen beweisen.

        1. @Heinz Weber,
          Du sagst es, Kernaussagen weden verdreht, Unterscheidungsvermögen geht verloren, Nebensache wird zur Hauptsache, (welche meinst du)? uneinigkeit und endlose Streitereien,
          Wie gehts weiter???

          1. @Lilli

            man sieht es doch hier im Forum wie Unterschiede bei Glaubensthemen so hochgespielt werden, daß einige meinen anderen den Glauben absprechen zu müssen oder noch mehr denken, sie seien Götzendiener, auch wenn dieser Begriff nicht explizit erwähnt wird. Christ ist man, wenn man die Grundlagen kennt und ernst nimmt und Jesus in sein Leben aufnimmt. Theologische Meinungen können da freilich unterschiedlich sein und sind es ja auch zwischen den Denominationen. Man sollte sich deswegen aber nicht mehr die Köpfe einschlagen wie früher, das macht zwar keiner mehr, aber ich meine das im übertragenen Sinn. Streiten kann man schon, dann aber nicht so, daß es unter einer gewissen Linie bleibt.

  7. @Heinz Weber,
    nein, die wollen nicht den Glauben absprechen, die wollen nur sehen, ob der Glaube den Gegenwind aushält, immer so sehen, wie es ja in der Bibel steht, alle Dinge sollen uns zum besten dienen.
    —Man sollte sich aber deswegen nicht mehr die Köpfe einschlagen wie früher—
    na hoffentlich bleibts dabei.“

  8. Liebe Heinz und einige andere hier:

    macht es wirklich Sinn, bei jedem neuen Blog die nahezuh identische Kritik, die bereits zu anderen Artikeln gegeben wurden, zu wiederholen?

    Ich persönlich finde es ermüdend, zumal es nahezu gar nicht um die konkreten Inhalte hier geht …

  9. Lieber Heinz und einige andere hier:

    macht es wirklich Sinn, bei jedem neuen Blog die nahezuh identische Kritik, die bereits zu anderen Artikeln gegeben wurden, zu wiederholen?

    Ich persönlich finde es ermüdend, zumal es nahezu gar nicht um die konkreten Inhalte hier geht …

    1. @Uwe Brinkmann,
      Theologie sollte nicht zum 5 Sterne Koch werden, der seine eigenen Mahlzeiten verspeist. Auch das Abweichen der Gedanken führt zu neuen Erkenntnissen, aber gut möglich das diese Vielseitigkeit noch unentdeckt blieb, od. wollten die Herren Theologen gern unter sich bleiben? und wie immer das Fußvolk zur Einsicht und Erkenntnis ihrer Wahrheiten bringen (zwingen),
      ist vorsicht angesagt? wenn Zeitgenossen ihren innerlichen Welten das Wort erteilen, und den Rahmen der Sprachanpassung verlassen, sollte das ein Grund der Besorgnis sein? Themen kommen trotzdem nicht zu kurz.
      Wo theologisiert ( theoloregiert ) wird da menschelt es schon mal (zum Glück), aber, geht hier irgendwas verloren? üben nicht auch die Theologen unermüdlich Kritik an den immer wieder gleichen Themen?
      Kritik endet meißtens, wenn Antworten gefunden werden, kann also noch dauern, wer ermüdet ist, kann ja schlafen gehen, od. zur Auflösung der Kritik beitragen.

  10. Lieber Uwe Brinkmann,
    da hast du recht, aber wie es so ist auch in anderen Foren, entwickelt sich eine Diskussion oft so, daß man vom eigentlichen Thema schnell abkommt und am Ende das eigentliche Thema kaum eine Rolle mehr spielt. Dem wird in anderen Foren entgegengewirkt durch Moderation, was hier wohl kaum geht, denn da müsste man Moderatoren bestellen.
    Na gut, wenn sich alle Angesprochenen an deinen Hinweis halten sollten, kann es ja nur besser werden,
    Aber eine andere Seite des Forums hier ist auch die, daß sich die Themen auch da und dort in verschiedenen Varianten wiederholen und demnach dann die einzelnen Beiträge auch. Ich will und kann hier keine Ratschläge geben, Das Forum ist neu und noch klein und daher auch nicht so übersichtlich themenstrukturiert wie andere Foren, da wird manches eben nicht anders gehandhabt werden können. Ich nehme mal ein anderes Forum, das ich unten verlinke, das aber vorwiegend katholisch ist, aber auch protestantische Anteile hat, für so etwas braucht man aber sicher viel mehr Teilnehmer und eine entsprechende Anzahl an Moderatoren.

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