Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher

Vor kurzem noch hatten sie in gemeinsamen Konferenzen erklärt, wie sie den Planeten retten wollten. Kleiner hatten sie es nicht. Sie waren hin- und hergejettet, um das Klima gefügig zu machen, dass es sich innerhalb der von ihnen erlaubten Bahnen bewegen würde. Doch das Klima hatte keine Adresse, Straße, HausNr., keine Stadt. So bestimmten sie, dass es mittels milliardenschwerer Ablasszahlungen zu besänftigen wäre.

Das Wasser rann durch die zusammengepressten Hände, es floss auf den Boden. Es ließ sich nicht festhalten.

Die deutsche Industrienation setzte sich mit allen Ländern guten Willens zusammen, um dem Planeten ein Gegengewicht zu verleihen, ein Aufstand der Anständigen. Wir können es schaffen, war die Devise, die Mundwinkel waren angespannt, Schlagschatten der Windrädchen auf dem angestrengten Gesicht.

„Wer, wenn nicht wir“ war die Begründung oder einfach nur: „Weil wir es können.“ hier – 3. Video Die Welt designen, wie man einen Kinderwunsch in die Karriere einbaut und den Rechtsanspruch auf eine Kindergartentante wahrnimmt.

Kirchen, Sozialarbeiter, Pastoren sollten das Arbeitspersonal der Deutschland AG fit halten. Ob mit oder ohne Gott spielte keine Rolle, solange er nicht größer wäre als die Aufgabe: Die dekarbonisierte Nation zu erschaffen.

Diese seltsame Flüssigkeit ließ sich nicht in Händen halten, sie rann die Ellbogen herunter und tropfte auf den Boden. Sie schauten betreten nach unten. Sie hatten es doch so gut gemeint.

Sie hatten von Gott gehört, wie man von einer Legende hört. x Was Ostern mit Weihnachten zu tun hat und der Zweck von Pfingsten war ihnen völlig unklar. Wieso zu Ostern ein Hase unterwegs war, die Eier waren schön anzusehen. Sie hängten sie an die Sträucher und fanden etwas tief Befriedigendes an dieser schönen Tradition. Echte bemalte Eierschalen.

Weil wir es können.

Einer rammte ein Kreuz in den gegossenen Beton und schrieb darauf „Jesus starb für mich“.

Die Weihnachtsmänner waren gut fürs Geschäft, so wie Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen, sogar Beerdigungen.

Im Jahr 2020 geschah die Invasion eines unscheinbaren Virus in der chinesischen Metropole Wuhan: Der Infektionsverlauf war bei einigen stark, die Ansteckungsraten exponentiell. Aus deutscher Sicht eine typisch chinesische Krankheit, wie sie in einem Land der exotischen Küche eben mal ausbricht.

Ich gehe davon aus, dass die chinesischen Behörden die Sache auf chinesische Art regeln werden. Man gibt sich selbstsicher, vermutet keinen Einbruch der Geschäfte, ein bisschen Stirnrunzeln.

Die Hände fest zusammengedrückt, versucht er, das Wasser darin festzuhalten wie in einer Schüssel.

Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt. Kein einziger Arbeitsplatz geht wegen Corona verloren. hier Deutschland ist auf Corona gut vorbereitet. hier
Was soll uns passieren, wir haben das beste Gesundheitssystem der ganzen Welt?
Wir exportieren euch Schutzkleidung als Zeichen der Hilfe und Teilnahme. hier Mit freundlichen Grüßen: Das beste Deutschland, das wir je hatten. hier

Dann kamen die Infizierten mit den Flugzeugen, auf dem Umweg über Italien. Ein Virus, angeblich nicht viel gefährlicher als die Grippe hier – dann aber doch – auf einmal wurde dem Führer der Spielsteine klar, dass sein Gegner eine Zwickmühle aufgebaut hatte. Jedes mal, wenn er einen Spielstein zog, schloss sich beim Gegner die Mühle: Mühle zu, zu, zu, sie ging niemals auf, sie ging immer nur zu.

Die Hände waren schweißnass, es war kein Wasser, es war Schweiß, Angstschweiß. Nach rechts, nach links, nach hinten, in die andere Ecke des Raumes, sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher.

Dieser Blog-Beitrag von Rolf Oetinger erschien zuerst auf jesus-blog.de . Lies hier den Original-Artikel "Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher".

Über Rolf Oetinger

Knapp unter 60 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder. Emigrierter Schwabe, der eine Hessin geheiratet hat und hauptsächlich im Bereich Haushaltsauflösungen inklusive Verwertung als Selbständiger arbeitet. Christ seit 1986, was für alle Beteiligten das deutlich Bessere ist.

9 thoughts on “Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher

  1. Herr Oetinger stellt hier unzulässige Gegensätze auf.
    Das eine ist: Wir müssen die Schöpfung bewahren und nicht planlos laufen lassen. „Macht euch die Erde untertan“, das bedeut nicht Ausbeuten, sondern Verantwortung übernehmen, Fürsorge.
    Siehe Homepage: micha-initiative-de (innerhalb der ev. Allianz)
    Das andere ist: Jesus starb am Kreuz für unsere Sünde. Er ist unsere Erlöser.
    Herr Oetinger schreibt in guten Worten mit einer schönen Bildsprache, leider klingt da Überheblichkeit gegenüber den Verlorenen durch und höfliche Polemik. Vom einem „Wortverkündiger“ erwarte ich mehr Empathie.

  2. Lieber Rolf, ich befürchte, du bist hier nicht der Einzige, der planlos umher irrt und der nur noch geduldig des Endes der gefühlt tausendundeinsten Apokalypse der Weltgeschichte harren kann mit okkulter Prosa.

    Was lehrst du mit deinem Text?

    Erkläre den Blinden die Farben.

    Liebe Grüsse

    1. So schwierig ist es doch wirklich nicht:

      „Was lehrst du mit deinem Text?“
      Der Mensch, der sich nur auf eigene Kraft verläßt, vermag nichts zu bewegen, erlebt ein Problem und einen Rückschlag nach dem anderen, und seine politischen Führer sind ein Abbild seiner selbst. Er beschäftigt sich mit Nichtigkeiten, die er nicht ändern kann, und scheitert an dem, auf das er sich hätte vorbereiten können.

      Der Mensch, der sich auf Gott verläßt und weiß, dass er aus eigener Kraft nichts zu leisten und verändern vermag, zumindest nichts zum positiven hin, und der Gottes Pläne für die Zukunft kennt oder zumindest erahnt (die Prophezeihungen in der Schrift bieten da eine Menge Material), hat die Sicht auf die Dinge, wie Rolf sie schildert.

      „Erkläre den Blinden die Farben.“
      Habe ich damit gerne gemacht. Aber wahrscheinlich fehlt noch das Auflegen der Hände durch Hananias.

      Der letzte Teilsatz in Rolfs Text „…sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher.“ ist kein Bibelzitat, erinnert aber an Klagelieder 4,14. Klagelieder 4 ist in dem Kontext ein interessanter Text, den man sich mal im Hinblick auf die Welt und das Christentum heute „übersetzen“ sollte, es gibt diverse Parallelen zu Rolfs Text. Dich wird z.B. daran erfreuen, dass dort auch die Folgen mangelnder Nächstenliebe zu finden sind. Mich erfreut z.B. der Beginn des V22: Deine Schuld ist abgetan, du Tochter Zion; der Herr wird dich nicht mehr wegführen lassen.
      Hinweis: Edom (in V22) steht für diejenigen, die nicht zu Jesus gehören, die Verworfenen, oder auch für das Attribut „Rot“ in Off 12,3.

    2. Hi Jazzico,
      wie meistens hat Stephan quasi alles gesagt.
      „Okkulte Prosa“ nehme ich als Teil deines Humors – übrigens danke, dass du immer wieder Anstöße gibst – auch wenn es mir oder anderen nicht passt – manchmal finde ich es lustig, manchmal nachdenkenswert, manchmal ist es mir auch verborgen, was du sagst,
      nun isses eben umgekehrt.

  3. —Erkläre den Blinden die Farben.—

    Die Farben des Regenbogens…..

    37) Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes.
    38) Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sinnflut — sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien bis an den Tag, da Noah in die Arche hineinging,
    39) und sie achteten’s nicht, bis die Sinnflut kam und nahm sie alle dahin — so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes. Mt 24.37-39

  4. Guten Tag. Ich hatte mich kritisch aber nicht böse geäußert. Das wurde nicht veröffentlicht. Meine Meinung: Gemeinde Gottes hält die Diskussion mündiger Gläubiger aus. Natürlich gehört sich Polemik nicht. Eine Zensur in gehabter Weise ist der Gemeinde Christe nicht angemessen. Und wenn die Leitung etwas nicht für veröffentlichbar hält, sollte sie das per Rück-E-Mal kurz schreiben. Lieben Gruß und Gottes Segen, Helmut W. Diedrichs

  5. mir hat dieser Vortrag sehr gut gefallen und hab nachgedacht, was es alles mit dem Gewand auf sich hat. Jesus laed uns ja zum Tanzen ein, was uns physisch gesehen gelenkig erhaelt und so sollten wir ja auch geistig sein, was wahrscheinlich auch eine Voraussetzung fuer das neue Gewand ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.