Overcoming the Divide …

https://de.wikipedia.org/wiki/Alister_McGrath

ein guter Einstieg in die Frage von Glaube & Wissenschaft

Overcoming the Faith and Science Divide by Alister McGrath

Bildnachweis: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alister_McGrath.jpg

Dieser Blog-Beitrag von Uwe Brinkmann erschien zuerst auf brink4u . Lies hier den Original-Artikel "Overcoming the Divide …".

Über Uwe Brinkmann

beruflich +21 Jahre als Projektleiter in der Bauabteilung eines kommunalen Energieversorgers; jetzt Facheinkäufer für Bau- und Ing.-Leistungen ...-... aufgewachsen in der 4. Generation der "Brüderbewegung"; trotz kritischer Aufarbeitung von daher geprägt: heute moderater "Dispi" seit seiner "Bekehrung" (1981) theol. Autodidakt, 1993/94 für eine theol. Kurzausbildung in den USA seit 1987 im Großraum München in der Gemeinde- und Jugendarbeit tätig; einer der Gemeindeleiter und Gründungsmitglied (1997) einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (im Ehrenamt), der "Christl. Gemeinde Unterschleißheim" (www.cgush.de) Mitarbeiter eines übergemeindlichen Schlungsprogramm: H3: "Hirn, Herz und Hand" im Großraum München; seit 01.01.2015 Blogger (www.brink4u.com) * 1962 (Oberhausen / Rhld.), seit 1992 verheiratet, 4 Kinder

9 thoughts on “Overcoming the Divide …

  1. Zwischen Glaube und Wissenschaft besteht keine Diskrepanz, wenn man berücksichtigt, welche Grenzen die Wissenschaft hat. Ich nehme mal an, dass Papst Benedikt darüber geschrieben hat unter dem Thema Glauben und Vernunft, jedenfalls was man so gelegentlich darüber lesen kann. Selber habe ich die Bücher des Papstes ja nicht gelesen,aber es wird da und dort so einiges darüber berichtet, was in diese Richtung geht. Dieser Herr Dawkins, der da auch immer wieder als Kritiker des Christentums genannt wird, ist nicht gerade sehr kompetent, darüber zu schreiben.
    Im Glaubensbereich gibt es eben Wunder und damit meine ich nicht mal in erster Linie Heilungswunder, sondern Wunder, die das Leben eines Menschen in einem gewissen Sinne neu machen, sodass andere Menschen erkennen können, hier hat jemand etwas gefunden, was diesen Menschen zumindest sehr gebessert hat. Das ist auch psychologisch nicht zu erklären. Wenn man noch weiter geht, dann kommen bei manchen Christen Dinge vor, die kein Mensch wissenschaftlich erklären kann. Nur sind die Kritiker des Christentums nicht bereit dieses Dinge kennen zu lernen, sie sind auch selten und doch kommen sie da und dort vor.

    1. Glauben und Vernunft müssen übereinstimmen – I.vatikanisches Konzil
      Ganz richtig – auch Papst Benedikt hat zu dem Thema einiges geschrieben.
      Es hat jedoch bereits das I. Vatikanische Konzil in der dogmatischen Konstitution über den Glauben (Dei Filius) festgestellt, dass es keine deutlichen Diskrepanzen zwischen Glaube und Vernunft geben kann – siehe https://www.forum-grenzfragen.de/primaertext-aus-dei-filius-vernunft/ –>3017

      Gerade Johannes Paul II. hat sich dieses ganz deutlich auf die Fahne geschrieben. Beispielsweise entchuldigte er sich für den Konflikt mit Galileo Galilei. Und er hat festgestellt, dass die Evolutionstheorie deutlich mehr als eine Hypothese ist, dass man ihr vertrauen kann.
      Allerdings nur in soweit es die biologischen Dinge angeht. Wenn jemand wie Dawkins meint, die Theorie soweit dehnen zu können, dass es als Beweis der Nicht-Existenz Gottes diene, handelt es sich nicht mehr um eine wissenschaftliche Theorie, sondern um eine Ideologie.

    2. „…….handelt es sich nicht mehr um eine wissenschaftliche Theorie, sondern um eine Ideologie.“

      Dawkins lässt konkrete praktische und nachvollziehbar verifizierbare Wissenschaft sprechen.

      Er ist lediglich aber konsequent gegen ein Christentum auf dem Stand der Antike. Umgekehrt wird Dawkins von McGrath sogar instrumentalisiert, denn McGrath argumentiert vom Stand der Antike her.

      Dawkins hat Erfahrungen mit einem antik behafteten zeitgenössischen Christentum (Erde eine Scheibe uswusw. ). Er hat nicht so einfach gegen „DAS“ Christentum geredet, sondern gegen das Nichtakzeptieren konkret-naturgesetzlich erkennbarer Wissenschaft durch konservativ-dogmatische christliche Kirchen,die sich selbst innerchristlich kaum einig sind.

      Dawkins könnte im Umkehrschluß mit recht behaupten, es handele sich hierbei um christliche Ideologien, Philosophien oder pseudowissenschaftliche Mythen im uneinigen christlichen Gewand. Das ist Dawkins zu langweilig. Er redet wissenschaftlich über Wissenschaft. Die Gottesfrage ist ihm ein Nebenschauplatz, auf den man ihn mehr und mehr gezerrt hat.

      Warum Alister McGrath sich an Dawkins abarbeitet, ist aus Sicht von vielen Konservativ-Evangelikalen nackte Furcht, Dawkins könnte rein wissenschaftlich recht behalten und die Christenwelt pauschal zum Abfall verführen. Stehen Christen so wackelig?

      Wenn McGrath den Heiligen Geist hat und sich mit seinem vollen Einsatz um die unzähligen Missionierungsbedürftigen in aller Welt aktiv bemühen würde, anstelle im antiken Modus einen atheistischen Wissenschaftler mit sinnlos verpuffender Energie zu bekämpfen, dann wäre es dem Herrn sicher eine große Freude.

  2. Dieser McGrath scheint ja recht interessant zu sein.
    Wikipedia: „Er stellte fest, dass der Atheismus keine faktische Aussage über die Wirklichkeit, sondern ein Glaubenssystem sei und dessen Begründung sehr viel weniger stichhaltig als er bisher angenommen hatte.“
    „Mit seiner Hinwendung zum Christentum revidierte er zudem die Ansicht, dass der Glaube mit wissenschaftlichem Denken rivalisierte. Er nahm dieses Verhältnis nicht mehr als Konflikt wahr, sondern als konstruktive Synergie.“
    „In seinem dreibändigen Hauptwerk A Scientific Theology legt er dar wie christliche Theologie von der intellektuellen Strenge der Wissenschaften profitieren könnte. Seiner Ansicht nach „müssen die Naturwissenschaften als Katalysator eine Schlüsselrolle in der Entfaltung christlicher Theologie spielen.“

    Es bleibt zu hoffen, dass auch hier einige, die sich theologisch betätigen, ebenfalls zur Einsicht kommen, dass sich Naturwissenschaft und Theologie einander befruchten.
    Langjährig habe ich in meinem Bestreben in der ehemaligen DDR, Menschen zu Christus zu führen, mich mit wissenschaftlichen Ansichten auseinandersetzen müssen und so die Überlegung einer echten Theologie, wie sie ein Nachfolger Jesu entwickeln kann, erfahren.
    Als ein späteres Ergebnis konnte ich sogar die Einsicht vorwegnehmen, dass Gene keinesfalls Bausteine des Lebens sind.
    Hier kann man das nachlesen:
    https://www.academia.edu/41929365/Gene_Bausteine_des_Lebens

  3. Ich habe den Vortrag vernommen.

    Alister McGrath nimmt Richard Dawkins zum Maßstab für Wissenschaftler, die keine Christen sind. Es finden sich jedoch erheblich mehr christliche Wissenschaftler, die der reinen Wissenschaftslinie Dawkins folgen und trotzdem gläubige Christen sind.

    Ich habe mir vorzeiten Vorträge von solch einer bekennenden Christin angehört.

    Wissenschaft ist zumindest solange glaubwürdig wertfrei, solange religiöse Vorstellungen, solange religiöser Glaube nicht mit Wissenschaft verwoben wird.

    Wissenschaft hat einen stetigen dynamischen Entwicklungscharakter in die Zukunft hinein. McGrath macht es genau umgekehrt. Er erkennt die aktuellen Wissenschaften z.B. die von Dawkins zwar im wesentlichen an, versucht aber rückwärtige antike Weltbilder in die aktuelle Wissenschaft einzupassen.
    Das funktioniert nicht.

    Es wird auch hier Gläubige geben, die „daran glauben“, der Mond und die Sonne drehten sich um die Erde und sie sei eine Scheibe. McGrath glaubt, dass sich die Erde um die Sonne dreht und dass die Erde eine Kugel sei. Er glaubt hier an Wissenschaft. Den Anderen kann niemand mehr helfen. Da fehlt’s einfach an grundlegendem Erfahrungswissen. Eine Weltreise mit dem Flugzeug um den Globus würde ihnen alles erklären.
    Verschwörungsverführten ist kaum zu helfen, sie glauben, was SIE hören wollen.

    Im Grunde nagelt der kluge McGrath letztlich viele heutige wissenschaftliche Erkenntnisse, die er „rein weltlich“ anerkennt, an dem antiken Kenntnisgerüst von vor Tausenden von Jahren unlösbar fest wie Pattex. Und das hat noch gar nichts mit dem Glauben zu tun.

    Hier trennen sich die Wege.

    Alister McGrath verschmilzt die Grenzen zwischen wissenschaftlich Fassbarem und geistig bzw. geistlich Unfassbarem. Was kommt heraus, wenn man feste Erde mit Wasser vermengt: Schlamm. Feuer mit Holz: Asche. Religion mit Wissenschaft: ??

  4. Alister McGrath empfinde jedenfalls als einen aufrichtigen, ehrlichen und gut meinenden Christen. Mit ihm könnte man m.E. gut reden, wenn es möglich wäre.

    Was ich jetzt gerade gelesen habe, ist ein Katastrophenalarm für die gesamte wohlmeinende Christenheit:

    https://www.salon.com/2020/09/09/how-the-evangelical-movement-became-trumps-bitch–and-yes-i-know-what-that-word-signifies/?fbclid=IwAR06cOeVpHmj__KYEdW49jGnMsfjWgiDSyyc3rZbVaNoWD-0dY2XGZnntbU

    Leider auf Englisch. Man kann oben rechts im Browser eine deutsche Übersetzung anklicken, aber sie ist sprachtechnisch nicht optimal, eher vom Sinn her etwas schwerer zu verstehen.
    Anmerkung: Im Englischen kann „evangelical“ sowohl „evangelisch“ als auch „evangelikal“ bedeuten. Im Artikel geht es i.d.R. um „evangelikal“ auch wenn im Text in „evangelisch“ übersetzt wurde.

    Jeder hat die Situation in den USA vor Augen, aber warum werden solche aktuellen Entwicklungen hier nicht thematisiert ?

    Offen über ALLES reden?

    Ja, bitte!

    Anregungen:

    Biblipedia.de scheint mir technisch und kommunikationstechnisch etwas in die Jahre gekommen zu sein.

    Die meisten Autoren liefern ihre Beiträge ab und dann hört man nur eher selten etwas von ihnen. Schade.

    Was spricht dagegen, einen Bereich einzurichten, in dem die Gäste eigene Fragestellungen als Thema anlegen und eröffnen können?

    Ich wäre bereit, erstmal drei Monate auf Probe zu moderieren. Es würde mich zwingen, freundlich, neutral und sachlich zu bleiben. Würde mir selbst gut tun, denn ich fühle mich mit Biblipedia.de und euch allen verbunden …. trotz manchem „Krach“.

    Liebe Grüße

    1. @Jazzico
      Du? Ernsthaft? Ohne dir nahetreten zu wollen – bitte nicht!

      Lies dir auch mal die Statistiken zu den USA durch. Z. B. lesen 30 % der sog. Evangelikalen praktisch nie in der Bibel. Wenn also irgendwo behauptet wird, dass „die“ Evangelikalen Trump unterstützen würden, ist das m. E. grundsätzlich misstrauisch zu sehen. Was war da noch? 50% der US-Evangelikalen glauben, dass Jesus ein guter Lehrer, aber nicht der Sohn Gottes war. Oder so ungefähr.

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